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Welche Strategien entwickeln Analphabeten, um im Leben zurechtzukommen?

Title: Welche Strategien entwickeln Analphabeten, um im Leben zurechtzukommen?

Term Paper , 2020 , 34 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Sarah Menzel (Author)

Psychology - Miscellaneous
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Ziel dieser Seminararbeit ist es, das Themengebiet „Analphabetismus“ zu analysieren und vorhandenes unter Einziehung bestehender wissenschaftlicher Studien, Fachliteratur und Publikationen zu untermauern. Es stellt sich hierbei die Frage, welche Faktoren dazu beitragen, dass das Thema nicht öffentlich thematisiert werden kann und weiterhin ein „Tabuthema“ bleibt. Die LEO-Studie der Universität Hamburg aus dem Jahre 2018 gibt detaillierte Informationen über die Anzahl der Personen mit geringen literalen Kompetenzen.

In einem Land mit sehr groß flächigem, gut strukturiertem Schulsystem und vielfältigen Bildungsangeboten, wie Deutschland, verlassen viele Menschen die Schule immer noch mit geringen literalen Kompetenzen? Und dies, obwohl Deutschland als ein modernes, fortgeschrittenes, industrialisiertes und soziales Land mit vielen Möglichkeiten und enormen Entwicklungspotenzialen gesehen wird. Laut des aktuellen Haushaltsberichtes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) beträgt das Budget für Bildung im Jahr 2020, 18,3 Milliarden Euro. Zusätzlich werden fünf Milliarden Euro für den DigitalPakt Schule vom Bund bereitgestellt, um die Schulen an das digitale Zeitalter anzugleichen. Bei den enormen Ausgaben, die durch Steuergelder finanziert werden, müssen weitere Millionen aufgewandt werden, um Analphabeten zu sozialisieren und in Arbeit und Bildung zu integrieren, wie z. B. mit dem Hamburger Modell (Rehabilitation). Trotz gigantischer Unterstützungen für das Bildungssystem verlassen junge Erwachsene die Schule mit geringer Alphabetisierung. Hier stellt sich die berechtigte Frage: „Warum junge Menschen Strategien entwickeln müssen, um in der Gesellschaft teilhaben zu können, und welches Organ bzw. welche Organisationsmitglieder haben dafür die Verantwortung zu tragen. Mit dieser Seminararbeit wird untersucht, ob für diese Fragen fundierte Antworten existieren.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Bedeutung von Analphabetismus und funktionalem Analphabetismus

2.1.1 Zeitebene: Primärer und sekundärer Analphabetismus

2.1.2 Kenntnisebene: Totaler und funktionaler Analphabetismus

2.1.3 Alpha-Level 1 – 4 die Definitionen der einzelnen Stufen

2.3 Besondere Herausforderungen für funktionale Analphabeten im Alltag und Berufsleben

3. Methodik

3.1 Qualitative Forschung

3.2 Untersuchungsdesign und Vorgehen

3.3 Interview

3.4 Stichprobenbeschreibung

3.4.1 Die Institutsleiterin – Interview A (Lehrende)

3.4.2 Der Teilnehmer – Interview B

4. Ergebnisse

4.1 Kategorien zu Interview A

4.2 Kategorien zu Interview B

4.3 Kategoriensystem

5. Diskussion

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieser Arbeit ist es, die Herausforderungen funktionaler Analphabeten in der Gesellschaft zu analysieren und Strategien aufzuzeigen, wie Betroffene diese im Alltag bewältigen und sich integrieren können, wobei der Fokus auf qualitativen Interviews liegt.

  • Theoretische Einordnung von Analphabetismus und seinen Abstufungen
  • Analyse der Alltagshürden durch fehlende Lese- und Schreibkompetenzen
  • Untersuchung von Coping-Strategien und Vermeidungsverhalten funktionaler Analphabeten
  • Evaluation von pädagogischen Ansätzen zur Unterstützung in der Alphabetisierung
  • Die Rolle der sozialen Integration und des persönlichen Umfelds bei der Bewältigung von Defiziten

Auszug aus dem Buch

3.2 Untersuchungsdesign und Vorgehen

Das Untersuchungsdesign besteht im Wesentlichen aus der deskriptiven Feldforschung. Mit den geführten Interviews sollen die Sichtweisen der befragten Personen und der Umgang mit dem Analphabetismus untersucht und dargestellt werden. Nach der Entwicklung der Fragestellung wird die Methodik bestimmt und die Theorie abgeleitet, auf die diese Seminararbeit aufbaut. Aus der Thematik werden die Interviewfragen generiert und die zu interviewenden Personen kontaktiert.

Als Methodik wird das halbstandardisierte Leitfadeninterview durchgeführt. Um das Thema in einem Bereich einzugrenzen und konkrete Informationen zur Untersuchungsfrage zu erhalten und um während des Interviews auf zusätzlich entstandene Fragen flexibel und individuell eingehen zu können.

