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Sprache(n) und Identität im Unterricht

Mehrsprachigkeit als identitätsstiftende Ressource in der heterogenen Gesellschaft

Title: Sprache(n) und Identität im Unterricht

Bachelor Thesis , 2022 , 52 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Karin Hügli (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit widmet sich dem Zusammenhang von Identität und Sprache(n). In Anbetracht der wachsenden Heterogenität in Deutschland, liegt der Schwerpunkt dieser Arbeit auf der Mehrsprachigkeit der Schüler*innen und dem entsprechenden Umgang im Bildungssystem. Die Bachelorarbeit hat zum Ziel, die Wichtigkeit einer Berücksichtigung der Mehrsprachigkeit im Bildungssystem zu unterstreichen. Es soll aufgezeigt werden, inwiefern diese Berücksichtigung für die Identitätskonstruktion von Bedeutung ist und wie diese im Unterrichtskontext implementiert werden kann.
Im Jahr 2020 hatte jedes dritte Kind unter 10 Jahren einen Migrationshintergrund und ist infolge dessen meist mehrsprachig sozialisiert. Die sprachliche Heterogenität der Gesamtgesellschafts Deutschlands bildet den Normalfall und spiegelt sich in den Klassenzimmern wieder. Angesichts dessen muss sich das Bildungssystem mit der Frage beschäftigen, wie es mit der Mehrsprachigkeit umgehen soll, damit die Schüler*innen ihren individuellen Bedürfnissen und Ressourcen entsprechend gefördert werden können, um ihre Identität frei entfalten zu können und Bildungsgerechtigkeit herzustellen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Zugang zum Themenfeld

1.2 Fragestellungen der vorliegenden Arbeit

2. Identität

2.1 Identitätskonstruktion – Analyse relevanter Literatur

2.2 Identitätskonstruktion in der Kindheit

2.3 Schule als Ort der Identitätskonstruktion

3. Mehrsprachigkeit

3.1 Begrifflichkeiten

3.2 Migrationsbedingte Mehrsprachigkeit

3.3 Migrationsbedingte Mehrsprachigkeit in der Schule

4. Sprache als Mittel zur Konstruktion von Identität

4.1 Sprachidentität

4.2 Sprachidentität nach Keupp: Selbstnarration als Teil der Identitätsarbeit

4.3 Mehrsprachigkeit in der Identitätsforschung

5. Das Recht auf Sprache(n)

5.1 Das monolinguale Selbstverständnis im deutschen Bildungssystem

5.2 Das Recht auf Sprachen – Rechtliche Grundlage

5.3 Institutionelle Sprachenförderpolitik – Erstsprachenunterricht

6. Diskussion - Identifizierte identitätsstiftende Ressource der Mehrsprachigkeit

6.1 Berücksichtigung der Mehrsprachigkeit

6.2 Implikationen in den Unterricht

6.2 Identifizierte identitätsstiftende Ressource von Mehrsprachigkeit

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Bachelorarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Identität und Mehrsprachigkeit, wobei der Schwerpunkt auf der Identitätskonstruktion von Schüler*innen in der heterogenen Schullandschaft Deutschlands liegt. Ziel ist es, die didaktische und bildungspolitische Bedeutung einer ressourcenorientierten Wertschätzung von Mehrsprachigkeit im Unterrichtskontext aufzuzeigen.

  • Wechselverhältnis von Sprache(n) und Identitätsbildung.
  • Herausforderungen der Identitätskonstruktion in einem monolingual geprägten Bildungssystem.
  • Die Entwicklung von Ansätzen einer sprachsensiblen Pädagogik.
  • Potenziale der Herkunftssprachenförderung für Bildungsgerechtigkeit und Selbstentfaltung.

Auszug aus dem Buch

2.1 Identitätsbildung – Analyse relevanter Literatur

Im Zentrum der Identitätsforschung steht, auf welche Weise die Individuen, Antworten auf die Frage „Wer bin ich?“ finden und welche Prozesse dabei durchlebt werden (Kresic, 2007). Der Terminus „Identität“ ist abgeleitet von dem lateinischen „identitas“ aus „idem“, was in der deutschen Übersetzen derselbe bzw. dasselbe bedeutet (Brockhaus, 2022). In der Enzyklopädie Brockhaus (Brockhaus, 2022) wird Identität bezeichnet als „die völlige Übereinstimmung einer Person oder Sache mit dem, was sie ist oder als was sie bezeichnet wird“.

Danzer (Danzer, 2016, S.14) zufolge ist „das Thema der Identität wahrscheinlich so alt wie die Menschheit, und die Fragen nach dem Wer oder Was unserer Existenz hat wohl Menschen schon vor Jahrtausenden bewegt“. Höhlenmalereien aus der Steinzeit deuten darauf hin, dass zu diesen Zeiten bereits eine Form der Selbstreflexion durch figürliche Abbildungen stattgefunden haben soll (Danzer, 2016, S.14). In der Renaissance lassen sich zudem Belege für eine Beschäftigung mit Identitätsfragen und der Suche nach dem Selbst finden. „Ich weiß nicht, was ich bin; ich bin nicht, was ich weiß; Ein Ding und nit ein Ding, ein Stüpfchen und ein Kreis“ (Gnädinger und Angelus, 2001, S. 7). Die Entwicklung zur Moderne zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert ist schließlich als eine Reformation des Denkens über die eigene Person zu sehen (Abels, 2017, S.5).

