Italiener in Deutschland


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009
15 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Migration nach Deutschland im 20. Jahrhundert
2.1. Phasen der Zuwanderung
2.2. Die italienische Migration nach Deutschland

3. Ballungsorte in Deutschland

4. Bildung und Berufsausbildung

5. Deutsche Italienbilder

6. Italienisches Radio in Deutschland

7. Schlussbetrachtung

8. Literaturverzeichnis
8.1. Bibliographie
8.2. Webographie

1. Einleitung

Italien zählt 27 Millionen Auswanderer von 1861 bis heute und als Folge der Arbeitsmigration der 50er und 60er Jahre leben heute rund 5 Millionen Italiener im Ausland. Etwa 601.258 davon leben in Deutschland und somit stellt die italienische Bevölkerung in Deutschland die zweitgrößte ausländische Bevölkerungsgruppe nach den türkischen Staatsangehörigen.

Die italienischen Gastarbeiter haben die Gesellschaft der Bundesrepublik geprägt, wenn man nur an Espresso, Spaghetti oder an die zahlreichen Eiscafés, die es in Deutschland gibt, denkt.

Ich werde zunächst auf die Phasen der allgemeinen Zuwanderung, vor allem die der 60er und 70er Jahre, nach Deutschland eingehen, bevor das Thema der italienischen Gastarbeiter-Migration nach Deutschland näher besprochen wird. Dazu gehören auch die im darauf folgenden Kapitel genannten deutschen Ballungsorte der Migration, wie zum Beispiel Köln oder München. Danach beschäftigt sich diese Arbeit mit der Bildung und der Berufsausbildung italienischer Immigranten in Deutschland. Bevor näher auf das Thema der ersten italienischen Radiosendungen in Deutschland eingegangen wird, beschäftigt sich das vorangehende Kapitel mit den deutschen Italienbildern, zu denen auch Stereotypen und Klischees zählen.

2. Migration im 20. Jahrhundert nach Deutschland

2.1. Phasen der Zuwanderung

1. Phase: Die Gastarbeiterphase

Die erste Phase geht bis zum Anwerberstopp von 1973 und ist durch eine Politik der Aufnahme charakterisiert. Unmittelbar nach dem Krieg werden zunächst Flüchtlinge, Vertriebene usw. aufgenommen. 1955 wird mit Italien das erste Abkommen über die Anwerbung von Arbeitskräften unterzeichnet, in den sechziger Jahren folgen weitere Anwerbvereinbarungen mit anderen Ländern, wie zum Beispiel der Türkei, Spanien, Marokko, Tunesien, Griechenland und Jugoslawien. Durch die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte versucht die deutsche Wirtschaft die in den sechziger Jahren entstandene allgemeine Arbeitskräfteknappheit auszugleichen[1]

2. Phase: Familienzusammenführung

Diese Phase kann ab 1973 mit der Einführung des Anwerbestopps fixiert werden. Die Zuwanderung war nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich, so zum Beispiel nur für Bürger der EU und dieses Kriterium erfüllten nur die italienischen Migranten. Eine weitere Möglichkeit bestand im Rahmen der Familienzusammenführung, wovon viel Migranten aus den Anwerbeländern Gebrauch machten. Da die Regierung lange Zeit einen temporären Aufenthalt der Zuwanderer und kaum an Familiengründung im Einwanderungsland dachte, waren die zuziehenden Kinder und Jugendlichen mit mangelnden schulischen Infrastrukturen und fehlender Betreuung konfrontiert. Diese problematische Situation hat ihre schulische und berufliche Integration erschwert.[2]

3. Phase: Die Ost-West-Migration

Diese Phase beginnt nach dem Fall der Berliner Mauer und führt zu einer Veränderung bezüglich der Hauptherkunftsländer der Migranten. Die Migration aus den ehemaligen Ostblockländern nahm zu. Nach der Festlegung einer jährlichen Einwanderungsquote und weiteren restriktiven Maßnahmen ist die Zuwanderungszahl der Spätaussiedler stark gesunken. Zur Senkung des Migrationsdruckes und aufgrund des Mangels an Arbeitskräften wurden mit einer Reihe osteuropäischer Länder Verträge über die Möglichkeit der saisonalen Beschäftigung eingeganen. 27 Jahre nach dem Anwerbestopp von 1973 wirbt die Bundesrepublik Deutschland wieder aktiv ausländische Arbeitskräfte an.[3]

2.2. Die italienische Migration nach Deutschland

Deutschland und Italien sind durch eine fast fünfzigjährige Migrationsgeschichte verbunden. Italiener sind nach den Türken die zweitgrößte ausländische Bevölkerungsgruppe in Deutschland. Ende 2002 lebten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf der Grundlage des Ausländerzentralregisters 609.784 italienische Staatsangehörige in Deutschland, sechzig Prozent davon männlich. 2002 waren 24.379 Zuzüge ausländischer Staatsangehöriger aus Italien und 33.271 Fortzüge zu verzeichnen

Die historische Phase der Rekrutierung von Arbeitsmigranten aus Südeuropa begann 1955 mit dem bilateralen Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und Italien.

[...]


[1] Vgl. Pichler, Edith: Migration Online. Zwischen Inklusion und Exklusion: Einige Aspekte der italienischen Community in Deutschland: www.migration-online.de/beitrag_WQ9NDI4OQ.html.

[2] ebenda

[3] Vgl. Pichler, Edith: Migration Online. Zwischen Inklusion und Exklusion: Einige Aspekte der

italienischen Community in Deutschland

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Italiener in Deutschland
Hochschule
Universität Trier  (Fachbereich II: Romanistik)
Veranstaltung
Italienisch als Migrationssprache
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V149329
ISBN (eBook)
9783640597864
ISBN (Buch)
9783640598175
Dateigröße
652 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Italiener, Deutschland
Arbeit zitieren
Lisa Helfer (Autor), 2009, Italiener in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149329

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