Die Vermittlung der Grobform des Fosbury-Flops im Sportunterricht Klasse 9


Unterrichtsentwurf, 2008
14 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Stellung der Stunde im Rahmen der Unterrichtseinheit (à 45 Min.)

1. Erste Sprungübungen auf die Matte mit einer Kastentreppe; Merkmale des Fosbury-Flops
2. Einführung des Fosbury-Flops
3. Verbesserung der Floptechnik
4. Hochsprung relativ (Messen und Zensieren)

Ziel der Unterrichtseinheit:

Die Schüler[1] sollen mit unterschiedlichen, hinführenden Übungen ihre Gewandtheit, Sprungkraft, Bewegungskoordination (Anlauf- und Absprung­koordination) sowie ihr Rhythmus- und Distanzgefühl verbessern und mit Hilfe dieser Fähigkeiten den gesamten Bewegungsablauf des Fosbury-Flops erlernen.

Ziel der Stunde: Die Schüler sollen die Grobform der Hochsprungtechnik „Fosbury-Flop“ erlernen.

Feinziele der Stunde: Die Schüler sollen den Fosbury-Flop unter folgenden Kriterien ausführen, indem sie …

1. mit einem 3-Schritt-Rhythmus anlaufen,
2. mit dem lattenfernen Bein in einem ca. 45°-Winkel abspringen,
3. mit einem Doppelarmschwung die Steigphase einleiten,
4. rücklings die Zauberschnur überqueren,
5. bei der Landung gleichzeitig mit dem Kinn auf der Brust und auf dem Rücken landen.

Geplanter Unterrichtsverlauf

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abkürzungen: KV: Klassenverband, SK: Sitzkreis, SE: Sitzeck, UG: Unterrichtsgespräch, FF: Fosbury Flop, AiG: Arbeit in Gruppen, S: Schüler, RLA: Realschullehreranwärter, PA: Partnerarbeit, LV: Lehrervortrag, FZ: Feinziel, ZS: Zauberschnur

Anmerkungen zur Situation der Klasse

Nachdem ich bereits gegen Ende des 1. Halbjahres des Schuljahres 2002/03 in der Klasse 9 RA der S-Schule Ausbildungsunterricht erteilt habe, gebe ich seit dem 2. Halbjahr eigenverantwortlich Unterricht mit zwei Wochenstunden in dieser Klasse. Die Lerngruppe setzt sich aus 21 Schülern, davon 10 Mädchen und 11 Jungen, im Alter von 14 bis 16 Jahren zusammen.

Der überwiegende Teil der Jugendlichen befindet sich in der Stabilisierungsphase[2], in der wachstumsbedingte Einschränkungen im Bereich von Koordination möglich sind. Es ist eine günstige Kraftschnelligkeit zu erwarten[3], die sich positiv auf den Hochsprung auswirken könnte.

Das sportmotorische Leistungsniveau der Klasse ist überwiegend als befriedigend zu beurteilen. Dabei zeigen XY (Namen) gute Leistungen im koordinativ-motorischen Bereich. Defizite im sportmotorischen Bereich weisen XY (Namen und Name) (kaum Sprungkraft) auf. Die beiden letztgenannten fallen durch ihre adipöse Erscheinung auf. All den Schülern mit Defiziten werde ich besondere Beachtung zukommen lassen, um ihnen gezielt Tipps zu geben. Deshalb habe ich in der früheren Erarbeitungsphase einen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad in Form der Mattenhöhe eingeplant. In der späteren Phase verschiedene Lattenhöhen, die die Leistungsfähigkeit einzelner Schüler berücksichtigen (vgl. Methodische Vorüberlegungen) und sich auch in der Gruppenbildung bzgl. der Sprunganlagenwahl niederschlagen.

Das Lernverhalten der Klasse im Fach Sport ist als heterogen zu bezeichnen. Die meisten Schüler sind beim Sportunterricht motiviert und zeigen ein gutes soziales Verhalten[4], d.h. sie befolgen die Anweisungen des Lehrers, helfen beim Auf- und Abbau der Geräte, halten sich an abgesprochene Regeln (z.B. Schmuckverbot). Vereinzelte Störungen gehen zumeist von Alexander und Christoph aus. Sie befolgen nicht immer meine Anweisungen, d.h. sie be­schäftigen sich mit unterrichtsfremden Dingen, anstatt die durchgesprochenen Übungen auszuführen. In den meisten Fällen genügen mimische oder verbale Ermahnungen, um ein solches Verhalten zu unterbinden.

Zu den Lernvoraussetzungen ist zu sagen, dass die meisten Schüler aus Klasse 7 Vorerfahrungen im Hochsprung bezüglich des Wälzers haben. Durch die kürzliche Vermittlung einer Weitsprungtechnik kennen alle Schüler ihr Absprung- und Schwungbein. Dieses wurde in der letzten Unterrichtsstunde bei den ersten Sprungübungen auf die Matte mit einer Kastensprungtreppe praktisch noch einmal überprüft. Mit Hilfe dieser Treppe, die zudem im 40°-Winkel vor der Hochsprunganlage aufgebaut worden ist, sind die Schüler mit einem einfachen Schersprung über die Latte gesprungen. Vom Weitsprung her kennen die Schüler den Sinn und Zweck der Anlaufbeschleunigung mit einer verkürzten Schrittlänge beim letzten Schritt und deutlichem Fußkontakt vor dem Absprung. Das wiederum kann auf den Hochsprunganlauf übertragen werden, obwohl der „Anlauf etwas langsamer und die drei letzten, der Absprungsvorbereitung dienenden Schritte“[5] rhythmischer und deutlich gegliederter sind. Weiterhin ist anzumerken, dass alle Schüler - bis auf Name - Linksspringer sind und somit von rechts anlaufen werden. Die Technik, ihren Anlauf beim Weitsprung zu vermessen und ggf. zu verändern, haben die Schüler erlernt und können bei Bedarf dieses System später auch auf den Hoch­sprunganlauf übertragen. Das Arbeiten mit Erklärungen in Verbindung mit Lehrer- bzw. Schülerdemonstrationen kennen die Schüler aus vorangegangenen Stunden und Unterrichtseinheiten. An Phasenbilder sind die Schüler nicht gewöhnt, da geeignete Materialien nicht zur Verfügung stehen.

[...]


[1] Bei der Verwendung der Bezeichnung „Schüler“ ist die weibliche Form eingeschlossen.

[2] GROSSER & STARISCHKA 1998, S. 182

[3] ebenda

[4] Anmerk. d. Verf.: Namen XYZ fungieren als ausgebildete Streitschlichter in der Schule

[5] KERN & SÖLL 1997, S. 167

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Die Vermittlung der Grobform des Fosbury-Flops im Sportunterricht Klasse 9
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Sportwissenschaft)
Note
1,7
Autor
Jahr
2008
Seiten
14
Katalognummer
V149129
ISBN (eBook)
9783640632114
ISBN (Buch)
9783640632824
Dateigröße
625 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grobform, Fosbury-Flops, Sportunterricht, Klasse, Flop, Fosbury, Sport, Einührung, Leichtathletik, Sprung, Hochsprung, Unterrichtsplanung, Langplanung, Stundenplanung, Stunde, Sportstunde, Unterricht
Arbeit zitieren
Florian Schwarze (Autor), 2008, Die Vermittlung der Grobform des Fosbury-Flops im Sportunterricht Klasse 9, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149129

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