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Die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nach IFRS und der Neuregelung durch BilMoG

Title: Die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nach IFRS und der Neuregelung durch BilMoG

Diploma Thesis , 2009 , 115 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jurgita Bilotaite (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sind die Unternehmen verschiedenen internen sowie externen Risikofaktoren ausgesetzt. Auch zunehmende Volatilität auf den Wertpapier-, Geld- und Devisenmärkten stellt eine Herausforderung für das Risikomanagement, indem die Risiken erkannt, bewertet und gesteuert werden. Zur Absicherung der offenen Risikopositionen werden meistens Derivate eingesetzt. Die zunehmende Anwendung der derivativen Finanzprodukte zur Absicherung (Hedging) beschränkt sich nicht nur auf die Unternehmen der Kreditwirtschaft, sondern ist auch der Regelfall bei Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen geworden. Dies führt auch zu wachsenden Problemen in der Rechnungslegung.

Die Bilanzierung und Bewertung derivativer Finanzinstrumente wird oft als eines der kompliziertesten Gebiete der Rechnungslegung bezeichnet und demzufolge intensiv diskutiert. Im Zentrum dieser Diskussionen stehen auch immer wieder die Hedge Accounting-Vorschriften. Sie sollen dazu dienen, dass die im Rahmen des Risikomanagements, meistens mit Hilfe von Derivaten,gebildeten Absicherungszusammenhänge auch entsprechend der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens im Jahresabschluss abgebildet werden können. Bei der Anwendung der außerhalb Sicherungszusammenhänge geltender Vorschriften: des sogenannten Mixed Model-Ansatzes nach IFRS, nach dem die Finanzinstrumente entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten, zum beizulegenden Zeitwert oder zu Anschaffungskosten bewertet werden; und Einzelbewertungsgrundsatzes gemäß HGB, ist oft risikoadäquate Abbildung der Hedges nicht möglich. Dies macht besondere Vorschriften erforderlich.

Mit dieser Arbeit wird das Ziel verfolgt, fundierte theoretische Überlegungen über die Anwendung der bestehenden bzw. neu eingeführten Regeln der IFRS und des Handelsrechts zur Abbildung von Sicherungsbeziehungen im Jahresabschluss von Unternehmen aufgrund vom aktuellen Literaturstand herauszuarbeiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Grundkonzeption von Sicherungsstrategien

