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Das Motiv der Apokalypse

Urbanen Welten Georg Heyms und ökologische Katastrophen in Günter Kunerts Werk

Title: Das Motiv der Apokalypse

Term Paper , 2008 , 27 Pages

Autor:in: Catrin Altzschner (Author)

German Studies - Comparative Literature
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[...] Der vorliegenden Hausarbeit liegt der Anspruch zu Grunde, die Verwendung des Motivs der Apokalypse exemplarisch an zwei unterschiedlichen Autoren, aus zwei unterschiedlichen Epochen, zu untersuchen. Dabei handelt es sich zum einen um den expressionistischen Lyriker Georg Heym, bei dem sich epochentypisch Apokalypse mit urbanen Welten voller Dämonisierung verbindet und den zeitgenössischen Autor Günter Kunert, der sich vor allem durch sein radikales ökologisches Bewusstsein auszeichnet.
Der Chronologie folgend erscheint es sinnvoll die Untersuchung mit Georg Heym zu beginnen. Die urbane Welt wird hier nicht eindimensional abgelehnt, sondern ist meist mit einer vielschichtigen Hassliebe verkettet. Endzeitstimmung und Todessehnsucht, Dämonisierung und Apokalypse auf der einen Seite und Aufbruchswille und Drang nach Erneuerung, nach einem rauschhaften Vitalismus auf der anderen Seite. Hierzu werden zwei repräsentative Gedichte, „Dämonen der Städte“ und „Die Vorstadt“ aus seinem Gesamtwerk stellvertretend analysiert.
Anschließend gilt es, ebenfalls über die Analyse zweier Gedichte Günter Kunerts, „nature morte“ und „Die Selbstmörder“, dessen apokalyptische Zeiterfahrung erfassbar zu machen. Welche Bedeutung kann das Schreiben für diesen Autor haben, der doch das Ende der Menschheit unabwendbar vor Augen hat? Obwohl seine Gedichte düstere apokalyptische Botschaften tragen, müssen sie doch in der Hoffnung geschrieben sein, ein offenes Ohr zu erreichen und dort etwas zu bewirken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Apokalyptisches Motiv in Urbaner Welt. Die Lyrik Georg Heyms

2.1. „Dämonen der Städte“

2.2. „Die Vorstadt“

3. Ökologische Katastrophe und apokalyptische Zeiterfahrung in Günter Kunerts Werk

3.1. „Nature Morte“

3.2. „Die Selbstmörder“

4. Nachwort

5. Literaturangaben

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht das Motiv der Apokalypse anhand ausgewählter lyrischer Werke von Georg Heym und Günter Kunert, um aufzuzeigen, wie beide Autoren unterschiedliche Epochen und Weltsichten durch apokalyptische Bildsprache miteinander verbinden.

  • Analyse des Großstadtmotivs bei Georg Heym im Kontext des Expressionismus.
  • Untersuchung der ökologischen und gesellschaftlichen Untergangsvisionen im Werk von Günter Kunert.
  • Gegenüberstellung von Vitalismus und Dämonisierung bei Heym sowie Geschichtspessimismus bei Kunert.
  • Interpretation zentraler Gedichte („Dämonen der Städte“, „Die Vorstadt“, „Nature Morte“, „Die Selbstmörder“).

Auszug aus dem Buch

3.1. „Nature Morte“

Das 1983 innerhalb des Gedichtbands „Stilleben“ erschiene Gedicht „Nature Morte“ erhält aufgrund seines Titels eine exponierte Stellung, handelt es sich bei diesem doch um die französische Entsprechung des Begriffs Stillleben. In der traditionellen Kunsttheorie stellt das Stillleben von ihren Lebensquellen abgeschnittene, zum Genuss vorbereitete oder sogar schon fragmentierte Naturgegenstände dar. In dieser Funktion fungiert dieses oft als „memento mori“, als Allegorie der Todesverfallenheit des Lebens. Dagegen muss das Stillleben in der Literatur als relativ unerschlossen von der Forschung gesehen werden, jedoch werden ähnliche Gegenstände wie die der Kunsttheorie beschrieben. Diese literarische Darstellung kann auf viererlei Wegen von statten gehen.

