"Nutzen und Bedeutung von Kräutern" als Thema einer Unterrichtsstunde in der Klassenstufe 4


Unterrichtsentwurf, 2007
17 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Sachanalyse
1.1 Der Begriff Kraut
1.2 Mögliche Zubereitungsformen
1.3 Häufige, mit Kräutern zu behandelnde Beschwerden
1.4 Einzelne Kräuter und ihr Anwendungsgebiet:

2. Didaktische Analyse
2.1 Begründung der Lernaufgabe
2.2 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhalts für die Schülerinnen und Schüler
2.3 Didaktische Reduktion
2.4 Einbettung der Stunde in die Unterrichtseinheit

3. Voraussetzungen für den Unterricht
3.1 Voraussetzungen bei den Schülerinnen und Schülern
3.2 Äußere Voraussetzungen

4. Lernziele
4.1 Ziel der Unterrichtseinheit
4.2 Ziel der Unterrichtsstunde
4.3 Feinziele

5. Methodische Überlegungen
5.1 Einstiegsmöglichkeiten
5.2 Artikulation
5.2.1 Einstiegsphase
5.2.2 Erste Erarbeitungsphase
5.2.3 Zweite Erarbeitungsphase
5.2.4 Unterrichtsgang
5.2.5 Präsentieren
5.2.6 Stundenschluss
5.3 Sozial- und Aktionsformen
5.4 Medien
5.5 Mögliche Schwierigkeiten
5.6 Unterrichtsprinzipien

6. Geplanter Unterrichtsverlauf

7. Literaturverzeichnis

8. Anhang

1. Sachanalyse

„Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen!“, dies ist der berühmte Satz von Sebastian Kneipp, der in der Zeit von 1821-1897 gelebt hat (Briemle, Gottfried: Farbatlas Kräuter und Gräser in Feld und Wald, Stuttgart 1997, 1. Aufl., 15).

1.1 Der Begriff Kraut

Das Kraut kommt von althochdeutsch krut: nutzbares Gewächs. Darunter wurde ursprünglich die nützliche Pflanze im Gegensatz zum Unkraut verstanden. In der Pharmazie ist das Kraut (Herba) der unspezifische Teil einer Heilpflanze. In der Landwirtschaft ist Kraut der nicht verwertbare Grünanteil bestimmter Pflanzen, z.B. das Kraut der Rüben (http://de.wikipedia.org/wiki/Kraut, 14.12.2006, 20.40 Uhr).

Unter Kraut, Mehrzahl Kräuter, fallen Küchenkräuter, Heilkräuter und Wildkräuter. Im Einzelnen:

- Küchenkräuter sind zum Verzehr geeignete Kräuter, z. B. Petersilie, Schnittlauch, Basilikum,
- Heilkräuter sind als Arznei geeignete Pflanzen, z.B. Kamille, Arnika, Pfefferminze
- Wildkräuter sind nicht kultivierte krautige Pflanzen, z.B. Brenn-Nessel, Kornblume (Ebd.).

Manche heilkräftige Pflanzen sind mit Vorsicht zu behandeln, da sie giftig sein können, z.B. die Tollkirsche, Schöllkraut, Gefleckter Schierling, Bilsenkraut, Blauer Eisenhut und Raute (Ody, Penelope, Kräuter-Hausapotheke, Rheda-Wiedenbrück 1996, 1. Aufl., 135).

1.2 Mögliche Zubereitungsformen

Kräuter können wie folgt verarbeitet werden:

-- im Essen
- zu Teemischungen
- als Salatkräuter
- zu Sirup
- zu einer Tinktur, d.h. zu einem alkoholischen Auszug
- zu Kräuterwein
- in Pulverform, z.B. in Kapseln abgefüllt
- zu Zäpfchen
- für Umschläge
- zu heiss ausgezogenes Öl
- zu kalt ausgezogenes Öl
- zu Massageöl
- zu Salben, Cremes, Lotionen und Emulsionen
- für Dampfinhalationen
- für Augenbäder, Bäder und Fußbäder
- für Mundwasser (Ebd., 5).

