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Die Vaterfiguren in Felicitas Hoppes "Picknick der Friseure"

Inwieweit ähneln oder unterscheiden sich die Väter in "Die Pilger", "Die Zeugen" und "Am Saum" und lässt sich dementsprechend ein Vatertypus determinieren?

Titel: Die Vaterfiguren in Felicitas Hoppes "Picknick der Friseure"

Hausarbeit , 2022 , 15 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Daniel Reiser (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Hinblick auf die Interkulturalität, welche die Verschiedenheit der Gesellschaft in Bezug auf Kultur, Sprache oder Religion sensibel darstellt, ist anzumerken, dass die facettenreichen Geschichten aus Hoppes „Picknick der Friseure“ diverse Anknüpfungspunkte bieten und man in verschiedene Richtungen analysieren kann. So stellt zum Beispiel das Thema Reisen, aber auch die Familie ein großes Themenfeld dar. Innerhalb der Familie ist besonders die Figur des Vaters auffällig, da er sich je nach Situation differenziert verhält, vorangetrieben durch zahlreiche Auslöser. Im Hinblick auf die Ehe und die Erziehung seines Kindes kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz, die teilweise sehr unverständlich und eher schwer nachvollziehbar sind. Daher ist es notwendig, sich die Vaterfigur genauer anzusehen, um herauszufinden, warum er sich so verhält und was für Motive dahinterstecken. Diese Hausarbeit beschäftigt sich daher explizit mit der Vaterfigur, die zuerst beispielhaft anhand der dritten Geschichte namens „Die Pilger“, der vierzehnten Geschichte mit dem Namen „Die Zeugen“ sowie der fünften Geschichte mit dem Titel „Am Saum“ untersucht wird und im Anschluss miteinander verglichen wird.

Im Folgenden sollen die Väter aus den jeweiligen Geschichten miteinander verglichen werden, um dann feststellen zu können, inwieweit sie sich ähneln oder differenzieren und ob sich dementsprechend ein Vatertypus determinieren lässt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inhaltsangabe zu den Prosaminiaturen „Die Pilger“, „Die Zeugen“ & „Am Saum“

3. Analyse der Prosaminiatur „Die Pilger“

4. Analyse der Prosaminiatur „Die Zeugen“

5. Analyse der Prosaminiatur „Am Saum“

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhalten von Vaterfiguren in ausgewählten Prosaminiaturen aus Felicitas Hoppes Werk „Picknick der Friseure“. Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse der Geschichten „Die Pilger“, „Die Zeugen“ und „Am Saum“ sowie deren anschließenden Vergleich zu klären, ob sich ein einheitlicher, übergreifender Vatertypus in diesen Erzählungen determinieren lässt oder ob sich die Vaterfiguren signifikant voneinander unterscheiden.

  • Analyse der Vaterrolle in der zeitgenössischen Gegenwartsliteratur
  • Untersuchung von Familienkonstellationen bei Felicitas Hoppe
  • Vergleichende Literaturwissenschaft der gewählten Prosaminiaturen
  • Auswirkungen von Kindheitstraumata und Spielsucht auf das Vaterbild
  • Zusammenhang zwischen Glaube, Absurdität und Erziehungsmethoden

Auszug aus dem Buch

3. Analyse der Prosaminiatur „Die Pilger“

Die Familie nimmt eine sehr wichtige Position ein und ist in den Werken Hoppes thematisch und motivisch zu vernehmen. Zur Vaterrolle in „Die Pilger“ ist zu erläutern, dass der Vater sich allgemein seiner Familie gegenüber befremdlich verhält. Von „Momente[n] familiärer Verstrickungen“ spricht auch Michaela Holdenried, die diverse Werke Felicitas Hoppes analysierte. Der Vater zeigt aggressive Tendenzen auf, was daran zu erkennen ist, dass er noch aus Kindheitstagen traumatisiert ist und dieses Verhalten daher darauf zurückzuführen ist. Dieses Trauma wurde dadurch ausgelöst, da er „aus einer Familie mittelmäßiger Schauspieler stammt und [...] er als Kind auf schmutzigen Vorstadtbühnen kleine Affen, Indianer und Papageien hat mimen müssen“. Hier ist es anzubringen, dass Familiengeheimnisse ein festes Element von familiären Erzählungen sind.

Der Vater wird mit fremden Bildern konfrontiert, wobei sich „fremd“ nicht auf etwas Unbekanntes bezieht, sondern eher auf etwas Unangenehme. Das schon für ihn Vertraute, welches sich in seinen Vorstellungen widerspiegelt, verliere sich in Irritation und Unverständlichkeit. Wichtig an dieser Stelle zu erwähnen ist, dass „jede Imagination eines fremden Bildes sofort in Beziehung zu vertrauten Bildern [tritt]“. Das für ihn Fremde bringt er sofort mit dem ihm Vertrauten in Verbindung. Laut Kaygun „[konturieren] vertraute Bilder das neue fremde Bild“, was bedeutet, dass das vertraute Bild das neue fremde Bild beeinflusst und ihm einen Rahmen gibt. Dieser These ist zuzustimmen, da die negativ konnotierte Vergangenheit des Vaters dessen Gegenwart bestimmt bzw. stark beeinflusst. Für den Leser wird hier verdeutlicht, dass Hoppe das Kindheitstrauma des Vaters erläutern will.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Werk „Picknick der Friseure“ ein, erläutert die Relevanz der Vaterfigur für die Untersuchung und legt das methodische Vorgehen sowie die Forschungsfrage der Hausarbeit dar.

