Die Zielsetzung dieser Hausarbeit ist die Auswertung einer Studie, die im Rahmen der Dachevaluation der gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie aus dem Jahre 2015 durchgeführt wurde. Durch die Auswertung des Datensatzes der telefonisch durchgeführten Mitarbeiterbefragung, sollen mögliche Belastungsarten und Unterschiede der Brachen „Landwirtschaft und Produktion“, „Dienstleistungen“ sowie „nicht eindeutig zuordenbar“ in Bezug auf psychische und physische Arbeitsbelastungen untersucht werden. Des Weiteren soll festgestellt werden, ob die Annahme von innerbetrieblichen gesundheitsfördernden Aktivitäten zu einer Verbesserung des gesundheitlichen Zustands führt. Hierzu werden Analysen durchgeführt. Sollten Unterschiede diesbezüglich vorliegen, so werden diese erläutert. Eine weitere Zielsetzung dieser Hausarbeit ist es, die Verbindung von psychischen und physischen Belastungen und dem Verhalten von Mitarbeitern zu untersuchen. Dadurch soll die Frage beantwortet werden, ob ein Zusammenhang zwischen den berufsbezogenem präventiven Verhalten des Mitarbeiters und den gesundheitlichen Beschwerden besteht.
Die vorliegende Hausarbeit ist insgesamt in fünf Kapiteln unterteilt. In der Einleitung, das erste Kapitel, erfolgt die Beschreibung der „Problemstellung“, „Zielsetzung der Hausarbeit“ und dem „Aufbau der Hausarbeit“.
Der theoretische Teil der Arbeit ist hingegen in fünf Abschnitte aufgeteilt. Hierbei werden neben den Erläuterungen zu psychischen und physischen Belastungen am Arbeitsplatz, die Unterschiede zwischen den Brachen sowie Gesundheitsförderungen am Arbeitsplatz behandelt. Am Ende dieses Kapitels erfolgt eine kurze Zusammenfassung sowie Ableitung der Fragestellungen und Hypothesen. [...]
Inhaltsverzeichnis
- ABBILDUNGSVERZEICHNIS
- ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
- 1 EINLEITUNG
- 1.1 PROBLEMSTELLUNG
- 1.2 ZIELSETZUNG DER HAUSARBEIT
- 1.3 AUFBAU DER HAUSARBEIT
- 2 -THEORETISCHER TEIL DER HAUSARBEIT
- 2.1 PSYCHISCHE BELASTUNGEN AM ARBEITSPLATZ
- 2.2 PHYSISCHE BELASTUNGEN AM ARBEITSPLATZ
- 2.3 UNTERSCHIEDE ZWISCHEN DEN BRANCHEN
- 2.4 GESUNDHEITSFÖRDERUNG AM ARBEITSPLATZ
- 2.5 ZUSAMMENFASSUNG THEORETISCHER TEIL UND ABLEITUNG VON FRAGESTELLUNGEN UND HYPOTHESEN
- 2.5.1 ZUSAMMENFASSUNG THEORETISCHER TEIL
- 2.5.2 ABLEITUNG VON FRAGESTELLUNGEN UND HYPOTHESEN
- 3 METHODIK
- 3.1 CHARAKTERISIERUNG DES ANALYSEMATERIALS
- 3.2 BESCHREIBUNG DER STICKPROBE
- 3.3 OPERATIONALISIERUNG DER VARIABLEN
- 3.4 VORGEHEN DER SYSTEMGESTÜTZTEN DATENANALYSE
- 3.4.1 VARIANZANALYSE
- 3.4.2 MANN-WHITNEY-U-TEST
- 3.4.3 KORRELATIONSANALYSE NACH PEARSON
- 4. BESCHREIBUNG DER ERGEBNISSE BEZÜGLICH DER EINZELNEN VARIABLEN UND HYPOTHESEN
- 5 DISKUSSION
- 5.1 INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
- 5.2 KRITISCHE BEWERTUNG DES VORGEHENS - GÜTEKRITERIEN
- 5.3 SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DIE PRAXIS UND AUSBLICK
- LITERATURVERZEICHNIS
- ANHANG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit hat zum Ziel, eine Studie der Dachevaluation der gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie aus dem Jahr 2015 auszuwerten. Dabei sollen mögliche Belastungsarten und branchenspezifische Unterschiede hinsichtlich psychischer und physischer Arbeitsbelastungen analysiert sowie der Einfluss der Annahme innerbetrieblicher gesundheitsfördernder Aktivitäten auf den Gesundheitszustand der Arbeitnehmer untersucht werden.
