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Die Politik der Päpste gegenüber den Juden im Mittelalter

Título: Die Politik der Päpste gegenüber den Juden im Mittelalter

Trabajo de Seminario , 2018 , 13 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Bithleem Maria Sagiroglou (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema "Die Politik der Päpste gegenüber den Juden". Hierbei zu berücksichtigen, ist die Leitfrage, inwieweit die Sicut-Judaeis-Bullen des 12. und 13. Jahrhunderts – bis hin zum Ausbruch der Großen Pest – an Bedeutung gewannen. Somit soll die These, dass die Sicut-Judaeis-Bullen die essenzielle Basis für Clemens VI. spätere Judenschutzversuche während der Pest darstellten, untersucht werden.

Amtierende Päpste sahen es als ihre Pflicht an, bedrohte Judengemeinschaften unter ihren Schutz zu nehmen. Dabei verliehen sie ihrer Schutzherrschaft in der sogenannten Sicut-Judaeis-Bulle Ausdruck: Einer päpstlichen Bulle, in welcher Christen vor allem Ermordungen und Zwangstaufen an Juden verboten wurden. Die erste – von Papst Calixtus II. im Jahr 1120 verfasste – Bulle wurde in einer langen Tradition von dessen Nachfolgern über Jahrhunderte hinweg zum Schutz der Juden erneuert.

Vorab werden die verwendeten Quellen erwähnt und erläutert werden; daran anschließend wird der Einstieg in das Thema mit den Anfängen der Papstbullen im 11. Jahrhundert gestaltet werden; die Siegelbullen werden mit ihrem Vorgänger – dem Ringsiegel – verglichen werden. Darauffolgend wird erläutert, wie es um die Juden im Kirchenrecht stand; es wird in zwei Unterpunkten einerseits auf die kirchliche Abgrenzungspolitik und andererseits auf die päpstliche Schutzpolitik mithilfe der Sicut-Judaeis-Bulle eingegangen werden. Der Quellenvergleich der Bullen Alexander III. und Innozenz III. soll zeigen, welche bedeutsame Rolle die Sicut-Judaeis-Bullen für die päpstliche Schutzpolitik gegenüber den Juden spielten. Nachfolgend wird auf Clemens VI. Judenpolitik während der Pestjahre näher eingegangen werden. Schließlich wird in dem Fazit zusammenfassend ein Ergebnis zu der oben genannten These formuliert werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das 11. Jahrhundert: Die Anfänge der Papstbullen

3. Die Juden im Kirchenrecht

3.1. Die kirchliche Abgrenzungspolitik

3.2. Die päpstliche Schutzpolitik – Die Sicut-Judaeis-Bulle

4. Quellenvergleich: Die Bullen Alexander III. und Innozenz III.

5. Clemens VI. Judenpolitik während der Pestjahre - Das Rundschreiben Quamvis Perfidiam

6. Fazit

7. Quellen- und Literaturverzeichnis

7.1 Quellenverzeichnis

7.2 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die päpstliche Politik gegenüber den Juden im Mittelalter, mit dem zentralen Fokus auf die Bedeutung der Sicut-Judaeis-Bullen. Dabei soll ergründet werden, inwieweit diese Bullen als essenzielle Grundlage für die Schutzbemühungen von Papst Clemens VI. während der Großen Pest dienten.

  • Entwicklung und Bedeutung der päpstlichen Siegelbullen
  • Stellung der Juden im kirchlichen Recht und Abgrenzungspolitik
  • Quellenanalyse der Bullen von Alexander III. und Innozenz III.
  • Die Rolle von Clemens VI. während der Pestjahre
  • Das Verhältnis von kirchlicher Schutztradition und gesellschaftlichem Druck

Auszug aus dem Buch

3. Die Juden im Kirchenrecht

In der kirchlichen Politik gegenüber den Juden herrschte der Grundgedanke, man habe die Konversion vom Christen- zum Judentum unter allen Umständen zu verhindern, was zum Verbot der sogenannten „Tisch- und Ehegemeinschaften“ mit Juden führte: das Verbot mit Juden zu speisen bzw. eine Ehe eingehen zu dürfen. Zusätzlich dazu war es Juden strengstens untersagt, christliche Sklaven zu halten und öffentliche Ämter bekleiden zu dürfen. Zwar wurde auf der einen Seite den Juden – als nichtchristliche Gemeinschaften – eine friedliche Co-Existenz in christlichen Gesellschaften eingestanden; dennoch wurde der Fokus dominierend auf die Isolation und die rechtliche Benachteiligung gelegt.

