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Der Mauerfall des 09.10.1989. Darstellung der Ereignisse durch ost- und westdeutsche Medien

Title: Der Mauerfall des 09.10.1989. Darstellung der Ereignisse durch ost- und westdeutsche Medien

Term Paper , 2023 , 15 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Marie-Sophie Jeschke (Author)

History of Germany - Modern History
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In dieser Hausarbeit werden die Darstellungen des Mauerfalls auf ost- und westdeutscher Seite durch die staatlichen Medien analysiert und miteinander verglichen. Es wird die Darstellung der Menschen betrachtet, wobei noch einmal in ost- und westdeutsche Bürger differenziert wird. Wie reagieren diese auf ihre neuen Mitbürger und wie verlaufen die Zusammenkünfte ab?

Des Weiteren wird die Darstellung der Grenzübergänge und die dort stattfindenden Kontrollen zur Grenzüberschreitung analysiert, was für Probleme sind, wohlmöglich, aufgetreten und wie Verhalten sich die Grenztruppen in einer solch angespannten Situation gegenüber den Menschen, welche auf ihren Übertritt warten. Zum Schluss beschäftigt sich die Arbeit noch mit der Gesamtstimmung während dieser Nacht innerhalb von Berlin, sprich gab es Ausschreitungen oder war es große Friedensfest? Während dieser Betrachtung stellt sich die Frage, inwieweit diese Darstellungen sich zwischen den zwei Ländern ähneln und ob die Deutsche Demokratische Republik weiterhin versucht ihre "westfeindliche Propaganda" zu verbreiten.

Um dies zu beantworten, werden die Nachrichtensendungen und Beiträge der Tagesschau und des ZDF heute Journals, jeweils vom 10.11.1989, hinzugezogen, um mithilfe dieser Aufnahmen die Darstellungen analysieren zu können. Außerdem wird der Lagebericht der Stasi zum Grenzübertritt in Berlin betrachtet, da die Staatsmedien der DDR stark von der Regierung beeinflusst wurden. Deshalb werden auch Nachrichtenbeiträge der Aktuellen Kamera auch vom 10.11.1989, also der Nachrichtensendung des Staatsfernsehn der Deutschen Demokratischen Republik, für diese Hausarbeit betrachtet.

Der Mauerfall von der Nacht vom 09.11.1989 auf den 10.11.1989 in Berlin und die Öffnung der innerdeutschen Grenze am selben Abend waren einschneidende Ereignisse für die deutsche Wiedervereinigung, denn diese hatten, fast ein Jahr später, das Ende der Deutschen Demokratischen Republik zur Folge. Eine Grenze, welche eine Nation spaltete und nach wie vor Nachwirkungen innerhalb der heutigen Gesellschaft mit sich bringt. Denn noch heute kann man einige Unterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern erkennen, dies wird kein Thema der Hausarbeit aber sollte die Bedeutung dieser Nacht nochmal genauer hervorheben. Und genau, weil diese Nacht vom 09.11.1989 von solch großer Bedeutung war, wird diese genauer betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Darstellung der verschiedenen Menschengruppen

2.1 Ostdeutsche Bürger

2.2 Westdeutsche Bürger

3. Darstellung der Grenzübergänge und Kontrollen mit Fokus auf den Grenzübergang Bornholmer Straße

4. Darstellung der Atmosphäre während der Nacht

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die mediale Berichterstattung über den Mauerfall vom 09.11.1989 in ost- und westdeutschen Medien. Ziel ist es, Unterschiede in der Darstellung der beteiligten Akteure, der Grenzsituation sowie der Gesamtatmosphäre aufzudecken und zu analysieren, wie staatliche Vorgaben die Berichterstattung beeinflussten.

  • Vergleichende Analyse der Berichterstattung von Tagesschau, ZDF heute und Aktueller Kamera
  • Reaktionen und Verhaltensweisen von ostdeutschen und westdeutschen Bürgern während des Mauerfalls
  • Mediale Aufarbeitung der Vorgänge an den Grenzübergängen, insbesondere an der Bornholmer Straße
  • Untersuchung der atmosphärischen Darstellung in Berlin (Friedensfest vs. staatliche Propaganda)
  • Rolle der Stasi-Lageberichte im Kontrast zur offiziellen Medienberichterstattung

Auszug aus dem Buch

3. Darstellung der Grenzübergänge und Kontrollen mit Fokus auf den Grenzübergang Bornholmer Straße

Hier unterscheidet sich die Darstellungsweise zwischen den westdeutschen und den ostdeutschen Medien weitaus mehr als bei den anderen Aspekten der Schilderungen, denn hier handelt es sich um die Einordnung der Souveränität der einzelnen Grenztruppen und gerade die der DDR. Besonders wie die Kontrollen durchgeführt wurden und ob es Probleme gab, ist je nach Bericht verschieden.