- Psychische Belastungen am Arbeitsplatz.
- Physische Belastungen am Arbeitsplatz.
- Branchenspezifische Unterschiede von Belastungsarten und Gesundheitsproblemen.
- Einfluss von betrieblicher Gesundheitsförderung auf den Gesundheitszustand der Mitarbeiter.
- Zusammenhang zwischen Belastungen und dem berufsbezogenen Präventionsverhalten.
- Quantitative Datenanalyse zur Überprüfung von Hypothesen.
Auszug aus dem Buch
3.4.1 Varianzanalyse
Die Varianzanalyse dient dazu, gleichzeitig unbegrenzt viele Mittelwerte miteinander zu vergleichen und zu untersuchen, wie sehr sich die einzelnen Mittelwerte unterscheiden. Dabei werden in der Regel drei Faktoren bei der Varianzanalyse angewendet.46 Voraussetzungen für eine Varianzanalyse sind die Unabhängigkeit der Messungen, die abhängige Variable ist mindestens intervallskaliert, die unabhängige Variable ist unabhängig und nominalskaliert, die abhängige Variable ist für jede Gruppe (etwa) normalverteilt, es befinden sich keine Ausreißer in den Gruppen und die Varianzen in jeder Gruppe sollten (etwa) gleich sein (Homoskedastizität).47 Da die Varianzanalyse nur einen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen feststellt, kann diese Analyse mit einem Post-hoc-Test zusätzlich erweitert werden. Durch diesen kann analysiert werden, zwischen welchen Gruppen auch der signifikante Unterschied vorliegt.48
Bei dieser Hausarbeit dient die Varianzanalyse vor allem dazu, die erste und zweite Fragestellung und dessen Hypothesen H1(1) und H1(2) zu überprüfen. Beim Testverfahren werden zwei univariate Varianzanalysen angewendet, da nur eine abhängige Variable (physische bzw. psychische Belastung) untersucht wurde. Dabei besteht die Variable „W15sek2" aus drei Branchengruppen „Landwirtschaft und Produktion“, „Dienstleistungen“ und „nicht eindeutig zuordenbar“. Somit eignet sich hier vor allem die Varianzanalyse. Mit der Varianzanalyse ist es nämlich möglich, die Unterschiede zwischen drei Gruppen festzustellen. Wie bereits erläutert, kann dies mit einem Post-hoc-Test erweitert werden. Bei den Variablen „phys“ und „psych“ kann dabei auf Überprüfung der Normalverteilung verzichtet werden, da die Stichprobe ausreichend groß ist (n>30 für alle Gruppen).49 Die Überprüfung der Voraussetzung der Homoskedastizität wird anhand des Levene-Tests durchgeführt. Sollten sich die Varianzen signifikant unterscheiden, wird eine Korrektur für ungleiche Varianzen (Welch-Korrektur) angewendet. Folgende Befehlsfolge wird hierfür verwendet: leveneTest(ZA6759_Arbeitnehmer$phys, ZA6759_Arbeitnehmer$psych).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des ständigen Wandels in der Arbeitswelt ein, skizziert die Hauptziele der Hausarbeit zur Analyse von Belastungen und deren Auswirkungen sowie den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2 -Theoretischer Teil der Hausarbeit: Dieser Abschnitt beleuchtet psychische und physische Belastungen am Arbeitsplatz, untersucht branchenspezifische Unterschiede und erörtert die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz, um daraus konkrete Forschungsfragen und Hypothesen abzuleiten.
3 Methodik: Hier werden die Grundlage des Analysematerials, die Zusammensetzung der Stichprobe und die Operationalisierung der verwendeten Variablen detailliert beschrieben sowie die Durchführung der systemgestützten Datenanalyse mittels Varianzanalyse, Mann-Whitney-U-Test und Korrelationsanalyse erläutert.
4. Beschreibung der Ergebnisse bezüglich der einzelnen Variablen und Hypothesen: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der statistischen Analysen dargestellt, die die formulierten Hypothesen bezüglich der Zusammenhänge und Unterschiede von Belastungen und Gesundheitsverhalten der Arbeitnehmer überprüfen.
5 Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die ermittelten Ergebnisse, bewertet das methodische Vorgehen kritisch anhand von Gütekriterien und formuliert abschließende Schlussfolgerungen für die Praxis sowie einen Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Schlüsselwörter
Belastungen, Beschwerden, Gesundheitsverhalten, Arbeitnehmer, Psychische Belastungen, Physische Belastungen, Betriebliche Gesundheitsförderung, Arbeitsschutz, Varianzanalyse, Mann-Whitney-U-Test, Korrelationsanalyse, Branchenunterschiede, Prävention, Gesundheitsmanagement, Arbeitsplatz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Diese Arbeit untersucht Belastungen, Beschwerden und das Gesundheitsverhalten von Arbeitnehmern in verschiedenen Branchen, basierend auf einer quantitativen Datenanalyse einer Studie aus dem Jahr 2015.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen psychische und physische Belastungen am Arbeitsplatz, branchenspezifische Unterschiede in diesen Belastungen, die Rolle der betrieblichen Gesundheitsförderung sowie der Zusammenhang zwischen Belastungen und dem Präventionsverhalten der Mitarbeiter.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, mögliche Belastungsarten und branchenspezifische Unterschiede bezüglich psychischer und physischer Arbeitsbelastungen zu untersuchen und festzustellen, ob die Annahme von innerbetrieblichen gesundheitsfördernden Aktivitäten zu einer Verbesserung des gesundheitlichen Zustands führt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verwendet eine quantitative Datenanalyse unter Einsatz statistischer Methoden wie Varianzanalyse, Mann-Whitney-U-Test und Korrelationsanalyse nach Pearson, basierend auf einer standardisierten Telefonbefragung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die detaillierten Ergebnisse der statistischen Analysen vorgestellt, die die aufgestellten Hypothesen zu den Zusammenhängen und Unterschieden zwischen Belastungen, Beschwerden und dem Gesundheitsverhalten der Arbeitnehmer überprüfen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Belastungen, Beschwerden, Gesundheitsverhalten, Arbeitnehmer, Psychische Belastungen, Physische Belastungen, Betriebliche Gesundheitsförderung, Arbeitsschutz, Varianzanalyse, Mann-Whitney-U-Test, Korrelationsanalyse, Branchenunterschiede, Prävention, Gesundheitsmanagement, Arbeitsplatz.
Welche Branchen sind laut "Psychoreport 2022" am stärksten von psychischen Erkrankungen betroffen?
Laut "Psychoreport 2022" sind das Gesundheitswesen, die Öffentliche Verwaltung sowie Bildung, Kultur und Medien die am stärksten betroffenen Wirtschaftsgruppen bei psychischen Erkrankungen.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem berufsbezogenen Präventionsverhalten der Mitarbeiter und physischen Belastungen?
Ja, die Korrelationsanalyse nach Pearson konnte einen signifikanten positiven Zusammenhang zwischen dem Präventionsverhalten der Mitarbeiter und den physischen Belastungen feststellen.
Warum wurde kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Präventionsverhalten und psychischen Belastungen gefunden?
Es wird vermutet, dass der Fragebogen hauptsächlich auf Arbeitsschutz und -sicherheit abzielte und Fragen zur psychischen Belastung und Gesundheitsförderung nicht im gleichen Maße erfasst wurden, was eine fehlende Korrelation erklären könnte.
Warum konnte die Nullhypothese H0(4) bezüglich der Wahrnehmung von Gesundheitsförderungsangeboten und gesundheitlichen Beschwerden nicht abgelehnt werden?
Dies lag an einem hohen Anteil fehlender Antworten (1.528 von 5.000), was auf eine mögliche Fehleinschätzung arbeitsbedingter Einflussfaktoren oder Schwierigkeiten der Befragten bei der Einschätzung der Begriffe zurückgeführt wird.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Belastungen, Beschwerden und Gesundheitsverhalten von Arbeitnehmern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1496225