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Field Painting - Jasper Johns und die Theorie verschiedener Feldbegriffe

Title: Field Painting - Jasper Johns und die Theorie verschiedener Feldbegriffe

Seminar Paper , 2008 , 26 Pages , Grade: 3

Autor:in: Gioia Coreth (Author), Sophie Adensamer (Author)

Art - Painting
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Summary Excerpt Details

Wir wollen in dem Text versuchen, genauer auf diese Schwerpunkte einzugehen und werden dies am Beispiel von Jasper Johns und seinem Werk Field Painting, das zwischen 1963 und 1964 entstanden ist und heute in der National Gallery of Art in Washington DC ausgestellt ist, beleuchten.
In diesem Gemälde treffen wir nicht nur in seinem Namen auf den Feldbegriff, sondern auch das Werk selbst befasst sich mit verschiedensten Wesensarten des Feldes. Deshalb schien uns diese Assemblage als das ideale Objekt, um die, bisher angeschnittenen Wesensarten des Feldbegriffes, an einem konkreten Beispiel zu prüfen. Jasper Johns befand sich zu dem Zeitpunkt, als er das Werk schuf, an einem Wendepunkt zwischen verschiedenen Richtungen der Avantgarde. Im New York der 50er Jahre liegt der thematische Schwerpunkt noch auf dem Abstrakten Expressionismus. Johns bricht mit dieser Kunstrichtung, weil er mit ihrem Gedankengut nicht ausrei‐ chend zufriedengestellt wurde, er konnte sich damit nicht identifizieren. Für ihn musste Kunst keine universalen Ansprüche erfüllen. Sie sollte für jeden erreichbar und nutzbar sein. Mit Field Painting bezieht sich Johns auf diese Entwicklungen und fügt sie in einen anisotropen Wahrnehmungsraum ein. Jedoch kann man ihm nicht die Bezeichnung eines neo‐dadaistischen Künstlers anheften.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

ASPEKTE DES FELDES

ORIENTIERUNG

MAGNETISMUS

AGRARFELD

UMFELD UND VORBILDER

JASPER JOHNS UND JOHN CAGE

JASPER JOHNS UND MARCEL DUCHAMP

AUSWIRKUNGEN

JOHNS UND DER NEO-DADAISMUS

SCHLUSSWORT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den vielschichtigen Feldbegriff anhand des Werkes "Field Painting" (1963-1964) von Jasper Johns. Dabei wird analysiert, wie der Künstler traditionelle Wahrnehmungsmuster durch den Einsatz von Orientierungshilfen, magnetischen Elementen und agrarischen Metaphern aufbricht und sich dabei von kunsthistorischen Strömungen wie dem Abstrakten Expressionismus abhebt.

  • Die Wahrnehmung des Betrachters und die räumliche Orientierung im Kunstwerk.
  • Die physikalische und symbolische Bedeutung des Feldbegriffs in der Kunst.
  • Der Einfluss von John Cage und Marcel Duchamp auf das künstlerische Schaffen von Jasper Johns.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit der Einordnung von Johns in den Neo-Dadaismus.

Auszug aus dem Buch

ORIENTIERUNG

Die Frage nach der Orientierung wird sofort offensichtlich, wenn man die Assemblage genauer betrachtet. So kann man auf den ersten Blick eine starke Vertikalisierung durch die Spaltung in der Bildmitte und die angebrachten Buchstaben in dieser Trennung erkennen. Auch die, auf der rechten Bildseite aufgetragene Farbe, die herunter rinnt, suggeriert eine vertikale Ausrichtung des Gemäldes. Zusätzlich befinden sich in jeder Ecke des Bildes Anweisungen, wie es zu hängen sei. („Upper Right“, „Lower Left“) So, als ob es dem Künstler bewusst gewesen wäre, das wahrscheinlich Verwirrungen bei der Hängung auftreten werden würden. “Aber auch wenn es [das Bild] einmal richtig an der Wand befestigt wurde, ist damit noch keineswegs die Frage geklärt, wie man sich dazu imaginativ ins Verhältnis setzen soll.” Durch diese Beschriftungen betrachtet der Künstler die Oberfläche des Werkes nicht als eigenständigen Grund.