Zum einen kann als „Ekphrasis“ eine Annäherung an das bildkünstlerische Stillleben erreicht werden - R.M. Rilke „Das Füllhorn“ 1924 - oder aber mit dem Mittel der Historisierung wird durch die Erfassung der Vor- und Nachgeschichte der bildnerisch dargestellten Gegenstände und deren Produktion und Rezeption ein literarisches Stillleben erzeugt - H. Krausser „prunkstilleben“ 2003. Bei der dritten Möglichkeit handelt es sich um die Sektion Dies heißt, die Struktur eines Stilllebens wird zerlegt, teils bis dessen sprachlichen Korrelate in lautliche und graphische Bestandteile seziert sind -G. Stein „Tender Buttons“ 1914. Bei dem vierten Weg sucht der literarische Text mittels „Evokation“ ganz von dem bildkünstlerischen Vorbild abzulösen und unmittelbar poetisch präsent werden zu lassen -Rilke „Sonette an Orpheus“ [1923] XIII.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Begriff der Apokalypse wird theologisch und literaturgeschichtlich hergeleitet, um den Rahmen für die Untersuchung der Autoren Heym und Kunert zu spannen.

2. Apokalyptisches Motiv in Urbaner Welt. Die Lyrik Georg Heyms: Dieses Kapitel analysiert Heyms Großstadtlyrik, die zwischen Dämonisierung und vitalistischem Aufbruchsdrang schwankt.

2.1. „Dämonen der Städte“: Es wird die apokalyptische Darstellung der Industriegesellschaft und die Bildsprache der Stadt als Ozean untersucht.

2.2. „Die Vorstadt“: Fokus liegt auf der Darstellung des sozialen Elends und der Verwendung des Grotesken zur Entlarvung bürgerlicher Normalität.

3. Ökologische Katastrophe und apokalyptische Zeiterfahrung in Günter Kunerts Werk: Kunerts Wandel vom apokalyptischen Optimismus zum Geschichtspessimismus angesichts ökologischer Krisen bildet den Kern dieses Kapitels.

3.1. „Nature Morte“: Eine Analyse der Vergänglichkeit und der Entfremdung des Menschen in einer modernen Welt, symbolisiert durch die „Nature Morte“.

3.2. „Die Selbstmörder“: Dieses Kapitel betrachtet die Sinnlosigkeit des Daseins und die Resignation als Konsequenz einer apokalyptischen Weltsicht.

4. Nachwort: Das Kapitel zieht ein Resümee über die Gemeinsamkeiten und Differenzen beider Autoren im Umgang mit Modernisierung und gesellschaftlichem Verfall.

5. Literaturangaben: Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Apokalypse, Expressionismus, Georg Heym, Günter Kunert, Großstadtlyrik, Untergangsvision, ökologische Katastrophe, Dämonisierung, Vitalismus, Geschichtspessimismus, Stillleben, Entfremdung, Vergänglichkeit, Moderne, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Motiv der Apokalypse in der Lyrik von Georg Heym und Günter Kunert, um aufzuzeigen, wie unterschiedlich zwei Autoren verschiedener Epochen die Bedrohung der Welt thematisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Urbanisierung, die ökologische Krise, das Motiv des sozialen Verfalls, die Entfremdung des Menschen und die literarische Auseinandersetzung mit dem Weltuntergang.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die apokalyptische Bildsprache bei Heym und Kunert vergleichend zu analysieren und deren jeweilige Deutung von Geschichte und Untergang herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die Gedichtinterpretationen mit kunst- und literaturtheoretischen Ansätzen sowie biographischen Kontexten verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden jeweils zwei repräsentative Gedichte beider Autoren detailliert analysiert („Dämonen der Städte“ und „Die Vorstadt“ bei Heym sowie „Nature Morte“ und „Die Selbstmörder“ bei Kunert).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Apokalypse, Expressionismus, Großstadtlyrik, Geschichtspessimismus, Vitalismus und Entfremdung.

Wie unterscheidet sich Kunerts Sicht auf den Menschen von der Heyms?

Während Heym den Menschen oft als Opfer einer monströsen Industriegesellschaft darstellt, sieht Kunert den Menschen eher als Täter und Verursacher seines eigenen Untergangs.

Warum wählt Kunert den Titel „Nature Morte“ für eines seiner Gedichte?

Der Titel bezieht sich sowohl auf den kunsttheoretischen Begriff des Stilllebens als auch auf die wörtliche Bedeutung des „stillen Lebens“, was die Endzeitstimmung und die Lähmung des modernen Menschen unterstreicht.

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Details

Title
Das Motiv der Apokalypse
Subtitle
Urbanen Welten Georg Heyms und ökologische Katastrophen in Günter Kunerts Werk
College
University of Duisburg-Essen
Author
Catrin Altzschner (Author)
Publication Year
2008
Pages
27
Catalog Number
V149635
ISBN (eBook)
9783640613847
ISBN (Book)
9783640613717
Language
German
Tags
Georg Heym Günter Kunert Expressionismus Postmoderne Die Vorstadt Dämonen der Städte nature morte Die Selbstmörder Lyrik Gedichtanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Catrin Altzschner (Author), 2008, Das Motiv der Apokalypse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149635
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