Der Betrachtungsgegenstand dieser wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt sich mit der Vermarktung einer Destination und deren regionalen, landesweiten und nationalen Unterschieden. Zu Beginn wird auf die Begrifflichkeit Destination näher eingegangen. Daraufhin folgt das destinationsspezifische Marketing und seine Besonderheiten. Im Anschluss werden die Prozessschritte der Vermarktung dargestellt. Der letzte Abschnitt befasst sich mit den verschiedenen touristischen Interessenvertretungen und deren Vor- und Nachteile.
Inhaltsverzeichnis
1. Destination
2. Destinationsmarketing
2.1 Besonderheiten aufgrund des Dienstleistungscharakters
2.1.1 Bedeutung des Faktors Mensch
2.1.2. Gleichzeitigkeit von Produktion und Konsum
2.2 Besonderheit der KMU-Struktur im mitteleuropäischen Tourismus
3. Prozessschritte der Vermarktung
3.1 Marktforschung
3.1.1 Gästebefragung
3.1.2. Datenbank
3.2 Konzeptionelle Ausgangsbetrachtung
3.3 Einsatz der Marketinginstrumente im Destinationsmarketing
a) Produktpolitik
b) Kontrahierungspolitik
c) Distributionspolitik
d) Kommunikationspolitik
3.4. Zusammenfassung der Prozessschritte für die Vermarktung
4. Touristische Interessenvertretung
4.1 Regionale Organisation
4.2 Landesweite Organisation
4.3 Nationale Organisation
4.4 Vor- und Nachteile der touristischen Interessenvertretung
5. Abschließende Bemerkung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der strategischen Vermarktung touristischer Destinationen unter Berücksichtigung regionaler, landesweiter und nationaler Ebenen, um Wettbewerbsfähigkeit in einem hart umkämpften Markt sicherzustellen und eine effiziente Gästebetreuung zu ermöglichen.
- Grundlagen des Destinationsmanagements und dessen Akteure
- Besonderheiten des touristischen Dienstleistungsmarketings
- Methoden der Marktforschung und strategische Konzeption
- Einsatz und Kombination der klassischen Marketinginstrumente
- Strukturen und Aufgaben touristischer Interessenvertretungen
Auszug aus dem Buch
1. Destination
„Eine Destination ist ein Raum (Ort, Region, grosses Hotel), den der Gast (oder ein Gästesegment) als Reiseziel wählt. Sie enthält sämtliche für einen Aufenthalt notwendigen Einrichtungen für Beherbergung, Verpflegung und Erhaltung/Beschäftigung. Sie ist damit das eigentliche Produkt und damit die Wettbewerbseinheit. Sie muss als solche strategisch geführt werden.“ Aus der Definition von BIEGER ergibt sich, dass eine Destination ein Raum ist, an dem die Verschiedenen Dienstleistungen, die eine Reise beinhaltet, stattfindet. Die zahlreichen Dienstleister und Gruppen, die die Produkte für eine Reise innerhalb des Systems Destination erstellen, stehen in Beziehung zueinander. Diese werden, wie in Abbildung 1 zu sehen ist, wiederum von verschiedenen Umweltsphären beeinflusst.
Primärer Augenmerk einer Destination sind die einzelnen touristischen Dienstleister bzw. Leistungsträger, wie die Hotellerie, Parahotellerie, Gastronomie sowie die touristische Infrastruktur. Wichtig sind dabei alle natürlichen und gesellschaftlichen Potenziale und Gegebenheiten der Region. Ein weiterer entscheidender Faktor für den Tourismus ist die Bevölkerung. Ihr Wissen, Können und ihre Bereitschaft gute Gastgeber zu sein, haben unmittelbaren Einfluss auf den Erfolg einer Destination.
Während die Netze für Ver- und Entsorgung sowie Verkehrsanschluss und Verkehrserschliessung als Teile der Basisinfrastruktur ohnehin zur öffentlichen Grundausstattung für die einheimische Bevölkerung zählen, erweisen sie sich vielfach als standortfördernde Angebotsfaktoren für den Tourismus.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Destination: Definition und systemische Einordnung der Destination als Wettbewerbseinheit sowie Erläuterung der beeinflussenden Umweltsphären.
2. Destinationsmarketing: Analyse der Besonderheiten des Dienstleistungsmarketings, wie der Bedeutung des Faktors Mensch und der Gleichzeitigkeit von Produktion und Konsum.
3. Prozessschritte der Vermarktung: Beschreibung der Marktforschungsinstrumente, der strategischen Zielsetzungen und des operativen Einsatzes des Marketing-Mix.
4. Touristische Interessenvertretung: Detaillierte Betrachtung der Aufgaben von regionalen, landesweiten und nationalen Tourismusorganisationen.
5. Abschließende Bemerkung: Zusammenfassende Einschätzung der Notwendigkeit einer koordinierten und marktorientierten Vermarktungsstrategie zur Sicherung des Tourismusstandortes.
Schlüsselwörter
Destinationsmarketing, Tourismusmanagement, Marketing-Mix, Marktforschung, Dienstleistungscharakter, KMU-Struktur, Interessenvertretung, Markenstrategie, Wettbewerbsfähigkeit, Positionierung, Gästebefragung, Tourismusorganisation, Produktpolitik, Distributionspolitik, Kommunikationspolitik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die theoretischen und praktischen Grundlagen des Marketings für touristische Destinationen und beleuchtet die Rolle der verschiedenen touristischen Akteure.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Besonderheiten des touristischen Dienstleistungssektors, die Prozessschritte der Vermarktung, der strategische Marketing-Mix sowie die Strukturen der touristischen Interessenvertretung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung eines Verständnisses für die notwendige professionelle Vermarktung von Destinationen, um in einem wettbewerbsorientierten Umfeld langfristig erfolgreich zu sein.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Managementtheorien sowie der methodischen Darstellung von Prozessmodellen für das Destinationsmarketing.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die strategischen Schritte der Marktforschung, die Ableitung von Zielen, den Einsatz der Marketinginstrumente sowie eine detaillierte Organisationsanalyse der verschiedenen Tourismusverbände.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Destinationsmarketing, Wettbewerbsfähigkeit, Dienstleistungscharakter und touristische Interessenvertretung geprägt.
Wie unterscheidet sich die touristische Dienstleistung von materiellen Produkten?
Eine touristische Dienstleistung kann nicht auf Lager produziert oder vorab ausprobiert werden, was eine besondere Abhängigkeit vom Vertrauen und der Glaubwürdigkeit des Anbieters schafft.
Warum ist die Koordination der touristischen Interessenvertretungen so wichtig?
Da viele Akteure in einer Destination agieren, ist eine koordiniert verfolgte Marketingstrategie unerlässlich, um Doppelungen zu vermeiden und eine einheitliche Positionierung am Markt zu erzielen.
- Quote paper
- Christian Sauermann (Author), 2010, Erarbeitung einer Konzeption zur touristischen Vermarktung einer Destination, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149181