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Chinesische Strategeme

Eine Einführung

Title: Chinesische Strategeme

Research Paper (undergraduate) , 2010 , 32 Pages , Grade: 1

Autor:in: Reto Stern (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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List ist etwas allgemein menschliches und der Katalog der 36 Listen (Strategeme) ist überregional, überzeitlich und an kein Gesellschaftssystem oder Nation gebunden. Um die Listen zu verstehen, braucht es keine Vorbildung und es ist schnell jedem klar, um was es geht. Die Konnotation der List war in der Vergangenheit und ist noch immer sehr unterschiedlich, geografisch und zeitlich gesehen. Am schnellsten in Kontakt mit Strategemen kommt man in Verhandlungen mit chinesischen Geschäftspartnern. Es stellen sich dann gleich zwei Fragen: Wem kann man trauen und wie reagiert man, wenn man das Gefühl hat, es werden Listen verwendet. In China kommt der List eine andere Bedeutung zu als im Westen und hat zugleich unterschiedliche Entsprechungen. Es kommt stark auf den Kontext an, in welchem das Wort heute gebraucht wird. So kann List als Strategem, Plan, Kriegskunst, Schachzug oder Kunstgriff übersetzt und verstanden werden. List hat im Chinesischen auch vom Zeichen her eine Doppelbedeutung und steht für List und zugleich für Weisheit. So strahlt die List in China im Glorienschein der Weisheit und im Westen wird sie verteufelt. Unter europäischen Geschäftsleuten entwickelt sich erst langsam ein Bewusstsein für ein listiges Vorgehen und es wird noch ein weiter Weg sein, um auf gleicher Augenhöhe verhandeln zu können. Die vorliegende Arbeit stellt eine Einführung dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 – Einleitung

1.1. Einleitung

1.2. Ziel der Arbeit

1.3. Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes

2 – Kulturelle Grundlagen Deutschland & China

2.1. Begriffe & Bedeutung / Verständnis 1

2.1.1. Strategie

2.1.2. List

2.1.3. Strategem

2.1.4. Moulüe

2.2. Begriffe & Bedeutung / Verständnis 2:

2.2.1. Zeit

2.2.2. Krise

3 – Strategeme / Stratageme

3.1. Liste der 36 heute bekannten Strategeme nach Prof. von Senger

3.2. Grundkategorien / Arten der Strategeme:

3.2.1. Simulation

3.2.2. Dissimulation

3.2.2. Information

3.2.4. Ausmünzung

3.2.5. Flucht

3.2.6. Hybride Strategeme

3.2.7. Strategem-Verkettung

3.3. Transfer & Erscheinungsformen

3.3.1. in der Alltagskultur

3.3.2. im Kontext von Geschäftstätgigkeiten

4 – Persönliches Fazit

5 – Literatur und Quellen

5.1. Literatur

5.2. Nachschlagewerke

5.3. Internet

5.2. Rohdaten der Google-Untersuchung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist eine einführende Darstellung der chinesischen Strategeme (Listen) sowie die Untersuchung des unterschiedlichen Verständnisses dieses Phänomens im Vergleich zwischen westlicher und chinesischer Kultur, insbesondere im Managementbereich.

  • Kulturelle Prägungen und Unterschiede im Verständnis von Zeit, Krise und Strategie.
  • Definition und Herleitung der 36 chinesischen Strategeme.
  • Kategorisierung der Strategeme nach Anwendungsweisen wie Simulation, Dissimulation und Ausmünzung.
  • Transfer der Strategeme in den Alltag und in die Geschäftswelt.
  • Reflektion über die Bedeutung von Strategemen für zwischenmenschliche Interaktionen und Verhandlungssituationen.

Auszug aus dem Buch

2.1.2. List

List ist etwas allgemein menschliches und der Katalog der 36 Listen (Strategeme) ist überregional, überzeitlich und an kein Gesellschaftssystem oder Nation gebunden (S.64, von Senger 2001). Um die Listen (Strategeme) zu verstehen, braucht es keine Vorbildung und es ist schnell jedem klar, um was es geht. Die Ursprünge der List liegen laut Dröscher in den Instinkten, die dem Kampf (der Tiere) um’s Überleben dienten (S.33, von Senger 2001). So bekommt die List eine Färbung als Mittel zur Begegnung der eigenen Ohnmacht, bzw. zur Erhaltung der Handlungsfähigkeit, die das eigene Überleben sichert.

Die Konnotation der List war in der Vergangenheit und ist noch immer sehr unterschiedlich, geografisch und zeitlich gesehen. Bereits die Bibel erwähnte positive wie negative Beispiele. Aus moral-theologischer Sicht aber steht die List diametral der Gerechtigkeit gegenüber, was wohl zur negativen Bewertung führte (S.11, Klewer 2008). Die Deutsche «List» lässt sich aber auf den Verbalstamm «lais» (wissen, lernen, erkennen) zurückführen und bedeutet ursprünglich Geschicklichkeit (S.10, Klewer 2008). Das Herkunftswörterbuch von Duden vermerkt folgende Bedeutung: «List [..] bedeutet ursprünglich Wissen und bezog sich auf die Techniken der Jagdausübung und des Kampfes, auf magische Fähigkeiten und auf handwerkliche Kunstfertigkeiten. Allmählich entwickelte List einen negativen Nebensinn und wurde im Sinne von Trick, geschickte Täuschung und Ränke gebräuchlich, beachte die Zusammenhänge Arglist und Hinterlist». Der Brockhaus führt unter „List und Tücke“ folgende Erklärung: «Die umgangssprachliche Wendung ist im Sinne von „mit viel Geschick und Schläue“ gebräuchlich: Mit List und Tücke hatten die Feuerwehrleute den Wellensittich wieder in den Käfig gebracht.». Die Wertung ist also nicht von vorneherein negativ, sondern wandelte sich im Laufe der Zeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 – Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung der chinesischen Kultur und die Relevanz der Untersuchung des Phänomens „List“ im interkulturellen Vergleich.

2 – Kulturelle Grundlagen Deutschland & China: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Strategie, List, Strategem und Moulüe und setzt diese in den Kontext unterschiedlicher kultureller Wahrnehmungen von Zeit und Krise.

3 – Strategeme / Stratageme: Dieser Hauptteil listet die 36 klassischen Strategeme auf, unterteilt sie in Grundkategorien und untersucht ihren Transfer in die Alltagskultur sowie in das Geschäftsleben.

4 – Persönliches Fazit: Der Autor reflektiert seine Erkenntnisse über die Strategeme und zieht Parallelen zwischen der Anwendung dieser Konzepte in der Geschäftswelt und im familiären Alltag.

5 – Literatur und Quellen: Ein Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur, Nachschlagewerke sowie die Rohdaten der durchgeführten Google-Recherche.

Schlüsselwörter

Strategeme, China, Liste, Strategie, Interkulturelles Management, List, Simulation, Dissimulation, Ausmünzung, Moulüe, Verhandlungstechnik, Kulturvergleich, Geschäftstätigkeit, Sunzi, Harro von Senger.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die chinesischen „Strategeme“ (Listen) als ein kulturell tief verwurzeltes Denk- und Wahrnehmungsmuster, das besonders in der chinesischen Gesellschaft und Wirtschaft eine bedeutende Rolle spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören der Vergleich zwischen westlichem und östlichem Strategieverständnis, die theoretische Einordnung der 36 Strategeme sowie deren praktische Bedeutung in Verhandlungen und im Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine einführende Darstellung der chinesischen Listen, um das Verständnis für die Perspektive der Strategieentwicklung im interkulturellen Management zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich primär auf eine literaturbasierte Analyse und Systematisierung der Schriften von Harro von Senger sowie auf eine ergänzende empirische Recherche zur Verbreitung der Begriffe mittels Suchmaschinen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil liefert eine detaillierte Liste der 36 Strategeme, unterteilt diese in Kategorien wie Simulation, Dissimulation und Ausmünzung und diskutiert den Transfer dieser Konzepte in die Moderne.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Strategeme, Interkulturelles Management, List, Moulüe, Verhandlungstechnik und chinesische Kultur geprägt.

Wie unterscheidet sich das Verständnis von „List“ zwischen dem Westen und China?

Während List im Westen oft negativ als Täuschung oder Betrug konnotiert ist, wird sie in China häufig im „Glorienschein der Weisheit“ gesehen und als legitimes Mittel zur Überwindung von Krisen und Ohnmacht betrachtet.

Welche Bedeutung hat das Konzept „Moulüe“?

Moulüe beschreibt eine Form der Metastrategie oder Supraplanung, die weit über das strategische Denken hinausgeht und die Fähigkeit bezeichnet, in grossen Zeiträumen zu planen und gleichzeitig listenkompetent zu handeln.

Was zeigt die Google-Untersuchung des Autors?

Die Untersuchung belegt eine beträchtliche aktive Auseinandersetzung mit dem Thema „Strategeme“ im Internet, wobei signifikante Unterschiede in der Anzahl der Suchergebnisse zwischen den deutschen und schweizerischen Suchmaschinen sowie zur englischen Entsprechung „Strategy“ bestehen.

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Details

Title
Chinesische Strategeme
Subtitle
Eine Einführung
College
University of Applied Management
Grade
1
Author
Reto Stern (Author)
Publication Year
2010
Pages
32
Catalog Number
V149409
ISBN (eBook)
9783640608508
ISBN (Book)
9783640608829
Language
German
Tags
China Strategem Strategeme Listen Strategie Strategemata
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Reto Stern (Author), 2010, Chinesische Strategeme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149409
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