Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne

Die Moral-Frage in Brechts Dreigroschenoper. Wechselbeziehungen zwischen Moral, Literatur und Ökonomie

Titre: Die Moral-Frage in Brechts Dreigroschenoper. Wechselbeziehungen zwischen Moral, Literatur und Ökonomie

Dossier / Travail , 2019 , 14 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Alper Demir (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Hausarbeit untersucht die Wechselbeziehungen zwischen Moral, Literatur und Ökonomie anhand von Bertolt Brechts Dreigroschenoper. Ausgangspunkt ist die These, dass Brecht mit dem ersten Dreigroschenfinale darlegen wollte, dass das kapitalistische System keinen Raum für Moral lässt, da dessen amoralische Natur in den ökonomischen Grundlagen verankert ist. Hierbei werden marxistische Theoreme zur Analyse herangezogen, insbesondere das Basis-Überbau-Modell von Marx und Engels. Die Arbeit gliedert sich in eine Darstellung der Prämissen und zentralen Begriffe, eine Analyse von Marx' "Moraltheorie" und eine detaillierte Szenenanalyse des ersten Dreigroschenfinals. Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und die anfängliche These im Resümee reflektiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Die Suche nach der Moral

1.1 Ökonomie, Moral und Literatur

1.2 Marx, marxistische Literaturwissenschaft und Brecht – die Prämissen

2. Marx´ „Moraltheorie“ ex negativo

3. Die (A-)Moral der Dreigroschenoper – „die Verhältnisse, gestatten sie´s?“

3.1 Peachum – erst kommt das Fressen, dann das Kapital

3.2 Die systeminterne „Lösung“ als Ideologie - Synthese

4. Resümee

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, das erste Dreigroschenfinale von Bertolt Brecht unter Anwendung marxistischer Theoreme auf das Zusammenspiel von Moral und Ökonomie zu untersuchen, um die These zu stützen, dass der Kapitalismus strukturell keinen Raum für Moral bietet.

  • Analyse des Nexus von Moral und Ökonomie im Werk von Brecht
  • Erarbeitung einer „Moraltheorie“ ex negativo auf Basis von Marx
  • Marxistische Interpretation der Figur Jonathan Peachum
  • Kritische Auseinandersetzung mit wirtschaftsethischen systeminternen Lösungsansätzen
  • Untersuchung des Verhältnisses von Basis und Überbau in der Dreigroschenoper

Auszug aus dem Buch

3.1 Peachum – erst kommt das Fressen, dann das Kapital

Im folgenden Kapitel wird – nach einer rudimentären Kontextualisierung der Szene und einer kurzen Einführung der Figur J Peachum – das erste Dreigroschenfinale „über die Unsicherheit menschlicher Verhältnisse“ mit Fokus auf die Figur Jonathan Peachum marxistisch interpretiert. Die Szene findet zum Ende des ersten einleitenden Akts statt. In diesem wurde J. Peachums Firma „Bettlers Freunde“ und ihre Geschäftsmethode – mit der Arbeitskraft der Bettler und dem Mitleid der Menschen Profite zu verzeichnen – vorgestellt. Ihm steht der Bandit und Kriminelle Mackie Messer gegenüber, der die Tochter Peachums (Polly) – zu seinem Bedauern – im Pferdestall heiratet. J. Peachum kommt daraufhin auf die Idee, Messer bei der Polizei anzuzeigen, um seine Tochter und einen finanziellen Zuschlag zu erhalten. Die Peachums (Frau und Mann) sind davon überzeugt, dass Messer bei den Prostituierten zu finden ist. Nachdem die Beschlüsse getroffen sind, tritt die Familie Peachum nach vorne und singt „bei Songbeleuchtung“ das erste Dreigroschenfinale über „die Unsicherheit menschlicher Verhältnisse“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Die Suche nach der Moral: Das Kapitel führt in die Thematik ein, definiert die wissenschaftliche Herangehensweise durch das marxistische Basis-Überbau-Theorem und begründet das Ziel der Untersuchung.

1.1 Ökonomie, Moral und Literatur: Hier werden die theoretischen Spannungsfelder zwischen moralischen Ansprüchen und ökonomischen Zwängen sowie das Interesse Brechts an Marx als Idealzuschauer dargelegt.