„Es ist der Übergang von einem traditionellen Verhalten, dem sich jeder Mensch an dem sozialen Platz, auf den er gestellt war, verpflichtet fühlte, zu der Vorstellung, dass der Mensch der Schöpfer seiner selbst ist und selbst entscheidet, was aus ihm wird“ (Abels, 2017, S.5). Diese Zeit unterstreicht das Aufkommen, der Vorstellung des Menschen, ein Individuum zu sein und als solches kraft seiner eigenen Entscheidungen zu handeln. Zuvor übernahmen Menschen die vorgegebenen Identitäten bzw. Rollenzuschreibungen der Standesgesellschaft, der Familie, der Ortschaften oder den Zünften, welchen sie angehörten, (Danzer, 2016).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt das Themenfeld der Mehrsprachigkeit und Identität vor und formuliert die zentralen Forschungsfragen zur Identitätsstiftung im Bildungssystem.

2. Identität: Analysiert Identitätstheorien und beleuchtet die Identitätskonstruktion in der Kindheit sowie die Rolle der Schule in diesem Prozess.

3. Mehrsprachigkeit: Definiert zentrale Begrifflichkeiten und erörtert die Migrationsbedingte Mehrsprachigkeit sowie deren bildungspolitische Relevanz.

4. Sprache als Mittel zur Konstruktion von Identität: Untersucht die Verbindung zwischen Sprachidentität, Selbstnarration und den theoretischen Ansätzen nach Keupp.

5. Das Recht auf Sprache(n): Diskutiert rechtliche Rahmenbedingungen und das monolinguale Selbstverständnis des deutschen Schulsystems.

6. Diskussion - Identifizierte identitätsstiftende Ressource der Mehrsprachigkeit: Erörtert Möglichkeiten für einen wertschätzenden Umgang mit Mehrsprachigkeit im Unterricht.

7. Fazit: Fasst die Kernergebnisse zusammen und plädiert für eine Professionalisierung der Lehrkräfte im Hinblick auf sprachliche Heterogenität.

8. Literaturverzeichnis: Listet sämtliche in der Arbeit verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Referenzen auf.

Schlüsselwörter

Mehrsprachigkeit, Identität, Identitätskonstruktion, Bildungssystem, Migrationshintergrund, Erstsprachenunterricht, Bildungssprache, Sprachidentität, Interkulturelle Pädagogik, Deutsch als Zweitsprache, Lebensweltliche Mehrsprachigkeit, Heterogenität, Passungsarbeit, Schulische Sozialisation, Ressourcenorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen Sprache und der Identität von Kindern mit Migrationshintergrund im Kontext des deutschen Schulsystems.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen Identitätstheorien, die Definition und Bedeutung von Mehrsprachigkeit, die Analyse von Sprachbarrieren und die rechtliche wie institutionelle Situation des Erstsprachenunterrichts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Mehrsprachigkeit nicht als Defizit, sondern als identitätsstiftende Ressource im Unterricht zu etablieren und Ansätze für einen ressourcenorientierten Umgang aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die zentrale Identitätstheorien (insbesondere nach Keupp) und Konzepte der Mehrsprachigkeitsforschung theoretisch aufarbeitet und in den schulischen Kontext transferiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung der Identitätskonstruktion, die Klärung linguistischer Begriffe, die Analyse des monolingualen Habitus der Schule und die Diskussion pädagogischer Implikationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Identitätskonstruktion, Bildungssprache, Migration, Mehrsprachigkeit als Ressource und Sprachsensibler Fachunterricht.

Warum wird das Identitätskonzept "Patchwork" nach Heiner Keupp als Maßstab genutzt?

Das Modell nach Keupp erlaubt eine prozesshafte und fluide Sichtweise auf Identität, die besonders gut mit der Lebensrealität von mehrsprachigen Individuen harmoniert, statt an starren Kategorien festzuhalten.

Wie bewertet die Autorin den aktuellen Stand des Erstsprachenunterrichts in Baden-Württemberg?

Sie kritisiert einen Mangel an Transparenz und staatlicher Verbindlichkeit und stellt fest, dass das gegenwärtige "Vertretungsmodell" der Herkunftsstaaten der sprachlichen Vielfalt in Deutschland nicht gerecht wird.

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Details

Title
Sprache(n) und Identität im Unterricht
Subtitle
Mehrsprachigkeit als identitätsstiftende Ressource in der heterogenen Gesellschaft
College
University of Education Heidelberg  (Erziehungswissenschaft)
Grade
1,0
Author
Karin Hügli (Author)
Publication Year
2022
Pages
52
Catalog Number
V1493476
ISBN (PDF)
9783389074879
ISBN (Book)
9783389074886
Language
German
Tags
Interkulturelle Bildung Mehrsprachigkeit Bilingualität Sprachidentität Identitätskonstruktion Monolinguales Selbstverständnis Institutionelle Sprachenförderpolitik Das Recht auf Sprachen Migrationsbedingte Mehrsprachigkeit Heterogenität Identitätsbildung Bildungserfolg und Bildungssprache Bildungssystem Sprache und Identität Identitätsförderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karin Hügli (Author), 2022, Sprache(n) und Identität im Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1493476
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