Um vertrauensvolle und geschützte Rahmenbedingung zu schaffen, wurde das Interview in einem Umfeld durchgeführt, in dem sich die Personen vertraut fühlen. Um eventuelle Störfaktoren zu vermeiden, wurden für die Interviews die Räumlichkeiten reserviert. Damit das Gespräch in einer entspannten und authentischen Atmosphäre stattfindet, wurden Einzelinterviews durchgeführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Analphabetismus ein, erläutert die Relevanz des Themas trotz vorhandener Bildungsangebote und definiert das Ziel der Seminararbeit.

2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten wie totaler und funktionaler Analphabetismus sowie die wissenschaftlichen Einordnungen des „Alpha-Levels“ erläutert.

3. Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsdesign, die Auswahl der Interviewpartner sowie das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung mittels halbstandardisierter Leitfadeninterviews.

4. Ergebnisse: Die Ergebnisse der geführten Interviews werden hier kategorisiert präsentiert, wobei insbesondere Bewältigungs- und Vermeidungsstrategien der Befragten aufgezeigt werden.

5. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Studienergebnisse vor dem Hintergrund der bestehenden Fachliteratur und diskutiert die gesellschaftliche Relevanz der gewonnenen Erkenntnisse.

6. Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und formuliert weiterführende Anforderungen an das Bildungssystem zur besseren Unterstützung funktionaler Analphabeten.

Schlüsselwörter

Analphabetismus, funktionaler Analphabetismus, Alphabetisierung, qualitative Forschung, Leitfadeninterview, Coping-Strategien, Vermeidungsverhalten, Alphabetisierungskurs, Bildungsdefizite, soziale Integration, schriftsprachliche Kompetenzen, Lese- und Schreibfähigkeit, Basisbildung, Lernbiografien, gesellschaftliche Teilhabe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Lebenssituation funktionaler Analphabeten in der modernen Gesellschaft und den Strategien, die diese entwickeln, um im Alltag sowie im Berufsleben zurechtzukommen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Analphabetismus, die methodische Untersuchung von Verhaltensweisen im Alltag und pädagogische Ansätze zur Unterstützung bei der Alphabetisierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachzuvollziehen, welche Bewältigungs- und Vermeidungsstrategien funktionale Analphabeten entwickeln, um ihr Defizit vor der Gesellschaft zu verbergen und den Anforderungen des Alltags zu begegnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt einen qualitativen Forschungsansatz basierend auf halbstandardisierten Leitfadeninterviews, die im Anschluss thematisch kodiert und in einem Kategoriensystem ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Fundierung die Ergebnisse aus zwei spezifischen Experten- bzw. Betroffeneninterviews analysiert und in einem Kategoriensystem strukturiert dargestellt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Kernbegriffe umfassen funktionalen Analphabetismus, Coping-Strategien, schriftsprachliche Defizite, Alphabetisierung und soziale Kompetenz.

Worin liegen laut der befragten Lehrkraft die größten Herausforderungen für funktionale Analphabeten?

Die Herausforderungen liegen vor allem im psychischen Druck, der durch ein geringes Selbstwertgefühl und die ständige Angst vor Entdeckung sowie Diskriminierung im Alltag und Beruf entsteht.

Welche Bedeutung kommt dem sozialen Umfeld bei der Bewältigung des Analphabetismus zu?

Das soziale Umfeld spielt eine entscheidende Rolle, da oft vertraute Personen (sogenannte „Helfer“) inoffizielle Aufgaben wie das Ausfüllen von Formularen übernehmen, wodurch der Analphabetismus der Betroffenen im Alltag verborgen bleiben kann.

Welche Rolle spielen Coping-Strategien im Alltag der Betroffenen?

Coping-Strategien, wie beispielsweise das Vortäuschen von körperlichen Einschränkungen (vergessene Brille), dienen dazu, unangenehme Situationen, in denen Lese- oder Schreibkompetenz gefordert wäre, zu vermeiden.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der gesellschaftlichen Verantwortung?

Die Autorin folgert, dass das Thema Analphabetismus weiterhin ein Tabuthema ist und das Bildungssystem reformiert werden muss, um Betroffene bereits frühzeitig besser zu unterstützen und das Fachpersonal verstärkt für diese Bedarfe zu sensibilisieren.

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Details

Title
Welche Strategien entwickeln Analphabeten, um im Leben zurechtzukommen?
College
University of Applied Sciences Essen  (FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hamburg)
Course
Qualitative Forschung
Grade
1,6
Author
Sarah Menzel (Author)
Publication Year
2020
Pages
34
Catalog Number
V1499453
ISBN (PDF)
9783389061763
ISBN (Book)
9783389061770
Language
German
Tags
Sprache, Analphabetismus, Schulsystem Bildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Menzel (Author), 2020, Welche Strategien entwickeln Analphabeten, um im Leben zurechtzukommen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1499453
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