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Zur Erzeugung einer Analysegrundlage durch Konzentration auf die Merkmale des Gegenstandes

Title: Zur Erzeugung einer Analysegrundlage durch Konzentration auf die Merkmale des Gegenstandes

Essay , 2007 , 5 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kati Neubauer (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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In der Soziologie eignen sich viele wissenschaftliche Herangehensweisen, um einen Vorgang zu beobachten und entsprechend zu Analysieren. Eine ist die Erzeugung einer Analysegrundlage durch Konzentration auf die Merkmale des Gegenstandes. Diese wurde anhand einer Videoaufnahme über Jugendlicher der Hardcore-Szene in einem "Moshpit" im Eigenversuch in einem Soziologieseminar erprobt, um empirisch Chancen der Methode und mögliche Schwächen aufzudecken. Geklärt werden sollte, ob die Methode ein geeignetes Vorgehen für Lehrer (insbesondere Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde-Lehrer) sein könnte, um adäquater auf ihre Schüler einzugehen, die möglicherweise Mitglieder verschiedener Jugendkulturen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erkenntnisprobleme im Alltag

3. Das bewusste Beobachten

4. Schwierigkeiten der Konzentration auf Merkmale

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die wissenschaftliche Methode der Erzeugung einer Analysegrundlage durch die bewusste Konzentration auf Merkmale des Gegenstandes. Ziel ist es zu prüfen, ob dieses soziologische Vorgehen Lehrkräften helfen kann, vorurteilsfrei und adäquat auf Schüler aus verschiedenen Jugendkulturen einzugehen, wobei Chancen und methodische Grenzen kritisch reflektiert werden.

  • Wissenschaftliche Beobachtungsmethodik in der Soziologie
  • Kognitive Verzerrungen und Erkenntnisprobleme im Alltag
  • Die Rolle der Neutralität bei der Analyse von Subkulturen
  • Praktikabilität und Herausforderungen bei der Anwendung im schulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

Schwierigkeiten der Konzentration auf Merkmale

Aber eben diese Anweisung brachte Schwierigkeiten der Methode zum Vorschein. Durch die Flut an Details war ein nahezu endloser Beschreibungskatalog vorprogrammiert. Da zudem alle Begriffe ausdifferenziert und alles auf das Essenzielle der Beschreibung aufgedröselt werden musste, drohte sich der Beobachter in der immer wieder um höchste Neutralität bemühten Schilderung des Gesehenen zu verlieren. Trotz größter Bemühung um Genauigkeit und einem enormen Zeitaufwand konnte jeweils nur ein Teil des Geschehens wiedergegeben werden. Der individuelle Blick des Beschreibenden grenzte, ungeachtet bestrebter Offenheit, immer einen Erkenntnisraum ein, der auch im Unterschied zu anderen Beobachtern oft in Bezug auf das gleiche Detail andere Daten lieferte. So war für den Einen ein Schupsen für den Anderen Geschupst- Werden, womit sich nur auf das Auftreten einer Bewegung geeinigt werden konnte, was somit eine sehr verallgemeinerte Information ergab. Obschon die relevanten Merkmale des beobachteten Phänomens abstrahiert werden sollten, wurde deutlich, dass eine sinnvolle Datengewinnung nur von einer eingrenzenden Fragestellung abhängen konnte.

Des Weiteren schien der nötige Zeitaufwand für die Ausdifferenzierung in keinem Verhältnis zu dem eigentlichen Nutzen der Methode zu stehen. Der Beobachter war regelrecht gezwungen sich selbst in Detailbetrachtungen und den Überblick zu verlieren, um schließlich Daten für die spätere Analyse gewinnen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Methode der merkmalsorientierten Analyse und deren Zielsetzung im soziologischen sowie pädagogischen Kontext.

Erkenntnisprobleme im Alltag: Untersuchung kognitiver Automatismen, die zu selektiver Wahrnehmung und vorschnellen Urteilen führen.

Das bewusste Beobachten: Darstellung der methodischen Notwendigkeit, durch neutrale Detailbeobachtung Vorurteile zu überwinden.

Schwierigkeiten der Konzentration auf Merkmale: Reflexion über die methodischen Grenzen, insbesondere Zeitaufwand und die Subjektivität trotz Bemühungen um Neutralität.

Schlussbetrachtung: Fazit zur Eignung der Methode für den Schulalltag sowie deren Potenzial zur Förderung von Empathie und kritischer Selbstreflexion.

Schlüsselwörter

Soziologie, Analysegrundlage, Merkmalsanalyse, Beobachtungsmethode, Subkultur, Hardcore-Szene, Erkenntnisprobleme, Neutralität, Wahrnehmung, Schulpädagogik, Jugendkulturen, Vorurteilsfreiheit, Empirie, Reflexion, LER-Unterricht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert eine soziologische Methode zur objektiven Beobachtung von Gegenständen, um diese als Werkzeug für einen vorurteilsfreien Umgang mit fremden Lebenswelten zu prüfen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen wissenschaftliche Methodik, Erkenntnistheorie im Alltag, soziologische Feldforschung sowie deren Übertragbarkeit auf den pädagogischen Berufsalltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Nutzen und die Schwierigkeiten der „Konzentration auf Merkmale“ zu evaluieren, um zu klären, ob sie Lehrern bei der Arbeit mit Schülern aus unterschiedlichen Jugendkulturen unterstützt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine empirische Beobachtungsmethode angewandt, die auf einer detaillierten, vorurteilsfreien Beschreibung ohne vorab getroffene Interpretationen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den psychologischen Barrieren der Wahrnehmung, der systematischen Anleitung zur neutralen Beobachtung sowie den praktischen Hindernissen dieser Methode.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Beobachtungsmethode, Subkultur, Neutralität, Erkenntnisprobleme und Schulpädagogik definiert.

Ist die Methode für Lehrer im Alltag praktikabel?

Laut Fazit ist die Methode in ihrer wissenschaftlichen Breite für den Schulalltag zu zeitaufwendig, bietet aber unter fokussierten Fragestellungen einen wertvollen Ansatz gegen Abwertung.

Warum spielt die Hardcore-Szene eine Rolle im Text?

Die Hardcore-Szene dient als konkretes Beispielobjekt, um die Herausforderungen bei der Analyse von jugendlichen Ausdrucksformen und deren Fehlinterpretation zu verdeutlichen.

Wie schützt die Methode vor Vorurteilen?

Durch die künstliche Ausklammerung des Vorwissens und den Zwang zur rein phänomenologischen Beschreibung wird der Beobachter gezwungen, das Objekt ohne emotionale oder kulturelle Vorab-Bewertung zu betrachten.

Welche Rolle spielt die Selbstreflexion?

Die Selbstreflexion ist zentral, da die Arbeit aufzeigt, dass vollkommene Objektivität schwer erreichbar ist und eine ständige Auseinandersetzung mit der eigenen Befangenheit erfordert.

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Details

Title
Zur Erzeugung einer Analysegrundlage durch Konzentration auf die Merkmale des Gegenstandes
College
University of Potsdam
Grade
1,0
Author
Kati Neubauer (Author)
Publication Year
2007
Pages
5
Catalog Number
V149882
ISBN (eBook)
9783640607976
ISBN (Book)
9783640607600
Language
German
Tags
Jugendkultur Hardcore Analyse Methode Soziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kati Neubauer (Author), 2007, Zur Erzeugung einer Analysegrundlage durch Konzentration auf die Merkmale des Gegenstandes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149882
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