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Probleme der interkulturellen Kommunikation in der Literatur am Beispiel Franz Grillparzers "Goldenem Vließ"

Title: Probleme der interkulturellen Kommunikation in der Literatur am Beispiel Franz Grillparzers "Goldenem Vließ"

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 28 Pages , Grade: "-"

Autor:in: Claudia Lachenmayer (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Franz Grillparzers dramatisches Gedicht Das goldene Vließ wurde 1821 im Wiener Burgtheater uraufgeführt. Die Trilogie wird unter anderem von der sozialpsychologischen Spannung kultureller Differenzen getragen. Des Weiteren ist es eine “Tragödie der Wörter, eine Geschichte über die Gewalt, die aus Mißverständnissen und Fehldeutungen hervorbricht” , wie Helmut Bachmair treffend im Nachwort der Reclam-Ausgabe anmerkt.
Ziel dieser Arbeit wird es nun sein die Problematik der (interkulturellen) Kommunikation des Stückes herauszuarbeiten und somit die Modernität dieser Mythenbearbeitung von Franz Grillparzer auf der Ebene einer globalisierten, international-vernetzten Welt zu suchen, in welcher sich das Individuum vermehrt mit den “Auswirkungen kulturbedingter Andersartigkeit” auseinandersetzen muss. Im kommunikativen Kontakt zwischen Menschen prallen im Ausdruck von Gefühlen, subjektiven Wahrheiten und Weltansichten die sozial und/oder kulturell geprägten Verhaltensweisen und Denkmuster aufeinander. Mit Hilfe von Mimik, Gestik und Sprache versuchen wir unser inneres Ich zu kommunizieren. Die Konsequenzen aus misslungenen Dialogen, denen oft grundlegende Regeln fehlen, spitzen sich in Grillparzers Das goldene Vließ immer wieder tragisch zu.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BEGRIFFSDEFINITIONEN ENTLANG DES DRAMAS

2.1. KULTUR

2.2. KOMMUNIKATION

3. SITUATIONEN INTERKULTURELLER KOMMUNIKATION

3.1. KOLCHER UND GRIECHEN

3.2. MEDEA UND JASON

3.3. MEDEA- KREUSA

4. GENERATIONSKONFLIKTE

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Problematik der interkulturellen Kommunikation in Franz Grillparzers Trilogie "Das goldene Vließ". Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Vordergrund, inwieweit kulturelle Differenzen und misslungene Dialoge tragische Konflikte auslösen und wie modern diese Mythenbearbeitung in einer globalisierten Welt wahrgenommen werden kann, wobei sowohl psychologische als auch sprachwissenschaftliche Ansätze Anwendung finden.

  • Interkulturelle Kommunikation und sprachliche Varietät
  • Konstruktivistische Kommunikationsmodelle im literarischen Kontext
  • Gegenüberstellung und Dynamik der Kulturen von Kolchern und Griechen
  • Machtstrukturen und Generationskonflikte innerhalb von Familien
  • Integration und Identitätsverlust in fremden Lebenswelten

Auszug aus dem Buch

3.1. Kolcher und Griechen

Die Ankunft des Phryxus leitet den kulturellen Konflikt ein. Zunächst ohne unmittelbare Kommunikation wird schnell die Unsicherheit des Kolcherkönigs bei der Ankunft der “Männer aus fernem Land” (Gastfreund 97f.) deutlich. In abgehackten Sätzen sucht Aietes Hilfe und Rat von seiner Tochter Medea zu erzwingen, da er in “der Reflexion auf seine eigene Mentalität” eine List der Fremden und Bedrohung dergleichen argwöhnt.

