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Wandel der Familie

Folgen für die Sozialisation der Kinder

Title: Wandel der Familie

Term Paper , 2010 , 18 Pages , Grade: "-"

Autor:in: Maxim Miller (Author)

Sociology - Relationships and Family
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1 Einleitung

Was könnte besser und schöner sein als eine glückliche Familie, lebend am Rande der Erde mit ihren kleinen Freuden des Lebens. Schon in der Zeit der Renaissance entwic-kelte sich ein Idealtyp der Gesellschaft, das Bild „...des natürlichen Miteinanders von Eltern und Kindern“ .
Doch was können wir in der heutigen Zeit über diese Utopie sagen? In den Medien ist ständig die Rede von Scheidungen, Wiederverheiratungen, sinkenden Geburtenrate und neuen Beziehungsformen, wie z.B. homosexuelle Partnerschaften. Man müsste sich kritisch mit diesem Thema auseinandersetzen, denn in der vorindustriellen Zeit existier-ten auch Vorstellungen einer Drei-Generationen-Familie, als typische und meist ver-breitete Familienform. Später jedoch wurde diese Theorie widerlegt, denn die geringe Lebenswahrscheinlichkeit und hohe Sterblichkeit der Kinder verhinderten die Bildung eine Großfamilie. Fakt ist aber, dass sich die Familie bzw. die Familienstruktur in ge-schichtlichen Kontext verändert hat. Doch in wie weit hat sich der Sozialisationsprozess verändert? Wird er nicht dadurch gestört?

In dieser Hausarbeit möchte ich mich mit der Veränderung der Familienstruktur, die gleichzeitig die Sozialisation beeinflusst, die wiederum die gesamtgesellschaftliche Entwicklung lenkt, auseinandersetzten und herausfinden was diese Veränderung für die Sozialisation des Kindes bedeutet. Denn die Familie ist die wichtigste Sozialisationsin-stanz, in der das Kind zum ersten Mal erfährt was das Gute und Böse ist. Hierbei ver-wende ich das Buch „Familie heute. Wandel der Familienstrukturen und Folgen für die Erziehung“ von Rosemarie Have-Herz. Zu beachten ist aber, dass dieses Thema sehr komplex ist und ich nur einen groben Überblick in dieser Hausarbeit darstellen kann.

Der Aufbau des vorliegenden Textes sieht wie folgt aus: Nach eine kurzen Definition der wichtigsten Begriffe wird im Kapitel drei die Familie als Sozialisationsinstitution in groben Zügen beschrieben. Im Anschluss daran widmet sich das vierte Kapitel dem Hauptthema dieser Hausarbeit, dem Wandel der Familie und den Folgen für die Soziali-sation. Schließlich werden im fünften Kapitel die zentralen Aussagen und Feststellun-gen der vorliegenden Arbeit in konzentrierter Form zusammengefasst.

2 Definition
2.1 Familie
In der Soziologie bezeichnet die Familie verschiedene Ansichten und Zusammenset-zungen einer familialen Lebensform, die mindestens zwei Generationen umfasst. Au-ßerdem weist sie einen dauerhaften Zusammenh

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition

2.1 Familie

2.2 Sozialisation

3 Familie als primäre Sozialisationsinstanz

4 Wandel der Familie und die Folgen für die Sozialisation

4.1 Die Entstehung der modernen Kleinfamilie

4.2 Wandel der Familienstruktur und die Folgen für die Sozialisation

4.3 Neue Familienformen und die Folgen für die Sozialisation

4.3.1 Ein-Eltern-Familien

4.3.2 Stieffamilien

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen und strukturellen Wandel der Familie und analysiert dessen Auswirkungen auf den Sozialisationsprozess von Kindern. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie sich veränderte Familienstrukturen und Erziehungsmuster auf die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes auswirken und inwieweit diese Veränderungen als Gefährdung oder als Anpassungsprozess zu bewerten sind.

  • Soziologische Definitionen von Familie und Sozialisation
  • Die Rolle der Familie als primäre Sozialisationsinstanz
  • Historische Entwicklung von der patriarchalischen zur Kleinfamilie
  • Auswirkungen neuer Familienformen wie Ein-Eltern-Familien und Stieffamilien
  • Diskussion von Erziehungsstilen und der ökonomischen Lage der Familie

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Entstehung der modernen Kleinfamilie

Die Forschungen der Familiensoziologie haben bewiesen, dass keine andere gesellschaftliche Institution im der Zeit der Industrialisierung sich so stark verändert hat wie die Familie. Die patriarchalische Familie hat im damaligen Gesellschaftsumbruch jede Möglichkeit verloren zu überleben. Diese hatte damals dieselben Strukturgesetze wie das herrschaftliche Gesellschaftssystem. Da die Familie von dem wirtschaftlichen und gesamtgesellschaftlichen Wandel abhängig ist, musste sie ihre Strukturen und Aufgaben neu bestimmen. In der vorindustriellen Zeit war das patriarchalische Haus eine Haushalts-, eine Versorgungs- und eine Betriebsgemeinschaft. Mit der kommenden Industrialisierung wurde jedoch immer mehr Funktionen an die Öffentlichkeit abgegeben. Somit verlor die Familie an ihrer wirtschaftlichen Eigenständigkeit und der Wohnbereich sowie das Erwerbsleben wurden voneinander getrennt.

