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Die Bedeutung ausländischer Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa

Title: Die Bedeutung ausländischer Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa

Research Paper (undergraduate) , 2010 , 48 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel Rana (Author)

Business economics - General
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Das Ende des sozialistischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems, das mit dem Fall der Berliner Mauer offen zutage trat, führte in den MOEL (mittel- und osteuropäische Länder) zu fundamentalen politischen und sozialen Veränderungen. Nachdem diese Länder über Jahrzehnte von der nichtsozialistischen Welt abgeschottet waren, kam es aufgrund der Reintegration in die Weltwirtschaft, getrieben von einem schnellen technologischen Wandel sowie Handels- und Investitionsliberalisierungen, zu einem in dieser Form noch nie dagewesenen Wettbewerb. Dieser Integrationsprozess verlief aber keineswegs reibungslos. Insbesondere Anfang der neunziger Jahre hatten die MOEL mit einer Transformationskrise zu kämpfen. Erst nachdem diese überwunden war, schafften es die mittel- und osteuropäischen Länder, sich nach und nach in die Weltwirtschaft zu integrieren. Durch diese Integration war es den MOEL möglich, an der internationalen Arbeitsteilung teilzuhaben und wurden dadurch immer stärker in die weltweite Kapitalverflechtung mit einbezogen. Die Folge davon war ein signifikantes Ansteigen der Direktinvestitionsströme nach Mittel- und Osteuropa in den Jahren danach.

Obwohl es einige kritische Stimmen gab, die der zunehmenden Zahl an Firmen mit ausländischer Beteiligung die Schuld an dem Scheitern vieler einheimischer Unternehmen zuschrieben, waren die Erwartungen an die ausländischen Investoren sehr groß. Insbesondere die politischen Entscheidungsträger der MOEL erhofften sich durch die ausländischen Investitionen neues Know-how und zusätzliche Arbeitsplätze im eigenen Land.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung der ausländischen Direktinvestitionen in den mittel- und osteuropäischen Ländern näher zu erläutern. Dabei soll die Bedeutsamkeit der Direktinvestitionen, sowohl aus Sicht der Herkunftsländer, als auch aus Sicht der Zielländer erörtert werden. Als Zielländer werden in dieser Arbeit schwerpunktmäßig die MOEL-7 (die sieben mittel- und osteuropäischen Länder Tschechien, Ungarn, Polen, Slowakei, Slowenien, Bulgarien und Rumänien) betrachtet.

Bevor mit der Analyse begonnen wird, soll die Motivation und die Vorgehensweise dieser Arbeit kurz vorgestellt werden:

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitorische und materielle Begriffsabgrenzung

2.1 Begriffserläuterung von Direktinvestitionen

2.2 Abgrenzung von Direktinvestitionen zu Portfolioinvestitionen

3 Die Hintergründe von Direktinvestitionen

3.1 Motive für Direktinvestitionen

3.1.1 Absatzmarktorientierte Motive

3.1.2 Ressourcenorientierte Motive

3.1.3 Kosten- und effizienzorientierte Motive

3.1.4 Strategisch orientierte Motive

3.2 Formen der Direktinvestitionen

3.3 Integrativer Ansatz von DUNNING

4 Wichtige Determinanten von Direktinvestitionen

4.1 Rechtliche Risiken

4.2 Politische Risiken

4.3 Marktgröße

4.4 Steuerliche und wirtschaftpolitische Anreize

4.5 Währungs- und geldpolitische Risiken

4.6 Infrastruktur

5 Statistische Erfassung von deutschen Direktinvestitionen

6 Entwicklung, Herkunft- und Zielländer der ausländischen Direktinvestitionen in den MOEL

6.1 Entwicklung der ausländischen Direktinvestitionen in den MOEL

6.2 Herkunft- und Zielländer der ausländischen Direktinvestitionen in den MOEL

7 Auswirkungen der Direktinvestitionen im Zielland

7.1 Grundsätzliche Auswirkungen

7.1.1 Positive Auswirkungen

7.1.2 Negative Auswirkungen

7.2 Auswirkungen auf die einzelnen Länder

7.2.1 Auswirkungen auf die EU-Beitrittsländer 2004

7.2.2 Auswirkungen auf die EU-Beitrittsländer 2007

8 Auswirkungen der Direktinvestitionen auf die Geberländer

9 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Bedeutung ausländischer Direktinvestitionen (ADI) in den mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL). Ziel ist es, die Beweggründe für solche Investitionen sowie deren Auswirkungen sowohl für die Empfängerländer als auch für die Herkunftsländer, insbesondere Deutschland, zu beleuchten und eine Win-Win-Situation zu analysieren.

  • Grundlagen und Definitionen von Direktinvestitionen
  • Motive, Formen und Determinanten von Investitionsentscheidungen
  • Statistische Analyse der Investitionsströme in den MOEL
  • Wirtschaftliche Auswirkungen in den Zielländern (Transformationsprozess)
  • Wirtschaftliche Auswirkungen in den Geberländern (Arbeitsplatzaspekte)

Auszug aus dem Buch

3.1 Motive für Direktinvestitionen

Grundsätzlich lassen sich vier verschiedene Arten von Motiven unterscheiden: absatzmarktorientierte Motive, ressourcenorientierte Motive, kosten- und effizienzorientierte Motive, sowie strategisch orientierte Motive. Im Folgenden werden die einzelnen Motive näher erläutert.

