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Der Meister des Friedrichs-Altares

Die Anbetung der Heiligen Drei Könige

Title: Der Meister des Friedrichs-Altares

Seminar Paper , 2008 , 13 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Gioia Coreth (Author)

Art - Painting
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Summary Excerpt Details

Es handelt sich hier um eine Tafel, die etwa um 1440 in der Wiener Neustadt durch den Friedrichsmeister entstanden ist. Gemalt wurde auf Fichtenholz, die Maße der Tafel betragen 114,5 cm und 73 cm. Oben ist ein 5 cm breiter Streifen angestückt worden. Laut dem Katalog des Museums mittelalterlicher österreichischer Kunst ist die Tafel die Sonntagsseite eines Altarflügels, da der Hintergrund vergoldet ist. Sie ist die einzige erhaltene Tafel der Sonntagsseite eines verlorenen Altares. Auch zur Rückseite, also der Werktagsseite der Tafel ist nichts bekannt. Wenn sie eine Altartafel war, dann müssten an einer Seite Scharniere zu erkennen sein, oder zumindest eine Spur von Scharnieren, die einmal weggenommen worden sind. Heute wird das Werk allerdings in einen Rahmen präsentiert, der nicht originär ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Technische Daten der Tafel

Zustand der Tafel

Provenienz:

Bildbeschreibung:

Stilbeschreibung

Die Werkstatt

Herkunft des Stils

Standort der Werkstatt

Vergleiche:

St. Jakobsaltar

Anbetung Troppau

Ikonographie:

Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Analyse einer Tafelmalerei des sogenannten Friedrichsmeisters, die etwa um 1440 entstand. Das Ziel ist es, die stilistischen Einflüsse, die Werkstattzugehörigkeit sowie die ikonographische Bedeutung der "Anbetung der Heiligen Drei Könige" vor dem Hintergrund der Spätgotik und des "weichen Stils" einzuordnen.

  • Materialtechnische Analyse und Erhaltungszustand der Tafel
  • Stilistische Einordnung in die Internationale Gotik und den Realismus
  • Untersuchung der Werkstattzugehörigkeit und lokaler Standortfragen
  • Vergleichende Analyse mit zeitgenössischen Werken (St. Jakobsaltar, Anbetung Troppau)
  • Ikonographische Deutung der dargestellten Motive

Auszug aus dem Buch

Stilbeschreibung

Die Tafel ist nur 50 Jahre nach der Hochblüte der Internationalen Gotik entstanden. Diese Stilform wird auch als der weiche oder der schöne Stil beschrieben. Charakteristisch für diese Epoche ist, dass die Darstellung einem rein dekorativen Denken unterworfen ist, ebenso wird Buntfarbigkeit, Schönlinigkeit, Flächenbezogenheit und langgezogene Figuren als wichtig empfunden. Diese spätgotische Malerei war höfisch, idealisierend, detailfreudig und zeremoniell. Die Figuren sind oft ohne jegliche Beachtung der Perspektive rein dekorativ zusammengestellt. Die Ausarbeitung orientiert sich an Modellen der Internationalen Gotik. Die Kostüme, Gesten und Haltungen Mariens und der Könige wiederholen einen über ganz Europa verbreiteten Motivvorrat, der in verschiedenen Varianten immer wieder neu zusammengestellt wird.

Die Charakteristika des weichen Stils sind in dieser Tafel deutlich zu erkennen. Perspektive und Raumtiefe werden hier nur durch den Stall erzwungen und sind somit kaum vorhanden. Der untere Teil des Werkes ist vollkommen plan gemalt. Man kann sehen, dass die beiden stehenden Könige eigentlich nicht stehen, sondern schweben. Ihre Füße berühren nicht einmal wirklich den Boden. Hier kommt das „Primat der Flächenordnung“ von Otto Pächt gut zum Ausdruck, nachdem die Fläche vor dem Raum steht.

Zusammenfassung der Kapitel

Technische Daten der Tafel: Beschreibung der Maße, des Materials (Fichtenholz) und der ursprünglichen Funktion als Altarflügel.

