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Die Rolle spanischer Frauen während der Eroberung Amerikas. Eine Analyse privater Briefe aus dem 16. Jahrhundert

Titel: Die Rolle spanischer Frauen während der Eroberung Amerikas. Eine Analyse privater Briefe aus dem 16. Jahrhundert

Hausarbeit , 2021 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Luisa Rode (Autor:in)

Geschichte - Amerika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit untersucht die Situation spanischer Frauen zur Zeit der Entdeckung und Eroberung Amerikas. Ziel ist es, die Erfahrungen, Probleme und Strategien spanischer Frauen darzustellen, die zu Beginn der Kolonialisierung nach Amerika gereist sind. Aufgrund der geringen Präsenz weiblicher Stimmen in den historischen Aufzeichnungen konzentriert sich diese Arbeit auf die Analyse privater Briefe spanischer Frauen, die nach Nueva España (dem heutigen Mexiko) reisten. Diese Briefe bieten wertvolle Einblicke in das Leben und die Herausforderungen, denen sich diese Frauen im 16. und 17. Jahrhundert stellen mussten. Der historische Kontext der damaligen Zeit wird beleuchtet, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Briefe, um die Erfahrungen und Lösungsansätze der Frauen zu dokumentieren. Abschließend werden die spezifischen Schwierigkeiten und Strategien dieser Frauen zusammengefasst, um ein umfassendes Bild ihrer Situation während der frühen Kolonialisierung Amerikas zu zeichnen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Kontext

3. Analyse

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Lebensrealität spanischer Frauen im 16. und 17. Jahrhundert nach deren Auswanderung nach Amerika. Ziel ist es, basierend auf einer Analyse privater Korrespondenzen, die spezifischen Herausforderungen, Schwierigkeiten und die von den Frauen angewandten Bewältigungsstrategien in der frühen Kolonialzeit zu rekonstruieren.

  • Analyse und Auswertung von privaten Briefen spanischer Migrantinnen
  • Rekonstruktion der Lebensbedingungen in Nueva España
  • Untersuchung von Kommunikationsschwierigkeiten und Kontaktaufrechterhaltung zur Heimat
  • Identifikation von familiären, ökonomischen und existentiellen Herausforderungen
  • Dokumentation von Bewältigungsstrategien wie Geldtransfers und soziale Netzwerke

Auszug aus dem Buch

Analyse

Nun werde ich mich der Analyse von 15 privaten Briefen von spanischen Frauen, die im 16. Jahrhundert nach Nueva España ausgewandert sind, widmen. Die Briefe, welche ich im Folgenden genauer untersuchen werde, wurden zwischen 1562 und 1603 verfasst (Otte, 1996).

Als erstes alysiere ich einen Brief von Doña Mariana de Morguiz an ihren Bruder Diego Rodríguez (Otte, 1996, S. 43, Carta 6). Sie sendete diesen am 26. März 1562 von Mexiko nach Medina del Campo. Sie schilderte in ihrem Brief zunächst, dass sie sehr wütend und auch traurig ist, dass sie ihre Familie nicht bei sich hat und ihr Mann tot ist („estoy en esta tierra muy apenada y con harto enojo de ver que no tengo acá mi madre ni hermano, y mi marido es muerto“ (Z. 3-5)). Es war eine sehr schwierige Situation für sie und daher sendete Doña Mariana Geld an ihren Bruder, damit er sich auf den Weg zu ihr macht, um sie und ihre Töchter zurückzubringen („... para que nos vamos a embramos a esa tierra y llevar mis hijas“, Z.10-12).

Es kam zu der damaligen Zeit häufig vor, dass die spanischen Auswanderer Geld an ihre Familien sendeten, damit diese die Kosten der Reise bezahlen können („junto con la misiva se enviaban dineros destinados a pagar los gastos del viaje“ (de Mariscal, 2013, S. 77)). Zusätzlich schrieb sie, dass sie ihrem Bruder zuvor mitteilte, dass er sich nicht die Mühe machen soll, wegen ihr nach Mexiko zu kommen („no tome pesadumbre en venir por mí“, (Z.12-13)), allerdings bat sie in diesem Brief darum, dass ihr Vater und ihr Bruder ihr kommen und dass ihr Bruder den sehr vorsichtigen Vater von der Reise überzeugt (vgl. Z. 17-18).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der Situation spanischer Frauen während der Entdeckung und Eroberung Amerikas ein und legt Aufbau sowie Zielsetzung der Arbeit dar.

Historischer Kontext: Hier werden die historischen Rahmenbedingungen der Kolonisierung durch Spanien ab dem 15. Jahrhundert sowie die gesellschaftliche Rolle der Frau in dieser Epoche beleuchtet.

Analyse: Dieser Hauptteil widmet sich der Untersuchung von 15 persönlichen Briefen spanischer Frauen, um deren Erlebnisse und Probleme in Nueva España anhand von Primärquellen aufzuarbeiten.

Fazit: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt, um die zentralen Herausforderungen und die von den Frauen entwickelten Lösungsstrategien im neuen Lebensumfeld zu bilanzieren.

Schlüsselwörter

Spanische Frauen, Nueva España, Kolonialisierung, 16. Jahrhundert, private Korrespondenz, Auswanderung, Frauenalltag, soziale Netzwerke, Migrationsgeschichte, Amerika, Entdeckung, Überfahrt, Familiensehnsucht, Überlebensstrategien, Briefanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Lebenssituation spanischer Frauen in der Anfangsphase der kolonialen Eroberung Amerikas im 16. und 17. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Auswanderungsbewegungen, die persönlichen Erlebnisse der Frauen, die Kommunikation mit der Heimat und die Bewältigung existentieller Nöte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Erfahrungen, Probleme und Anpassungsstrategien spanischer Frauen anhand zeitgenössischer Dokumente wissenschaftlich darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird hier angewandt?

Es handelt sich um eine qualitative Analyse von 15 ausgewählten Privatbriefen spanischer Einwanderinnen, die zwischen 1562 und 1603 verfasst wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Das Analyse-Kapitel wertet verschiedene Briefwechsel aus, die Einblicke in die täglichen Schwierigkeiten, die Angst vor der gefährlichen Überfahrt und das Bedürfnis nach Familienkontakt geben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen spanische Migration, Nueva España, soziale Bindungen und die Lebensrealität von Frauen in der Kolonialzeit.

Welche Rolle spielt die Kommunikation in den analysierten Briefen?

Die Korrespondenz war essentiell für den Austausch, da sie oft das einzige Mittel war, um finanzielle Unterstützung zu organisieren oder den Kontakt zu den in Spanien verbliebenen Familien zu halten.

Wie gingen die Frauen mit dem Verlust oder der Abwesenheit von Ehemännern um?

Oftmals mussten sie alleine für ihren Lebensunterhalt sorgen, arbeiteten in verschiedenen Dienstleistungsberufen oder versuchten, durch Geldzahlungen an männliche Verwandte deren Reise nach Amerika zur Unterstützung zu initiieren.

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Details

Titel
Die Rolle spanischer Frauen während der Eroberung Amerikas. Eine Analyse privater Briefe aus dem 16. Jahrhundert
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
Crónicas y relatos de viaje sobre América en la primera Edad Moderna
Note
2,0
Autor
Luisa Rode (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
18
Katalognummer
V1494877
ISBN (PDF)
9783389055298
ISBN (Buch)
9783389055304
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entdeckung von Amerika Briefe Spanien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Luisa Rode (Autor:in), 2021, Die Rolle spanischer Frauen während der Eroberung Amerikas. Eine Analyse privater Briefe aus dem 16. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1494877
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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