Nach den Studien PISA I und PISA II sind die Kinder der Migranten bzw. die Schüler mit Migrationshintergrund in aller Munde gewesen: Begriffe wie „institutionelle Benachteiligung“, „Sprachbarriere“ und „Interkulturelle Bildung“ waren plötzlich in aller Munde; der Ruf nach einer Bildungsreform wurde laut und die Themen „Migration“ und „Bildung“ wurden als ein separates Forschungsgebiet entdeckt, in dem sich bis heute die unterschiedlichsten Menschen, Wissenschaftler und einfache Publizisten tummeln. Von pragmatischen Feststellungen und Lösungsansätzen, über utopische Vorstellungen bis hin zu „gewagten“ Thesen (z. B. Isabell Diehm, die tatsächlich festgestellt hat, dass die schulische Situation und die schulische Entwicklung von Migranten zusammenhängend betrachtet werden müssen – vgl. Diehm, Isabell: Schulentwicklung in der Einwanderungsgesellschaft: Ein „blinder Fleck“ der aktuellen Reformdebatte. In: Ackermann, Heike/ Rahm, Sibylle (Hrsg.): Kooperative Schulentwicklung, Wiesbaden 2004) findet man zu (fast) jeder Frage eine Antwort. Die folgende Arbeit beschäftigt sich auszugsweise mit einer Benachteiligung von Migrantenkindern bzw. Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland und, die Benachteiligung vorausgesetzt, den Gründen dafür. Im Zuge dessen werden ausgewählte Faktoren wie Sprache, Lernkultur der Migranten und die Schülerschaft betrachtet, um danach auf die Herausforderungen für und Forderungen an die Institution Schule einzugehen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Migranten
- Die Bedeutung von Sprachkenntnissen
- Defizitäre Herkunfts- und Lernkultur
- Die Rolle der Schülerschaft
- Migration: Entwicklungsaufgabe der Schulen
- Zusammenfassung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der Benachteiligung von Migrantenkindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem. Sie untersucht die Gründe für diese Benachteiligung und beleuchtet ausgewählte Faktoren wie Sprache, Lernkultur der Migranten und die Schülerschaft. Die Arbeit geht auf die Herausforderungen für und Forderungen an die Institution Schule ein.
- Benachteiligung von Migrantenkindern im deutschen Bildungssystem
- Gründe für die Benachteiligung
- Rolle von Sprache und Lernkultur
- Einfluss der Schülerschaft
- Herausforderungen und Forderungen an die Schule
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und beleuchtet die aktuelle Debatte um die Bildungschancen von Migrantenkindern. Sie stellt die Relevanz des Themas dar und skizziert den Aufbau der Arbeit.
Das Kapitel „Migranten“ definiert den Begriff „Migrantenkind“ und „Schüler mit Migrationshintergrund“ und beleuchtet die unterschiedlichen Kategorien von Migranten. Es werden Statistiken zur Anzahl von Migrantenkindern im deutschen Schulsystem vorgestellt.
Das Kapitel „Die Bedeutung von Sprachkenntnissen“ betont die Wichtigkeit von Sprachkenntnissen für den Bildungserfolg von Migrantenkindern. Es wird die Bedeutung der deutschen Sprache für die Kommunikation und das Verständnis zwischen Lehrern und Schülern hervorgehoben.
Das Kapitel „Defizitäre Herkunfts- und Lernkultur“ befasst sich mit der Frage, ob die Herkunfts- und Lernkultur von Migrantenkindern als defizitär betrachtet werden kann. Es werden verschiedene Perspektiven auf dieses Thema beleuchtet.
Das Kapitel „Die Rolle der Schülerschaft“ untersucht den Einfluss der Schülerschaft auf die Integration von Migrantenkindern. Es werden die Herausforderungen und Chancen der Interaktion zwischen Schülern mit und ohne Migrationshintergrund beleuchtet.
Das Kapitel „Migration: Entwicklungsaufgabe der Schulen“ geht auf die Herausforderungen für die Institution Schule im Kontext der Migration ein. Es werden Forderungen an die Schule gestellt, um die Bildungschancen von Migrantenkindern zu verbessern.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Migration, Bildung, Migrantenkinder, Schülerschaft, Sprachkenntnisse, Lernkultur, Integration, Inklusion, Bildungssystem, Herausforderungen, Forderungen, Schule, Deutschland.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Kinder mit Migrationshintergrund im Bildungssystem oft benachteiligt?
Gründe sind unter anderem Sprachbarrieren, eine mangelnde Berücksichtigung der Herkunftskultur in den Lehrplänen sowie strukturelle ("institutionelle") Benachteiligungen innerhalb des Schulsystems.
Welche Rolle spielen Sprachkenntnisse für den Schulerfolg?
Die Beherrschung der Unterrichtssprache ist der Schlüssel zum Verständnis von Inhalten und zur Kommunikation mit Lehrkräften. Defizite führen hier schnell zu einer Abwärtsspirale bei den Noten.
Was bedeutet "Interkulturelle Bildung"?
Interkulturelle Bildung zielt darauf ab, die Vielfalt der Schülerschaft als Ressource zu nutzen, Vorurteile abzubauen und Kompetenzen im Umgang mit verschiedenen Kulturen zu vermitteln.
Ist die Herkunftskultur der Migranten ein Hindernis?
In der Forschung wird diskutiert, ob "defizitäre Lernkulturen" existieren oder ob das deutsche Schulsystem einfach zu starr ist, um auf unterschiedliche kulturelle Lernvoraussetzungen einzugehen.
Was fordert die Schulentwicklung in der Einwanderungsgesellschaft?
Gefordert werden eine Bildungsreform, die Migration als Normalfall begreift, gezielte Sprachförderung und eine Sensibilisierung der Lehrkräfte für interkulturelle Dynamiken.
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- Patrick Saal (Author), 2008, Migration und Bildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149744