Zustand der Tafel: Überblick über die Restaurierungsgeschichte und den baulichen Erhaltungszustand des Bildträgers.

Provenienz: Dokumentation der Herkunft von der Erwerbung 1934 bis zur heutigen Aufstellung im Oberen Belvedere.

Bildbeschreibung: Detaillierte Analyse der kompositionellen Anordnung der Epiphanie-Szene und der Figuren.

Stilbeschreibung: Einordnung in den weichen Stil der Internationalen Gotik und Untersuchung des Spannungsfeldes zum Realismus.

Die Werkstatt: Diskussion über die Herkunft des Künstlers aus böhmischen Kreisen und die Verortung der Werkstatt in Wien oder Wiener Neustadt.

Vergleiche: Gegenüberstellung mit dem St. Jakobsaltar und der Anbetung Troppau zur stilistischen Differenzierung.

Ikonographie: Erläuterung der biblischen Quelle und der Bedeutung der Drei Könige im christlichen Kontext.

Schlusswort: Zusammenfassende Würdigung des Friedrichsmeisters als eigenständiger Künstler innerhalb seiner Epoche.

Schlüsselwörter

Friedrichsmeister, Internationale Gotik, weicher Stil, Tafelmalerei, Anbetung der Heiligen Drei Könige, Wiener Neustadt, Spätgotik, Ikonographie, Realismus, Kunstgeschichte, Altarbau, Malerei 15. Jahrhundert, Wiener Neustädter Altar, Stofflichkeit, Werkstatt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht eine spezifische Tafelmalerei mit dem Titel „Anbetung der Heiligen Drei Könige“, die dem sogenannten Friedrichsmeister zugeschrieben wird.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Untersuchung umfasst die kunsthistorische Stilanalyse, die Herkunftsbestimmung (Provenienz) sowie die ikonographische Einordnung in den Kontext der spätgotischen Malerei.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Friedrichsmeister als eigenständige Künstlerpersönlichkeit innerhalb seines zeitgenössischen Umfelds besser zu verstehen und seine Position zwischen idealisierender Gotik und Realismus zu definieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt die vergleichende kunsthistorische Analyse, das Studium der Fachliteratur sowie die Untersuchung von ikonographischen und materialtechnischen Befunden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Bildbeschreibung, der stilistischen Einordnung, der Diskussion um den Standort der Werkstatt sowie dem direkten Vergleich mit anderen zeitgenössischen Flügelaltären.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Friedrichsmeister, Internationale Gotik, weicher Stil, Wiener Neustadt, Tafelmalerei und Ikonographie.

Warum wird der Friedrichsmeister oft nur als Fußnote in der Forschung betrachtet?

Der Autor führt aus, dass dies auf eine teilweise unklare Quellenlage und die Schwierigkeit zurückzuführen ist, den Künstler eindeutig regionalen Zentren oder Einflüssen zuzuordnen.

Welche Bedeutung hat der „weiche Stil“ für das betrachtete Werk?

Der weiche Stil prägt die dekorative Komposition und die idealisierte, flächige Darstellung der Figuren, die für die Zeit um 1440 charakteristisch war.

Welche Rolle spielt die Werkstatt für die Einordnung der Tafel?

Die Werkstatt ist zentral für die Frage nach der Herkunft des Stils, wobei die Forschung zwischen Wien und Wiener Neustadt schwankt und böhmische Einflüsse diskutiert.

Was ist das Ergebnis der ikonographischen Analyse?

Die Ikonographie folgt der biblischen Erzählung des Matthäusevangeliums und spiegelt die etablierten mittelalterlichen Traditionen der Drei Könige wider.

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Details

Title
Der Meister des Friedrichs-Altares
Subtitle
Die Anbetung der Heiligen Drei Könige
College
University of Vienna  (Kunstgeschichte)
Course
Seminar zu Werken des Belvedere Wien
Grade
3,0
Author
Gioia Coreth (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V149580
ISBN (eBook)
9783640601790
ISBN (Book)
9783640601806
Language
German
Tags
Meister Friedrichs-Altares Anbetung Heiligen Drei Könige
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gioia Coreth (Author), 2008, Der Meister des Friedrichs-Altares, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149580
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