Juden war es außerdem an Kartagen untersagt in die Öffentlichkeit zu treten da es unter ihnen einige gäbe, die sich über die Opferung Jesu Christi lustig machen würden; dies sei strengstens von der Kirche vorzubeugen. Darauf basierend wurde nachträglich in den Beschlüssen des IV. Laterankonzils folgendes festgehalten: „An den Kartagen […] sollen sie keinesfalls in die Öffentlichkeit ausgehen, weil einige von ihnen […] sich nicht scheuten, die Christen zu verspotten, die […] Zeichen der Trauer trugen. Das aber wollen wir aufs strengste verhindern.“

Wie bereits flüchtig bemerkt wurden die Maßnahmen aus früheren Konzilen in dem Beschluss des IV. Laterankonzils 1215 unter dem Papst Innozenz III. erneut aufgegriffen und durch eine zusätzliche Kleidervorschrift verschärft: Juden sollen sich von Christen mit Hilfe ihrer Kleidung abheben um so unerlaubten Beziehungen zwischen Juden und Christen vorzubeugen; aus Angst um das Seelenheil der Christen erfolgte daher die Kennzeichnung mit Hilfe eines gelben Rings an den Kleidungsstücken. Im IV. Laterankonzil heißt es dazu: „[…] Damit also den Ausschweifungen einer so abscheulichen Vermischung in Zukunft die die Ausflucht des Irrtums abgeschnitten werde, bestimmen wir, daß Juden […] beiderlei Geschlechts in jeder christlichen Provinz und zu jeder Zeit sich durch die Art ihres Gewandes öffentlich von der übrigen Bevölkerung unterscheiden sollen […].“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der päpstlichen Judenschutzpolitik und formuliert die Leitfrage nach der Bedeutung der Sicut-Judaeis-Bullen sowie die zu prüfende These.

2. Das 11. Jahrhundert: Die Anfänge der Papstbullen: Dieses Kapitel erläutert den Übergang vom Ringsiegel zur zweiseitig geprägten Metallbulle als amtliches Kennzeichen päpstlicher Dokumente.

3. Die Juden im Kirchenrecht: Es werden die kirchliche Abgrenzungsstrategie und die Schutzpolitik gegenüber Juden analysiert, wobei besonders die diskriminierenden Beschlüsse des IV. Laterankonzils und die Sicut-Judaeis-Bulle hervorgehoben werden.

4. Quellenvergleich: Die Bullen Alexander III. und Innozenz III.: Das Kapitel stellt Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden päpstlichen Bullen gegenüber und verdeutlicht die unterschiedliche Intention der Päpste.

5. Clemens VI. Judenpolitik während der Pestjahre - Das Rundschreiben Quamvis Perfidiam: Der Fokus liegt auf den Schutzbemühungen von Clemens VI. für jüdische Gemeinden während der Pest und der Argumentation im Rundschreiben Quamvis Perfidiam.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Sicut-Judaeis-Bullen als Traditionsschatz zusammen und bilanziert, dass die Schutzversuche während der Pest aufgrund der allgemeinen gesellschaftlichen Instabilität nur bedingt wirkten.

7. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der im Werk verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Papstbullen, Sicut-Judaeis-Bulle, Kirchenrecht, Judenschutz, Clemens VI., Große Pest, IV. Laterankonzil, Quellenvergleich, Alexander III., Innozenz III., Quamvis Perfidiam, Mittelalter, Antisemitismus, Verfolgung, Schutztradition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung der päpstlichen Schutzdiplome für jüdische Gemeinschaften im Mittelalter.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Entwicklung päpstlicher Siegel, das kirchliche Judenrecht, der Vergleich spezifischer Schutzbullen sowie die politische Rolle der Päpste in Krisenzeiten wie der Pest.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage prüft, inwieweit die Sicut-Judaeis-Bullen als essenzielle Grundlage für Clemens VI. dienten, um Juden während der Welle der Gewalt zur Zeit der Großen Pest zu schützen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert primär auf einer historischen Analyse von Primärquellen, ergänzt durch einen vergleichenden methodischen Ansatz der Bullen verschiedener Päpste und die Auswertung von Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich vom technischen Aufstieg der Papstbullen über die rechtliche Benachteiligung und den gleichzeitigen formalen Schutz der Juden bis hin zum konkreten Fallbeispiel der Pestjahre unter Clemens VI.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Sicut-Judaeis-Bulle, Judenschutz, Kirchenrecht, Pestverfolgung und Exkommunikationsandrohung stehen im Zentrum der terminologischen Untersuchung.

Welchen Unterton wies die Bulle von Papst Innozenz III. im Vergleich zu Alexander III. auf?

Obwohl er Schutz anbot, enthielt Innozenz' Bulle antijüdische Untertöne und weniger scharfe Sanktionen gegenüber Klerikern, was auf eine ambivalente Haltung hindeutet.

Warum konnte Clemens VI. trotz seiner Schutzbemühungen die Verfolgungen nicht effektiv verhindern?

Die allgemeine gesellschaftliche Panik während der Pestepidemie und der Machtverlust des Papsttums führten dazu, dass die päpstlichen Anordnungen kaum umgesetzt wurden und die Verfolgungen weitgehend ungehindert weitergingen.

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Detalles

Título
Die Politik der Päpste gegenüber den Juden im Mittelalter
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Historisches Institut)
Calificación
1,3
Autor
Bithleem Maria Sagiroglou (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
13
No. de catálogo
V1494772
ISBN (PDF)
9783389053058
ISBN (Libro)
9783389053065
Idioma
Alemán
Etiqueta
politik päpste juden mittelalter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bithleem Maria Sagiroglou (Autor), 2018, Die Politik der Päpste gegenüber den Juden im Mittelalter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1494772
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