Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Geography / Earth Science - Cartography, Geographic Information Science and Geodesy

Die Idee Philadelphia

Realisierung und Bedeutung für den nordamerikanischen Städtebau

Title: Die Idee Philadelphia

Thesis (M.A.) , 2005 , 117 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stephan Göttlicher (Author)

Geography / Earth Science - Cartography, Geographic Information Science and Geodesy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ziel der vorliegenden Magisterarbeit ist es, den Gründungsplan Philadelphias, in die Geschichte der Stadtplanung einzuordnen und die von Philadelphia ausgehende Bedeutung für die weitere Entwicklung des Städtebaus auf dem nordamerikanischen Kontinent zu verdeutlichen.

Das besondere Augenmerk soll hierbei der schachbrettartigen Anlage des Philadelphia-Plans gelten, um aufzuzeigen, wo die Wurzeln dieses Elementes in der Geschichte der Stadtplanung zu finden sind und inwiefern dieses Element im Laufe der Zeit von verschiedenen Zivilisationen bei der Errichtung neuer Städte, in den meisten Fällen Kolonialstädte, adaptiert wurde.

Des Weiteren soll aufgezeigt werden, inwiefern sich der Plan für Philadelphia im Laufe der Zeit verändert hat bzw. aktiv modifiziert wurde. Im Mittelpunkt der Arbeit steht aber die Frage, wieso der finale Plan für Philadelphia die aufgeführten Merkmale hat.
Oder in anderen Worten: Welche städteplanerischen Vorbilder haben William Penn und Thomas Holme dazu bewogen, Philadelphia auf die Art und Weise zu planen, die so vorbildlich für die weitere Entwicklung der Stadtplanung auf dem nordamerikanischen Kontinent sein sollte?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Grundlegende Gedanken zur Stadtplanung