1.3 Häufige, mit Kräutern zu behandelnde Beschwerden

Folgende häufige Beschwerden können mit Kräutern behandelt werden:

Husten und Erkältungen, Hals, Nasen & Ohrenbeschwerden, Augenleiden, Probleme bei Haut und Haaren, Allergien, Verdauungsprobleme, Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Migräne und Neuralgien, Stress, Anspannung und Angst, Depressionen, Schlafstörungen, Rücken-schmerzen, Rheumatismus, Krämpfe, Gicht, Prämenstruelles Syndrom, Wechseljahre, Beschwerden bei der Schwangerschaft wie morgendliche Übelkeit, Flüssigkeitsstau, Stillprobleme und Beschwerden von Babys (Ebd.).

Spezielle mit Kräutern behandelbare Probleme von Kindern sind:

Hyperaktivität, Bettnässen, Madenwürmer, Krupphusten, Mumps, Windpocken, Masern und Keuchhusten (Ebd., 128 ff).

1.4 Einzelne Kräuter und ihr Anwendungsgebiet:

- Petersilie: Die Petersilie entzieht dem Boden Mineralstoffe und Vitamine und konzentriert sie in ihren Blättern. Deshalb ist die Petersilie ein gesunder Bestandteil einer Mahlzeit. Verwendet werden die Blätter. Anwendungsgebiet sind aufgrund der harntreibenden Wirkung viele Beschwerden des Harntrakts sowie Flüssigkeitsstau im Gewebe. Der hohe Mineralstoffgehalt hilft, Eisenmangel zu vermeiden. Bei stillenden Müttern regt er den Milchfluss an (Ebd., 42).
- Zitronenmelisse: Verwendet werden die Blätter und das ätherische Öl. Anwendungsgebiet sind –innerlich angewendet- Verdauungsstörungen und Nervenprobleme. Das ätherische Öl kann Salben für Verletzungen und Insektenbissen zugesetzt werden; der ausgeprägte Zitronenduft der Einreibung hält Stechmücken fern (Ebd., 41).
- Australischer Teebaum: Verwendet wird das ätherische Öl. Anwendungsgebiete sind wegen der antiseptischen Wirkung Hautinfektionen wie Akne und Soor. Das Öl kann bei Erkältungen zum Einreiben der Brust oder zum Inhalieren verwendet werden. Bei Kopfläusen oder Nissen empfiehlt sich eine Haarspülung (Ebd., 40).
- Lavendel: Verwendet werden frische Blüten und das ätherische Öl. Lavendel dient der Beruhigung und der Entspannung des Verdauungstraktes. Es kann bei Migräne und Kopfschmerzen sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden (Ebd., 39).
- Kamille: Verwendet werden die Blüten oder ätherisches Öl. Anwendungsgebiet sind Schnupfen, Koliken und Schmerzen beim Zahnen sowie wegen der beruhigenden Wirkung auch Schlafstörungen und Hautprobleme (Ebd., 40).
- Arnika: Wächst auf torfigen Wiesen in den Alpen. Verwendet werden die Blüten. Anwendungsgebiete sind Verletzungen und Prellungen. Innerliche Anwendung nur in homöopathischen Dosen, da sie sonst das Herz gefährdet (Ebd., 32).
- Löwenzahn: Von Gärtnern wird er als Unkraut bekämpft; die jungen Blätter ergeben aber einen feinen Salat. Verwendet werden die Blätter und die Wurzel. Die Blätter enthalten viel Kalium und wirken harntreibend. Die Wurzel fördert die Leberfunktion und hilft bei Verdauungsbeschwerden (Ebd., 45).
- Brennnessel: Sie sammelt in ihren Blättern Vitamine und Mineralstoffe. Verwendet werden die oberirdischen Teile. Anwendungsgebiet sind Hautreizungen sowie Gicht und Arthritis. Sie gleicht Mangelerscheinungen aus (Ebd.,46).
- Holunder: Verwendet werden die Blüten. Anwendungsgebiet sind Katarrhe, Erkältungen, Grippe und Heuschnupfen. Sie helfen gegen Fieber und Entzündungen (Ebd., 44).

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
"Nutzen und Bedeutung von Kräutern" als Thema einer Unterrichtsstunde in der Klassenstufe 4
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
17
Katalognummer
V149155
ISBN (eBook)
9783640635085
ISBN (Buch)
9783640635399
Dateigröße
494 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nutzen, Bedeutung, Kräutern, Thema, Unterrichtsstunde, Klassenstufe, Pflanzen, Heilkunde, Langzeitplanung, Stunde
Arbeit zitieren
Florian Schwarze (Autor), 2007, "Nutzen und Bedeutung von Kräutern" als Thema einer Unterrichtsstunde in der Klassenstufe 4, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149155

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