Die Folgen der Differenzierung der Gesellschaft sind aber weitreichender. Je mehr Funktionen an gesellschaftliche Institutionen abgegeben wurde, desto mehr wurde der Innenbereich der Familie bedroht. Der Differenzierung entsprach also die Desintegration der Familie, als Ausdruck der Auflösung eines sozialen Zusammenhalts innerhalb der Familie. Die Familie ist auf die kleinste Einheit zusammengeschrumpft, wobei die persönlichen Beziehungen, Gefühle, intime Gemeinschaft der Partner und die individuelle Selbständigkeit jedes Familienmitgliedes in den Vordergrund getreten ist. Die patriarchalische Familie veränderte sich also zu einer partnerschaftlichen Familie, die eine Veränderung der väterlichen Autorität und die Zunahme des familiären Gewichts der Frau mit sich brach.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Familienwandels ein und begründet die Relevanz der Familie als wichtigste Sozialisationsinstanz für die Entwicklung des Kindes.

2 Definition: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen durch die soziologische Definition von Familie als Lebensgemeinschaft sowie Sozialisation als lebenslangen Anpassungsprozess.

3 Familie als primäre Sozialisationsinstanz: Hier wird erläutert, wie Eltern als Vermittler zwischen Gesellschaft und Kind fungieren und welchen Einfluss die familiäre Beziehungsqualität auf das Urvertrauen und die Persönlichkeitsbildung hat.

4 Wandel der Familie und die Folgen für die Sozialisation: Das Kernkapitel analysiert den historischen Übergang zur Kleinfamilie, moderne Individualisierungsprozesse sowie die spezifischen Auswirkungen von Ein-Eltern-Familien und Stieffamilien auf die Entwicklung der Kinder.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Familienwandel nicht pauschal negativ ist, sondern die Qualität der Beziehung und die Stabilität des Umfelds entscheidender sind als die reine Familienform.

Schlüsselwörter

Familie, Sozialisation, Familienstruktur, Kleinfamilie, Sozialisationsinstanz, Kindesentwicklung, Eltern-Kind-Beziehung, Familienwandel, Individualisierung, Erziehungsstil, Ein-Eltern-Familie, Stieffamilie, Rollenstruktur, Industrialisierung, Lebensform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem soziologischen Wandel der Familienstrukturen in der modernen Gesellschaft und untersucht, wie diese Veränderungen die Sozialisation und die Entwicklung von Kindern beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit beleuchtet die Definition von Familie und Sozialisation, die Bedeutung der Eltern-Kind-Beziehung, den historischen Wandel zur modernen Kleinfamilie sowie die Auswirkungen neuer Familienkonstellationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist herauszufinden, ob der Wandel der Familienstruktur tatsächlich eine Gefährdung für die Sozialisation darstellt oder ob Kinder in veränderten Familienformen ebenfalls erfolgreich heranwachsen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf familiensoziologischen Ansätzen, erziehungswissenschaftlicher Forschung und der Analyse bestehender Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Ursachen für den Familienwandel (Industrialisierung), den Einfluss der ökonomischen Lage, Erziehungsstile sowie die Herausforderungen und Chancen in Ein-Eltern-Familien und Stieffamilien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Familienwandel, Sozialisationsinstanz, Kleinfamilie, Rollenstruktur und individuelle Persönlichkeitsentwicklung.

Warum wird die Mutterrolle in der Arbeit gesondert betrachtet?

Die Arbeit geht auf die zunehmende Erwerbstätigkeit von Müttern ein und widerlegt die Annahme, dass eine primäre Bindung zur Mutter in dieser Form ein unumstößliches Naturgesetz sei, da sie historisch in vielen traditionellen Haushalten anders organisiert war.

Welche Rolle spielen Stieffamilien bei der Sozialisation von Kindern?

Stieffamilien sind durch fehlende Rollendefinitionen gekennzeichnet, was zu Verunsicherungen bei Kindern führen kann. Die Arbeit betont, dass diese Familienform jedoch erfolgreich sein kann, wenn sie sich von Vergleichen mit der klassischen Kernfamilie löst.

Welches Fazit zieht der Verfasser zur Auswirkung von Scheidungen auf das Kind?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass nicht die Trennung der Eltern selbst das Hauptproblem darstellt, sondern Faktoren wie die Qualität der Beziehung, die ökonomische Lage und die Vorbereitung des Kindes auf die neue Lebenssituation.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der "neuen Väter"?

Die Arbeit stellt fest, dass Väter heute stärker in den Familienalltag einbezogen sind, jedoch die Berufsrolle weiterhin einen hohen Stellenwert in der Vater-Rolle einnimmt, weshalb eine vollständige Entdifferenzierung noch nicht abgeschlossen ist.

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Details

Title
Wandel der Familie
Subtitle
Folgen für die Sozialisation der Kinder
College
University of Koblenz-Landau
Grade
"-"
Author
Maxim Miller (Author)
Publication Year
2010
Pages
18
Catalog Number
V149469
ISBN (eBook)
9783640599783
ISBN (Book)
9783640600182
Language
German
Tags
wandel der familie wandel familie scheidung sozialisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maxim Miller (Author), 2010, Wandel der Familie , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149469
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