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Zur Anwendung der Fair Value Option

Analyse und Würdigung der Berichterstattung ausgewählter internationaler Kreditinstitute

Titel: Zur Anwendung der Fair Value Option

Seminararbeit , 2010 , 32 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Stefan Menk (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die internationale Rechnungslegung erhebt vor Allem den Anspruch,
entscheidungsnützliche Informationen für gegenwärtige und mögliche
zukünftige Investoren bereitzustellen, um Investitions-, Desinvestitions- und Allokationsentscheidungen treffen zu können. Da die Bewertung von Finanzinstrumenten unterschiedlichen Methoden unterliegt, können hier wirtschaftlich nicht berechtigte Volatilitäten der Jahresergebnisse auf Grund von Inkongruenzen zwischen einzelnen Positionen der Bilanz auftreten. Im Rahmen dieser Überlegung, sowie unter dem Gesichtspunkt einer Vereinfachung der Rechnungslegung besteht seit 2005 die Möglichkeit, unter bestimmten Umständen nahezu jeden finanziellen Vermögenswert im Rahmen der Fair Value Option mit Marktwert zu bilanzieren.
Im Rahmen dieser Arbeit ist zu untersuchen, in welchem Umfang und mit welchen Begründungen internationale Kreditinstitute bei welchen Klassen von Finanzinstrumenten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen und wie diese Bilanzpolitiken sowie die Berichterstattungen vor dem Hintergrund der Zielsetzungen der internationalen Rechnungslegung zu würdigen sind.
Zunächst werden daher im folgenden Kapitel 2 mit einer Schilderung der Regelung der FVO nach IAS 39 und der Vorschriften zur Offenlegung weiterer Informationen zu entsprechend designierten Finanzinstrumenten nach IFRS 7 die notwendigen Standards vorgestellt. Daran anschließend werden die Grundlagen der Arbeit mit einem Überblick über die betrachteten
Kreditinstitute und der Einführung der Würdigungskriterien vervollständigt.
Im Kapitel 3 werden dann die unterschiedlichen FVO-Portfolien der
betrachteten Banken aufgegliedert anhand der unterschiedlichen Instrumente und Begründungszusammenhänge analysiert.
Schließlich werden diese Klassifizierung im Kapitel 4 problemorientiert anhand einzelner Aspekte diskutiert und vor dem Hintergrund der in Kapitel 2 definierten Kriterien informationseffizienter Rechnungslegung gewürdigt,
bevor eine abschließende Betrachtung folgt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 Die Fair Value Option nach IAS 39

2.2 Offenlegungsvorschriften für Finanzinstrumente nach IFRS 7

2.3 Die betrachteten Kreditinstitute

2.4 Kriterien für eine Würdigung der Rechnungslegung

3 Analyse der Nutzung und Offenlegung der FVO bei den betrachteten Banken

3.1 Überblick über die Nutzung der FVO bei den betrachteten Banken

3.2 Kredite, Kreditzusagen und Kundeneinlagen

3.3 Anleihen und andere verzinsliche Anlagen und Verbindlichkeiten

3.4 Aktien und andere erfolgsabhängige Anlagen

3.5 Reverse-Repos und Wertpapierleihgeschäfte

3.6 Sonstige Anlagen und Verbindlichkeiten

4 Würdigung der Berichterstattung über die Nutzung der FVO bei den betrachteten Kreditinstituten vor dem Hintergrund der IFRS- Zielsetzungen

4.1 Vorgehen bei der Würdigung der FVO- Berichterstattung

4.2 Angemessenheit des Umfangs der Berichterstattung im Vergleich zur Bedeutung der Geschäftsfelder

4.3 Problematik eigener Schulden

4.4 Wertermittlung bei nicht börsengängigen Finanzinstrumenten

4.5 Erkennbarkeit der Strategien und Ziele der Geschäftsleitung

4.6 Sonstige zu würdigende Aspekte

5 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, in welchem Umfang internationale Kreditinstitute die Fair Value Option (FVO) nach IAS 39 nutzen, und würdigt die Qualität der damit verbundenen Berichterstattung vor dem Hintergrund der IFRS-Zielsetzungen und der Anforderungen an eine entscheidungsnützliche Rechnungslegung.

  • Analyse der Nutzungsintensität der FVO bei acht ausgewählten europäischen Großbanken.
  • Untersuchung der Bilanzierung verschiedener Anlage- und Finanzierungsinstrumente unter der FVO.
  • Bewertung der Transparenz und Qualität der Angaben im Vergleich zu den Anforderungen von IFRS 7.
  • Diskussion der Problematik bei der Bewertung eigener Schulden und der Wertermittlung nicht börsengängiger Finanzinstrumente.

Auszug aus dem Buch

3.1 Überblick über die Nutzung der FVO bei den betrachteten Banken

Das folgende Kapitel analysiert die Nutzung der Fair Value Option bei den betrachteten Banken. Dabei wird zunächst ein Überblick über den quantitativen Umfang der Nutzung gegeben. Anschließend werden die einzelnen Produktkategorien, auf die in der Praxis die FVO angewendet wird, dargestellt. Hierbei wird soweit möglich auch auf die dargelegten Begründungen zum Einsatz der FVO Bezug genommen. Eine Gliederung nach Begründungen für die Designierung wäre an dieser Stelle evtl. noch übersichtlicher. Diese Systematik ließe sich aber auf Grund teilweise unzureichender Informationen in den Jahresabschlüssen nicht konsequent durchhalten.