2.1 Risikobegriff und abzusichernde Risiken

2.2 Hedging

2.3 Hedge Accounting

3 Grundlegende Merkmale und Zielsetzungen der IFRS

4 Grundsätze der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nach IFRS

4.1 Notwendigkeit der Regelungen zum Hedge Accounting

4.2 Komponenten einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39

4.2.1 Anforderungen an die gesicherten Grundgeschäfte

4.2.1.1 Zulässige Grundgeschäfte

4.2.1.2 Ungeeignete Grundgeschäfte

4.2.2 Anforderungen des IAS 39 an Sicherungsinstrumente

4.2.2.1 Zulässige Sicherungsinstrumente

4.2.2.2 Ungeeignete Sicherungsinstrumente

4.3 Formale Anforderungen an das Hedge Accounting

4.3.1 Ein Überblick

4.3.2 Designation und Dokumentation des Sicherungszusammenhangs

4.3.3 Effektivitätsmessung einer Sicherungsbeziehung

4.3.3.1 Hochwirksame Sicherungsbeziehung

4.3.3.2 Der retrospektive Effektivitätstest

4.3.3.2.1 Dollar Offset-Methode

4.3.3.2.2 Regressionsanalyse

4.3.3.2.3 Varianzreduktionsmethode

4.3.3.3 Methoden zur prospektiven Effektivitätsmessung

4.3.3.3.1 Critical Term Match

4.3.3.3.2 Historischer Abgleich

4.3.3.3 Value at Risk-Vergleich

4.3.3.3.4 Sensitivitätsanalyse

4.3.4 Hohe Eintrittswahrscheinlichkeit der zukünftigen Transaktionen

5 Verschiedene Formen des Hedge Accounting nach IAS 39

5.1 Fair Value Hedge Accounting

5.1.1 Grundkonzeption des Fair Value Hedges

5.1.2 Bilanzierung von Fair Value Hedge Accounting

5.1.2.1 Laufende Bilanzierung des Fair Value Hedges

5.1.2.2 Ein Fallbeispiel zum Fair Value Hedge Accounting

5.1.2.3 Beendigung des Fair Value Hedge Accounting

5.2 Cash Flow Hedge Accounting

5.2.1 Grundkonzeption der Cash Flow Hedges

5.2.2 Bilanzielle Abbildung des Cash Flow Hedge Accounting

5.2.2.1 Laufende Bilanzierung der Cash Flow Hedges

5.2.2.2 Fallbeispiel zum Cash Flow Hedge Accounting

5.2.2.3 Beendigung des Cash Flow Hedge Accouting

5.3 Bilanzierung von Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation

6 Ausweisvorschriften und Angabepflichten zum nach IFRS

7 Bewertungseinheiten nach der Neuregelung durch BilMoG

7.1 GoB als Grundlage bilanzieller Behandlung

7.2 Zielsetzung des BilMoG

7.3 Gesetzliche Verankerung von Bewertungseinheiten nach BilMoG

7.4 Die Bilanzierung von Bewertungseinheiten

7.4.1 Zulässige Bewertungseinheiten

7.4.2 Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten

7.4.2.1 Anforderungen an Bestandteile einer Bewertungseinheit

7.4.2.1.1 Zulässige Grundgeschäfte

7.4.2.1.2 Kreis der Sicherungsinstrumente

7.4.2.2 Durchhalteabsicht

7.4.2.3 Nachweis der Wirksamkeit einer Bewertungseinheit

7.4.2.4 Dokumentationsvorschriften

8 Rechtsfolgen der Bildung von Bewertungseinheiten

8.1 Anwendungsvorschriften

8.2 Ein Fallbeispiel: Bewertungseinheiten gemäß BilMoG

8.3 Angabepflichten im Jahresabschluss

9 Erstanwendung, Übergangsvorschriften und steuerliche Folgen

10 Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung von Sicherungsbeziehungen unter Berücksichtigung der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) sowie der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) neu eingeführten Regelungen für Bewertungseinheiten im deutschen Handelsrecht.

  • Grundkonzeption und Strategien des Hedging
  • Bilanzierung nach IAS 39 (Fair Value und Cash Flow Hedge Accounting)
  • Formale Anforderungen an Dokumentation und Effektivitätsmessung
  • Neuregelungen durch das BilMoG zur Bildung von Bewertungseinheiten
  • Rechtsfolgen und Angabepflichten im Jahresabschluss

Auszug aus dem Buch

2.1 Risikobegriff und abzusichernde Risiken

Der Begriff „Risiko“ wird entscheidungstheoretisch und finanzwirtschaftlich abgegrenzt. In der statistischen Entscheidungstheorie differenziert man zwischen Entscheidungen unter Risiken und solchen unter Unsicherheit. Von Unsicherheit wird gesprochen, wenn keine statistischen oder nur subjektive Wahrscheinlichkeiten vorliegen. „Risiko“ im entscheidungstheoretischen Sinn ist ein Unterfall der Unsicherheit, wenn sich bestimmten Umweltzuständen subjektive oder objektive Wahrscheinlichkeiten zuordnen lassen. Wenn sich überhaupt keine Wahrscheinlichkeitsaussagen treffen lassen, findet der Terminus „Ungewissheit“ Verwendung.

In der Finanzwirtschaft wird „Risiko“ in der allgemeinsten Form als jede Abweichung von einem erwarteten Ereignis definiert und bezeichnet messbare Unsicherheit. Diese Schwankungen werden als Volatilität bezeichnet und durch die Streuungsparameter Varianz oder Standardabweichung gemessen. Die Abweichungen vom Erwartungswert können entweder vorteilhaft oder nachteilig sein. Positive Abweichungen nennt man „Chance“, negative - „Risiko“, somit stehen Chance und Risiko in einer komplementären Beziehung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich der Bilanzierung derivativer Finanzinstrumente im Kontext von Hedge Accounting-Vorschriften.