Aietes. Zahlreich sind sie und stark bewehrt

Reich an List die fremden Männer,

Leicht töten sie uns. (Gastfreund 105ff)

Unter der Oberfläche einer ersten friedlichen Annäherung kommen deutlich die Probleme der kulturellen Fremdheit zu tragen. Der These Dagmar C.G. Lorenz über eine zeitaktuelle, politische Darstellung Grillparzers von Fragen zur Theorie und Praxis der Expansionsgelüste Preußens des 19.Jahrhunderts durch die “Folie des griechischen Mythos” im goldenen Vließ soll zwar hier nicht grundsätzlich widersprochen werden, allerdings wird es Ziel dieser Arbeit sein die Modernität des Stückes im allgemeinmenschlichen, kommunikativen (Fehl-)verhalten des Menschen suchen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Problematik der interkulturellen Kommunikation bei Grillparzer ein und erläutert die methodische Herangehensweise unter Einbeziehung konstruktivistischer Kommunikationsmodelle.

2. BEGRIFFSDEFINITIONEN ENTLANG DES DRAMAS: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe "Kultur" und "Kommunikation" und beleuchtet ihre wechselseitige Beziehung sowie deren realitätskonstruierende Wirkung im Stück.

3. SITUATIONEN INTERKULTURELLER KOMMUNIKATION: Der Hauptteil analysiert konkrete Begegnungen zwischen Kolchern und Griechen, zwischen Medea und Jason sowie zwischen Medea und Kreusa hinsichtlich ihrer kommunikativen Misserfolge.

4. GENERATIONSKONFLIKTE: Dieses Kapitel widmet sich der intrakulturellen Kommunikation, insbesondere der Spannung zwischen Aietes, seiner Tochter Medea und seinem Sohn Absyrtus.

5. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Relevanz der Untersuchung für den Menschen in der modernen, transkulturellen Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Franz Grillparzer, Das goldene Vließ, Kultur, Kommunikation, Sprachwissenschaft, Konflikttheorie, Medea, Jason, Aietes, Identität, Transkulturalität, Konstruktivismus, Sprachliches Handeln, Generationskonflikt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Kommunikationsschwierigkeiten zwischen verschiedenen Kulturkreisen im Drama "Das goldene Vließ" von Franz Grillparzer.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind interkulturelle Missverständnisse, die Dynamik von Machtstrukturen in familiären Beziehungen sowie der Einfluss kultureller Identität auf das sprachliche Handeln der Figuren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Modernität von Grillparzers Mythenbearbeitung durch die Analyse der "interkulturellen Kommunikation" aufzuzeigen und zu ergründen, warum Dialoge zwischen den Figuren oft tragisch scheitern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden kommunikationstheoretische und sozialpsychologische Ansätze, insbesondere konstruktivistische Modelle wie die von Paul Watzlawick, mit einer literaturwissenschaftlichen Textanalyse verknüpft.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Kommunikationsproblemen zwischen den Kolchern und Griechen, dem komplexen Beziehungsgeflecht zwischen Medea und Jason sowie dem Generationskonflikt zwischen Vater und Kindern.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Interkulturelle Kommunikation, Identität, Konflikt, Sprachliches Handeln und Transkulturalität beschreiben.

Warum spielt die Unterscheidung von Versmaßen eine Rolle für die Analyse?

Das Versmaß dient als Ausdruck sprachlicher Varietät; die unterschiedliche Verwendung von freien Versen bei den Kolchern und dem Jambus bei den Griechen unterstreicht die ethnische und kulturelle Distanz der Figuren.

Welche Rolle spielt die Figur der Kreusa für Medea?

Kreusa fungiert als griechische Kontrastfigur, die durch ihre "humanitäre Naivität" und ihre Art der Kommunikation Medeas Vereinsamung und Entfremdung in der griechischen Kultur zusätzlich forciert.

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Details

Title
Probleme der interkulturellen Kommunikation in der Literatur am Beispiel Franz Grillparzers "Goldenem Vließ"
College
University of Augsburg
Grade
"-"
Author
Claudia Lachenmayer (Author)
Publication Year
2010
Pages
28
Catalog Number
V149532
ISBN (eBook)
9783640602841
ISBN (Book)
9783640602261
Language
German
Tags
Probleme Kommunikation Literatur Beispiel Franz Grillparzers Goldenem Vließ
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Lachenmayer (Author), 2010, Probleme der interkulturellen Kommunikation in der Literatur am Beispiel Franz Grillparzers "Goldenem Vließ", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149532
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