1.2 Das Schachbrettmuster: Fünf Voraussetzungen nach Stanislawski

1.3 Methodik

1.4 Motivation

2 Das Vorspiel

2.1 Kahun

2.2 Mohenjo-daro

2.3 Babylon

3 Stadtplanung im antiken Griechenland

3.1 Stadttypen des antiken Griechenlands

3.2 Die Anfänge griechischer Stadtplanung: Megara Hyblaea

3.3 Stadtplanung im klassischen Zeitalter: Milet

3.3.1 Hippodamus von Milet

4 Stadtplanung im Alten Rom

4.1 Stadttypen des römischen Reiches

4.2 Stadtplanung der Etrusker: Marzabotto

4.3 Polybius und Machiavelli

4.4 Centuriation

4.5 Militärcamps als Vorbild: Timgad

4.6 Griechische und römische Stadtplanung im Vergleich

4.7 Vor- und Nachteile des Schachbrettmusters

5 Die ideale Stadt in der Antike

5.1 Platon

5.1.1 Atlantis

5.2 Marcus Vitruvius Pollio gen. Vitruv

5.3 Aristophanes

6 Stadtplanung im Mittelalter

6.1 Stadttypen des Mittelalters

6.2 Das Kreuz als Leitmotiv: Chichester

6.3 Die Gründungsstadt: Merkmale nach Humpert und Schenk

6.4 Muster einer Bastidenstadt: Montpazier

6.5 Die Ostkolonisation

6.5.1 Stadtplanung zur Zeit der Ostkolonisation: Kulm

7 Die Vorgeschichte

7.1 West Jersey

7.2 Royal Charter des Jahres 1682

7.3 Holy Experiment

7.3.1 Conventicle Act

7.3.2 The Great Case of Liberty of Conscience

7.3.3 The Great Treaty

7.4 Werbung für die zu planende Stadt

7.4.1 Some Account

7.4.2 Certain Conditions

7.5 Die Suche nach einem geeigneten Gebiet

7.5.1 Penns Instruktionen

7.5.2 Vor- und Nachteile des ausgewählten Gebietes

7.5.3 Die Namensgebung

8 Pläne für Philadelphia

8.1 Green Country Town

8.2 A Portraiture of Philadelphia

8.2.1 Ein Vergleich

8.3 Gründe für Holmes Änderungen

8.4 Liberty Lands

8.5 Das Schachbrettmuster und Philadelphia

9 Die ideale Stadt in der Renaissance

9.1 Leon Battista Alberti

9.2 Antonio di Pietro Averlino gen. Filarete

9.3 Francesco di Giorgio Martini

9.4 Pietro Cataneo

9.5 Thomas Morus

9.6 Albrecht Dürer

9.7 Simon Stevin

9.8 Jacques Perret

10 Stadtplanung in der Renaissance

10.1 Virty–le–François

10.2 Palmanova

10.3 Freudenstadt

10.3.1 Heinrich Schickhardt

10.4 Mannheim

10.5 Stadtplanung im Ostseereich

10.5.1 Kristianstad

10.5.2 Kalmar

10.6 William Penn

10.7 Thomas Holme

10.8 Das große Feuer von 1666

10.8.1 Marcus Willemsz Doornicks Plan

10.8.2 Richard Newcourts Plan

10.8.3 London und Philadelphia

10.9 Die Provinz Ulster

10.9.1 Pacata Hibernia

10.9.2 Londonderry

10.10 Willemstad

11 Anspruch und Wirklichkeit

11.1 Philadelphia im Jahre 1762

11.2 Philadelphia im Jahre 1794

11.2.1 Benjamin Eastburn und der Plan von 1774

11.3 Philadelphia im Jahre 2003

12 Das Vorbild Philadelphia

12.1 Savannah

12.2 Jefferson

13 Philadelphia in der Tradition der idealen Stadt

13.1 Die Vorstellungen Platons

13.2 Die ideale Stadt in der Renaissance und Philadelphia

13.2.1 Utopia

14 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den historischen Gründungsplan von Philadelphia aus dem Jahr 1683 und analysiert dessen Einordnung in die Geschichte der Stadtplanung. Ziel ist es, die Bedeutung Philadelphias für die städtebauliche Entwicklung auf dem nordamerikanischen Kontinent zu beleuchten und die Wurzeln des dort verwendeten schachbrettartigen Rasters in den Zivilisationen der Antike, der Renaissance und dem europäischen Mittelalter zu identifizieren.

  • Historische Einordnung des Philadelphia-Plans
  • Analyse städtebaulicher Vorbilder und Theorien
  • Bedeutung des Schachbrettmusters in der Stadtgeschichte
  • Einfluss von William Penn und Thomas Holme
  • Vergleich zwischen theoretischem Anspruch und historischer Realisierung

Auszug aus dem Buch

1.2 Das Schachbrettmuster: Fünf Voraussetzungen nach Stanislawski

Da im Folgenden immer wieder das Stichwort ”Schachbrettmuster“ fallen wird, erscheint es mir angebracht an dieser Stelle die von Dan Stanislawski erarbeiteten Voraussetzungen für dieses Planungselement darzulegen. Stanislawski nennt fünf Voraussetzungen: Erstens ist das Schachbrettmuster nur möglich, wenn es sich entweder um eine Stadtneugründung oder um eine Stadterweiterung in einem vorher unbesiedelten Gebiet handelt. Der Planer geht dabei von einem geordneten Gesamtkonzept für die Stadt aus. Zweitens ist eine zentrale Gewalt vonnöten, die in der Lage ist, das Schachbrettmuster durchsetzen. Drittens handelt es sich bei Stadtneugründungen im Schachbrettmuster oftmals um Kolonien, die auf Betreiben der Muttermacht ins Leben gerufen wurden. Als vierte Voraussetzung nennt Stanislawski den Wunsch der zukünftigen Bewohner der Stadt, die Grundstücke der Größe nach genau einzuteilen. Die letzte Voraussetzung ist ebenso wichtig wie trivial: Der Planer muss das Schachbrettmuster als Ausdrucksform der Stadtplanung kennen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung des Stadtgrundrisses als historische Quelle und definiert das Ziel der Arbeit, den Gründungsplan von Philadelphia historisch und städtebaulich einzuordnen.

2 Das Vorspiel: Hier werden frühe Beispiele planmäßiger Stadtanlagen wie Kahun, Mohenjo-daro und Babylon untersucht, um zu zeigen, dass das Schachbrettmuster älter ist als die griechische Antike.

3 Stadtplanung im antiken Griechenland: Dieses Kapitel behandelt die Entwicklung griechischer Kolonialstädte und den Beitrag von Hippodamus von Milet zur systematischen Stadtplanung.

4 Stadtplanung im Alten Rom: Untersuchung der römischen Stadtgründungen, die stark von Militärlagern geprägt waren, sowie der Technik der Centuriation.

