Basis für diese Untersuchung ist Tocquevilles Hauptwerk „Über die Demokratie in Amerika“, Rousseaus „Vom Gesellschaftsvertrag“, sowie zahlreiche, diese beiden Autoren betreffende, Sekundärliteratur, in der die Themen Freiheit, Demokratie und Tyrannei im Mittelpunkt stehen.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung in das Thema
- Direkte Demokratie oder Tyrannei? Rousseau und Tocqueville im Vergleich
- Grundsätzliches Demokratieverständnis Tocquevilles
- Tyrannei der Mehrheit: Tocquevilles implizite Kritik an Rousseau
- Bedingungen und Argumente für Rousseaus Demokratieverständnis
- Schlussbetrachtung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit analysiert die unterschiedlichen Demokratiekonzepte von Alexis de Tocqueville und Jean-Jacques Rousseau, wobei der Fokus auf Tocquevilles Kritik an Rousseaus direkter Demokratie liegt. Die Arbeit untersucht die Gefahren der „Tyrannei der Mehrheit“, die Tocqueville in den Vereinigten Staaten beobachtet hat, und setzt diese in Beziehung zu Rousseaus idealisiertem Demokratieverständnis.
- Tocquevilles Kritik an der direkten Demokratie
- Die „Tyrannei der Mehrheit“ als Gefahr für die Freiheit
- Rousseaus Konzept der direkten Demokratie und seine Argumente
- Der Vergleich der Demokratiemodelle von Tocqueville und Rousseau
- Die Bedeutung von Gesetzen und Werten für den gesellschaftlichen Zusammenhalt
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die beiden Autoren, Tocqueville und Rousseau, sowie deren Werke vor und führt in das Thema der „Tyrannei der Mehrheit“ ein. Sie erläutert den historischen Kontext und die Relevanz der Thematik.
Das zweite Kapitel analysiert Tocquevilles Demokratieverständnis. Es beleuchtet die Bedeutung der Gleichheit und Freiheit in seiner Theorie und zeigt auf, wie er die Gefahren der „Tyrannei der Mehrheit“ in den Vereinigten Staaten beobachtet hat.
Das dritte Kapitel widmet sich Rousseaus Demokratieverständnis. Es untersucht seine Argumente für eine direkte und mächtige Demokratie und stellt die Bedingungen dar, unter denen diese funktionieren soll.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die „Tyrannei der Mehrheit“, die direkte Demokratie, die Freiheit, die Gleichheit, die Gesetze, die Werte, Tocqueville, Rousseau, die Vereinigten Staaten und den Gesellschaftsvertrag.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Tocqueville unter der "Tyrannei der Mehrheit"?
Es beschreibt die Gefahr, dass in einer Demokratie die Mehrheit ihre Macht nutzt, um die Rechte und Freiheiten von Minderheiten oder Einzelpersonen zu unterdrücken.
Wie unterscheidet sich Rousseau von Tocqueville?
Rousseau befürwortet eine mächtige direkte Demokratie (Volkswille), während Tocqueville die damit verbundene Gefahr für die individuelle Freiheit kritisch sieht.
Welche Rolle spielt der "Gesellschaftsvertrag"?
In Rousseaus Werk ist er die Grundlage für ein politisches System, in dem das Individuum seine Freiheit zugunsten des Gemeinwohls einbringt.
Warum sah Tocqueville die USA als Vorbild und Warnung zugleich?
Er bewunderte die Gleichheit der Bedingungen, warnte aber vor dem Konformitätsdruck und der Allmacht der öffentlichen Meinung.
Was schützt laut Tocqueville vor der Tyrannei der Mehrheit?
Institutionen wie die Unabhängigkeit der Justiz, die Gemeindeautonomie und eine lebendige Zivilgesellschaft (Vereine).
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- Sebastian Ketting (Author), 2010, "Tyrannei der Mehrheit", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149162