Zu den frühen Abendstunden, als schon mehrere hundert Menschen vor den Grenzübergängen standen, berichteten einige Westdeutsche Journalisten, „[…], dass das DDR-Grenzpersonal offenbar noch keine Weisung habe.“ Nichtsdestotrotz unterläuft dem westlichen Fernsehsender ARD ein Fehler. Denn bereit gegen 20 Uhr verkündet die ARD-Tagesschau, dass die Grenze offen sei. „Die DDR öffnet Grenze.“ heißt es da. Dabei war die Grenze noch nicht offen und auch die Grenzer wussten noch nicht, wie es an diesem Abend weitergehen soll. Als dann einige Grenzübergänge teilweise geöffnet werden war unklar, wie man durch diese hindurch kam. In der Tagesschau vom 10. 11. 1989 hieß es dann, dass eigentlich ein Visum vorgezeigt werden muss, welches man sofort nach der Beantragung bekäme. Aber hier nur ein Personalausweis benötigt wurde oder es auch zu keinerlei Kontrollen kam. Im Allgemeinen wurden die Kontrollen als chaotisch betitelt. Um 23:37 in einer Lagemeldung der Polizei Westberlin heißt es: „Übergang Bornholmer Straße praktisch offen. […] Grenzer haben sich zurückgezogen.“ So berichtet es auch das ZDF heute einen Tag später.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der Mauerfall-Nacht vom 09.11.1989 ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung medialer Darstellungen in Ost- und Westdeutschland.

2. Darstellung der verschiedenen Menschengruppen: Das Kapitel analysiert die Emotionen und Verhaltensweisen ost- und westdeutscher Bürger während der Grenzöffnung, wobei die mediale Fokussierung auf unterschiedliche Narrative wie Freiheit oder staatliche Rückkehrpflichttreue beleuchtet wird.

3. Darstellung der Grenzübergänge und Kontrollen mit Fokus auf den Grenzübergang Bornholmer Straße: Hier wird der Kontrast in der Berichterstattung über die praktischen Abläufe an der Grenze herausgearbeitet, besonders bezüglich der unklaren Befehlslage der ostdeutschen Grenztruppen.

4. Darstellung der Atmosphäre während der Nacht: Dieses Kapitel vergleicht die mediale Beschreibung der „Volksfeststimmung“ in Westberlin mit dem Schweigen der ostdeutschen Staatmedien zu diesen Feierlichkeiten.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die wesentlichen medialen Unterschiede und kommt zu dem Schluss, dass die ostdeutschen Medien ein einseitigeres Bild vermittelten, um die staatliche Kontrolle zu betonen.

Schlüsselwörter

Mauerfall, Deutsche Demokratische Republik, Bundesrepublik Deutschland, Grenzöffnung, DDR-Medien, Westdeutsche Medien, Tagesschau, Aktuelle Kamera, Bornholmer Straße, Grenztruppen, Stasi, Montagsdemonstrationen, Flucht, Wiedervereinigung, SED

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die unterschiedliche mediale Berichterstattung über den Mauerfall vom 9. November 1989 in den Medien der DDR und der Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Darstellung der Bevölkerung, die chaotischen Abläufe an den Grenzübergängen sowie die Atmosphäre in Berlin während der Nacht der Grenzöffnung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, inwiefern sich die Darstellungen des Mauerfalls in ost- und westdeutschen Medien unterscheiden und wie die Berichterstattung durch staatliche Vorgaben beeinflusst wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine vergleichende Medienanalyse, die Nachrichtensendungen (Tagesschau, heute, Aktuelle Kamera) als Primärquellen heranzieht und mit Lageberichten der Stasi sowie Polizeimeldungen kontrastiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Beobachtung der Reaktionen verschiedener Menschengruppen, die Schilderung der Grenz- und Kontrollsituationen sowie die Analyse der Gesamtatmosphäre der Nacht.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mauerfall, DDR-Medien, Grenztruppen, SED-Propaganda und mediale Repräsentation bestimmt.

Warum wurde explizit der Grenzübergang Bornholmer Straße gewählt?

Die Bornholmer Straße wird als Fallbeispiel angeführt, da sie als Schauplatz der ersten Öffnung eine hohe mediale Relevanz hat und die Überforderung der Grenztruppen exemplarisch verdeutlicht.

Wie gehen die ostdeutschen Medien laut der Arbeit mit der Stimmung an der Grenze um?

Die Arbeit stellt fest, dass ostdeutsche Medien die Feierlichkeiten auf den Straßen weitgehend verschwiegen und primär die Rückkehrbereitschaft der DDR-Bürger betonten, um die staatliche Ordnung zu unterstreichen.

Welchen Fehler bei der westdeutschen Berichterstattung hebt die Arbeit hervor?

Es wird aufgezeigt, dass die ARD-Tagesschau am Abend des 9. November 1989 bereits vor der tatsächlichen Öffnung verkündete, die Grenze sei offen, was in der damaligen Situation zu erheblichen Unklarheiten führte.

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Details

Title
Der Mauerfall des 09.10.1989. Darstellung der Ereignisse durch ost- und westdeutsche Medien
College
Technical University of Braunschweig  (Geschichte)
Grade
2,3
Author
Marie-Sophie Jeschke (Author)
Publication Year
2023
Pages
15
Catalog Number
V1495320
ISBN (PDF)
9783389057667
ISBN (Book)
9783389057674
Language
German
Tags
Mauerfall Medien darstellung OstundWest
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marie-Sophie Jeschke (Author), 2023, Der Mauerfall des 09.10.1989. Darstellung der Ereignisse durch ost- und westdeutsche Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1495320
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