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Atypische Frauen im Mittelalter

Titel: Atypische Frauen im Mittelalter

Hausarbeit , 2022 , 10 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marie-Sophie Jeschke (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Vom Mittelalter gibt es ein sehr klischeehaftes Bild, welches durch Filme und Bücher gezeigt wird und deshalb unser Verständnis von dieser Zeit prägt. Doch eine Frau, welche sich gegen ihren Mann erhebt und Intrigen schmiedet oder gar eine Frau, die in den Krieg zieht und Seite an Seite mit Männern kämpft? Eine unmögliche Vorstellung im Hinblick auf unsere mittelalterliche Auffassung. Doch genau im Eneasroman von Heinrich von Veldeke gibt es diese Art Frauen mit Amata und Camilla. Beide sollen in dieser Hausarbeit miteinander verglichen werden, um so zu analysieren, warum es womöglich solche Frauen in Erzählungen auch gegeben hat und ob diese sich womöglich mehr ähneln als unterscheiden. Dieses Thema eröffnet uns einen neuen Blick auf die Darstellungen von weiblichen Figuren in der Literatur des Mittelalters. Warum werden atypische Frauen im Mittelalter Teil eines Romans? Ähnelt sich die Kriegerin Camilla mit der Mutter Amata, welche auf den ersten Blick nicht viel miteinander gemeinsam haben? Durch eine genaue Beschreibung von beiden Figuren und dem anschließenden Vergleich beider sollen so diese Fragen beantwortet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.Camilla als Kriegerin

3.Amata als Königin und Mutter

4.Beide Frauen im Vergleich

4.1 Unterschiede

4.2 Gemeinsamkeiten

5.Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit analysiert die Darstellung atypischer Frauenfiguren im "Eneasroman" von Heinrich von Veldeke. Ziel ist es, die Charaktere Camilla und Amata zu kontrastieren und zu untersuchen, inwieweit ihr Verhalten von mittelalterlichen Rollenbildern abweicht und welche Funktion diese Abweichungen in der Erzählung einnehmen.

  • Analyse weiblicher Rollenbilder in der mittelalterlichen Literatur
  • Die Kriegerin Camilla als Gegenentwurf zur höfischen Frau
  • Amata als machtbewusste, jedoch intrigante Königin und Mutter
  • Vergleich der Handlungsweisen, Motivationen und Charakterzüge beider Figuren
  • Die literarische Funktion von abweichendem Verhalten und dessen Bestrafung

Auszug aus dem Buch

2. Camilla als Kriegerin

Camilla wird als die Königin von Volcane (vgl. Eneas, V. 5145) vorgestellt. „magede eine grôze schare, /fünf hundert junkfrouwen, /“ (Eneas. V. 5214 f.) Sie ist Anführerin eines großen Heers, welches nur aus Jungfrauen besteht. Diese werden als tapfer und kampferprobt beschrieben. (vgl. Eneas, V.5215 ff.) Camilla ist eine Verbündete von Turnus und zieht mit ihm in den Krieg gegen die Trojaner, dort kämpft sie tapfer und tötet einige ihrer Gegner. (vgl. Eneas. V. 8965) Auch der Priester der Trojaner, Herr Chloreus, wird eines ihrer Opfer. Sie steigt von ihrem Pferd, um seinen wertvollen Helm in Besitz zu nehmen, dabei wird sie aber durch Arruns getötet. (vgl. Eneas, V. 9100- 9117)

In ‚Eneas‘ wurde die Beschreibung der Camilla sehr ausgiebig verfasst, denn es gibt eine genaue Schilderung ihres Erscheinungsbildes. „sie was iemer/ eine der schônisten juncfrouven/ die ieman mohte beschouwen/ an allem ir lîbe.“ (Eneas, V. 5148- 5151) Sie hat weißblondes Haar und einen geraden Scheitel. (vgl. Eneas, V. 5156 f.) Hinzukommt ihre glatte Stirn und die schmalen, braunen, natürlichen Augenbrauen. (vgl. Eneas, V. 5158 ff.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung situiert die Thematik der atypischen Frauen im Eneasroman und erläutert die Forschungsintention des Vergleichs zwischen Camilla und Amata.

2.Camilla als Kriegerin: Dieser Abschnitt beschreibt die kriegerische Rolle, das Erscheinungsbild und die Kampfhandlungen Camillas als Anführerin eines Jungfrauenheeres.

3.Amata als Königin und Mutter: Das Kapitel beleuchtet Amatas Rolle als Königin, ihre politischen Intrigen gegen Eneas und ihr schwieriges Verhältnis zu ihrer Tochter Lavinia.

4.Beide Frauen im Vergleich: Hier werden die Figuren gegenübergestellt, wobei ihre charakterlichen Unterschiede sowie ihre Gemeinsamkeiten in Bezug auf Macht und Tod herausgearbeitet werden.

5.Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass beide Frauen aufgrund ihrer Abweichung von der Norm und ihrer Gegnerschaft zum Helden Eneas tragisch sterben müssen, was als moralische Lehre interpretiert wird.

Schlüsselwörter

Eneasroman, Heinrich von Veldeke, Mittelalter, Camilla, Amata, Frauenbilder, Kriegerinnen, Intrigen, Literaturanalyse, Geschlechterrollen, Rittertum, Macht, Lavinia, Turnus, Eneas

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen dieser Hausarbeit?

Die Arbeit untersucht, wie weibliche Figuren, die vom mittelalterlichen Rollenbild abweichen, im Eneasroman dargestellt werden und in welcher Beziehung die Charaktere Camilla und Amata zueinander stehen.

Welche Frauenfiguren stehen im Zentrum?

Im Fokus stehen Camilla, die kriegerische Königin, und Amata, die politisch agierende Königin und Mutter.

Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dem Vergleich?

Es soll analysiert werden, ob diese atypischen Frauen eher Gemeinsamkeiten aufweisen und warum ihre Darstellung in einem mittelalterlichen Roman existiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Analyse und Interpretation des Quellentextes, gestützt durch die Einbeziehung fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Einzelbeschreibung beider Figuren, gefolgt von einer komparativen Analyse ihrer Unterschiede und Gemeinsamkeiten hinsichtlich Handeln, Charakter und Tod.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Schlüsselbegriffe sind Eneasroman, Geschlechterrollen, Kriegerinnen, Macht, Intrigen und mittelalterliche Literatur.

Welche Rolle spielt die Jungfräulichkeit für die Figur der Camilla?

Camillas Jungfräulichkeit ist zentral für ihre Identität als Kriegerin, führt jedoch gleichzeitig zu ihrer Sexualisierung durch männliche Charaktere, was ihren Kampf gegen Objektifizierung unterstreicht.

Warum wird Amata als „böse“ Frau charakterisiert?

Ihre Charakterisierung als negativ speist sich vor allem aus ihren Intrigen, ihrer Unbeherrschtheit (Zorn) und ihrer Feindseligkeit gegenüber der eigenen Tochter und dem Protagonisten.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Atypische Frauen im Mittelalter
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
Note
1,3
Autor
Marie-Sophie Jeschke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
10
Katalognummer
V1495317
ISBN (PDF)
9783389062692
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mittelalter Mediavistik Frauen Eneasroman
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marie-Sophie Jeschke (Autor:in), 2022, Atypische Frauen im Mittelalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1495317
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Leseprobe aus  10  Seiten
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