Die Bedeutung eines positiven beruflichen Selbstkonzepts für den Berufsalltag von Lehrern


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008

13 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was bedeutet Selbstbild/ Selbstkonzept?

3 Das Fremdbild und seine Auswirkungen auf das eigene Selbstbild

4 Die Handlungsrelevanz des Selbstkonzepts

5 Definition des beruflichen Selbstkonzeptes

6 Gesellschaftliche Anforderungen und das Feedbackproblem – Auswirkungen auf das Selbstkonzept von Lehrern

7 Definition eines positiven beruflichen Selbstkonzepts (nach Bönsch)

8 Lösungsansätze zur Entwicklung eines positiven beruflichen Selbstkonzepts
8.1 Reflexion
8.1.1 Die affektive Dimension von Reflexion
8.1.2 Wege und Mittel von Reflexion

9 Konsequenzen für die Lehrer-innenausbildung

10 Fazit / Herausforderungen für die Hochschuldidaktik

11 Literatur

1 Einleitung

In der folgenden Arbeit soll das Selbstkonzept als wichtiger Baustein der privaten, aber auch der beruflichen Identität und Darstellung näher betrachtet und erläutert werden. Hierzu soll zu nächst ein Überblick darüber gegeben werden, wie das Selbstkonzept definiert ist und welchen Mechanismen es unterliegt (Kapitel 2). In diesem Zusammenhang soll auch auf die Bedeutung des Fremdbildes im Hinblick auf die Konstruktion des eigenen Selbstbilds eingegangen werden (Kapitel 3). Im Anschluss wird besonders das berufliche Selbstkonzept in das Zentrum der Aufmerksamkeit rücken, denn jenes ist es, welches das berufliche Handeln in entscheidendem Maße leitet bzw. determiniert (Kapitel 4 und 5). In diesem Zusammenhang soll besonders der Lehrerberuf in den Mittelpunkt gerückt werden und aufgezeigt werden, warum gerade in diesem das berufliche Selbstkonzept von entscheidender Bedeutung ist. Zudem ist hier von Interesse welchen Probleme und Anforderungen sich Lehrer ausgesetzt sehen im Hinblick auf die Ausbildung und Erhaltung eines positiven Selbstkonzepts (Kapitel 6). Im Anschluss daran soll der Begriff des positiven beruflichen Selbstkonzepts kurz definiert (Kapitel 7) werden um daraufhin praktische Lösungsansätze vorzustellen, wie z.B. die Reflexion als Hilfsmittel zum Aufbau und zur Erhaltung eines positiven beruflichen Selbstkonzepts (Kapitel 8). Abschließen wird diese Arbeit eine kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen Lehrerinnenausbildung an den Universitäten in Bezug gerade auf die Fähigkeit zum Umgang mit Reflexionsinstrumenten, welche elementar für den später angestrebten Beruf des Lehrers sind (Kapitel 9). Hieraus ergeben sich neue Herausforderungen für die Hochschuldidaktik im Hinblick auf die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten, welche abschließend kurz vorgestellt werden sollen (Kapitel 10).

2 Was bedeutet Selbstbild/ Selbstkonzept?

Wird das Selbstkonzept beschrieben finden sich häufig Begriffe wie Selbst, Selbstbild, Selbstidentität, Selbstwertgefühl oder Ähnliches. Mit diesen Begriffen wird versucht verschiedene Repräsentationen des Selbst in unterschiedlicher Weise anzuordnen, d.h., den Fokus auf einen bestimmten Anteil/Aspekt der Identität zu legen Es gibt zum Begriff Selbstbild eine Reihe unterschiedlicher Definitionen von denen an dieser Stelle nur zwei genannt werden sollen. Im Folgenden werden die Begriffe Selbstbild und Selbstkonzept synonym verwandt. „Das Selbstkonzept ist eine dynamisch geistige Struktur, die intra- und interpersonale Verhaltensweisen motiviert, interpretiert, strukturiert, vermittelt und reguliert“. „Das Selbstkonzept umfasst viele Komponenten. Dazu gehören ihre Erinnerungen an sich selbst, Überzeugungen über Traits, Motive, Werte und Fähigkeiten, das ideale Selbst, das Sie am liebsten werden möchten, die möglichen Selbst, deren Verwirklichung Sie erwägen; positive und negative Bewertungen ihrer Selbst (Selbstwertgefühl); und Überzeugungen davon, was andere über Sie denken.“ (Traits sind relativ konstante Persönlichkeitszüge) (Zimbardo 2004: 633)

