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Mittel zum Zweck? Die Nutzung des Ideals der Dame für die Identitätsbildung des Mannes im Minnesang

Título: Mittel zum Zweck? Die Nutzung des Ideals der Dame für die Identitätsbildung des Mannes im Minnesang

Trabajo Escrito , 2023 , 21 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Rolle des Ideals der Dame für die Identitätsbildung des Mannes im Minnesang, einer Form mittelalterlicher Liebeslyrik aus dem 12. bis 14. Jahrhundert. Im Minnesang sind die Konzepte männlicher Identität und weiblicher Vollkommenheit eng miteinander verknüpft. Der Minnesänger preist die Dame in seiner Dichtung als Inbegriff von Schönheit und Tugendhaftigkeit und baut auf diesem Ideal seine eigene Identität auf. Die Arbeit analysiert ausgewählte Lieder von Der von Kürenberg, Dietmar von Aist und Heinrich von Morungen, um zu zeigen, wie das Ideal der Dame genutzt wird, um männliche Identität zu formen. Zudem wird der Einfluss der unerfüllten Liebe und die Hindernisse zwischen den Liebenden thematisiert. Durch einen kulturwissenschaftlichen Ansatz und das Verfahren des close readings wird die komplexe Beziehung zwischen den Geschlechterrollen und die Konstruktion individueller Identität in der Minnedichtung untersucht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 Zum Begriff der Vollkommenheit

1.1.1 Verdeutlichung des Begriffs der Hohen Minne im Zusammenhang mit der Vollkommenheit

2. HAUPTTEIL

2.1 Analyse des Falkenliedes von Der von Kürenberg

2.2 Analyse Dietmar von Aist

2.2.1 Frauenpreisung bei Dietmar von Aist

2.3 Analyse Heinrich von Morungen

2.3.1 Zusammenfassung wichtige Konzepte Heinrich von Morungen

2.4 Männerverständnis

2.5 Funktion der Frauenverherrlichung

2.5 Macht der Dame

3. SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Konstruktion männlicher Identität in der mittelhochdeutschen Minnedichtung, indem sie analysiert, wie Minnesänger das Idealbild der vollkommenen Dame als Instrument zur Selbstdefinition und Erhöhung des eigenen Ansehens nutzen.

  • Rolle der Frauenideale in der mittelalterlichen Geschlechterkonstruktion
  • Analyse ausgewählter Lieder (Der von Kürenberg, Dietmar von Aist, Heinrich von Morungen)
  • Reflexion über Machtverhältnisse und Mechanismen der Minne
  • Die Dame als Projektionsfläche für männliche Sehnsüchte
  • Close Reading als methodischer Ansatz zur Interpretation der Texte

Auszug aus dem Buch

2.1 Analyse des Falkenliedes von Der von Kürenberg

Das Falkenlied von Der von Kürenberg lässt sich dem donauländischen Minnesang zuordnen. In dem Interpretationsansatz wird das lyrische Ich als Frau gedeutet, die von ihrem Liebsten berichtet. Es handelt sich bei dem folgenden Lied zudem um eine Frauenklage.

In der ersten Strophe beschreibt die Dame die Liebesbeziehung, die sie zu einem Mann führte und die mehr als ein Jahr dauerte. Sie sagt: „Ich zôch mir einen valken mêre danne ein jâr.“ (MF 8,33 – 8C). Die Frau scheint eine höherer gesellschaftliche Position als der Mann zu haben, denn sie beschmückt ihn mit Gold („und ich im sîn gevidere mit golde wol bewant“ (MF 8,33 – 8 C)) zum Abschluss der Erziehung, der er unterlag. Dies kann als Geschenk der Liebe gedeutet werden. Das Tier ist wunderschön und prächtig. Der Falke ist genau dann davongeflogen, als die Dame ihn für sich als perfekt gezähmt hatte. Jedoch fliegt der Falke in ein „anderiu lant“ (MF 8,33 – 8 C), was zeigt, dass die Frau es nicht schaffte, ihn an sich zu binden. Weiterhin hofft sie auf ein Wiedersehen mit ihm, was sich jedoch als aussichtslos darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Identitätsbildung des Mannes und das Ideal der Frau im Minnesang sowie Erläuterung des Forschungsvorhabens.

1.1 Zum Begriff der Vollkommenheit: Untersuchung des Konzepts der idealisierten Dame und ihrer Bedeutung als unerreichbares Ziel der Sehnsucht.