2. Inhaltsangabe zu den Prosaminiaturen „Die Pilger“, „Die Zeugen“ & „Am Saum“: Hier werden die drei für die Analyse relevanten Kurzgeschichten kurz inhaltlich zusammengefasst, um die Grundlage für die anschließende Untersuchung der Vaterfiguren zu bilden.

3. Analyse der Prosaminiatur „Die Pilger“: Dieses Kapitel beleuchtet das traumatische Kindheitserbe und das darauf basierende aggressive, religiös motivierte Verhalten des Vaters in „Die Pilger“.

4. Analyse der Prosaminiatur „Die Zeugen“: Hier wird ein Vater porträtiert, der aufgrund von Spielsucht eine schwache, realitätsfremde Vaterrolle einnimmt und dabei die Verantwortung an sein Kind abgibt.

5. Analyse der Prosaminiatur „Am Saum“: Dieses Kapitel konzentriert sich auf einen erfolgsorientierten Vater, der durch seine Fokussierung auf das Schreiben seines Buches seine Vaterrolle vernachlässigt.

6. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der unterschiedlichen Charakterkonstellationen kein einheitlicher Vatertyp bestimmt werden kann.

Schlüsselwörter

Felicitas Hoppe, Picknick der Friseure, Vaterfigur, Gegenwartsliteratur, Familienkonstellation, Kindheitstrauma, Spielsucht, Absurdität, Interkulturalität, Literaturanalyse, Erziehung, Vaterrolle, Verhaltensanalyse, Rollenverständnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der literaturwissenschaftlichen Untersuchung von Vaterfiguren in drei ausgewählten Kurzgeschichten aus dem Werk „Picknick der Friseure“ von Felicitas Hoppe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen Familienstrukturen, Erziehungsmethoden, die Auswirkungen von psychischen Belastungen wie Traumata oder Sucht auf die Elternrolle sowie die Darstellung von Rollenbildern.

Welches primäre Ziel und welche Forschungsfrage verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es herauszufinden, inwieweit sich die Väter in den Geschichten gleichen oder unterscheiden und ob sich daraus ein allgemeingültiger Vatertypus innerhalb dieses Werkes definieren lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine textanalytische sowie vergleichende Methode, wobei sie sich auf bestehende Forschungsliteratur zu Familienkonstellationen und literaturtheoretische Konzepte stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Im Hauptteil werden die Kurzgeschichten „Die Pilger“, „Die Zeugen“ und „Am Saum“ einzeln analysiert, um die spezifischen Charakteristika und Verhaltensweisen der jeweiligen Vaterfiguren herauszuarbeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Typische Schlüsselbegriffe sind Felicitas Hoppe, Vaterfigur, Familienkonstellation, Literaturanalyse, Traumatisierung, Spielsucht und Rollenverhalten.

Inwiefern unterscheidet sich die Rolle des Vaters in „Die Pilger“ von jener in „Die Zeugen“?

Während der Vater in „Die Pilger“ durch ein Kindheitstrauma autoritär und aggressiv agiert, zeigt sich der Vater in „Die Zeugen“ als schwacher, spielsüchtiger und realitätsfremder Charakter, der die Verantwortung auf sein Kind überträgt.

Was charakterisiert den Vater in der Geschichte „Am Saum“, der sich von den anderen beiden unterscheidet?

Der Vater in „Am Saum“ ist primär erfolgsorientiert und fokussiert sich so stark auf das Schreiben seines Buches, dass die väterliche Rolle und die Wahrnehmung seines familiären Umfelds in den Hintergrund treten.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Vaterfiguren in Felicitas Hoppes "Picknick der Friseure"
Untertitel
Inwieweit ähneln oder unterscheiden sich die Väter in "Die Pilger", "Die Zeugen" und "Am Saum" und lässt sich dementsprechend ein Vatertypus determinieren?
Hochschule
Universität Konstanz  (Fachbereich Literaturwissenschaften)
Veranstaltung
Interkulturelle Gegenwartsliteratur
Note
2,7
Autor
Daniel Reiser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
15
Katalognummer
V1491495
ISBN (PDF)
9783389048467
ISBN (Buch)
9783389048474
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vater, Vaterfigur, Vaterrolle, Eltern, Picknick der Friseure, Felicitas Hoppe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Reiser (Autor:in), 2022, Die Vaterfiguren in Felicitas Hoppes "Picknick der Friseure", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1491495
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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