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Umweltmanagementsysteme als Instrumente für eine nachhaltige Entwicklung

Titel: Umweltmanagementsysteme als Instrumente für eine nachhaltige Entwicklung

Hausarbeit , 2002 , 28 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Sara Ebru Kisioglu (Autor:in)

VWL - Umweltökonomie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach einer Reihe von Unglücksfällen mit verheerenden Umweltschäden in
den siebziger Jahren und dem ersten Bericht des Club of Rome wurde die
Umweltschutzproblematik zu einem wichtigen Gegenstand der internationalen
politischen Diskussion.
1972 wurde als Ergebnis der ersten globalen Umwelt- und Entwicklungskonferenz
der Vereinten Nation die „Stockholmer Deklaration“ verabschiedet.
Seitdem gilt: „Jeder Mensch hat das Recht auf Freiheit,
Gleichheit und Lebensqualität sowie auf eine Umwelt, die ein menschenwürdiges
und gesundes Leben ermöglicht. Daraus erwächst ihm aber
auch die Verpflichtung, die Umwelt für künftige Generationen zu schützen
und lebensfreundlich zu gestalten.“(Häberli et al. 2002, S. 26)
Trotz dieser Erkenntnis und dem Streben nach Solidarität mit den künftigen
Generationen konnten bisher keine wirklich nachhaltigen Erfolge erzielt
werden. Zwar wurden erste Schritte in die Wege geleitet, wie z.B. die
Bekämpfung der Luft- bzw. Gewässerverschmutzung und der Lärmbelästigung,
dennoch wurde die Umweltsituation noch nicht grundsätzlich
verbessert.
Es zeigte sich die Notwendigkeit, insbesondere in der Wirtschaft Instrumente
bzw. Konzepte zu finden, die geeignet sind, eine nachhaltige
Entwicklung zu fördern. So hat sich die Problemwahrnehmung des Umweltschutzes
in Unternehmen inzwischen von einer vorwiegend technischen
Betrachtungsweise zu einer Führungsaufgabe gewandelt. In diesem
Zusammenhang ist zu Beginn der 90er Jahre die international gültige
Norm für Umweltmanagementsysteme ISO 14000 eingeführt worden, die
später auf europäischer Ebene weiterentwickelt wurde. „Wirksamer Umweltschutz
erfordert nicht nur moderne Technologien, sondern auch ein
wirksames Umweltmanagement. Vor diesem Hintergrund hat der Rat der
Europäischen Gemeinschaft am 29. Juni 1993 die `Verordnung (EWG) Nr.
1836/93 über die freiwillige Beteiligung gewerblicher Unternehmen an
einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die
Umweltbetriebsprüfung`, die vielfach kurz als EG-Öko-Audit-Verordnung
bezeichnet wird, beschlossen. Im Jahre 1995 ist die Öko-Audit-
Verordnung in Deutschland „ratifiziert“. Die Öko-Audit-Verordnung steht
als Rechtsnorm über nationalen Gesetzen. Ihr Ziel ist die Förderung der
kontinuierlichen Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes von
gewerblichen Tätigkeiten.“ (www.bmu.de/audit) [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung der Arbeit

2. Nachhaltigkeit als Leitbild

2.1. Ausgangssituation

2.2. Nachhaltigkeit nach dem Brundtland- Bericht

2.3. Nachhaltigkeit im Sinne der Agenda21

2.4. Nachhaltigkeit im gesamtwirtschaftlichen Kontext

2.5. Nachhaltigkeit in Unternehmen

3. Umweltmanagementsysteme

3.1. EMAS (EG- Öko- Audit- Verordnung )

3.2. ISO 14000

4. Umweltberichterstattung

4.1. Umwelterklärung nach EMAS

4.2. Umweltbericht nach ISO 14000

4.3. Entwicklung der Umweltberichterstattung

4.4. Zielgruppe der Umweltberichterstattung

5. Fazit

Zielsetzung und Themenbereiche

Die Arbeit untersucht, inwieweit Umweltmanagementsysteme als Instrumente dienen können, um das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung in Unternehmen praktisch umzusetzen und ökologische sowie ökonomische Ziele zu harmonisieren.

  • Nachhaltigkeit als gesellschaftliches und wirtschaftliches Leitbild
  • Die drei Dimensionen menschlichen Handelns
  • Umweltmanagementsysteme: EMAS und ISO 14000
  • Bedeutung und Entwicklung der Umweltberichterstattung
  • Rolle von Anspruchsgruppen und Kommunikation

Auszug aus dem Buch

3.1. EMAS (EG-Öko-Audit-Verordnung)

Im Juli 1993 ist die „ Verordnung (EWG) Nr. 1836/93 des Rates vom 29. Juni 1993 über die freiwillige Beteiligung gewerblicher Unternehmen an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung“ verabschiedet worden (vgl. Fichter 1995, XIII). In anderen Mitgliedsstaaten ist der Begriff EMAS gebräuchlich, was sich aus dem englischen „Enviromental Management and Auditing Scheme“ ableitet. Im Fachjargon wird diese Verordnung auch EG-Öko-Audit-Verordnung bezeichnet und ist seit Ende 1995 in Deutschland aufgrund der Umsetzungsarbeit gültig (vgl. Fichter 1995,S.1). Im Vordergrund der EMAS-Verordnung steht das Anliegen, Umweltmanagement in den europäischen Unternehmen zu integrieren. Zunächst müssen sich gewerbliche Unternehmen Klarheit über ihren Ist-Zustand verschaffen, d.h. die Wirkung auf die Umwelt muss erfasst, bewertet und dokumentiert werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Zustand des betrieblichen Umweltschutzes (vgl. www.quality-management.com).

