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Der Prozess des Risikomanagements und seine Umsetzung

Title: Der Prozess des Risikomanagements  und seine Umsetzung

Seminar Paper , 2007 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Matthias Prause (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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Lange Zeit wurde der Umgang mit Risiken von Unternehmen vernachlässigt wenn nicht sogar ignoriert. Lediglich Banken und andere Finanzdienstleister, für die branchenbedingt ein Risikomanagement unabdingbar ist, befassen sich schon länger mit diesem Thema.
Ins Bewusstsein vieler Unternehmen kam das weite Feld des Risikomanagements erstmals mit der Verabschiedung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (kurz: KonTraG) im Jahre 1998. Seither ist eine Entwicklung erkennbar, wonach sich heute nahezu jedes Unternehmen mit dem Thema auseinandersetzt. Die Notwendigkeit von Risikomanagement in der unternehmerischen Praxis liegt dabei auf der Hand: Unternehmenserfolg geht einher mit der Wahrnehmung von Chancen – und jeder Chance stehen Risiken gegenüber.
Allerdings gibt es auch noch zahlreiche Defizite was die Umsetzung von Risikomanagement angeht. So zeigten sich kürzlich in einer Befragung ganze 37% aller befragten Unternehmen zufrieden mit der Umsetzung ihres Risikomanagementsystems – jedes vierte Unternehmen sieht sogar erheblichen Optimierungsbedarf. Für sechs von zehn Unternehmen haben die vorhandenen Defizite bereits spürbare Folgen gehabt. Nur einige Erkenntnisse der Studie, die verschiedene Ursachen für die vorhandenen Probleme sieht. Es fehle beispielsweise an unterstützenden Tools oder aber auch an einer hinreichenden Anforderungsdefinition.
Dies alles belegt, dass zwar mehr und mehr ein Bewusstsein für den Umgang mit Risikomanagement entsteht, aber zeigt auch die noch vielfach vorhandenen Schattenseiten, die es in Zukunft zu beseitigen gilt.
Im Rahmen dieser Arbeit soll zunächst im Kapitel 2 auf grundlegende Begriffe und rechtliche Hintergründe bezüglich des Themas Risikomanagement eingegangen werden. Kapitel 3 befasst sich dann mit dem eigentlichen Prozess des Risikomanagements und erläutert die einzelnen dazu notwendigen Schritte, bevor im letzten Abschnitt auf die aktuelle Umsetzungslage von Risikomanagement in deutschen Unternehmen eingegangen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorbetrachtungen

2.1 Begriffsdefinitionen

2.1.1 Risiko

2.1.2 Risikomanagement

2.2 Rechtliche Hintergründe

3 Der Prozess des Risikomanagements

3.1 Risikoidentifikation

3.1.1 Festlegung relevanter Risikofelder

3.1.2 Methoden und Instrumente der Risikoidentifikation

3.2 Risikobewertung

3.2.1 Vorgehensweise

3.2.2 Hilfsmittel

3.2.3 Risikoaggregation

3.3 Risikosteuerung

3.3.1 Risikovermeidung

3.3.2 Risikoverminderung

3.3.3 Risikoüberwälzung

3.3.4 Risikoübernahme

3.4 Risikocontrolling

4 Entwicklung

4.1 Ergebnisse einer aktuellen Studie

4.2 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Prozess des Risikomanagements in Unternehmen, analysiert die theoretischen Grundlagen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen und beleuchtet anhand einer aktuellen Studie den tatsächlichen Umsetzungsstand in deutschen Unternehmen.

  • Definition und begriffliche Einordnung von Risiken und Risikomanagement
  • Rechtliche Anforderungen durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG)
  • Strukturierung des Risikomanagement-Prozesses (Identifikation, Bewertung, Steuerung, Controlling)
  • Empirische Analyse zur aktuellen Umsetzungssituation in deutschen Unternehmen
  • Bedeutung des Risikomanagements als strategisches Instrument der Unternehmensführung

Auszug aus dem Buch

3.1 Risikoidentifikation

Ziel der Risikoidentifikation ist es, aktuelle (bestehende) sowie potentielle (zukünftige) Störfaktoren und deren Wirkungen im Gesamtzusammenhang des Unternehmensgeschehens zu identifizieren und zu analysieren. Das Hauptaugenmerk sollte dabei auf bestandsgefährdende Risiken gerichtet sein. In dieser Hinsicht spielt die Ausrichtung der Risikoidentifikation an der Unternehmensstrategie eine bedeutende Rolle, denn in erster Linie müssen Risiken gefunden werden, die die zentralen Erfolgsfaktoren, wie beispielsweise die Kernkompetenzen, bedrohen.

