Altengeseke - Wirklich ein Königsgut Ludwigs des Frommen?


Seminararbeit, 2008

9 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Auswertung der Schenkungsurkunde

Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Einleitung

Im Zuge der Forschungen im Bezug auf Königsgüter des Frühmittelalters spielt Altengeseke zwar nur eine untergeordnete Rolle, aber durch die anstehenden Feierlichkeiten zur 1175 – Jahr – Feier steigt das Interesse vor allem in der Region um den Ort immens. Dadurch wurde eine eingehende Untersuchung der Geschichte Altengesekes interessant.

Diese Seminararbeit beschäftigt sich vor allem mit der Schenkung Altengesekes unter der maßgeblichen Fragestellung, ob Altengeseke ein Königsgut Ludwigs des Frommen war. In Folge dessen sind die Hauptquellen die von Ludwig dem Frommen ausgestellte Urkunde von 833, in „Geiske“ zum ersten Mal erwähnt wird, die Aufzeichnungen des Dorfchronisten Franz Schäfer, sowie die von der Gemeinde Anröchte herausgegebene Ortschronik und das zur 1150 – Jahr – Feier 1983 erschienene Buch von Dr. Hans Grusemann.

Problematisch und kontrovers wird die Zuordnung der Kaiserlichen Urkunde von 833 n.Chr. behandelt. Die vorherrschende Meinung, dass in dieser Altengeseke erwähnt wird, wird von einigen wenigen Historikern bestritten, die die Theorie entwickelt haben, es handle sich bei der Erwähnung um Geseke.

Auswertung der Schenkungsurkunde

Bei der vorliegenden Urkunde, handelt es sich um eine Schenkung Ludwigs des Frommen an den Grafen Rhidag. Sie stammt aus dem Jahre 833 n. Chr. Dieses ergibt sich aus dem Anhang, welcher auf den Schreiber hin deutet. Der Schreiber, der Notar Hirminmaris, hält fest, dass die Schenkungsurkunde am 01. April des 20. Jahres der Herrschaft Ludwigs geschrieben sei.

Die hier zugrunde liegende Abschrift der Urkunde, welche als Geschenk an den Bürgermeister 1960er Jahren Überreicht wurde, ist die deutsche Übersetzung vom lateinischen Ursprungstext.

Aus der Urkunde selber geht hervor, dass sie in Worms, einem der bevorzugten Aufenthaltsorte und Hoftagsorte Ludwigs des Frommen, 833, verfasst wurde. Ludwig hielt hier im März/ April des betreffenden Jahres einen Reichstag ab. Der Verfasser ist der bereits erwähnte Notar Hirminmaris, gültig wird sie durch das Zeichen und Siegel Ludwigs[1].

Diese Urkunde richtet sich an den Grafen Rhidag[2] und bedenkt diesen mit „gewissen Gegenständen“ aus dem Besitz Ludwigs des Frommen. Dementsprechend müssen die Güter, welche jener Graf Rhidag erhält, in königlichem Besitz sein – oder anders: Graf Rhidag wird mit Königsgütern beschenkt.

Dass es sich um Königsgüter handelt, ist durchaus nachvollziehbar, da sich zur Versorgung des Königs auf Reisen entlang der Wegstrecken zu seinen Pfalzen und Burgen Wegpunkte zur Auffrischung des Bedarfes seines Geleits befanden. In Kriegszeiten dienten sie als Proviantlager für das Heer.

[...]


[1] Das kaiserliche Siegel wird durch eine stilisierte Unterschrift ergänzt, die sich aus den Teilzügen des Namens Ludovicus ergibt. Vgl. Dr. Hans Grusemann, Altengeseke 833 – 1983, Altengeseke 1983, S. 14

[2] Graf Rhidag, sächsischer Adliger, hatte seinen Sitz, in Erwitte (unweit Altengeseke) vgl. Reinhard Wenskus, Sächsischer Stammesadel und fränkischer Reichsadel, 1976 S.245)

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Altengeseke - Wirklich ein Königsgut Ludwigs des Frommen?
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Autor
Jahr
2008
Seiten
9
Katalognummer
V149742
ISBN (eBook)
9783640606306
ISBN (Buch)
9783640605866
Dateigröße
386 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Altengeseke, Wirklich, Königsgut, Ludwigs, Frommen
Arbeit zitieren
Patrick Saal (Autor), 2008, Altengeseke - Wirklich ein Königsgut Ludwigs des Frommen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149742

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Altengeseke - Wirklich ein Königsgut Ludwigs des Frommen?



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden