Ziel dieser Arbeit ist es, ein Rehabilitationssportkonzept für Teilnehmer mit vorhandenen Dorsopathien zu erstellen, um den vorhandenen Patienten und potenziellen neuen Kunden eine längerfristige Anschlussversorgung zu gewährleisten und damit ein Gesamtkonzept zu erstellen. Es soll dabei eine komplette Kundenreise für die Patienten entstehen. Das Zielbild hierbei ist, durch das Rehabilitationssportkonzept weitere Neukunden für den Heilmittelbereich sowie den Trainingsbereich zu akquirieren und demnach ein rotierendes System (Cross-Selling) der langfristigen und dauerhaften Kundenbindung zu erschaffen, welches auf deren individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist.
Die Erstellung des Rehabilitationssportkonzeptes sowie die gewählten Inhalte und Handlungsempfehlungen erfolgt unter Berücksichtigung der Anforderungskriterien des § 64 SGB IX und werden durch wissenschaftliche Wirksamkeitsbelege (Studien und Metaanalysen) legitimiert. Zusätzlich werden notwendige Ressourcen, Kosten und Rahmenbedingungen analysiert. Darüber hinaus werden die entsprechend notwendigen Marketingmaßnahmen für die Neukundengewinnung im Bereich des neuen Konzeptes sowie für den Trainingsbereich erarbeitet und dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Beschreibung und Ätiologie von Dorsopathien
3.2 Datenlage zum bestehenden Gesundheitsproblem
3.3 Probleme, Einschränkungen und Kontraindikationen bei körperlicher Aktivität
3.4 Wirksamkeitsbelege und Handlungsempfehlungen
3.5 Gesetzlichen Rahmenbedingungen und Anforderungskriterien an Rehabilitationssportgruppen im Rahmen des §64 SGB IX
3.6 Überleitung zur Problemstellung
4 METHODIK
4.1 Analyse der Rahmenbedingungen
4.2 Bestimmung der Zielgruppe
4.3 Marketingmaßnahmen
4.4 Dokumentation und Evaluation
4.5 Kostenanalyse und Break-Even-Analyse
5 ERGEBNISSE
5.1 Darstellung des Kurskonzept
5.2 Darstellung des Evaluationskonzepts
5.3 Eingliederung des Konzepts in die Angebotsstruktur
6 DISKUSSION
7 ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines Rehabilitationssportkonzepts nach § 64 SGB IX für Teilnehmer mit Dorsopathien in der „Praxis XY“, um eine langfristige Anschlussversorgung zu etablieren und ein rotierendes System zur Kundenbindung und Neukundengewinnung zu schaffen.
- Entwicklung eines evidenzbasierten Rehabilitationssportkonzepts
- Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen und Anforderungskriterien
- Erarbeitung von Marketingstrategien für den Trainings- und Heilmittelbereich
- Implementierung eines Qualitätsmanagements durch ein Evaluationskonzept
- Wirtschaftlichkeitsprüfung mittels Kosten- und Break-Even-Analyse
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung und Problemstellung
Rehabilitationssport ist eine so genannte ergänzende Leistung der medizinischen Rehabilitation und kann nach §64 SGB IX (früher §44 SGB IX) bewilligt werden. Als Anbieter für Rehabilitationssport kommen sowohl gemeinnützige (z.B. Sportvereine) als auch kommerziell-orientierte Bewegungsanbieter (z.B. Fitness-Studios) in Frage (Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation [BAR], 2022, S. 17). Diese Rehabilitationssportgruppen bedürfen der Anerkennung (BAR, 2022, S. 18), welche grundsätzlich nach einheitlich festgelegten Kriterien erfolgt. Die Kriterien orientieren sich an den Inhalten der Anlage zur Rahmenvereinbarung (BAR, 2022, S. 30 ff). Die Verordnung erlangen die Teilnehmer über ihren Orthopäden oder Hausarzt und müssen die Kostenübernahme im Anschluss von ihren gesetzlichen Kostenträgern bewilligen lassen (BAR, 2022, S 24 f).
