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Das Verhältnis der Geschlechter in den Ansätzen der Geschlechterforschung

Title: Das Verhältnis der Geschlechter in den Ansätzen der Geschlechterforschung

Term Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Friedemann Göppel (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Es gibt unterschiedliche und oft einander widersprechende Ansätze in der Geschlechterforschung, die sich aber allesamt damit beschäftigen, wie Frau und Mann von ihrer biologischen und sozialen Herkunft her zu beurteilen sind und was dies für das jeweilige Geschlecht bzw. für das Verhältnis der Geschlechter untereinander bedeutet. Dies verwirrt zunächst und bedarf aus meiner Sicht einer näheren Betrachtung, um die Ansätze besser unterscheiden, einordnen und verstehen zu können. Steht doch nicht zuletzt die Frage im Raum, inwiefern diese theoretischen Ansätze in der Praxis Relevanz zeigen und zwar sowohl im privaten als auch im gesellschaftlichen Leben. Die Geschlechterforschung fängt bei keinem einzigen Menschen bei einem „Nullpunkt“ an, sondern findet in jeder Gesellschaft, in jeder Kultur und bei jedem Menschen recht unterschiedliche Gegebenheiten vor. Eine Ergründung dieser Gegebenheiten, aber auch die Einordnung und Bewertung sind von großer Bedeutung. Ob diese naturgegeben und damit nicht zu ändern oder gesellschaftlich konstruiert und damit auch veränderbar sind, ist schließlich die Frage, um die sich die Geschlechterforschung dreht. Ich möchte herauszufinden, ob einer der theoretischen Ansätze mit den daraus folgenden praktischen Konsequenzen dem einzelnen Geschlecht, aber auch der Beziehung beider Geschlechter untereinander Hilfestellung geben kann auf der Suche nach einem subjektiv erfüllten Leben. Die Fragestellungen, die für mich daraus folgen, sind diese: Welche Chancen bieten die unterschiedlichen Ansätze der Genderforschung für Frauen und Männer und welche Gefahren tun sich gegebenenfalls durch sie auf? Welche (gegebenenfalls alternativen) Möglichkeiten ergeben sich in der Praxis daraus? Zunächst will ich einige Grundbegriffe (Kapitel 2) und im Anschluss daran verschiedene theoretische Ansätze (Kapitel 3) der Geschlechterforschung erörtern. Daran anknüpfend werde ich an Hand der Geschichte der Frauenbewegung und ihrer Ursachen (Kapitel 4) darstellen, weshalb es zu diesen Theorien kam. Im Folgenden sollen Widersprüche, wie ich sie sehe, und Konsequenzen, die sich aus Differenzansatz und Gleichheitsansatz ergeben, ausgeführt werden. Dabei will ich Frauen und Männer in ihrer jeweils unterschiedlichen Situation unserer Gesellschaft in den Blick nehmen. Schließlich will ich Lösungsansätze darlegen, wie sie sich mir aufgrund meiner gewonnenen Sicht darstellen.

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Gliederung

1. Einleitung

2. Grundbegriffe der Geschlechterforschung

2.1.Gender

2.2.Gender-Perspektive

2.3.Doing Gender

2.4.Gender Mainstreaming

3. Ansätze der Geschlechterforschung

3.1.Gleichheitsansatz

3.2.Differenzansatz

3.3.Dekonstruktivistischer Ansatz

4. Frauenbewegung und ihren Ursachen

4.1.Die Stellung der Frauen im Patriarchat

4.2.Frauenbewegung

5. Widersprüche und Konsequenzen

5.1.Frauen als Individuum in der heutigen Gesellschaft

5.2.Frauen im Kontext der heutigen Gesellschaft

5.3.Männer im Geschlechterverhältnis

5.4.Gleichheitsansatz oder Differenzansatz?

6. Lösungsansätze

6.1.Neu gefüllte Rollen

6.2.Partnerschaft

6.3.Neuanfang

7. Schlussfolgerung

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis der Geschlechter unter Berücksichtigung verschiedener theoretischer Ansätze der Geschlechterforschung. Ziel ist es, die praktischen Auswirkungen dieser Ansätze auf die Lebenssituation von Frauen und Männern zu beleuchten und Wege für ein gleichberechtigtes sowie erfülltes Zusammenleben aufzuzeigen.

  • Grundlagendefinitionen der Geschlechterforschung (Gender, Doing Gender).
  • Kritische Analyse von Gleichheits- und Differenzansätzen.
  • Historischer Kontext der Frauenbewegung und ihre gesellschaftliche Relevanz.
  • Widersprüche und Konsequenzen im aktuellen Geschlechterverhältnis.
  • Entwicklung von Lösungsansätzen für eine partnerschaftliche Neuausrichtung.

Auszug aus dem Buch

3.3. Dekonstruktivistischer Ansatz

„Judith Butler (Das Unbehagen der Geschlechter) und andere Vertreterinnen des feministischen Dekonstruktivismus bauen auf dem Beauvoirschen Radikalfeminismus auf und gehen einen Schritt weiter: Sowohl das biologische Geschlecht (sex) als auch das soziale Geschlecht (gender) seien gesellschaftliche Konstrukte und das Geschlecht müsse deshalb als Klassifikationseinheit abgelehnt werden.“ (Feminismus o.J.).

Danach gibt es, so meinen Purer und Rainer, keine Grenzen von Natur (sex) und Kultur (gender). Sex und gender werden beide als eine gesellschaftliche Konstruktion angesehen. Die Zweigeschlechtlichkeit werde ständig symbolisch konstruiert (doing gender) (Purer, Rainer 2007). Es wird demnach davon ausgegangen, dass es so viele Identitäten wie Menschen gibt (Feminismus o.J.).

Weitere Ansätze sind im Gynozentrischen Feminismus und im Kulturellen Feminismus zu sehen, die meines Erachtens dem Differenzansatz nahe stehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz der Geschlechterforschung und definiert die zentralen Forschungsfragen zur Untersuchung theoretischer Ansätze und deren Praxistauglichkeit.

2. Grundbegriffe der Geschlechterforschung: Hier werden essentielle Fachbegriffe wie Gender, Gender-Perspektive und Doing Gender definiert, um ein einheitliches Verständnis für den weiteren Verlauf der Arbeit zu schaffen.

3. Ansätze der Geschlechterforschung: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Hauptströmungen vor, darunter den Gleichheitsansatz, den Differenzansatz und den dekonstruktivistischen Ansatz.

4. Frauenbewegung und ihren Ursachen: Es wird die historische Entwicklung der Frauenbewegung nachgezeichnet sowie die Stellung der Frau im patriarchalen System kritisch reflektiert.

5. Widersprüche und Konsequenzen: Das Kapitel analysiert die aktuelle Situation von Frauen und Männern in der modernen Gesellschaft und hinterfragt bestehende Rollenmuster.

6. Lösungsansätze: Hier werden Ansätze für eine Neugestaltung des partnerschaftlichen Zusammenlebens und die Überwindung traditioneller Rollenbilder diskutiert.

7. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und plädiert für die Entwicklung individueller Lösungen im Geschlechterverhältnis.

8. Zusammenfassung: Eine komprimierte Darstellung der wichtigsten Argumente und Ergebnisse der vorliegenden Hausarbeit.

Schlüsselwörter

Geschlechterforschung, Gender, Doing Gender, Gleichheitsansatz, Differenzansatz, Patriarchat, Frauenbewegung, Gender Mainstreaming, Geschlechterverhältnis, Rollenbilder, Partnerschaft, Dekonstruktivismus, soziale Konstruktion, Emanzipation, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Männern und Frauen im Kontext unterschiedlicher theoretischer Ansätze der Geschlechterforschung und deren praktische Bedeutung für das moderne Leben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Fundamente (Gleichheits- vs. Differenzansatz), die historische Entwicklung der Frauenbewegung und aktuelle Herausforderungen in der Partnerschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird der Frage nachgegangen, welche Chancen und Gefahren in den verschiedenen Ansätzen liegen und wie diese zur Gestaltung eines subjektiv erfüllten Lebens beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich vorrangig auf eine umfangreiche Internetrecherche sowie die Auswertung relevanter Fachliteratur und Zeitschriftenbeiträge.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung der Ansätze, die historische Herleitung der Frauenbewegung sowie die Analyse der aktuellen gesellschaftlichen Konsequenzen für Frauen und Männer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Gender, Doing Gender, Gleichheitsansatz, Differenzansatz und das gesellschaftliche Konstrukt der Geschlechterrolle.

Wie bewertet der Autor den „dekonstruktivistischen Ansatz“?

Der Autor ordnet diesen Ansatz als eine Weiterführung ein, die biologische und soziale Kategorien als gesellschaftliche Konstrukte ablehnt und eine Individualisierung von Identitäten betont.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf die Zukunft der Geschlechterverhältnisse?

Der Autor schlussfolgert, dass weder das Patriarchat noch ein einseitiger Sieg des Feminismus die Lösung darstellen, sondern ein gemeinsamer, partnerschaftlicher Weg gefunden werden muss.

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Details

Title
Das Verhältnis der Geschlechter in den Ansätzen der Geschlechterforschung
College
Erfurt University of Applied Sciences
Grade
1,0
Author
Friedemann Göppel (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V149666
ISBN (eBook)
9783640604609
ISBN (Book)
9783640604289
Language
German
Tags
Verhältnis Geschlechter Ansätzen Geschlechterforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Friedemann Göppel (Author), 2007, Das Verhältnis der Geschlechter in den Ansätzen der Geschlechterforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149666
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