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Effiziente Dienstübergabe in der Pflege. Literaturrecherche und Praxisabgleich

Title: Effiziente Dienstübergabe in der Pflege. Literaturrecherche und Praxisabgleich

Project Report , 2017 , 38 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Lara Schmitt (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Diese Arbeit untersucht die Effizienz, Struktur und Qualität der Dienstübergabe in der Pflege. Durch eine Kombination aus Literaturrecherche und einem Praxisbeispiel wird dargestellt, wie theoretische Ansätze mit der realen Pflegepraxis übereinstimmen. Ziel ist es, mögliche Strategien zur Verbesserung der Übergabeprozesse zu identifizieren und zu bewerten. Schwerpunkte der Untersuchung sind die theoretische Einführung in das Thema, der Vergleich von Praxis und Literatur, die Rahmenbedingungen der Übergabe und die Entwicklung von Lösungsvorschlägen für effizientere Übergaben. Kritisch werden die vorgeschlagenen Ansätze beleuchtet, Forderungen für die praktische Umsetzung abgeleitet und Ansätze für zukünftige Forschungen vorgestellt. Angesichts der Tatsache, dass 6 % der nosokomialen Todesfälle auf Übergabefehler zurückzuführen sind, betont die Arbeit die Bedeutung strukturierter Übergabeprozesse. Studien zeigen, dass ein erheblicher Anteil von Behandlungsfehlern auf Kommunikationsmängel während der Übergaben zurückzuführen ist, was die Notwendigkeit einer effizienten Dienstübergabe unterstreicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Übergabe- Was steckt dahinter?

1.1 Was bedeutet der Begriff Übergabe?

1.2 Sinn und Zweck der Übergabe

1.3 Formen der Übergabe

1.3.1 Die Patientenferne Übergabe

1.3.2 Die Patientennahe Übergabe

1.3.3 Die stumme Übergabe

2. IST- Zustand der Übergabe in der Pflegepraxis

2.1 IST- Zustand der Übergabe in der Literatur

2.2 IST- Zustand auf einer konkreten Station im Krankenhaus

4. Die drei Phasen der Übergabe

4.1 Die Eröffnungsphase

4.2 Die Kernphase

4.3 Die Beendigungsphase

5. Qualitätsmerkmale einer Dienstübergabe

6. Gibt es bei der Übergabe eine Dokumentationspflicht?

7. Benötigt die Übergabe einen zeitlichen Rahmen?

8. Vorschläge aus der Literatur für eine effiziente Übergabe

8.1 Rahmenbedingungen

8.2 Vorschläge für die Übergabe

8.3 Geeignetes Übergabematerial

9. Störungen, ein allgegenwärtiges Problem in der Praxis

9.1 Was wird unter einer Störung der Übergabe verstanden?

9.2 Lösungsvorschläge um Störungen zu vermeiden

9.2.1 Räumlichkeit und Sitzgelegenheiten

9.2.2 Die Patientenklingel

9.2.3 Unterbrechung durch Patienten und Angehörige

9.2.4 Essen und Trinken während der Übergabe

9.2.5 Unpünktlichkeit der Pflegekräfte

9.3. Sind Übergaberituale hilfreich um Störungen zu verhindern?

10. Leitlinien für eine strukturierte Übergabe in der Praxis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Strategien für eine effiziente, strukturierte und inhaltlich hochwertige Dienstübergabe in der Pflege zu identifizieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie durch die Optimierung von Rahmenbedingungen, die Reduktion von Störfaktoren und die Implementierung standardisierter Leitlinien die Informationsweitergabe verbessert und die Patientensicherheit erhöht werden kann.

  • Theoretische Fundierung des Dienstübergabe-Konzepts und dessen historischer Wandel.
  • Analyse des Ist-Zustands von Übergabeprozessen in der Literatur und in der klinischen Praxis.
  • Identifikation und Kategorisierung häufiger Störquellen während des Übergabegesprächs.
  • Entwicklung von Praxislösungen, wie die Einführung von Übergabeleitfäden und Ritualen.
  • Überprüfung der Bedeutung von Dokumentationspraktiken für einen reibungslosen Informationsfluss.

Auszug aus dem Buch

9.1 Was wird unter einer Störung der Übergabe verstanden?

Im Folgenden werden Störungen der Übergabe und deren Auswirkungen beschrieben. Denn diese können eine Übergabe in ihrer Qualität mindern, zu Informationsverlusten führen oder die Übergabe behindern (Blank & Zittlau 2017, S.54 f).

Ein spontanes Ereignis, welches zu einer Unterbrechung von Aufgaben und Prozessen führt, wird als Störung bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine Normabweichung, auf die spontan reagiert werden muss. So kann es vorkommen, dass ein Patient klopft und eine Information verlangt. Die gesprächsführende Pflegekraft wird gestört und muss anschließend spontan weitererzählen. Es kann passieren dass sie dadurch ihren roten Faden verloren hat und Informationen vergisst. Eine Unterbrechung hingegen ist geplant, hierbei kann es sich z.B. um eine Pause handeln. Nach dieser wird an der unterbrochenen Stelle weitergearbeitet. Störungen haben eine negativere Auswirkung als Unterbrechungen. Deshalb ist es besonders wichtig Störungen zu unterbinden um eine effiziente Übergabe zu gewährleisten (Blank & Zittlau 2017, S.54f) Bei der Übergabe im Krankenhaus kommt es fast alle drei Minuten zu Störungen, die häufig durch die Pflegekräfte selbst verursacht werden (Michalski 2016). Auch der Raum ist entscheidend über die Anzahl der Störungen in einer Übergabe. Wird sie in Räumen durchgeführt, in denen es zu einem reger Durchlauf von anderen Berufsgruppen kommt, kommt es häufig zu Störungen und somit zu Informationsverlusten in den Übergaben z.B. im Stationszimmer oder in ärztlichen Untersuchungszimmern. Hinzu kommt, dass es in solchen Räumen oft ein Telefon, EDV, Rufanlage oder Rohrpost gibt und dadurch die Störanfälligkeit für die Übergabe sehr hoch ist. Nach einer quantitativen Untersuchung kann in einer Übergabe im Durchschnitt von fünf bis neun Störungen ausgegangen werden. 66% dieser Störungen kommen in der Übergabezeit zwischen Frühdienst und Spätdienst vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Übergabe- Was steckt dahinter?: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Übergabe als essenziellen Informationsaustausch in der Pflege und erläutert verschiedene Formen wie die patientennahe, patientenferne und stumme Übergabe.

2. IST- Zustand der Übergabe in der Pflegepraxis: Hier wird der gegenwärtige, oft unstrukturierte Zustand der Dienstübergabe in der Literatur analysiert und mit Beobachtungen auf einer konkreten Krankenhausstation verglichen.

4. Die drei Phasen der Übergabe: Das Kapitel strukturiert den Prozess anhand des Modells von Binkter und Sager in eine Eröffnungs-, Kern- und Beendigungsphase.

5. Qualitätsmerkmale einer Dienstübergabe: Hier werden Kriterien für eine hochwertige Übergabe definiert, wobei insbesondere auf Fachsprache, Struktur und vollständige Informationsweitergabe eingegangen wird.

6. Gibt es bei der Übergabe eine Dokumentationspflicht?: Dieses Kapitel klärt das Verhältnis zwischen allgemeiner Pflegedokumentation und der Übergabe und stellt fest, dass zwar keine explizite gesetzliche Dokumentationspflicht für die Übergabe besteht, sie aber dennoch als Informationsgrundlage unverzichtbar ist.

7. Benötigt die Übergabe einen zeitlichen Rahmen?: Erörtert die Auswirkungen der Übergabedauer auf die Konzentrationsfähigkeit und betont die Notwendigkeit von festen Übergabezeiten.

8. Vorschläge aus der Literatur für eine effiziente Übergabe: Bietet Empfehlungen zu Rahmenbedingungen, Richtlinien und dem geeigneten Übergabematerial zur Prozessoptimierung.

9. Störungen, ein allgegenwärtiges Problem in der Praxis: Analysiert Störquellen (intern und extern) und liefert konkrete Lösungsansätze für einen ungestörten Ablauf.

10. Leitlinien für eine strukturierte Übergabe in der Praxis: Zeigt auf, wie durch die Erstellung von teameigenen Leitlinien und Tabellen-basierten Modellen eine Orientierungshilfe in der täglichen Arbeit geschaffen werden kann.

Schlüsselwörter

Dienstübergabe, Pflegepraxis, Informationsweitergabe, Patientensicherheit, Prozessoptimierung, Arbeitsabläufe, Pflegedokumentation, Kommunikation, Effizienz, Krankenhausstation, Störfaktoren, Übergaberituale, Bereichspflege, Übergabeprotokoll, Qualitätssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung des täglichen Dienstübergabe-Rituals im Krankenhaus, um Informationsverluste zu minimieren und die Patientensicherheit zu erhöhen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Strukturierung des Übergabeprozesses, die Identifikation von Störfaktoren im Stationsalltag und die Rolle der Dokumentation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, handlungsorientierte Lösungsansätze zu entwickeln, um Dienstübergaben in der Pflege effizienter, strukturierter und qualitativ hochwertiger zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine umfassende Literaturrecherche in Kombination mit einem Praxisabgleich auf einer spezifischen Krankenhausstation.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, eine Ist-Analyse, die Beschreibung dreier Phasen der Übergabe sowie die Entwicklung von Lösungsstrategien bei Störungen.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit ist insbesondere durch die Begriffe Dienstübergabe, Patientensicherheit, Störfaktoren, Informationsfluss und Pflegedokumentation geprägt.

Welche Rolle spielen Störfaktoren in der klinischen Übergabe?

Störungen durch Klingeln, Telefonate oder Unterbrechungen sind laut Arbeit die Hauptursachen für Informationsverlust und Konzentrationsmängel während der Dienstübergabe.

Weshalb sind Übergaberituale für die Praxis von Bedeutung?

Rituale bieten Sicherheit und Orientierung im stressigen Stationsalltag und helfen dabei, den Übergabeprozess zeiteffizient einzuleiten und zu beenden.

Welchen Stellenwert hat die Dokumentation für eine effiziente Übergabe?

Obwohl keine explizite gesetzliche Dokumentationspflicht für das mündliche Gespräch besteht, ist eine vollständige schriftliche Pflegedokumentation die unverzichtbare Basis für eine erfolgreiche Informationsweitergabe.

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Details

Title
Effiziente Dienstübergabe in der Pflege. Literaturrecherche und Praxisabgleich
College
Karlsruhe University of Cooperative Education
Grade
1,7
Author
Lara Schmitt (Author)
Publication Year
2017
Pages
38
Catalog Number
V1490272
ISBN (PDF)
9783389047682
ISBN (Book)
9783389047699
Language
German
Tags
Dienstübergabe Dienstübergabe effizient gestalten Übergabe Patientenferne Übergabe Drei Phasen der Übergabe Qualitätsmerkmale einer Dienstübergabe Störungen Leitlinien für eine strukturierte Übergabe Übergabe ind er Pflegepraxis Formen der Übergabe Sinn und Zweck der Übergabe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lara Schmitt (Author), 2017, Effiziente Dienstübergabe in der Pflege. Literaturrecherche und Praxisabgleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1490272
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