Bildungs- und Kulturförderungsprogramme der EU


Hausarbeit, 2009

16 Seiten


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Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. EU in der allgemeinen und beruflichen Bildung

2.Förderprogramme der EU
2.1 Leonardo da Vinci
2.2 Grundtvig
2.2.1 Weiterbildung für Bildungspersonal
2.2.2 Der Grundtvig Award
2.3 Erasmus
2.4 Comenius

3. Mitteilung der Europäischen Kommission „Erwachsenenbildung: Man lernt nicht aus"

4.Perspektivischer Ausblick

5. Literaturverzeichnis

Einleitung

Im derzeitigen Jahre 2009 ist es nun schon fünfzig Jahre her, seit dem die Europäische Union (EU) durch sechs europäische Staaten, 1957 in Rom, gegründet wurde. Schon in dieser Gründungszeit wurde ein Artikel, der sich mit dem Bildungsbereich beschäftigt, in die Verträge aufgenommen. Seit je her hat Bildung in der EU einen besonders hohen Stellenwert als Politikfeld, denn Bildung ist wichtig für die perspektivischen Ziele der Wettbewerbsfähigkeit von Gesellschaften auf der einen Seite, dem sozialen Frieden und der Integration der europäischen Gemeinschaft auf der anderen Seite, zudem für die Funktionsfähigkeit eines gemeinsamen Arbeitsmarktes und vor allem für die Entfaltung des Menschen als verantwortungsvolles Teil der sozialen Gesellschaft. „Durch den Maastricher Vertrag eröffnete die Europäische Union, mit Bildung und Kultur Politikfelder, die die zuvor einer Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft nur nachgeordnet waren und seitdem im wachsenden Maße Gegenstand einer europäischen Innenpolitik sind, die nur langsam in das jeweilige nationale Bewusstsein dringt"1.

In der vorliegenden Ausarbeitung möchte ich die grundlegenden Aufgaben und Ziele der Europäischen Kommission im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung, die Inhalte der wichtigsten europäische Förderprogramme und der Mitteilung der Europäischen Kommission „Erwachsenenbildung: Man lernt nicht aus" darstellen und kurz erläutern, bevor ich einen perspektivischen Ausblick auf den Weiterbildungssektor und die Situation des Weiterbildungspersonals auf europäischer Ebene wagen werde.

1. EU in der allgemeinen und beruflichen Bildung

Allgemeine und berufliche Bildung sind Faktoren, die von elementarer Bedeutung für die Weiterentwicklung Europas als Wissensgesellschaft im globalen weltwirtschaftlichen Bereich sind.

Eine der Aufgaben der Europäischen Kommission im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung ist die Stärkung und Förderung des lebenslangen Lernens, die einem zweigleisigen Ansatz, bestehend aus „politischen Zusammenarbeit mit den EU- Mitgliedstaaten“ einerseits und der Umsetzung des „Programms für lebenslanges Lernen" andererseits, folgt.

(http://ec.europa.eu/education/who-we-are/doc324_de.htm)

Exkurs „Kopenhagen Prozess“:

Grundlage für die europäische Zusammenarbeit bei der beruflichen Aus- und Weiterbildung ist die Kopenhagener Erklärung (2002).Die Kopenhagener Erklärung setzte den Kopenhagen-Prozess in Gang.

Der Kopenhagen-Prozess wurde mit Blick auf das lebenslange Lernen entwickelt. Er verfolgt das Ziel Einzelpersonen zu ermutigen das breite Angebot der Berufs­möglichkeiten, das zum Beispiel an Schulen, im Hochschulbereich, am Arbeitsplatz oder durch Privatkurse zugänglich ist, zu nutzen. Die Instrumente des lebenslangen Lernens sollen den Nutzern die Möglichkeit bieten, auf die zu verschiedenen Zeitpunkten sowohl in formalen als auch nicht formalen Lernumgebungen erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen aufzubauen. Der Kopenhagen-Prozess wird alle zwei Jahre überprüft. Die erste Überprüfung fand im Dezember 2004 in Maastricht statt, die zweite im Dezember 2006 in Helsinki. Zuletzt trafen sich die verantwortlichen Minister der beteiligten europäischen Staaten in Bordeaux und verabschiedeten am 26. November 2008 die Bordeaux-Mitteilung.

Zusammenfassend bedeutet „Politische Zusammenarbeit“ hier bei, dass von der Europäischen Kommission Strategien und Maßnahmen des lebenslangen Lernens entwickelt, unterstützt und umgesetzt werden. Dabei werden die Ziele „transnationalen Zusammenarbeit“ und das „Lernen voneinander“, mit dem Schwerpunkt der Mobilität, verfolgt. Zwar legt jedes einzelne EU-Land seine Bildungspolitik selbst fest, doch setzen sich die Mitgliedstaaten gemeinsame Ziele und tauschen sich über bewährte Praktiken aus. Die Europäische Kommission wendet eine „offene Koordinierungsmethode“, bei der die Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten gewahrt bleiben, an, um ihre genannten Ziele zu erreichen.