5 Die ideale Stadt in der Antike: Analyse theoretischer Idealstadt-Konzepte bei Platon, Vitruv und Aristophanes.

6 Stadtplanung im Mittelalter: Betrachtung mittelalterlicher Stadtgründungen, Bastiden und der Ostkolonisation unter Berücksichtigung religiöser und machtpolitischer Motive.

7 Die Vorgeschichte: Erörterung der politischen und religiösen Umstände, die zur Gründung der Kolonie Pennsylvania durch William Penn führten.

8 Pläne für Philadelphia: Detaillierte Analyse des ursprünglichen Konzepts der "Green Country Town" und der späteren Pläne von Thomas Holme.

9 Die ideale Stadt in der Renaissance: Übersicht bedeutender Theoretiker wie Alberti, Filarete, Martini und Dürer, deren Werke die Stadtplanung dieser Epoche prägten.

10 Stadtplanung in der Renaissance: Untersuchung realisierter Stadtprojekte in Europa wie Vitry-le-François, Palmanova und Mannheim, die als Kontext für Philadelphia dienen.

11 Anspruch und Wirklichkeit: Vergleich des ursprünglichen theoretischen Plans von Philadelphia mit der praktischen städtebaulichen Entwicklung bis in das Jahr 2003.

12 Das Vorbild Philadelphia: Analyse des Einflusses von Philadelphia auf andere nordamerikanische Städte wie Savannah und Jefferson.

13 Philadelphia in der Tradition der idealen Stadt: Zusammenführende Einordnung Philadelphias in die historischen Diskurse über die ideale Stadt, insbesondere mit Bezug zu Platon und Morus.

14 Schlussbetrachtung: Fazit zur Bedeutung Philadelphias als Pionierprojekt für das Schachbrettmuster auf dem nordamerikanischen Kontinent.

Schlüsselwörter

Philadelphia, William Penn, Stadtplanung, Schachbrettmuster, Stadtgrundriss, Thomas Holme, Kolonialstädte, Ideale Stadt, Renaissance, Antike, Rastermuster, Stadtgründung, Green Country Town, Stadtgeschichte, Stadtentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Ursprung und die Entwicklung des Stadtgrundrisses von Philadelphia und wie dieser Plan die weitere Entwicklung des Städtebaus in Nordamerika beeinflusste.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Geschichte der planmäßigen Stadt, die Evolution des Schachbrettmusters von der Antike bis zur Neuzeit sowie die Rolle von William Penn und Thomas Holme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Gründungsplan Philadelphias in die internationale Geschichte der Stadtplanung einzuordnen und den Einfluss europäischer Idealstadt-Konzepte auf die amerikanische Realität zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit verwendet eine historisch-vergleichende Analyse, bei der antike und renaissancezeitliche Stadtplanungsmodelle mit den spezifischen Entwürfen für Philadelphia in Beziehung gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine chronologische Analyse von den frühen Siedlungen bis hin zur Renaissance, inklusive der Einflüsse durch das Londoner Feuer und der Entwicklung von Kolonialstädten in Irland.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Schachbrettmuster, Idealstadt, Stadtgründung, Philadelphia, Stadtgrundriss und Renaissance.

Welche Rolle spielt William Penn bei der Planung der Stadt?

Penn war als Gründer der Kolonie die treibende Kraft; seine Vision einer pazifistischen "Green Country Town" bildete das spirituelle und philosophische Fundament für den späteren, praktischer orientierten Plan von Thomas Holme.

Warum wird Philadelphia als "ideale Stadt" bezeichnet?

Obwohl Philadelphia eine sehr praktische, schachbrettartige Anlage hat, wird sie im Kontext der Arbeit als "idealere" Stadt gewertet, da sie den pazifistischen Grundwerten ihres Gründers entsprach und auf Verteidigungsanlagen verzichtete.

Excerpt out of 117 pages  - scroll top

Details

Title
Die Idee Philadelphia
Subtitle
Realisierung und Bedeutung für den nordamerikanischen Städtebau
College
University of Würzburg  (Geogaphisches Institut)
Grade
1,7
Author
Stephan Göttlicher (Author)
Publication Year
2005
Pages
117
Catalog Number
V149207
ISBN (eBook)
9783640606351
ISBN (Book)
9783640606610
Language
German
Tags
Idee Philadelphia Realisierung Bedeutung Städtebau
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephan Göttlicher (Author), 2005, Die Idee Philadelphia, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149207
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  117  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint