Gegenstand dieses Essays, ist die Arbeitsteilung bei Emile Durkheim und Karl Marx. Es geht dabei um die Frage: Welche gemeinsamen und unterschiedlichen Ansichten haben
Emile Durkheim und Karl Marx bezüglich der Arbeitsteilung und zu welchem Urteil kommen sie? Dieses Essay unterteilt sich deshalb in zwei Abschnitte. Im ersten Abschnitt werden die jeweiligen Arbeitsteilungstheorien vorgestellt. Hierbei erfolgt,
nach einer kurzen biographischen Einführung, hauptsächlich eine Erläuterung der Ursachen, Voraussetzungen und Folgen der Arbeitsteilung. Im zweiten Abschnitt werden dann die gemeinsamen und unterschiedlichen Ansichten gegenüber gestellt und
anschließend ein kurzes Fazit mit Blick auf die Gegenwart formuliert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Arbeitsteilung bei Emile Durkheim
3. Die Arbeitsteilung bei Karl Marx
4. Vergleich der Theorien
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Dieses Essay untersucht die soziologischen Perspektiven von Emile Durkheim und Karl Marx auf das Phänomen der Arbeitsteilung, um Gemeinsamkeiten und fundamentale Unterschiede in ihren theoretischen Ansätzen und Bewertungen herauszuarbeiten.
- Grundlagen der Arbeitsteilung bei Durkheim
- Die Entstehung der Arbeitsteilung bei Karl Marx
- Vergleich der Auswirkungen auf die Gesellschaftsstruktur
- Solidarität versus Entfremdung
- Perspektiven für die zukünftige Entwicklung
Auszug aus dem Buch
Die Arbeitsteilung bei Emile Durkheim
Der französische Soziologe und Ethnologe David Emile Durkheim (1858-1917) war ein Mitbegründer der empirischen soziologischen Wissenschaft und setzte sich mit dem Thema Arbeitsteilung, hauptsächlich in seinem Werk „Über soziale Arbeitsteilung“ (1893) auseinander (Wikipedia 28.12.2009: Émile Durkheim). Laut Durkheim, haben die Menschen das Bedürfnis sich zu vervollständigen. Sie suchen sich deshalb Freunde oder Lebenspartner, die Fähigkeiten besitzen, welche sie selbst nicht haben. Auf diese Weise bilden sich dann z. B. Freundeskreise, deren Mitglieder u. a. unterschiedliche Fähigkeiten bzw. Funktionen aufweisen. Von diesen Funktionen kann wechselseitiger Gebrauch gemacht werden. Diese Funktionsaufteilung lässt sich auch als Arbeitsteilung bezeichnen. Wobei mit dieser Arbeitsteilung gleichzeitig „ein ganzes System von Rechten und Pflichten, das [die Individuen] untereinander dauerhaft bindet.“ (1988: 477) erzeugt wird. Für Durkheim besteht deshalb die Funktion der sozialen Arbeitsteilung darin, „zwischen zwei oder mehreren Personen ein Gefühl der Solidarität herzustellen.“ (1988: 102). Das o. g. Beispiel deutet schon an, dass die Arbeitsteilung soziale Beziehungen erzeugt, dass sie abhängig macht und Gesellschaften ermöglicht, die ohne sie nicht existieren könnten (1988: 107). Das lässt sich auch an der Entwicklung der sexuellen Arbeitsteilung und der Ehe, mit ihren Regeln und Pflichten und der ehelichen Solidarität, ablesen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Fragestellung ein, die Ansätze von Durkheim und Marx zu vergleichen und die methodische Vorgehensweise des Essays zu erläutern.
2. Die Arbeitsteilung bei Emile Durkheim: Hier wird Durkheims Verständnis von Arbeitsteilung als notwendiger Prozess zur Erzeugung sozialer Solidarität und gesellschaftlicher Stabilität dargestellt.
3. Die Arbeitsteilung bei Karl Marx: Dieser Abschnitt analysiert Marx' historisch-materialistische Sichtweise, in der Arbeitsteilung aus dem Klassengegensatz resultiert und Entfremdung fördert.
4. Vergleich der Theorien: Die Theorien werden einander gegenübergestellt, wobei Gemeinsamkeiten in der sozialen Vernetzung und Unterschiede in der Bewertung (Solidarität vs. Ausbeutung) hervorgehoben werden.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Anwendbarkeit der Theorien auf moderne gesellschaftliche Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Arbeitsteilung, Emile Durkheim, Karl Marx, Soziologie, Solidarität, Klassengesellschaft, Entfremdung, Produktivität, industrielle Entwicklung, soziale Kohäsion, Manufaktur, industrielle Gesellschaft, Individualisierung, historischer Materialismus, gesellschaftliche Struktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Das Essay analysiert die unterschiedlichen Perspektiven von Emile Durkheim und Karl Marx auf das Konzept der Arbeitsteilung und deren soziologische Bedeutung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit fokussiert auf soziale Solidarität, gesellschaftliche Entwicklungsprozesse, Klassenstrukturen sowie die Folgen von Arbeitsteilung für das Individuum.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?
Das Ziel ist es, die theoretischen Gemeinsamkeiten und Divergenzen zwischen Durkheim und Marx aufzuzeigen und zu bewerten, zu welchen unterschiedlichen Urteilen beide kommen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in diesem Essay angewendet?
Der Autor nutzt eine komparative Literaturanalyse, bei der er zentrale Originalwerke beider Soziologen gegenüberstellt und in den Kontext der jeweiligen Zeit einordnet.
Was wird primär im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung von Durkheims Solidaritätsmodell sowie Marx’ machtkritischer Betrachtung der Arbeitsteilung in der kapitalistischen Produktion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Arbeitsteilung, soziale Solidarität, Entfremdung, Klassengesellschaft und historischer Materialismus.
Wie bewertet Durkheim die Folgen der Arbeitsteilung?
Durkheim sieht in der Arbeitsteilung einen positiven „Motor des Fortschritts“, der zur Herausbildung organischer Solidarität und gesellschaftlicher Integration beiträgt.
Warum kritisiert Karl Marx die Arbeitsteilung aus ökonomischer Sicht?
Marx kritisiert die Arbeitsteilung, da sie zur Klassenbildung, zur Ausbeutung des Proletariats und letztlich zur Entfremdung des Arbeiters von seinem Produkt führt.
- Arbeit zitieren
- Andreas Filko (Autor:in), 2010, Arbeitsteilung Marx und Durkheim, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149261