Wirkliche Katastrophen werden in der Regel nicht von Betriebsunfällen oder Bränden ausgelöst, sondern durch ein Scheitern der Unternehmensstrategie in zentralen Punkten – beispielsweise durch das nicht rechtzeitige Erkennen von Marktentwicklungen. Ein weiterer wesentlicher Punkt bei der Risikoidentifikation ist das Risikobewusstsein der gesamten Unternehmung in dem Sinne, dass davon die Erkennung von Risiken in erheblichem Maße abhängt. So wird zum Beispiel eine risikoscheue Unternehmung eine Anlageoption als Risiko bezeichnen, wo hingegen eine risikofreudigere Unternehmung dieselbe Option nicht als Risiko ansieht, sondern eher als Chance.

Aufgrund der sich ständig ändernden Unternehmenssituation ist die Risikoidentifikation eine kontinuierliche Aufgabe, die in die geschäftsüblichen Arbeitsabläufe integriert werden muss. Selbstredend bedarf es einer hochgradigen Aktualität der zugrunde liegenden Informationen. Es muss also zu einem fortdauernden Anpassungsprozess des kompletten Systems kommen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die vollständige, lückenlose Aufdeckung aller aktuellen und potentiellen Einzelrisiken. Ein effektives Risikomanagement hängt sehr stark von der frühzeitigen und schnellen Erkennung von Risiken ab. Daneben ist die frühzeitige Beseitigung der Risiken in einem früheren Stadium außerdem oftmals auch mit einem geringeren Aufwand verbunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Relevanz des Risikomanagements für Unternehmen, insbesondere nach der Einführung des KonTraG, und umreißt den inhaltlichen Aufbau der Arbeit.

2 Vorbetrachtungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Risiko und Risikomanagement und legt die rechtlichen Grundlagen für deutsche Unternehmen dar.

3 Der Prozess des Risikomanagements: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert die vier Phasen des Risikomanagement-Kreislaufs: Identifikation, Bewertung, Steuerung und Kontrolle.

4 Entwicklung: Das letzte Kapitel analysiert empirische Ergebnisse einer aktuellen Studie zum Umsetzungsstand des Risikomanagements in deutschen Unternehmen und zieht ein Fazit über die bisherige Entwicklung.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, KonTraG, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung, Risikocontrolling, Unternehmensstrategie, Risikofrüherkennung, Projektrisikomanagement, Unternehmensführung, Gesamtrisiko, Risikomatrix, Risikofelder, Unternehmenserfolg, Risikobewusstsein

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Prozess des Risikomanagements in Unternehmen, von den theoretischen Grundlagen über die gesetzlichen Anforderungen bis hin zur praktischen Umsetzung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Risiko, die rechtlichen Pflichten aus dem KonTraG, die methodischen Schritte der Risikoanalyse und -steuerung sowie die Auswertung von Umfragen zur Umsetzung in der Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Risikomanagement-Prozess umfassend zu erläutern und aufzuzeigen, wie Unternehmen diesen zur Sicherung ihres Erfolgs einsetzen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie die Auswertung einer aktuellen Studie (Ernst & Young 2006) zur empirischen Untersuchung des Ist-Zustands.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird der Prozess des Risikomanagements in seine Phasen (Identifikation, Bewertung, Steuerung, Controlling) zerlegt und mit entsprechenden Instrumenten detailliert erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen Risikomanagement, KonTraG, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung und Risikocontrolling.

Welchen Einfluss hatte das KonTraG auf das Risikomanagement?

Das Gesetz trat 1998 in Kraft und war der Auslöser für eine verpflichtende Auseinandersetzung mit Risiken, insbesondere bei Aktiengesellschaften, um die Transparenz zu erhöhen und Risiken frühzeitig aufzudecken.

Warum ist die Risikomatrix ein wichtiges Hilfsmittel?

Die Risikomatrix (Risk Map) dient der Visualisierung von Risiken in einem Koordinatensystem, basierend auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe, was bei der Priorisierung von Maßnahmen hilft.

Was sagt die Studie über das Risikomanagement in Projekten aus?

Die Studie zeigt, dass ein integriertes Projektrisikomanagement für Unternehmen essenziell ist, da viele Projekte ansonsten ihr Kosten- oder Zeitbudget überschreiten.

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Details

Title
Der Prozess des Risikomanagements und seine Umsetzung
College
University of Rostock  (Fakultät für Informatik und Elektrotechnik)
Course
Wirtschaftsinformatik
Grade
1,3
Author
Matthias Prause (Author)
Publication Year
2007
Pages
26
Catalog Number
V149217
ISBN (eBook)
9783640600441
ISBN (Book)
9783640600748
Language
German
Tags
Risikomanagement Risikomanagementprozess risk management risk management process risk management
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Prause (Author), 2007, Der Prozess des Risikomanagements und seine Umsetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149217
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