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Selbstwert und Kommunikation in der Pflege. Skript zum Unterricht "Kommunikation" Basiskenntnisse - Teil 1

Titel: Selbstwert und Kommunikation in der Pflege. Skript zum Unterricht "Kommunikation" Basiskenntnisse - Teil 1

Skript , 2022 , 65 Seiten

Autor:in: Katrin Figl (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieses Skript wurde im Rahmen eines Unterrichts für eine Pflegefachassistenz-Ausbildung (2022) erstellt und 2024 aktualisiert. Es wurden Inhalte zum "Selbstwert" hinzugefügt, sodass aktiv am Selbstwertgefühl gearbeitet werden kann. Eine unprofessionelle Kommunikation unter Kollegen ist oftmals die Folge eines negativen Selbstwertgefühls. Folglich ist ein selbstsicheres Auftreten im (Pflege-)Alltag gestört und Menschen weisen somit entweder einen unsicheren oder aggressiven Kommunikationsstil auf.

Laut Kocs und Kratz (2013) ist die Kommunikation eines der Grundwerkzeuge in der Pflege und liegt eine gestörte Kommunikation zwischen Pflegendem und Pflegebedürftigem vor, kann keine qualitativ hochwertige, ganzheitliche Pflege mehr erfolgen.

Das Skript beinhaltet diverse anschauliche Beispiele, 14 Übungen und zwei Selbsttests ("Wie selbstsicher sind Sie?", "Mein Selbstwertgefühl"). Die Lösungen dazu befinden sich in "Selbstwert und Kommunikation in der Pflege. Skript zum Unterricht "Kommunikation" Lösungen - Teil 2"

In meiner Laufbahn als Pflegekraft habe ich festgestellt, dass zwischenmenschliche Probleme oft auf fehlerhafter Kommunikation beruhen. Ein inkongruentes Verhalten des Senders führt dazu, dass verbale Botschaften nicht mit nonverbalen Signalen übereinstimmen. Um positive Entwicklungen zu ermöglichen, muss Feedback das Verhalten, nicht den Charakter, betreffen. Eine Auseinandersetzung mit Basiskenntnissen und Kommunikationsmodellen (Watzlawick, Schulz von Thun, Gordon, Rogers) ist notwendig. Zudem sollten Menschen ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse reflektieren, um Missverständnisse zu vermeiden. In meiner Erfahrung bewährt sich die gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach M. Rosenberg.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Grundlagen der Kommunikation

