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Was ist und kann Morphologie?

Titel: Was ist und kann Morphologie?

Hausarbeit , 2023 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Malin Helbing (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie ist die interne Struktur von Wörtern und Wortformen konstruiert und wie werden neue Wörter gebildet?

Die Morphologie beschäftigt sich mit der Bildung und Veränderung von Wörtern und untersucht, wie Wörter aus kleinsten Bausteinen wie Stämmen und Affixen zusammengesetzt werden und wie neue Wörter entstehen. Sie wird in zwei Hauptbereiche unterteilt: die Flexion (Bildung von Wortformen) und die Wortbildung (Schaffung neuer Wörter). Die Arbeit behandelt zunächst die historische Entwicklung der Morphologie als wissenschaftliches Konzept und definiert die Ziele der morphologischen Forschung. Sie diskutiert den Wortschatz des Deutschen und verschiedene Definitionen des Begriffs “Wort”.

Weiterhin werden die grundlegenden Bausteine der Morphologie, wie Morphe, Morpheme und Allomorphe, analysiert, sowie der Unterschied zwischen einem Morphem und einem Morph. Die wichtigsten Wortbildungsverfahren in der Morphologie werden ebenfalls behandelt.

Das Ziel der Arbeit besteht darin, die Bedeutung der Morphologie als Teildisziplin der Sprachwissenschaft zu unterstreichen, grundlegende Begriffe zu definieren und anhand von Beispielen zu zeigen, warum Verfahren zur Bestimmung von Wörtern wichtig sind. Zudem sollen die Inhalte des Seminars Morphologie aufgearbeitet und vertieft werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklungsgeschichte der Morphologie

3. Der Wortschatz des Deutschen

3.1 Das Lemma

3.2 Was definiert ein Wort als Wort?

4. Wortbausteine der Morphologie: Morphe, Morpheme und Allomorphe

4.1 Wortbildung: Komposition

4.2 Derivation und Kurzwortbildung

4.3 Flexion

5. Neologismen

6. Ziele der morphologischen Forschung

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der Bedeutung der Morphologie als linguistische Teildisziplin. Das primäre Ziel ist es, die interne Struktur von Wörtern und Wortformen zu untersuchen, grundlegende morphologische Begriffe zu definieren und die Mechanismen der Wortbildung und Flexion anhand von Beispielen zu veranschaulichen.

  • Historische Entwicklung der morphologischen Forschung
  • Definition des Wortbegriffs in verschiedenen theoretischen Ansätzen
  • Unterscheidung von Morphen, Morphemen und Allomorphen
  • Methoden der Wortbildung (Komposition und Derivation)
  • Prozesse der Wortartenveränderung durch Flexion und Neologismen

Auszug aus dem Buch

4. Wortbausteine der Morphologie: Morphe, Morpheme und Allomorphe

In diesem Kapitel werden die Wortbausteine der Morphologie herausgearbeitet und es wird erklärt, was der Unterschied zwischen einem Morph, Morphem und Allomorph ist.

In der Phonologie gibt es die kleinsten sprachlichen Einheiten, die Phone, die für einen Bedeutungsunterschied sorgen (vgl. Schäfer 2018: 161). In der Morphologie dagegen geht es um die kleinsten bedeutungstragenden Einheiten, die Morphe. Morphe sind konkrete sprachliche Einheiten, die wie Phone abstrakten Einheiten zugeordnet werden können, nämlich den Morphemen (vgl. Sahel/Vogel 2013: 10). Klabunde (2018: 90) definiert ein Morphem wie folgt:

„Ein Morphem ist eine abstrakte Einheit, und zwar die kleinste Einheit, die eine lexikalische oder grammatische Bedeutung trägt.“

Ein Morphem ist also eine der kleinsten bedeutungstragenden Einheiten, die sich durch Segmentierung (Zerlegung) von Wörtern ermitteln lassen können (Glück/Rödel 2016: 70). Durch die Zerlegung von Wörtern können wir diese Morphe identifizieren. Ein Beispiel dafür ist das Wort „Kind“. Dieses kann nicht weiter in kleinere Bedeutungseinheiten zerlegt werden, während Kinder aus zwei Morphen besteht: dem Stamm „Kind“ und dem Pluralmorphem „en“ (vgl. Pittner 2016: 59).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Morphologie ein, stellt die Forschungsfrage nach der Struktur von Wörtern und beschreibt den Aufbau der Arbeit.

2. Entwicklungsgeschichte der Morphologie: Das Kapitel beleuchtet den Ursprung des Begriffs „Morphologie“ von Goethe bis hin zur Etablierung in der Sprachwissenschaft durch August Schleicher.

3. Der Wortschatz des Deutschen: Es wird die Dynamik des deutschen Wortschatzes, die Abgrenzung von Fremd- und Lehnwörtern sowie die begriffliche Definition des Wortes untersucht.

4. Wortbausteine der Morphologie: Morphe, Morpheme und Allomorphe: Dieser Teil definiert die kleinsten bedeutungstragenden Einheiten und erklärt Wortbildungsprozesse (Komposition, Derivation) sowie die Flexionsregeln.

5. Neologismen: Das Kapitel analysiert Voraussetzungen und Frequenz von Neubildungen im Wortschatz sowie deren Integration in das allgemeine Sprachgut.

6. Ziele der morphologischen Forschung: Hier wird der Fokus auf das systemische Verständnis morphologischer Operationen und deren Interaktion mit anderen linguistischen Ebenen gelegt.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur Konstruktion neuer Wörter und die Bedeutung morphologischer Prozesse für das Sprachverständnis zusammen.

Schlüsselwörter

Morphologie, Morphem, Morph, Allomorph, Komposition, Derivation, Flexion, Neologismus, Wortbildung, Sprachwissenschaft, Linguistik, Lemma, Wortschatz, Konjugation, Deklination.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Grundlagen der Morphologie und erforscht, wie Wörter und Wortformen im Deutschen strukturiert sind und gebildet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Morphologie, die Definition des Wortbegriffs, Wortbildung und Flexion sowie die Entstehung von Neologismen.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Die Arbeit möchte klären, wie die interne Struktur von Wörtern konstruiert ist und nach welchen Mechanismen neue Wörter entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse auf Basis existierender fachwissenschaftlicher linguistischer Literatur durchgeführt, um morphologische Prozesse zu systematisieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Wortbausteine (Morpheme), Verfahren wie Komposition und Derivation, die verschiedenen Flexionskategorien sowie die Dynamik des Wortschatzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Morphologie, Morphem, Wortbildung, Komposition, Derivation, Flexion, Neologismus und linguistische Analyse.

Was unterscheidet ein Morphem von einem Morph?

Das Morphem ist die abstrakte, kleinste bedeutungstragende Einheit, während das Morph die konkrete, tatsächlich in der Sprache vorkommende Realisierung dieser Einheit darstellt.

Warum gibt es keine einheitliche Definition des Begriffs „Wort“?

Wie die Arbeit aufzeigt, ist der Begriff abhängig vom theoretischen Ansatz, etwa dem graphematischen, phonetischen oder morphologischen, weshalb eine universelle Definition schwierig ist.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Was ist und kann Morphologie?
Hochschule
Universität Münster  (Germanistisches Institut)
Veranstaltung
Morphologie
Note
1,0
Autor
Malin Helbing (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
18
Katalognummer
V1494581
ISBN (PDF)
9783389054345
ISBN (Buch)
9783389054352
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Morphologie Komposition Flexion Neologismen Lemma Derivation Kurzwortbildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Malin Helbing (Autor:in), 2023, Was ist und kann Morphologie?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1494581
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Leseprobe aus  18  Seiten
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