„Die EU-Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission erkennen die Schlüsselfunktion des lebenslangen Lernens für Beschäftigung und Wachstum und die Beteiligung aller in der Gesellschaft an. Daher haben sie ihre politische Zusammenarbeit durch das Arbeitsprogramm "Allgemeine und berufliche Bildung 2010" intensiviert."2

„Das Programm für lebenslanges Lernen" ist durch die Zusammenführung verschiedenster Initiativen aus allgemeiner und beruflicher Bildung im Jahre 2007 entstanden und „soll für Einzelpersonen in allen Lebensphasen attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten in ganz Europa schaffen. Die Europäische Kommission ist verantwortlich für die umfassende Umsetzung des Programms, während die Verwaltung bestimmter Teile in der Zuständigkeit der Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) und der nationalen Agenturen in den EU-Mitgliedstaaten liegt."3

Die verfolgten Ziele dieses Programms sind in die Kategorien allgemein" und spezifisch" zu differenzieren. Das allgemeine Programmziel ist die „Förderung von Austausch, Zusammenarbeit und Mobilität zwischen Systemen der allgemeinen und beruflichen Bildung in der Gemeinschaft, sodass sie zu einer weltweiten Qualitätsreferenz werden"

Spezifische Programmziele sind hingegen:

- Entwicklung einer qualitativ hochwertigen allgemeinen und beruflichen Bildung
- Förderung von hohen Leistungen, Innovation und einer europäischen Dimension innerhalb der geltenden Systeme und Verfahren
- Unterstützung der Verwirklichung eines europäischen Raums des lebenslangen Lernens
- Verbesserung von Qualität, Attraktivität und Zugänglichkeit der in den Mitgliedstaaten
- Stärkung des Beitrags des lebenslangen Lernens zum sozialen Zusammenhalt, zum aktiven Bürgersinn, zum interkulturellen Dialog, zur Gleichstellung der Geschlechter und zur persönlichen Entfaltung
- Förderung von Kreativität, Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigungsfähigkeit sowie der Entwicklung von Unternehmergeist
- Förderung des Sprachenlernens und der sprachlichen Vielfalt
- Steigerung der Beteiligung von Menschen aller Altersgruppen am lebenslangen Lernen, einschließlich Menschen mit besonderen Bedürfnissen und benachteiligten Gruppen, unabhängig von ihrem sozio-ökonomischen Hintergrund
- Entwicklung von innovativen IKT-gestützten Inhalten, Diensten, pädagogischen Ansätzen und Verfahren des lebenslangen Lernens
- Stärkung der Rolle des lebenslangen Lernens bei der Entwicklung eines europäischen Bürgersinns auf der Grundlage des Verständnisses für und der Wahrung von Menschenrechten und Demokratie und der Toleranz und des Respekts für andere Völker und Kulturen
- Förderung der Zusammenarbeit bei der Qualitätssicherung in allen Bereichen der beruflichen Aus- und Weiterbildung
- Verbesserung der Qualität der allgemeinen und beruflichen Bildung durch Förderung der bestmöglichen Nutzung von Ergebnissen, innovativen Produkten und Prozessen sowie Austausch vorbildlicher Verfahren im Rahmen des Programms für lebenslanges Lernen.

Das Programm für lebenslanges Lernen besteht aus vier sektoralen Programmen, die sich auf die Bereiche Schulbildung, Hochschulbildung, berufliche Bildung und allgemeine Erwachsenenbildung beziehe:

1. Schulbildung^· „Comenius“,
2. Hochschulbildung^ „Erasmus“,
3. berufliche Bildung^ „Leonardo da Vinci“ und
4. allgemeine Erwachsenenbildung ^“Grundtvig“

[...]


1 vgl. Nuissl, Ekkehard: Bildung und Lernen von Erwachsenen in Europa.Evaluation der Aktion Erwachsenenbildung im Rahmen des SOKRATES­Programms, Frankfurt a. M. 1999, S. 5

2 vgl. Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung. Unser Auftrag, http://ec.europa.eu/education/who-we-are/doc324_de.htm (abgerufen am 09. 08. 2009).

3 Ebd.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Bildungs- und Kulturförderungsprogramme der EU
Autor
Jahr
2009
Seiten
16
Katalognummer
V149169
ISBN (eBook)
9783656912217
ISBN (Buch)
9783656912224
Dateigröße
465 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
EU, Bildung, Bildungsförderung, Kulturförderung, Erasmus, Erwachsenenbildung: Man lernt nicht aus
Arbeit zitieren
Björn Beil (Autor), 2009, Bildungs- und Kulturförderungsprogramme der EU, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149169

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