Grundlage der Betrachtung sind die IFRS-Konzernbilanzen der Jahre 2007 und 2008 der in Kapitel 2.3 vorgestellten Kreditinstitute. Dabei wird deutlich, dass sich bereits der Gesamtumfang der aktivischen wie auch passivischen Nutzung, als Anteil an der Bilanzsumme gemessen, zwischen den Banken erheblich unterscheidet. Die quantitativen Angaben in den folgenden Teilkapiteln werden in den meisten Fällen als prozentualer Anteil des Fair Value-Options-Portfolios der betrachteten Bank gemacht, um die relative Bedeutung der Anlage- und Finanzierungsinstrumente innerhalb dieser Bewertungsklasse zu verdeutlichen. Die Bedeutung für das Unternehmen insgesamt lässt sich darüber hinaus nur in Verbindung mit den im Folgenden dargestellten unterschiedlichen Gesamtvolumina der FVO-Finanzinstrumente abschätzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Anwendung und Berichterstattung der Fair Value Option bei internationalen Kreditinstituten vor dem Hintergrund der IFRS-Zielsetzungen zu untersuchen und zu bewerten.

2 Grundlagen: Hier werden die regulatorischen Rahmenbedingungen, insbesondere die Regelungen zur FVO nach IAS 39 sowie die Offenlegungspflichten nach IFRS 7, sowie die Auswahl der betrachteten Kreditinstitute und die Bewertungskriterien eingeführt.

3 Analyse der Nutzung und Offenlegung der FVO bei den betrachteten Banken: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte quantitative Analyse der FVO-Nutzung, gegliedert nach verschiedenen Produktkategorien wie Krediten, Anleihen, Aktien sowie Reverse-Repos.

4 Würdigung der Berichterstattung über die Nutzung der FVO bei den betrachteten Kreditinstituten vor dem Hintergrund der IFRS- Zielsetzungen: In diesem zentralen Kapitel wird die Qualität der Berichterstattung der Banken anhand der zuvor definierten Kriterien wie Entscheidungsnützlichkeit, Transparenz und Einhaltung von Standards punktbasiert evaluiert.

5 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und zeigt den deutlichen Verbesserungsbedarf bei der Transparenz der Rechnungslegung zur Fair Value Option auf.

Schlüsselwörter

Fair Value Option, FVO, IFRS, Rechnungslegung, Kreditinstitute, IAS 39, IFRS 7, Bilanzierung, Finanzinstrumente, Investoren, Transparenz, Entscheidungsnützlichkeit, Geschäftsberichte, Bewertungsinkongruenzen, Finanzberichterstattung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Anwendung der Fair Value Option (FVO) bei großen europäischen Banken und bewertet, wie transparent und entscheidungsnützlich die diesbezügliche Berichterstattung in deren Geschäftsberichten ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Klassifizierung von Finanzinstrumenten zur Fair-Value-Bewertung, die Einhaltung der IFRS-Offenlegungsvorschriften (insb. IFRS 7) sowie die Qualität der Erläuterungen zu Bilanzierungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu prüfen, inwieweit internationale Kreditinstitute bei der Nutzung der FVO den Anforderungen an eine qualitativ hochwertige und für Investoren entscheidungsnützliche Rechnungslegung entsprechen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor führt eine systematische Analyse von Geschäftsberichten von acht internationalen Banken durch und bewertet deren Berichterstattung anhand eines selbst entwickelten Punktesystems, das auf den IFRS-Zielsetzungen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der FVO-Nutzung nach Produktklassen sowie eine problemorientierte Würdigung der Berichterstattungsqualität zu Themen wie der Bewertung eigener Schulden und der Wertermittlung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Fair Value Option, IFRS, Finanzinstrumente, Transparenz der Berichterstattung und Entscheidungsnützlichkeit definiert.

Wie schneiden die untersuchten Banken insgesamt ab?

Die Ergebnisse zeigen große Unterschiede: Während einige Institute eine transparente Berichterstattung bieten, gibt es bei anderen erheblichen Verbesserungsbedarf, wobei der Durchschnitt der erreichten Punkte nur als „gerade ausreichend“ bewertet wird.

Warum ist die Bilanzierung „eigener Schulden“ unter der FVO problematisch?

Die Problematik besteht darin, dass bei einer Verschlechterung der eigenen Bonität ein künstlicher Ertrag entstehen kann, was die Erfolgslage verzerrt darstellt und die interperiodische Vergleichbarkeit für Investoren erschwert.

Welche Rolle spielt die Wertermittlung bei nicht börsengängigen Instrumenten?

Da für solche Instrumente keine Marktpreise vorliegen, müssen Modelle (Mark-to-Model) genutzt werden; die Arbeit betont, dass hier eine hohe Transparenz über die verwendeten Methoden für die Nachvollziehbarkeit entscheidend ist.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zur Anwendung der Fair Value Option
Untertitel
Analyse und Würdigung der Berichterstattung ausgewählter internationaler Kreditinstitute
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Professur Korn)
Veranstaltung
Seminar "Probleme der Rechnungslegung von Banken nach IFRS" im Rahmen des Masterstudiengangs "Finanzen, Rechnungswesen, Steuern"
Note
1,0
Autor
Stefan Menk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
32
Katalognummer
V149430
ISBN (eBook)
9783640599691
ISBN (Buch)
9783640600151
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fair Value Option Marktbewertung Kreditinstitute Banken FVO Konzernrechnungslegung Geschäftsberichte IAS 39 Internationale Rechnungslegung IFRS Rechnungslegung Jahresabschluss Empirie empirisch Finanzinstrument Kreditinstitut Finanzinstitut Bank Rechnungswesen Geschäftsbericht IAS IASB
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Menk (Autor:in), 2010, Zur Anwendung der Fair Value Option, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149430
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Leseprobe aus  32  Seiten
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