1.1.1 Verdeutlichung des Begriffs der Hohen Minne im Zusammenhang mit der Vollkommenheit: Erläuterung der "Hohen Minne" als idealisierte, spirituelle Liebe, die über weltliche Begehren hinausgeht.

2. HAUPTTEIL: Überleitendes Kapitel, das den Rahmen für die philologischen Analysen der ausgewählten Minnesänger bildet.

2.1 Analyse des Falkenliedes von Der von Kürenberg: Interpretation des Falkenliedes als Frauenklage und Untersuchung der Metaphorik von Falke und Falkner.

2.2 Analyse Dietmar von Aist: Analyse des Minnekonzepts in ausgewählten Liedern, unter besonderer Berücksichtigung der Interaktion zwischen den Geschlechtern.

2.2.1 Frauenpreisung bei Dietmar von Aist: Untersuchung, wie die Idealisierung der Frau genutzt wird, um den Mann aufzuwerten.

2.3 Analyse Heinrich von Morungen: Philologische Betrachtung des Frauenpreisliedes und der spezifischen Darstellung der Minne bei Heinrich von Morungen.

2.3.1 Zusammenfassung wichtige Konzepte Heinrich von Morungen: Synthetische Darstellung der zentralen Motive wie Sehnsucht, Schmerz und Natursymbolik.

2.4 Männerverständnis: Diskussion der männlichen Identität im Mittelalter und der Funktionalisierung der Frau zur Selbstverwirklichung des Mannes.

2.5 Funktion der Frauenverherrlichung: Analyse der ästhetischen und sozialen Rollen des Minnedienstes und der Frauenverehrung.

2.5 Macht der Dame: Kritische Reflexion über das Machtverhältnis zwischen Verehrer und dem als Objekt wahrgenommenen Ideal.

3. SCHLUSS: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage und Fazit zur Identitätskonstruktion im Minnesang.

Schlüsselwörter

Minnesang, Identitätsbildung, Vollkommenheit, Hohe Minne, Frauenverherrlichung, Geschlechterrollen, Mittelalter, Dietmar von Aist, Heinrich von Morungen, Der von Kürenberg, Mittelhochdeutsch, Literaturanalyse, Minnelyrik, Subjekt-Objekt-Verhältnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen dem Idealbild der Frau in der mittelhochdeutschen Minnedichtung und der Konstruktion männlicher Identität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die "Hohe Minne", die Rolle der Frau als Projektionsfläche für Männlichkeitsvorstellungen und die Analyse ritterlicher Gesellschaftsnormen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit der Minnesänger das Ideal der Dame instrumentalisiert, um seine eigene Identität zu festigen und sein gesellschaftliches Ansehen zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einem kulturwissenschaftlichen Ansatz sowie der literaturwissenschaftlichen Methode des "Close Reading" zur detaillierten Textanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Interpretation spezifischer Lieder von Der von Kürenberg, Dietmar von Aist und Heinrich von Morungen sowie der theoretischen Reflexion des Männer- und Frauenbildes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Minnesang, Identitätsbildung, Vollkommenheit, Frauenverherrlichung und Geschlechterrollen.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Mannes von der der Frau in der Minnedichtung?

Der Mann agiert meist als aktives Subjekt, das durch den Minnedienst sein eigenes Ideal konstruiert, während die Dame als passives Objekt der Verehrung fungiert, dem eine unerreichbare Vollkommenheit zugeschrieben wird.

Warum spielt das Motiv der "huote" eine so zentrale Rolle?

Die "huote" stellt ein kritisches Hindernis dar, das die Vereinigung der Liebenden verhindert und so die unerreichbare Sehnsucht und damit das ethische Streben des Minnesängers aufrechterhält.

Inwiefern hat die "Macht der Dame" eine zweischneidige Bedeutung?

Einerseits wird ihr durch die Lobpreisung eine hohe Position eingeräumt, andererseits dient diese Erhöhung oft nur dazu, sie als bloßes Objekt männlicher Begierde zu definieren und ihre tatsächliche Autonomie zu unterdrücken.

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Detalles

Título
Mittel zum Zweck? Die Nutzung des Ideals der Dame für die Identitätsbildung des Mannes im Minnesang
Universidad
University of Göttingen
Calificación
2,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2023
Páginas
21
No. de catálogo
V1493271
ISBN (PDF)
9783389052433
ISBN (Libro)
9783389052440
Idioma
Alemán
Etiqueta
Minnesang Identitätsbildung Ideal der Dame Mittelalterliche Literatur Geschlechterrollen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2023, Mittel zum Zweck? Die Nutzung des Ideals der Dame für die Identitätsbildung des Mannes im Minnesang, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1493271
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