2 Grundkonzeption von Sicherungsstrategien: Definition zentraler Risikobegriffe und Erläuterung der Grundlagen des Hedging und Hedge Accountings.

3 Grundlegende Merkmale und Zielsetzungen der IFRS: Erläuterung der konzeptionellen Ausgestaltung der internationalen Rechnungslegungsstandards.

4 Grundsätze der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nach IFRS: Detaillierte Analyse der Anforderungen an Grundgeschäfte, Sicherungsinstrumente sowie der formalen Dokumentation und Effektivitätsmessung.

5 Verschiedene Formen des Hedge Accounting nach IAS 39: Beschreibung der Anwendungsbereiche und Bilanzierungsmethoden von Fair Value Hedges, Cash Flow Hedges und Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation.

6 Ausweisvorschriften und Angabepflichten zum nach IFRS: Übersicht der notwendigen Informationen und Erläuterungen im Anhang des Jahresabschlusses.

7 Bewertungseinheiten nach der Neuregelung durch BilMoG: Analyse der neuen rechtlichen Rahmenbedingungen für Bewertungseinheiten im HGB nach der BilMoG-Reform.

8 Rechtsfolgen der Bildung von Bewertungseinheiten: Erörterung der bilanziellen Auswirkungen, insbesondere bezüglich der Einfrierungs- und Durchbuchungsmethode.

9 Erstanwendung, Übergangsvorschriften und steuerliche Folgen: Überblick über die regulatorischen Übergangsregelungen im Zuge des BilMoG.

10 Thesenförmige Zusammenfassung: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und der Bilanzierungspraxis.

Schlüsselwörter

Hedge Accounting, IAS 39, BilMoG, Bewertungseinheiten, Fair Value Hedge, Cash Flow Hedge, Risikomanagement, Derivate, Rechnungslegung, Bewertung, HGB, Effektivitätsmessung, Designation, Jahresabschluss, Sicherungsbeziehung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der bilanziellen Behandlung von Sicherungsgeschäften (Hedging) unter den IFRS-Standards sowie den durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz eingeführten nationalen Regelungen für Bewertungseinheiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Anforderungen an die Designation von Sicherungszusammenhängen, der Effektivitätsmessung von Hedges und der bilanziellen Abbildung dieser Vorgänge im Jahresabschluss.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, theoretische Überlegungen zur Anwendung der IFRS- und HGB-Vorschriften bei Sicherungsbeziehungen fundiert aufzuarbeiten und anhand von Beispielen zu veranschaulichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die bestehende Standards und Regelungen systematisch zusammenführt und durch praxisorientierte Fallbeispiele ergänzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Hedge-Accounting-Modelle nach IAS 39 sowie die Analyse der neuen HGB-Vorschriften zu Bewertungseinheiten durch das BilMoG.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Hedge Accounting, Fair Value Hedge, Cash Flow Hedge, BilMoG, Bewertungseinheiten, Derivate und Effektivitätsmessung.

Was ist der Unterschied zwischen Fair Value und Cash Flow Hedges?

Während Fair Value Hedges die Absicherung von Risiken bezüglich des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten oder Schulden adressieren, sichern Cash Flow Hedges zukünftige Cashflow-Schwankungen ab.

Wie unterscheidet sich die Bewertungseinheit nach BilMoG von IAS 39?

Das BilMoG führt spezifische deutsche Vorschriften für Bewertungseinheiten ein, um die bisherige Praxis der Saldierung von Risiken im HGB zu kodifizieren, während IAS 39 sehr detaillierte "Rule-Based" Anforderungen an das Hedge Accounting stellt.

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Details

Title
Die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nach IFRS und der Neuregelung durch BilMoG
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main
Grade
1,7
Author
Jurgita Bilotaite (Author)
Publication Year
2009
Pages
115
Catalog Number
V149389
ISBN (eBook)
9783668756939
ISBN (Book)
9783668756946
Language
German
Tags
Hedge Accounting Bilabzierung IFRS BilMoG
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jurgita Bilotaite (Author), 2009, Die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nach IFRS und der Neuregelung durch BilMoG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149389
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