In Mummendey heißt es hierzu: „Das „Selbst“ ist als Begriff von sich selbst bzw. als das Konzept von der eigenen Person, also dem Selbstkonzept, existent“, (Mummendey 1990). Aus diesen unterschiedlichen Definitionen wird deutlich, dass es schwer ist, eine eindeutige und allgemein anerkannte Definition des komplexen Gefüges „Selbstkonzept“ zu finden. Jedoch lassen sich an dieser Stelle schon wesentliche Aspekte des Selbstkonzeptes ausmachen:

1. es handelt sich um eine geistige Struktur
2. diese Struktur motiviert Verhaltensweisen
3. sie Interpretiert, strukturiert, vermittelt und reguliert
4. sie umfasst Komponenten wie Erinnerungen, Überzeugungen, Motive, Werte Fähigkeiten, Idealvorstellungen, mögliche Vorstellungen, Bewertungen, Traits.

Das Selbstkonzept beinhaltet nach Mummendey drei Arten von Selbstbildern:

1.kognitive Selbstbild: Eigenschaften und Merkmale, die sich eine Person selbst zuschreibt
2. korative Selbstbild: Eigene Handlungsmöglichkeiten, die sich daraus ergeben
3. affektive Selbstbild ( Selbstwertgefühl) vielleicht das Elementarste, Bewertungen bezüglich des Selbst. ( der Aspekte 1 und 2) (nach Mummendey, 1990)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Einflussfaktoren auf das Selbstbild (nach Hossiep & Paschen, 2003)

Das Konzept, das eine Person von sich selbst hat, entsteht einerseits durch Selbstbeobachtung, aber auch durch Rückmeldungen der Umwelt. Das Selbstkonzept und die damit verbundene Wertschätzung der eigenen Person haben, wie bereits angedeutet, fast immer Auswirkungen auf das Verhalten eines Menschen. Das Selbstkonzept unterliegt ständigen Einflüssen, die dem Individuum Möglichkeit und Anlass geben, das Bild von der eigenen Person immer wieder zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern. Innerhalb der Person wirken Mechanismen der selektiven Erinnerung und der bevorzugten Erklärungsmöglichkeit. Das bedeutet, dass die Person bestimmte Erlebnisse selbstwertdienlich interpretiert oder bestimmte selbstwertkritische Ereignisse aus der Erinnerung ausgeblendet werden. Menschen neigen dazu, selbstbezogene Informationen sogar so zu selektieren, dass sie der Aufrechterhaltung des Selbstkonzeptes dienen („kognitiver Konservativismus“) Dies kann auch in negativer Hinsicht geschehen, d.h., dass nur negative Ereignisse eingeblendet werden und die Positiven ausgeblendet werden. In diesem Fall spricht

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Die Bedeutung eines positiven beruflichen Selbstkonzepts für den Berufsalltag von Lehrern
Hochschule
Universität Bremen
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
13
Katalognummer
V149153
ISBN (eBook)
9783640605279
ISBN (Buch)
9783640605750
Dateigröße
532 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bedeutung, Selbstkonzepts, Berufsalltag, Lehrern
Arbeit zitieren
Christina Guggi (Autor), 2008, Die Bedeutung eines positiven beruflichen Selbstkonzepts für den Berufsalltag von Lehrern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149153

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