Der Anfang ist etwas abstrakt, dient aber dazu einen theoretischen Rahmenbau zu schaffen. Der restliche Teil der Arbeit ist ziemlich praxisnah geschrieben.
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1 Einleitung
2 Historie der Reform
3 Aufbau europäischer Gesellschaften
3.1 GmbH / UG (haftungsbeschränkt)
3.1.1 Kapitalaufbringung und -erhaltung
3.1.2 Erwerb und Übertragung von Geschäftsanteilen
3.2 Private Company Limited by Shares
3.2.1 Kapitalaufbringung und -erhaltung
3.2.2 Erwerb und Übertragung von Geschäftsanteilen
3.3 SPE (Europäische Privatgesellschaft)
3.3.1 Kapitalaufbringung und -erhaltung
3.3.2 Erwerb und Übertragung von Geschäftsanteilen
4 Eignung der Gesellschaften in der Praxis
5 Fazit
Literaturverzeichnis
"Beschäftigt man sich erstmals mit einem neuen Thema kommt oftmals die Frage auf, wofür das einzelne Rechtsgebiet benötigt wird. Dies wird nach kurzem Überlegen im Handels- und Gesellschaftsrecht schnell deutlich, denn viele Abläufe und Pflichten, aber auch Rechte sind durch das Gesellschaftsrecht geregelt. Angefangen vom BGB bis hin zu den Gesetzen einzelner Rechtsformen (z.B. GmbH => GmbHG) findet man Regeln, die beachtet werden müssen....
...Mittlerweile ist es möglich, in Deutschland nicht nur die deutschen Rechtsformen zu wählen, sondern auch andere europäische, wie z.B. die Private Company Limited aus Großbritannien.1 Hierdurch wird deutlich, dass die Wahl der Rechtsform immer bedeutungsvoller und beratungsintensiver wird. Durch das am 28.10.2008 im Bundesgesetzblatt2 veröffentlichte MoMiG hat sich die Auswahl noch einmal vergrößert. Ziel ist es, dem Unternehmer eine Alternative zu den ausländischen Gesellschaften zu bieten.
Somit ist die überragende Bedeutung des Gesellschaftsrechts für die Wirtschaft und für das wirtschaftliche Miteinander unbestritten.
Im Folgenden wird die Gesetzesreform vorgestellt und ein Vergleich durchgeführt um herauszustellen, ob die im Jahr 2007 festgelegten Ziele im Jahre 2008 mit der Reform verwirklicht worden sind."
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Historie der Reform
3 Aufbau europäischer Gesellschaften
3.1 GmbH / UG (haftungsbeschränkt)
3.1.1 Kapitalaufbringung und -erhaltung
3.1.2 Erwerb und Übertragung von Geschäftsanteilen
3.1 Private Company Limited by Shares
3.1.1 Kapitalaufbringung und -erhaltung
3.1.2 Erwerb und Übertragung von Geschäftsanteilen
3.2 SPE (Europäische Privatgesellschaft)
3.2.1 Kapitalaufbringung und -erhaltung
3.2.2 Erwerb und Übertragung von Geschäftsanteilen
4 Eignung der Gesellschaften in der Praxis
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des MoMiG auf die Attraktivität der deutschen GmbH und der neu eingeführten Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) im direkten Vergleich zu europäischen Konkurrenzmodellen wie der britischen Limited und der geplanten Europäischen Privatgesellschaft (SPE).
- Analyse der gesetzlichen Reformschritte und Hintergründe des MoMiG.
- Vergleich der Kapitalaufbringungs- und Erhaltungsregeln verschiedener Rechtsformen.
- Untersuchung der Übertragungsmodalitäten von Geschäftsanteilen und des gutgläubigen Erwerbs.
- Bewertung der praktischen Eignung und Wettbewerbsfähigkeit der untersuchten Rechtsformen für KMU.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Kapitalaufbringung und -erhaltung
Bei der Gründung einer GmbH besteht die sogenannte Einlagepflicht, die nach wie vor ein Mindeststammkapital in Höhe von € 25.000,00 vorschreibt. Dieser Betrag muss von den einzelnen Gesellschaftern in die Gesellschaft eingelegt werden. Vorteilhaft gegenüber der früheren Regel ist nun, dass die Geschäftsanteile nur noch durch volle Euro teilbar sein müssen und nicht wie vorher durch € 50,00. Gleichzeitig können die Gesellschafter mehrere Geschäftsanteile übernehmen, deren Nennbeträge unterschiedlich hoch sein dürfen, deren Summe jedoch mit dem Stammkapital übereinstimmen muss.