3.1.1 Absatzmarktorientierte Motive

Die größte Bedeutung haben die absatzmarktorientierten Motive. Hierbei tätigt ein Unternehmen Direktinvestitionen, um tarifäre und nichttari-färe Handelshemmnisse im Zielland zu umgehen. Ein weiterer Grund ist der, dass produzierte Güter abnehmernah und somit speziell auf die Bedürfnisse der Konsumenten auf dem Zielmarkt angepasst werden können. Dadurch kann das Unternehmen seine Position auf dem jeweiligen Markt stärken und ist gegenüber dem Wettbewerb besser aufgestellt.

3.1.2 Ressourcenorientierte Motive

Direktinvestitionen können auch aus ressourcenorientierten Motiven getätigt werden. Darunter versteht man rückwärtsgerichtete vertikale Direktinvestitionen. D.h. es geht um die Beschaffung von Ressourcen, die von dem investierenden Unternehmen gebraucht werden. Entweder sind diese Ressourcen für das investierende Unternehmen im Heimatland nicht verfügbar oder sie sind zwar verfügbar, aber zu wesentlich höheren Kosten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der politischen und ökonomischen Transformation der MOEL und die damit einhergehende Bedeutung von Direktinvestitionen.

2 Definitorische und materielle Begriffsabgrenzung: Klärung der Begriffe Direktinvestitionen und Portfolioinvestitionen sowie deren theoretische Abgrenzung.

3 Die Hintergründe von Direktinvestitionen: Analyse der Motive, Formen und des theoretischen OLI-Paradigmas nach Dunning.

4 Wichtige Determinanten von Direktinvestitionen: Untersuchung der Faktoren wie Rechtssicherheit, politische Stabilität, Marktgröße und steuerliche Anreize für Investoren.

5 Statistische Erfassung von deutschen Direktinvestitionen: Vergleich der drei deutschen FDI-Statistiken hinsichtlich Methodik und Aussagekraft.

6 Entwicklung, Herkunft- und Zielländer der ausländischen Direktinvestitionen in den MOEL: Chronologischer Überblick der Investitionsströme und Analyse der wichtigsten Herkunftsländer.

7 Auswirkungen der Direktinvestitionen im Zielland: Diskussion positiver und negativer Folgen für die MOEL sowie eine detaillierte Betrachtung einzelner EU-Beitrittsländer.

8 Auswirkungen der Direktinvestitionen auf die Geberländer: Beleuchtung der Effekte auf die Herkunftsländer, insbesondere die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in Deutschland.

9 Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Ergebnisse mit der Schlussfolgerung, dass Direktinvestitionen eine Win-Win-Situation für Ziel- und Geberländer darstellen können.

Schlüsselwörter

Ausländische Direktinvestitionen, ADI, MOEL, Transformation, Osteuropa, OLI-Paradigma, Wirtschaftswachstum, Kapitalverflechtung, Standortvorteile, Deutschland, Investitionsmotive, Zahlungsbilanz, Privatisierung, Arbeitsmarkt, Win-Win-Situation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung ausländischer Direktinvestitionen (ADI) für die mittel- und osteuropäischen Transformationsländer (MOEL) und deren Auswirkungen auf die Herkunftsländer.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Direktinvestitionen, die Investitionsmotive, die Rahmenbedingungen der Zielländer, statistische Daten und die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in den Ziel- und Geberländern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Bedeutsamkeit von ADI für die wirtschaftliche Integration der MOEL und die Auswirkungen auf die beteiligten Volkswirtschaften kritisch zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Ausarbeitung, die auf der Auswertung bestehender Literatur, Wirtschaftsstatistiken und Fallbeispielen der verschiedenen MOEL-Staaten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Hintergründe, die Bestimmungsfaktoren für Investitionen, eine statistische Bestandsaufnahme sowie eine detaillierte Untersuchung der Auswirkungen für die beteiligten Länder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ausländische Direktinvestitionen, Transformation, MOEL, Wirtschaftsintegration und Win-Win-Situation.

Welchen Einfluss hatte die Finanzkrise auf die ADI in den untersuchten Ländern?

Die Finanzkrise führte kurzfristig zu einem Rückgang der Direktinvestitionen in fast allen MOEL, was insbesondere durch Liquiditätsprobleme bei den Muttergesellschaften begründet war.

Wie unterscheidet sich die Situation in Slowenien von anderen MOEL?

Slowenien stellt einen Sonderfall dar, da es trotz eines hohen Wohlstandsniveaus im Vergleich zu anderen MOEL absolut und relativ geringere Direktinvestitionen verzeichnet.

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Details

Title
Die Bedeutung ausländischer Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa
College
University of Applied Sciences Kaiserslautern in Zweibrücken
Grade
1,3
Author
Daniel Rana (Author)
Publication Year
2010
Pages
48
Catalog Number
V149485
ISBN (eBook)
9783640609246
ISBN (Book)
9783640609482
Language
German
Tags
Direktinvestitionen MOEL ADI mittel-und osteuropa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Rana (Author), 2010, Die Bedeutung ausländischer Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149485
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