Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Relationships and Family

Das Leben im Matriarchat - dargestellt am Beispiel Juchitans

Title: Das Leben im Matriarchat - dargestellt am Beispiel Juchitans

Term Paper , 2010 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Andreas Eckert (Author)

Sociology - Relationships and Family
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ich habe das Thema matriarchale Gesellschaften gewählt, um die Unterschiede zur patriarchalen Gesellschaft dar zu stellen und zu ergründen, ob es im Matriarchat so etwas wie eine Herrschaft des einen Geschlechts über das andere gibt.
Im zweiten Kapitel werde ich nun versuchen die wichtigsten Strukturen einer matriarchalen Gesellschaft anhand geeigneter Literatur auf zu zeigen, beginnend mit der Definition „Matriarchat“. Diese will ich Anhand eines konkreten noch existierenden Beispiels in Mexiko verdeutlichen. Dabei werde ich die wichtigsten Strukturen und Merkmale in dieser Gesellschaft darstellen und die Stellung von Mann und Frau in einem Matriarchat auf zu zeigen. Nach der Definition werde ich im Kapitel 3.1 etwas zur Geschichte und Geographie des Ortes erzählen, da sie wichtig ist, um die dort herrschenden Bedingungen besser zu verstehen. Danach kommt unter Kapitel 3.2 ein Überblick über den Alltag in Juchitán gefolgt von 3.3 in welchem es um die Geschlechterbeziehung in Juchitán geht. Im Fazit unter Kapitel 4 werde ich meine Frage des Unterschiedes von matriarchalen und patriarchalen Gesellschaften noch einmal aufgreifen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition „Matriarchat“

3. Juchitán- Stadt der Frauen

3.1 geschichtliche und geographische Hintergrundinformationen

3.2 Alltag in Juchitán

3.3 Geschlechterbeziehungen in Juchitán

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Strukturen matriarchaler Gesellschaften, um gängige Fehlinterpretationen aufzuklären und aufzuzeigen, wie diese Kulturen – im Gegensatz zu patriarchalen Systemen – eine herrschaftsfreie, auf Gegenseitigkeit basierende Gemeinschaft ermöglichen. Am Beispiel der mexikanischen Stadt Juchitán wird analysiert, wie soziale, ökonomische und kulturelle Faktoren die Rolle der Frau und das Zusammenleben prägen.

  • Grundlegende Definition und Merkmale matriarchaler Gesellschaftsstrukturen
  • Die Bedeutung von Verwandtschaftssystemen (Matrilinearität und Matrilokalität)
  • Wirtschaftliche Organisation und das Prinzip der "Ausgleichsgesellschaft"
  • Kulturelle Identität und die soziale Rolle der Frau in Juchitán
  • Vielfalt der Geschlechterbeziehungen und gesellschaftliche Akzeptanz

Auszug aus dem Buch

3.2 Alltag in der „Stadt der Frauen“

Der Alltag in Juchitán ist bestimmt vom Handel und dem Markt, der als „Herz“ der Stadt gilt und fest in Frauenhand ist. Täglich verkehren hier 15.000-20.000 Menschen von denen die überwältigende Mehrheit die Frauen stellen. 14 Prozent der Frauen in Juchitán finden hier ihr tägliches Einkommen um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Es gibt sehr wenige Männer die dort arbeiten. Die Aufgaben der Männer auf dem Markt bestehen aus Dienstleistungen, wie den Markt für die Mütter, Schwestern, Töchtern oder Ehefrauen eröffnen, Ware auslegen oder Lasten transportieren. Danach gehen sie meist wieder. Der Markt ist nicht nur Austausch von Waren und Geld, er dient auch als Treffpunkt, an dem sich die Frauen gegenseitig austauschen und Neuigkeiten besprechen. Gekauft wird häufig bei Verwandten, rituellen Verwandten, Freundinnen und Nachbarn, denen man verpflichtet ist. Der Preis einer Ware richtet sich dabei nach dem so genannten „Gegenseitigkeitskonto“. Wenn eine Frau die Ware nicht bezahlen muss, weiß sie, dass sie es mit einer anderen Gefälligkeit ausgleichen muss. Der Handel in Juchitán ist nicht bestimmt vom Geld, der Wert des Geldes hat sich hier nicht durchsetzen können. Bezahlt wird hier häufig mit Gefälligkeiten oder durch direkten Naturalientausch. Diese Art von Tauschhandel ist Teil des sozialen Geflechts, auf dem die Gesellschaft in Juchitán beruht. Der Handel hat hier einen sehr hohen Stellenwert und wird als großes handwerkliches Geschick angesehen, das die Frauen von Kindheit an lernen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation der Untersuchung matriarchaler Gesellschaften und definiert das Ziel, Unterschiede zum Patriarchat anhand von Juchitán aufzuzeigen.