Dies geschieht durch eine einmalig durchzuführende Umweltprüfung, wobei sich die Unternehmen auch zertifizieren lassen können. Die Umweltprüfung beinhaltet den Nachweis, dass die Unternehmen die einschlägigen Umweltvorschriften beachten, ein funktionierendes Umweltmanagementsystem aufgebaut haben und die Umweltauswirkungen in einem Umfang verringert haben, wie es sich mit der „wirtschaftlich vertretbaren Anwendung der besten verfügbaren Technik erreichen lässt“ (vgl. Fichter 1995,S.1).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung der Arbeit: Diese Einführung beleuchtet die historischen Wurzeln der Umweltschutzproblematik und leitet die Notwendigkeit ab, Umweltschutz als zentrale Führungsaufgabe in Unternehmen zu etablieren.

2. Nachhaltigkeit als Leitbild: Das Kapitel definiert den Begriff der Nachhaltigkeit ausgehend vom Brundtland-Bericht und der Agenda 21 und analysiert deren ökonomische und betriebliche Dimensionen.

3. Umweltmanagementsysteme: Hier werden die standardisierten Ansätze EMAS und ISO 14000 als Instrumente zur systematischen Integration des Umweltschutzes in die Unternehmensorganisation vorgestellt.

4. Umweltberichterstattung: Dieses Kapitel erörtert die Bedeutung der Transparenz und Kommunikation gegenüber internen und externen Anspruchsgruppen durch Umweltberichte und Umwelterklärungen.

5. Fazit: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass Umweltmanagementsysteme einen essenziellen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten, indem sie ökologische und ökonomische Ziele verbinden.

Schlüsselwörter

Nachhaltigkeit, Umweltmanagementsysteme, EMAS, ISO 14000, Öko-Effizienz, Umweltberichterstattung, Agenda 21, Umwelterklärung, Umweltmanagement, Ressourcenschonung, Nachhaltige Entwicklung, Stakeholder, Unternehmensführung, Umweltschutz, Ökologische Ökonomik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Umweltmanagementsysteme als wichtige Instrumente, um ökologische Anforderungen in unternehmerische Prozesse zu integrieren und einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Nachhaltigkeit, die Vorstellung der Systeme EMAS und ISO 14000 sowie die Bedeutung der Umweltberichterstattung für die Kommunikation mit Anspruchsgruppen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen durch Umweltmanagementsysteme über die bloße Harmonisierung von Ökologie und Ökonomie hinaus das umfassende Konzept der nachhaltigen Entwicklung unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, bei der aktuelle umweltpolitische Leitbilder und spezifische Normen für Umweltmanagementsysteme in den wirtschaftlichen Kontext eingeordnet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Nachhaltigkeitsleitbilds, die detaillierte Darstellung von EMAS und ISO 14000 sowie die Analyse von Formen und Zielgruppen der Umweltberichterstattung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Nachhaltigkeit, Umweltmanagement, EMAS, ISO 14000 und Umweltberichterstattung definiert.

Welcher Unterschied besteht zwischen EMAS und ISO 14000 bezüglich der Berichtspflicht?

Während EMAS Unternehmen zu einer öffentlichen, detaillierten Umwelterklärung mit einer Vielzahl von Daten verpflichtet, verlangt ISO 14000 lediglich die Veröffentlichung der Umweltpolitik.

Warum ist eine systematische Umweltberichterstattung für Unternehmen vorteilhaft?

Sie fördert das Vertrauen bei Anspruchsgruppen, hilft Haftungsrisiken zu minimieren und kann durch das Feedback der Öffentlichkeit die Motivation der Mitarbeiter steigern sowie Prozessoptimierungen anstoßen.

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Details

Titel
Umweltmanagementsysteme als Instrumente für eine nachhaltige Entwicklung
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal  (Fachbereich Sozial- und Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Ökologische Ökologie
Note
2,3
Autor
Sara Ebru Kisioglu (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
28
Katalognummer
V14992
ISBN (eBook)
9783638202411
ISBN (Buch)
9783656614371
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Umweltmanagementsysteme Instrumente Entwicklung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sara Ebru Kisioglu (Autor:in), 2002, Umweltmanagementsysteme als Instrumente für eine nachhaltige Entwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14992
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Leseprobe aus  28  Seiten
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