Die immer restriktiveren Veränderungen des Heilmittelkataloges führen stetig zu einer zunehmenden Einschränkung einer optimalen Versorgung der Bevölkerung im Heilmittelbereich (Heilmittel-Richtlinie und Heilmittelkatalog, 2022). Zudem ergab eine Befragung des Deutschen Verbandes für Physiotherapie sehr lange Wartezeiten für einen Physiotherapietermin, denn bei 51,7% der befragten Praxen liegt diese bei drei Wochen und länger (Deutscher Verband für Physiotherapie [ZVK], 2018). Außerdem werden physiotherapeutische Behandlungen aus wirtschaftlichen Gründen nicht selten auf ein Minimum reduziert. Daraus resultiert, dass Patienten häufig nicht ausreichend therapiert und oftmals in einem frühen Stadium des rehabilitativen Aufbautrainings als alltagstauglich in die Arbeits- und Freizeitwelt entlassen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Darstellung der Notwendigkeit eines Rehabilitationssportkonzepts aufgrund von Versorgungslücken im Heilmittelsektor und steigenden Rückenschmerzerkrankungen.
2 ZIELSETZUNG: Definition der Zielsetzung, ein Rehabilitationssportkonzept zur langfristigen Anschlussversorgung und zur Kundenbindung in der „Praxis XY“ zu erstellen.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Wissenschaftliche Fundierung zu Entstehung, Prävalenz und Behandlungsmöglichkeiten von Dorsopathien sowie Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen.
4 METHODIK: Detaillierte Planung von Rahmenbedingungen, Zielgruppendefinition, Marketingstrategien sowie Kosten- und Evaluationsmodellen.
5 ERGEBNISSE: Konkrete Darstellung des zehntwöchigen Kursmoduls sowie einer Analyse der wirtschaftlichen Rentabilität für das Unternehmen.
6 DISKUSSION: Reflexion der Umsetzbarkeit des Konzepts, Identifikation potenzieller Probleme und Erarbeitung von Lösungsansätzen.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Darstellung der Notwendigkeit und der erfolgreichen Konzeption des Rehabilitationssportangebots.
Schlüsselwörter
Rehabilitationssport, Dorsopathien, SGB IX, Praxis XY, Rückenschmerzen, Gesundheitsmanagement, Prävention, Anschlussversorgung, Trainingssteuerung, Patientenakquise, Wirbelsäulenerkrankungen, Trainingsbereich, Kundenbindung, Kostenanalyse, Evaluation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Implementierung eines zertifizierten Rehabilitationssportkonzepts nach § 64 SGB IX für die „Praxis XY“ zur Behandlung von Patienten mit Dorsopathien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die medizinische Rehabilitation bei Rückenerkrankungen, die rechtlichen Voraussetzungen für Rehasportanbieter, Marketingstrategien im Gesundheitssektor sowie die wirtschaftliche Kalkulation solcher Angebote.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, eine nachhaltige Anschlussversorgung für bestehende Physiotherapie-Patienten zu schaffen und gleichzeitig durch ein "Cross-Selling"-System die Neukundengewinnung für den Trainingsbereich des Unternehmens zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine fundierte Bedarfsanalyse durchgeführt und die Konzeptplanung an aktuellen medizinischen Leitlinien, wissenschaftlichen Metaanalysen zur Wirksamkeit von Bewegungstherapie sowie den formalen Rahmenvereinbarungen der BAR ausgerichtet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine wissenschaftliche Klärung des aktuellen Kenntnisstands, die methodische Ausarbeitung des Kursplans, eine Zielgruppenanalyse sowie die konkrete finanzielle Planung und Marketingstrategie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Kernbegriffen gehören Rehabilitationssport, Gesundheitsmanagement, Dorsopathien, SGB IX, Patientenbindung und Versorgungskonzepte.
Warum ist das 50-Einheiten-Konzept für die „Praxis XY“ vorteilhaft?
Es ermöglicht eine längerfristige Betreuung der Patienten nach Abschluss der heilmittelgebundenen Physiotherapie, fördert die Selbstinitiative und integriert die Teilnehmer durch das "Cross-Selling"-Prinzip längerfristig in das betriebseigene Trainingsangebot.
Ab welcher Teilnehmerzahl rentiert sich das Rehasport-Angebot wirtschaftlich?
Basierend auf der im Anhang detaillierten Break-Even-Analyse rechnet sich der Kurs bereits ab einer Anzahl von 6 Teilnehmern.
Inwiefern ist das Konzept methodisch flexibel gestaltet?
Die Kurseinheiten sind modular (Einführung, Theorie, Praxis, Ausklang) aufgebaut und lassen sich an das individuelle Fitnesslevel der Teilnehmer anpassen, wobei durch eine mögliche Gruppentrennung auf unterschiedliche Leistungsniveaus reagiert werden kann.
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- Anonym (Author), 2022, Erstellung eines Rehabilitationssportkonzeptes nach § 64 SGB IX für Teilnehmer mit Dorsopathien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1499485