In dem Zusammenhang zwingt sich uns auch der Gedanke an eine Landkarte auf, die als Plan dient und die ein Gebiet als Zweidimensionales Feld zur leichteren Orientierung darstellen soll. Die Beschriftung der Ecken erinnert stark an die Legenda einer solchen Landkarte, bei der sich der Orientierungslose an den gesetzten Zeichen zurecht finden kann, um zu seinen Ausgangs oder Zielpunkten zu finden. Insofern kann das Bild verschieden vom Betrachter aufgefasst werden. Man kann es so interpretieren, dass der Künstler den Betrachter als Orientierungslosen darstellen will, den es gilt, wieder in die rechten Wege zu leiten.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung führt in den Feldbegriff ein und benennt die vier Schwerpunkte der Arbeit: Orientierung, Magnetismus, agrarische Nutzung und soziale Neupositionierung im Kontext von Jasper Johns' Werk "Field Painting".

ASPEKTE DES FELDES: Dieses Kapitel analysiert die physische und konzeptionelle Gestaltung des Bildes, wobei die Orientierung des Betrachters, die Rolle von Magnetismus und die Bedeutung von agrarischen Metaphern im Vordergrund stehen.

UMFELD UND VORBILDER: Hier wird der künstlerische Kontext von Jasper Johns beleuchtet, insbesondere seine Verbindung zu den Denkweisen von John Cage und Marcel Duchamp und wie diese sein Schaffen prägten.

AUSWIRKUNGEN: Das Kapitel untersucht die Rezeption von Johns' Werk durch die Kritik und seine Rolle als Bindeglied zwischen Abstraktem Expressionismus und neueren künstlerischen Tendenzen.

JOHNS UND DER NEO-DADAISMUS: Diese Sektion hinterfragt kritisch die häufige Einordnung von Jasper Johns als Neo-Dadaisten und arbeitet die Unterschiede zu dieser Bewegung heraus.

SCHLUSSWORT: Das Schlusswort fasst zusammen, dass Johns eine eigenständige Vorreiterrolle einnimmt, die ihn über die strikte Zuordnung zu den Kunstrichtungen seiner Zeit hinaushebt.

Schlüsselwörter

Jasper Johns, Field Painting, Feldbegriff, Orientierung, Magnetismus, Agrarfeld, John Cage, Marcel Duchamp, Neo-Dadaismus, Abstrakter Expressionismus, Wahrnehmung, Assemblage, Kunstgeschichte, Moderne Kunst, Bildraum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Feldbegriff am Beispiel des Werkes "Field Painting" von Jasper Johns und beleuchtet seine kunsthistorische Bedeutung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Orientierung des Betrachters, physikalische Kraftfelder wie der Magnetismus sowie die Verknüpfung von Kunst mit alltagsbezogenen, agrarischen Metaphern.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den künstlerischen Ansatz von Jasper Johns zu durchdringen und zu zeigen, warum er sich nicht eindeutig in eine gängige Kunstströmung wie den Neo-Dadaismus einordnen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kunsthistorische Analyse angewandt, die das Werk "Field Painting" im Kontext der Theorie verschiedener Feldbegriffe und im Austausch mit anderen Künstlern der Epoche betrachtet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die spezifischen Aspekte des Feldes (Orientierung, Magnetismus, Agrar), Einflüsse durch Cage und Duchamp sowie die Auswirkungen seines Schaffens auf die damalige Kunstszene detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Jasper Johns, Feldbegriff, Orientierung, Magnetismus, Neo-Dadaismus und die Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung im Kunstwerk.

Warum spielt die physikalische Feldtheorie eine Rolle für Johns?

Die Entwicklung der Feldtheorie (Faraday) dient als Analogie, um das Verständnis des Künstlers von Spannungsfeldern und der Strukturierung des Wahrnehmungsfeldes im Bildraum zu verdeutlichen.

Inwiefern beeinflusste Duchamp die Arbeit an "Field Painting"?

Duchamp fungierte als Vorbild, insbesondere durch seine Ready-mades; Johns transformiert diese Ansätze, indem er Objekte de-naturiert und sie als Teil seines Assemblage-Konzepts neu in den "Buchstabenraum" einfügt.

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Details

Title
Field Painting - Jasper Johns und die Theorie verschiedener Feldbegriffe
College
University of Vienna  (Kunstgeschichte)
Grade
3
Authors
Gioia Coreth (Author), Sophie Adensamer (Author)
Publication Year
2008
Pages
26
Catalog Number
V149582
ISBN (eBook)
9783640610570
ISBN (Book)
9783640610501
Language
German
Tags
Field Painting Jasper Johns Theorie Feldbegriffe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gioia Coreth (Author), Sophie Adensamer (Author), 2008, Field Painting - Jasper Johns und die Theorie verschiedener Feldbegriffe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149582
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