2.1 Sender-Empfänger-Modell

2.2 Kommunikationskanäle /Ebenen der Kommunikation

2.2.1 Körpersprache – Körperhaltung

2.2.2 Körpersprache – Gestik

2.2.3 Körpersprache – Mimik

2.2.4 Paraverbale Kommunikation

2.3 Distanzzonen

2.4 Einflussfaktoren auf die Kommunikation

3 Theorien und Modelle in der Kommunikation

3.1 Kommunikationstheorie nach Paul Watzlawick

3.2 Vier-Ohren-Modell von F. Schulz von Thun

3.3 Kommunikationsstörungen nach T. Gordon

3.3.1 Rückfragen

4.4 Klientenzentrierte Gesprächsführung nach C. Rogers

5 Techniken einer professionellen Gesprächsführung

5.1 Aktives Zuhören

5.2 Ich-Botschaften anstelle von Wir- Du- und Man-Botschaften

5 Professionelle Kommunikation im Pflegealltag

5.1 Gespräche mit Patienten

5.1.1 Informieren

5.1.2 Eckpunkte eines professionellen Gespräches

5.1.3 Eckpunkte einer professionellen Anamnese

5.1.4 Unprofessionelle Kommunikation – Killerphrase

5.1.5 Feedback

5.1.5.1 Regeln zum Feedback geben und nehmen

5.1.5.2 Feedback geben nach GFK (Gewaltfreie Kommunikation)

5.1.5.3 Selbst- und Fremdwahrnehmung/-bild

5.1.5.4 Personenwahrnehmung

5.2 Gespräche mit Kollegen

5.2.1 Fallbeispiel eines unprofessionellen Gesprächs unter Kolleginnen

5.2.2 Analyse des Gesprächs über eine Kollegin

5.2.3 Lästern: eine ernstzunehmende Krankheit!

5.3.4 Feindseliges Verhalten in der Pflege

6. Selbstsicheres Auftreten in der Pflege

6.1 Selbstwert

6.1.1 Folgen eines positiven Selbstwertgefühls

6.1.2 Folgen eines negativen Selbstwertgefühls

6.1.3 Wie entsteht das Selbstwertgefühl?

6.1.4 Entdecken Sie Ihren Wert

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel des Unterrichtsskripts ist es, Pflegekräften im ersten Ausbildungsjahr die essenziellen Grundlagen der Kommunikation zu vermitteln, um eine qualifizierte und patientenzentrierte Versorgung zu gewährleisten. Die Arbeit dient als Handbuch, um die eigene kommunikative Kompetenz zu reflektieren, professionelle Gesprächstechniken anzuwenden und eine vertrauensvolle Bindung im Pflegealltag aufzubauen.

  • Grundlagen der Kommunikation und theoretische Modelle (z. B. Watzlawick, Schulz von Thun, Rogers).
  • Die Wichtigkeit von Empathie, Wertschätzung und der gewaltfreien Kommunikation (GFK).
  • Methoden zur professionellen Gesprächsführung und Techniken des aktiven Zuhörens.
  • Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen, Feedback und professionellem Auftreten gegenüber Patienten und Kollegen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Kommunikationstheorie nach Paul Watzlawick

Der berühmte Kommunikationsforscher Paul Watzlawick (*1921 in Villach, Österreich, verst. 2007 in Palo Alto, Kalifornien) formulierte fünf Axiome (Grundgesetze) der Kommunikation.

1. „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ (Wenn zwei Menschen aufeinandertreffen, senden sie Informationen, auch wenn sie das nicht beabsichtigen. Wir können nicht verhindern, dass sich unsere Interaktionspartner ein Bild von uns machen. Jeder Mensch versucht, unser Erscheinungsbild, unsere Mimik und Gestik zu entschlüsseln. Wenn wir auf einen anderen Menschen treffen, senden wir Botschaften. Genauso sendet uns ein Mensch Botschaften, der uns begegnet.)

2. „Jeder Mensch hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, wobei letzterer den ersten bestimmt.“

3. „Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung.“ (In der menschlichen Kommunikation ist jede Äußerung immer die Reaktion auf eine vorherige Botschaft.)

4. „Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten.“ (Wir kommunizieren verbal und nonverbal, wobei zu beachten ist, dass wir Beziehungsaspekte häufiger nonverbal kommunizieren und Inhaltsaspekte eher verbal. CAVE: nonverbale Signale werden leichter missverstanden als verbale Signale.)

5. „Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär.“ (Beziehungen zwischen Partnern basieren entweder auf Gleichheit oder auf Unterschiedlichkeiten. In komplementären Beziehungen ergänzen sich unterschiedliche Verhaltensweisen und bestimmen den Interaktionsprozess. Die Beziehungsgrundlage besteht hierbei im Unterschied der Partner. In einer symmetrischen Beziehungsform bemühen sich die Partner, Ungleichheiten untereinander zu minimieren (Streben nach Gleichheit) (Kocs und Kratz, 2013).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung unterstreicht, dass Pflege untrennbar mit Kommunikation verbunden ist und diese als zentrales Grundwerkzeug für eine ganzheitliche Versorgung betrachtet wird.

2 Grundlagen der Kommunikation: Dieses Kapitel erläutert die elementaren Bestandteile der Nachrichtenübermittlung, die verschiedenen Ebenen (verbal, nonverbal, paraverbal) sowie die Bedeutung von Distanzzonen und Einflussfaktoren.

3 Theorien und Modelle in der Kommunikation: Es werden grundlegende Modelle wie die Axiome von Watzlawick, das Vier-Ohren-Modell von Schulz von Thun sowie die klientenzentrierte Gesprächsführung nach Rogers vorgestellt.

4.4 Klientenzentrierte Gesprächsführung nach C. Rogers: Vertiefung der therapeutischen Grundhaltungen wie Empathie, Akzeptanz und Kongruenz als Basis für eine gelingende Pflegebeziehung.

5 Techniken einer professionellen Gesprächsführung: Vermittlung praktischer Instrumente wie offene Fragen, aktives Zuhören und die Anwendung von Ich-Botschaften zur Deeskalation und Klärung.

5 Professionelle Kommunikation im Pflegealltag: Fokus auf konkrete Anwendungssituationen, inklusive der Informationsweitergabe, Anamnese, dem Umgang mit Killerphrasen, Feedbackprozessen und der Teamkommunikation.

6. Selbstsicheres Auftreten in der Pflege: Auseinandersetzung mit den Themen Selbstwert und Selbstsicherheit, um das professionelle Auftreten zu stärken und Schwächen proaktiv zu bearbeiten.

Schlüsselwörter

Kommunikation, Pflege, Empathie, Watzlawick, Schulz von Thun, Gesprächsführung, Feedback, Gewaltfreie Kommunikation, Selbstwertgefühl, Aktives Zuhören, Nonverbale Kommunikation, Psychologie, Patientenorientierung, Teamkommunikation, Professionalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Das Skript widmet sich den theoretischen und praktischen Grundlagen der Kommunikation innerhalb der Pflege, um Auszubildenden die notwendigen Kompetenzen für ihre berufliche Tätigkeit zu vermitteln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen kommunikationstheoretische Modelle, professionelle Gesprächstechniken im Pflegealltag, Strategien zur Konfliktbewältigung sowie die Bedeutung von Empathie und Selbstwert.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel des Skripts ist es, angehenden Pflegekräften ein Rüstzeug zu geben, mit dem sie erfolgreich, wertschätzend und professionell mit Patienten, Angehörigen und Kollegen interagieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Das Dokument kombiniert theoretische Konzepte renommierter Psychologen (wie Watzlawick, Rogers oder Schulz von Thun) mit pflegepraktischen Übungen, Fallbeispielen und Reflexionsmethoden für die Lehre.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Nachrichtenübermittlung, Gesprächsmodelle, diverse Kommunikationstechniken im Alltag, Feedback-Regeln sowie Techniken zur Steigerung des Selbstwerts und des selbstsicheren Auftretens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Pflege, Kommunikation, Empathie, Feedback, Selbstwertgefühl, Gesprächsführung, professionelles Auftreten und gewaltfreie Kommunikation.

Wie definiert der Autor eine "Killerphrase" und wie geht man damit um?

Killerphrasen dienen dazu, Aussagen der Gegenseite herabzuwürdigen oder zu blockieren. Zur Bewältigung empfiehlt die Autorin Vorbereitung, Schlagfertigkeit, Gegenangriffe oder das Überzeugen durch sachliche Argumente.

Was bedeutet das JOHARI-Fenster und wie hilft es in der Pflege?

Das JOHARI-Fenster ist ein grafisches Modell zur Veranschaulichung von Selbst- und Fremdwahrnehmung. In der Pflege hilft es, durch Feedback den eigenen "blinden Fleck" zu verkleinern und die Selbstkenntnis im Team zu verbessern.

Welche Rolle spielt die GFK in dem Unterrichtsskript?

Die Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg bildet eine essenzielle Vorlage für Feedback-Gespräche, da sie hilft, Situationen wertfrei zu schildern, Gefühle und Bedürfnisse zu äußern und konstruktive Bitten zu formulieren.

Ende der Leseprobe aus 65 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Selbstwert und Kommunikation in der Pflege. Skript zum Unterricht "Kommunikation" Basiskenntnisse - Teil 1
Veranstaltung
Unterricht Kommunikation - 1. Ausbildungsjahr
Autor
Katrin Figl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
65
Katalognummer
V1499293
ISBN (PDF)
9783389069530
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verbale, nonverbale, paraverbale Kommunikation Sender-Empfänger-Modell Einflussfaktoren P. Watzlawick Schulz von Thun T. Gordon C. Rogers GFK - M. Rosenberg Techniken professioneller Gesprächsführung Feedback geben & nehmen JOHARI-Fenster Gespräche mit Patienten (Un-)professionelle Gespräche mit Kollegen Lästern Selbstwert Folgen eines positiven bzw. negativen Selbstwert Selbstsicheres Auftreten Tonfall Mimik Gestik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katrin Figl (Autor:in), 2022, Selbstwert und Kommunikation in der Pflege. Skript zum Unterricht "Kommunikation" Basiskenntnisse - Teil 1, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1499293
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Leseprobe aus  65  Seiten
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