1.2 Marx, marxistische Literaturwissenschaft und Brecht – die Prämissen: Es werden die methodischen Grundlagen, insbesondere das dialektische Verständnis der Gesellschaft und die notwendige Historisierung der literarischen Analyse, erläutert.

2. Marx´ „Moraltheorie“ ex negativo: Dieses Kapitel erarbeitet, warum Marx keine explizite Moraltheorie verfasste, und zeigt auf, dass sein Ansatz primär eine radikale Kritik an den sozioökonomischen Verhältnissen darstellt.

3. Die (A-)Moral der Dreigroschenoper – „die Verhältnisse, gestatten sie´s?“: Eine Analyse der moralischen Dilemmata in Brechts Werk, die zeigt, wie das kapitalistische Umfeld menschliches Handeln determiniert.

3.1 Peachum – erst kommt das Fressen, dann das Kapital: Anhand der Figur des Peachum wird verdeutlicht, wie ökonomische Interessen und der Überlebenskampf jede moralische Instanz untergraben.

3.2 Die systeminterne „Lösung“ als Ideologie - Synthese: Kritische Reflexion moderner wirtschaftsethischer Ansätze, die versuchen, Moral als Wettbewerbsvorteil in das System zu integrieren, was laut der Arbeit ideologische Verschleierung bleibt.

4. Resümee: Zusammenführung der Ergebnisse, wobei die strukturelle Unvereinbarkeit von kapitalistischem System und humaner Moral als zentrales Fazit bestätigt wird.

Schlüsselwörter

Bertolt Brecht, Dreigroschenoper, Karl Marx, Basis-Überbau-Theorem, Moral, Ökonomie, Ideologie, Kapitalismus, Jonathan Peachum, Materialismus, Dialektik, Wirtschaftsethik, Entfremdung, Klassenkampf, Systemkritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das erste Finale der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht mithilfe marxistischer Theorien, um das Spannungsfeld zwischen moralischem Anspruch der Menschen und der Realität kapitalistischer ökonomischer Verhältnisse zu ergründen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Basis-Überbau-Theorem von Marx, der marxistischen Literaturwissenschaft, der Korrelation von Moral und Ökonomie sowie der systemkritischen Deutung von Brechts Werk.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist der Nachweis, dass das kapitalistische System laut Brecht keinen Platz für Moral lässt, da moralisches Handeln durch die zugrundeliegenden Produktionsverhältnisse ökonomisch unrentabel oder unmöglich gemacht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine marxistisch informierte literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die primär die dialektische Methode nutzt, um literarische Texte historisch-soziologisch zu kontextualisieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Erarbeitung von Marx' Moralverständnis ex negativo, eine detaillierte Szenenanalyse des ersten Dreigroschenfinals und eine kritische Auseinandersetzung mit modernen institutionsökonomischen Lösungsansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Basis-Überbau-Theorem, Kapitalismus, Moralkritik, dialektischer Materialismus und Ideologie definiert.

Inwiefern spielt die Figur des Peachum eine Schlüsselrolle?

Peachum fungiert als Prototyp des kapitalistischen Akteurs, der sein moralisches Defizit durch systemische Sachzwänge rechtfertigt und somit als ideales Fallbeispiel für die Unvereinbarkeit von "Gutsein" und ökonomischem Überleben dient.

Warum lehnt die Arbeit systeminterne Lösungsansätze ab?

Die Arbeit argumentiert, dass Ansätze, die Moral lediglich als Anreiz oder Wettbewerbsvorteil in den Kapitalismus integrieren wollen, eine ideologische Verschleierung der tieferliegenden, unauflösbaren Widersprüche des Systems darstellen.

Fin de l'extrait de 14 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die Moral-Frage in Brechts Dreigroschenoper. Wechselbeziehungen zwischen Moral, Literatur und Ökonomie
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Neuere Deutsche Literatur)
Note
1,0
Auteur
Alper Demir (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
14
N° de catalogue
V1490687
ISBN (PDF)
9783389050866
ISBN (Livre)
9783389050873
Langue
allemand
mots-clé
Brecht Moral Ökonomie Dreigroschenoper marx neue deutsche literatur
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alper Demir (Auteur), 2019, Die Moral-Frage in Brechts Dreigroschenoper. Wechselbeziehungen zwischen Moral, Literatur und Ökonomie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1490687
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint