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Das Konzept der Lebensweltorientierung. Theorie, Praxis und Entwicklung eines Grundgedankens vom Kern Sozialer Arbeit

Title: Das Konzept der Lebensweltorientierung. Theorie, Praxis und Entwicklung eines Grundgedankens vom Kern Sozialer Arbeit

Seminar Paper , 2013 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Johannes Scheurich (Author)

Social Work
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Diese Arbeit soll den wesentlichen Ansatz zur Lebensweltorientierung von Hans Thiersch und die damit verbundenen Gedanken beleuchten, um so einen Einblick in die Praxis geben. Ziel der Auseinandersetzung mit dem Thema ist es, einen Überblick über die Theorie und die Entwicklung des genannten Konzeptes zu erhalten, sowie eigene erlebte Praxiserfahrungen zu reflektieren und daraus Schlüsse zu ziehen.

Die Begriffe Lebensweltorientierung und Lebenswelt werden sowohl in der Theorie als auch in der Praxis der Sozialen Arbeit in verschiedenen Zusammenhängen gebraucht und das Wissen um ihre Bedeutung und ein dementsprechendes Denken und Handeln vorausgesetzt. Doch mit fortschreitender Entwicklung der Sozialarbeitswissenschaft veränderte sich auch die Vorstellung von Lebensweltorientierung. Das Konzept wurde oft aufgegriffen, diskutiert und weiterentwickelt. Diese Arbeit soll den wesentlichen Ansatz zur Lebensweltorientierung von Hans Thiersch und die damit verbundenen Gedanken beleuchten und einen dem Umfang entsprechenden Einblick in die Praxis wagen.

Ziel der Auseinandersetzung mit dem Thema ist es, einen Überblick über die Theorie und die Entwicklung des genannten Konzeptes zu erhalten, sowie eigene erlebte Praxiserfahrungen zu reflektieren und daraus Schlüsse zu ziehen. Tiefergehende Ausführungen zu den einzelnen Ansätzen, sowie zum Praxiseinblick würden den Rahmen der Arbeit sprengen. Aus diesem Grunde werde ich mich auf Skizzierungen beschränken und mich bemühen, das Wesentliche zu betonen. Zunächst gilt es, die Begriffe Lebenswelt und Lebensweltorientierung zu definieren.

Anschließend wird das Konzept der Lebensweltorientierung von Hans Thiersch skizziert und ein kurzer Abriss der Historie und der wissenschaftlichen Auffassung des Konzeptes vorgenommen. Es folgen Gedanken zum theoretischen Bezug und der Umsetzung des erläuterten Modells, sowie eine Schilderung eigener Erfahrungen aus dem Blickwinkel der Lebensweltorientierung betrachtet. Abschließend sollen ein persönliches Resümee und ein kurzer Ausblick die Arbeit abrunden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen

2.1 Lebenswelt und Alltag

2.2 Lebensweltorientierung

2.3 Lebensweltorientierte Soziale Arbeit nach Hans Thiersch

3. Historische Entwicklung und wissenschaftliche Auffassung von lebensweltorientierter Sozialer Arbeit

4. Theoretischer Bezug der Lebensweltorientierung

4.1 Kritische Alltagstheorie

4.2 Phänomenologisch-interaktionistisches Paradigma

4.3 Hermeneutisch-pragmatische Erziehungswissenschaft

5. Praktische Umsetzung lebensweltorientieren Denkens

5.1 Chancen und Grenzen lebensweltorientierter Arbeit

5.2 Eigene Erfahrungen durch die Arbeit in der Behindertenhilfe

6. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die Theorie und Entwicklung des Konzepts der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch. Ziel ist es, das Konzept in seiner wissenschaftlichen Basis zu beleuchten, mit Praxiserfahrungen in der Behindertenhilfe zu verknüpfen und kritisch zu reflektieren.

  • Grundlagen und Definitionen zu Lebenswelt und Alltag
  • Historische Einordnung der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit
  • Wissenschaftliche und theoretische Bezugspunkte
  • Praktische Handlungsmaximen und deren Umsetzung im Berufsalltag
  • Reflexion der Möglichkeiten und Grenzen in der Behindertenhilfe

Auszug aus dem Buch

2.1 Lebenswelt und Alltag

Die Begriffe Alltag und Lebenswelt sind eng mit einander verknüpft und werden in der Literatur teilweise sogar synonym verwendet (vgl. Rausch, 1998, S. 16). Ähnlich verhält es sich mit den Begriffen Lebenswelt- und Alltagsorientierung. Eine Differenzierung der Begriffe scheint mir daher angebracht. Alltag sei das, was uns täglich umgibt, nämlich das Unmittelbare, das Gewöhnliche und Vertraute. Es ist der Bereich, in dem wir uns sicher und geborgen fühlen. „Wir kennen seine Regeln und halten sie unhinterfragt ein. Alltag ist also geprägt von Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten.“ (Rausch, 1998, S. 13). Nach Thiersch ist Alltag auch nicht nur der Ort der „Jedermanns-Erfahrung“ sondern Ausdruck gesellschaftspolitischer und praktischer Auseinandersetzung.

Die Strukturen lassen sich aus zwei Blickwinkeln betrachten: Alltäglichkeit und Alltagswelt. Alltäglichkeit geht der Frage nach, wie Menschen im Alltag handeln, erleben und verstehen. Ferner geht es um Bewältigungsstrategien, wie also Menschen mit alltäglichen Problemen umgehen. Alltagswelten hingegen sind die Lebensfelder, metaphorisch gesprochen die „Bühnen“, auf denen sich der Alltag abspielt (vgl. Tiersch, 2006, S. 21).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Lebensweltorientierung ein, erläutert die Relevanz des Ansatzes für die Soziale Arbeit und steckt den Rahmen sowie die Ziele der Seminararbeit ab.

2. Begriffsdefinitionen: Das Kapitel klärt die zentralen Begriffe Alltag und Lebenswelt, leitet daraus die Bedeutung des Konzepts der Lebensweltorientierung ab und beschreibt Thierschs Ansatz der Sozialen Arbeit.

3. Historische Entwicklung und wissenschaftliche Auffassung von lebensweltorientierter Sozialer Arbeit: Hier wird der historische Kontext und die Entstehung des Konzepts von Hans Thiersch sowie dessen Einbettung in die Wissenschaftsdisziplin erläutert.

4. Theoretischer Bezug der Lebensweltorientierung: Das Kapitel erläutert die wissenschaftlichen Fundamente des Konzepts anhand der Kritischen Alltagstheorie, des phänomenologisch-interaktionistischen Paradigmas und der hermeneutisch-pragmatischen Erziehungswissenschaft.

5. Praktische Umsetzung lebensweltorientieren Denkens: Hier werden die Chancen und Herausforderungen des Konzepts in der Anwendung untersucht und durch eigene praktische Erfahrungen in der Behindertenhilfe verdeutlicht.

6. Resümee und Ausblick: Der Autor zieht ein persönliches Fazit zur Relevanz des Konzepts und reflektiert die Entwicklungen innerhalb der Behindertenhilfe in Deutschland.

Schlüsselwörter

Lebensweltorientierung, Soziale Arbeit, Hans Thiersch, Alltag, Behindertenhilfe, Sozialpädagogik, Alltagsbewältigung, Teilhabe, Lebenswelt, Handlungsmassimene, Partizipation, Reflexion, Praxiserfahrung, Mensch mit Behinderung, Inklusion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit prinzipiell?

Die Arbeit behandelt das Konzept der Lebensweltorientierung als zentralen theoretischen und praktischen Ansatz der professionellen Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Lebenswelt, die methodischen Ansätze nach Hans Thiersch und die praktische Umsetzung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für das lebensweltorientierte Denken zu schaffen und die Theorie anhand konkreter Berufserfahrungen kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der maßgeblichen Fachwerke von Hans Thiersch sowie einer reflexiven Darstellung persönlicher Erfahrungen im Berufsfeld.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Definitionen, die theoretischen Hintergründe, die historische Entwicklung und die praktische Anwendung sowie die Grenzen des Konzepts.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Schlüsselwörter sind Lebensweltorientierung, Soziale Arbeit, Alltag und Alltagsbewältigung.

Welche spezifische Rolle spielt Thiersch in der Arbeit?

Hans Thiersch wird als der Hauptvertreter und Begründer des Konzepts identifiziert; die Arbeit orientiert sich stark an seinen Struktur- und Handlungsmaximen.

Wie werden die eigenen Erfahrungen eingebunden?

Die eigenen Erfahrungen dienen dazu, die theoretischen Konzepte wie Teilhabe und Individualisierung kritisch an der Realität der Behindertenhilfe zu spiegeln.

Warum wird das Thema Behindertenhilfe in den Fokus gerückt?

Aufgrund des praktischen Hintergrunds des Autors bietet die Behindertenhilfe ein konkretes Anwendungsfeld, um die Tragfähigkeit lebensweltorientierter Ansätze unter schwierigen strukturellen Bedingungen zu prüfen.

Welches Fazit zieht der Autor?

Der Autor befürwortet die Lebensweltorientierung als essenziell, betont jedoch die Notwendigkeit, den Ansatz stetig an die aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen anzupassen.

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Details

Title
Das Konzept der Lebensweltorientierung. Theorie, Praxis und Entwicklung eines Grundgedankens vom Kern Sozialer Arbeit
College
University of Cooperative Education Breitenbrunn  (Soziale Arbeit)
Course
Sozialarbeitswissenschaft
Grade
1,3
Author
Johannes Scheurich (Author)
Publication Year
2013
Pages
14
Catalog Number
V1493623
ISBN (PDF)
9783389051351
ISBN (Book)
9783389051368
Language
German
Tags
Lebensweltorientierung Thiersch Soziale Arbeit Empowerment
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Scheurich (Author), 2013, Das Konzept der Lebensweltorientierung. Theorie, Praxis und Entwicklung eines Grundgedankens vom Kern Sozialer Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1493623
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