2. Begriffsdefinition „Matriarchat“: Dieses Kapitel klärt den Begriff etymologisch und strukturell als segmentäre, herrschaftsfreie Gesellschaft, die auf natürlicher Autorität und Konsens beruht.

3. Juchitán- Stadt der Frauen: Der Hauptteil beschreibt die spezifische Ausprägung des Matriarchats in Juchitán unter Berücksichtigung von Geographie, Geschichte, Wirtschaftsweise und Geschlechterrollen.

3.1 geschichtliche und geographische Hintergrundinformationen: Dieses Unterkapitel beleuchtet die regionale Einbettung und die historische Bedeutung der starken Stellung zapotekischer Frauen.

3.2 Alltag in Juchitán: Hier werden der marktbasierte Alltag, der Tauschhandel und die zentrale Rolle der Feste für die soziale Netzbildung detailliert beschrieben.

3.3 Geschlechterbeziehungen in Juchitán: Dieser Abschnitt analysiert das hohe gesellschaftliche Ansehen der Frauen, die Rolle der "Taberneras" und die Akzeptanz abweichender Geschlechtsidentitäten wie der "Muxe's".

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Matriarchate keine Frauenherrschaft, sondern konsensorientierte, gerechte Gesellschaften sind, die eine Alternative zu patriarchalen Systemen bieten.

Schlüsselwörter

Matriarchat, Juchitán, Zapoteken, Geschlechterbeziehungen, Konsensgesellschaft, Matrilinearität, Matrilokalität, Markt, Tauschhandel, Muxe, soziale Gerechtigkeit, Frauenzentrierte Gesellschaft, herrschaftsfrei, Alltag, Kultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Konzept matriarchaler Gesellschaften und stellt dar, dass diese keine bloße Umkehrung des Patriarchats, sondern eigenständige, herrschaftsfreie und konsensorientierte Gesellschaftsmodelle sind.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Definition des Matriarchats, die ökonomischen Grundlagen, die soziale Organisation der Verwandtschaftsstrukturen sowie die Bedeutung von Traditionen in der mexikanischen Stadt Juchitán.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Unterschiede zwischen matriarchalen und patriarchalen Strukturen zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit in der untersuchten Kultur praktisch gelebt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur (insbesondere von Heide Göttner-Abendroth und Veronika Bennholdt-Thomsen), die an einem konkreten Fallbeispiel angewendet wird.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf Juchitán als "Stadt der Frauen", die historische Entwicklung der dortigen Zapoteken-Kultur, die marktbasierte Wirtschaftsweise und die vielfältigen Formen der Geschlechterbeziehungen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Matriarchat, Konsensgesellschaft, soziale Gerechtigkeit, Matrilinearität, Juchitán und Geschlechterrollen beschreiben.

Wie definiert die Autorin die Rolle der Männer in Juchitán?

Männer sind in das System integriert, unterliegen jedoch anderen Erwartungen als in westlichen Gesellschaften; ihre Rolle wird stark durch ihre soziale Zugehörigkeit zu ihrer Herkunftsfamilie und ihre Mitarbeit in der Gemeinschaft definiert.

Was sind "Muxe's" und warum sind sie für das Verständnis von Juchitán wichtig?

Muxe's sind biologisch männliche Personen, die sich wie Frauen kleiden und leben. Sie sind ein zentrales Beispiel für die liberale Akzeptanz verschiedener Geschlechtsidentitäten in Juchitán, da sie oft hohe soziale Anerkennung genießen.

Welche wirtschaftliche Bedeutung haben die "Feste" in Juchitán?

Feste sind nicht nur kulturelle Ereignisse, sondern dienen der sozialen Vernetzung, der Umverteilung von materiellem Reichtum und der Existenzsicherung ganzer lokaler Berufszweige.

Welche Funktion hat das "Gegenseitigkeitskonto" im täglichen Handel?

Es dient als soziales Regelwerk, in dem Waren oder Dienstleistungen gegen künftige Gegenleistungen getauscht werden, wodurch der Wert von Beziehungen über den rein monetären Wert gestellt wird.

Excerpt out of 12 pages  - scroll top

Details

Title
Das Leben im Matriarchat - dargestellt am Beispiel Juchitans
College
Protestant University of Applied Sciences Ludwigsburg
Grade
1,3
Author
Andreas Eckert (Author)
Publication Year
2010
Pages
12
Catalog Number
V149934
ISBN (eBook)
9783640609840
ISBN (Book)
9783640610037
Language
German
Tags
Leben Matriarchat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Eckert (Author), 2010, Das Leben im Matriarchat - dargestellt am Beispiel Juchitans, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149934
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  12  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint