In diesem Text wird die Aussendung der Jünger exegetisch analysiert und Schlüsse zum Missionsverständnis gezogen. Ob der Text auch für die heutige Zeit noch relevant ist, wird als Schlussfazit dargestellt. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung von Mt 9,36 – 11,1 für das heutige Verständnis von Mission zu erläutern und daraus praktische Implikationen abzuleiten. Die Arbeit ist in 3 Teile gegliedert: Exegese des Bibeltextes1, missiologische Bedeutung und Missionspraxis. Der angeschaute Bibeltext beinhaltet die Aussendung der 12 Jünger durch Jesus und findet vor seinem Tod und Auferstehung statt.
Inhaltsverzeichnis
1 Exegese des Bibeltextes
1.1 Gliederung des Textes
1.2 Synoptischer Vergleich
1.3 Paralleltexte
1.4 Literarischer Kontext
1.5 Historischer Kontext
1.6 Begriffsanalyse
1.7 Historisch-kritische Interpretation
2 Missiologische Bedeutung
2.1 Partikularismus
2.2 Auftrag
2.3 Verfolgung
2.4 Das Reich der Himmel
2.5 Grosse Ernte wenige Arbeiter – Mt 9,37f
2.6 Glaubwürdigkeit der historischen Aussendung
3 Missionspraxis heute
3.1 Auftrag heute
3.2 Verfolgung heute
3.3 Apostel oder Jünger heute
3.4 Mission der Gemeine Christi heute
4 Persönliches Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Jüngeraussendung nach Matthäus 9,36 – 11,1 im Hinblick auf ein zeitgemäßes Verständnis von christlicher Mission und leitet daraus praktische Implikationen ab.
- Exegetische Analyse des matthäischen Aussendungstextes im synoptischen Kontext.
- Untersuchung der missiologischen Aspekte wie Partikularismus, Auftrag und Verfolgung.
- Diskussion der historischen Glaubwürdigkeit der erzählten Aussendung.
- Reflektion über die Relevanz biblischer Missionsprinzipien für die heutige Missionspraxis und die Identität der Gemeinde.
- Verständnis der Jüngerschaft als Grundlage für das missionarische Zeugnis der Kirche.
Auszug aus dem Buch
1.6 Begriffsanalyse
Würdig – ἄξιος: Dieses Wort wird im Bibeltext dreimal verwendet; Mt 10,10.11.13. Es bedeutet ausgleichen, ins Gleichgewicht bringen oder gleichwertig sein. In V. 10 wird es als alttestamentliche Weisung verwendet (Num 18,31), dass es auch für die Arbeit des Ochsen einen Ausgleich geben soll. In V. 10 und 13 wird es auf die Israeliten bezogen, welche bereit sind, die Jünger und ihre Botschaft aufzunehmen und bezieht sich nicht auf eine menschliche Würdigkeit. Als würdige Israeliten galt der gläubige Rest.
Umsonst – δωρεάν: Wird in Mt 10,8 verwendet. Damit ist nicht vergeblich oder erfolglos gemeint, sondern, ohne etwas dafür zu tun. Die beiden Wörter «würdig» und «umsonst» können als Gegenteil verstanden werden; die Jünger sollen würdige Menschen in den Städten aufsuchen, sie selbst haben aber nichts getan, um die Vollmacht Jesu zu erhalten. Deswegen sollen sie auch keinen Ausgleich verlangen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Exegese des Bibeltextes: Dieses Kapitel bietet eine philologische und historisch-kritische Untersuchung des Textabschnitts, wobei Struktur, Kontext und zentrale Begrifflichkeiten geklärt werden.
2 Missiologische Bedeutung: Hier werden die theologischen Kernaussagen zur Mission, wie das Verhältnis von Partikularismus und Universalismus sowie die Rolle der Verfolgung, exegetisch begründet erörtert.
3 Missionspraxis heute: Das Kapitel überträgt die biblischen Befunde in die heutige Zeit und reflektiert über die anhaltende Relevanz von Jüngerschaft und Gemeindeaufbau.
4 Persönliches Fazit: Der Verfasser fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Textstelle primär die Gemeinde ermutigen soll und die Mission als unvermeidbare Konsequenz der Nachfolge versteht.
Schlüsselwörter
Matthäus-Evangelium, Jüngeraussendung, Mission, Reich Gottes, Exegese, Missiologie, Nachfolge, Verfolgung, Apostel, Gemeinde, Auftrag, Israelmission, Heidenmission, Biblische Theologie, Jüngerschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Kapitel Matthäus 9,36 – 11,1, das die Aussendung der zwölf Jünger durch Jesus beschreibt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themen umfassen die biblische Exegese des Textes, missiologische Implikationen sowie die Anwendung dieser Prinzipien auf die heutige Missionspraxis.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Bedeutung dieser Aussendungsrede für ein heutiges Verständnis von Mission zu erläutern und daraus praktische Implikationen abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt die historisch-kritische Methode, inklusive Begriffsanalysen und synoptischen Vergleichen, um den Text zu erschließen.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Fragen der Ekklesiologie und des Partikularismus als auch die praktische Relevanz von Jüngerschaft und der Auftrag der Gemeinde analysiert.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind das Reich der Himmel, Jüngerschaft, Sendungsauftrag und das Verhältnis von Gemeinde und Mission.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Jüngern und Aposteln?
Die Apostel werden als der innere Kreis definiert, die von Jesus persönlich befähigt wurden, während Jünger im weiteren Sinne alle sind, die durch das Zeugnis zum Glauben fanden.
Welche Rolle spielt die Verfolgung im Verständnis der Arbeit?
Verfolgung wird nicht als politischer Aufstand missverstanden, sondern als eine unvermeidbare Konsequenz der leidenschaftlichen Nachfolge und Hingabe an Christus gedeutet.
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- Anonym (Autor:in), 2024, Die Mission der Jünger nach Matthäus 9,36 – 11,1, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1496865