Vorteil dieser Regelung ist, dass die einzelnen Geschäftsanteile prinzipiell leichter übertragen werden können. Die frühere Regelung hatte nach allgemeiner Auffassung, abgesichert durch mehrere BGH-Urteile den Zweck, die Übertragung der einzelnen Anteile auf andere Gesellschafter zu erschweren. Nach Meinung des Verfassers war dies so geregelt, um die Stetigkeit des Unternehmens zu gewährleisten. Gleichzeitig folgt aus § 5 Abs. 3 S. 2 GmbHG, dass bei einer Kapitalerhöhung oder -verringerung zwingend die Nennbeträge der Geschäftsanteile angepasst werden müssen. Eine GmbH mit einem Stammkapital von € 25.000,00, welche sich, z.B. nach dem Ausscheiden eines Gesellschafters und dem Einziehen seines Geschäftsanteils, aus zwei Geschäftsanteilen zu je € 10.000,00 zusammensetzte, wird es in Zukunft nicht mehr geben.
Die Einlage in Höhe der einzelnen Geschäftsanteile können die Gesellschafter über verschiedene Wege einbringen: Nach neuem Recht kann eine Bareinlage von den Gesellschaftern erbracht werden, die bei Anmeldung der Gesellschaft dem Geschäftsführer zur freien Verfügung stehen muss. Bei erheblichen Zweifeln können Nachweise vom Gericht verlangt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung des Gesellschaftsrechts für die Wirtschaftssicherheit und führt in die Problematik der Rechtsformwahl im Zuge des MoMiG ein.
2 Historie der Reform: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehungsgeschichte des MoMiG nach und thematisiert den Wettbewerbsdruck durch ausländische Rechtsformen wie die britische Limited.
3 Aufbau europäischer Gesellschaften: Es erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung der Kapitalstrukturen und Anteilsübertragungsregeln von GmbH/UG, Limited und der geplanten SPE.
4 Eignung der Gesellschaften in der Praxis: Der Autor bewertet die praktische Anwendbarkeit der Rechtsformen für kleine und mittlere Unternehmen sowie die Vor- und Nachteile der jeweiligen Gründungsmodelle.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Zielerreichung der Reform zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Konkurrenzsituation zwischen der UG (haftungsbeschränkt) und der SPE.
Schlüsselwörter
MoMiG, GmbH, UG (haftungsbeschränkt), Limited, SPE, Kapitalaufbringung, Gesellschaftsanteile, gutgläubiger Erwerb, Unternehmensgründung, Rechtssicherheit, Haftungsbeschränkung, Wettbewerbsfähigkeit, KMU, Gesellschaftsrecht, Stammkapital.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die grundlegende Modernisierung des deutschen GmbH-Rechts durch das MoMiG und untersucht, ob die neuen Regelungen die GmbH und die UG (haftungsbeschränkt) im europäischen Vergleich wettbewerbsfähiger machen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Reform der Kapitalaufbringung, die Vereinfachung von Gründungen, der Schutz bei der Anteilsübertragung sowie der Vergleich mit europäischen Gesellschaftsformen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, auf Basis des MoMiG herauszufinden, ob die von der Bundesregierung gesetzten Ziele zur Modernisierung und Deregulierung erfolgreich verwirklicht wurden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor führt eine Literatur- und Rechtsanalyse durch, bei der bestehende Gesetze und Reformvorschläge mit der aktuellen Praxis und den Bedürfnissen von Unternehmensgründern abgeglichen werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die spezifischen Regelungen zur GmbH, der Limited und der SPE analysiert, insbesondere in Bezug auf Kapitalaufbringung, Sacheinlagen und die Übertragung von Geschäftsanteilen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem MoMiG, GmbH, UG (haftungsbeschränkt), Limited, SPE, Kapitalaufbringung und gutgläubiger Erwerb.
Warum spielt der gutgläubige Erwerb eine so wichtige Rolle im MoMiG?
Der gutgläubige Erwerb wurde eingeführt, um den Handel mit Geschäftsanteilen sicherer und transparenter zu machen, indem die Gesellschafterliste als äußeres Merkmal aufgewertet wurde.
Welche Einschätzung trifft der Verfasser zur UG (haftungsbeschränkt)?
Der Autor sieht in der UG eine sinnvolle Alternative für Gründer, weist jedoch auf die Gefahr unseriöser Geschäftsgebaren und eine mögliche Beratungsintensität hin.
- Arbeit zitieren
- Sebastian Dackscheid (Autor:in), 2009, Das GmbH - Gesetz nach MoMiG , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149931