Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Leadership and Human Resources - Miscellaneous

Case Management im Vergleich zum Qualitätssicherungsystem DIN EN ISO 9000:2000

Der substanzielle Aspekt der Qualitätssicherung

Title: Case Management im Vergleich zum Qualitätssicherungsystem DIN EN ISO 9000:2000

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Ralph-Michael Badke (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ein wesentlicher Gesichtspunkt in den Systemen CM und QM ist der Mensch, der nie nur in Bezug auf seine Leistungsfähigkeit und Einsatzmöglichkeit im Berufsleben zu sehen ist, sondern immer auch in seinen sozialen Beziehungen und seiner Lebenswelt.

In beiden Systemen nimmt der Mitarbeiter einen hohen Stellenwert in deren Qualitätsstandards ein.
So ist z. B. im QM davon die Rede, dass gerade die Bedeutung einer Mitwirkung aller Mitarbeiter verbunden mit der Forderung nach Übertragung von Verantwortung auf alle Funktionen verstärkt werden muss. Dadurch erhält der Mitarbeiter einen eigenen Gestaltungsspielraum und Entfaltungsmöglichkeiten. Schriftliche Leitbilder, in denen die Qualitätspolitik dokumentiert ist, geben Hinweise darauf, wie ernst das einzelne Unternehmen diese Anforderungen nimmt.
Im CM steht der Klient im Mittelpunkt „seines Falls“. Mit dem Konzept des Empowerment wird eine Strategie genutzt, die auf die Ressourcen des Einzelnen zurückgreift und dessen Fähigkeiten fördert und fordert. Er soll dadurch befähigt werden, seine Belange selbständig zu vertreten und selbst bestimmt zu gestalten. Die darüber hinaus noch zusätzlich notwendig professionellen Unterstützungsmaßnahmen werden durch den Case Manager implementiert.
Auch die in dieser Arbeit besonders in den Focus genommenen älteren Arbeitsuchenden haben so - und wenn auch oftmals über den „Umweg“ der Zeitarbeit - die Chance, ihre reichhaltigen Erfahrungen aus ihrer langjährigen Beruftätigkeit einzubringen. Die vergangenen Berufsjahre werden als Ressourcen in den Prozess eingebracht. Sie erhalten ihre Wertschätzung und dienen als Grundlage, auf der Neues aufgebaut werden kann. Es geht nicht einfach nur darum, den Menschen wieder in irgendeine Arbeit zu bringen, sondern ihn in eine für ihn sinnvolle und seinen Fähigkeiten entsprechende Aufgabe zu vermitteln. Das kann auch bedeuten, dass der Arbeitsuchende durch den Prozess neue Interessen und Arbeitsmöglichkeiten entdeckt.

Mit dem Thema der vorliegenden Arbeit: „Case Management meets Qualitätssicherungssystem DIN EN ISO 9000:2000“ will der Verfasser beide Systeme gegenüberstellen, um herauszuarbeiten, ob und wo Parallelen in den Strukturen bestehen und gleichzeitig den Fragen nachgehen:
1. Wo ist der Nutzen beider Systeme für den Menschen?
2. Ist das Meeting von Case-Management und Qualitätsmanagement im Eingliederungsprozess eher ein fruchtbares Zusammentreffen oder ein erschwerendes Hindernis?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Die besondere Situation älterer Arbeitnehmer

4. Der Qualitätsbegriff

5. Qualitätsanspruch

5.1 Grundlagen für die Qualitätsstandards im Case Management

5.1.1 Qualitätsanspruch des Case Management

5.1.2 Ethische Verpflichtung als Qualitätsmerkmal

5.2 Qualitätsanspruch des QM- System DIN EN ISO

6. Definition „Produkt“ im CM und QM

6.1 Im Case Management

6.2 Im QM- System DIN EN ISO

7. Risikofaktoren

7.1 Im Case Management

7.2 Im QM- System DIN EN ISO

8. System – Vergleich im Überblick

9. Literaturaussagen über „Qualität“ im Case Management

10. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das methodische Vorgehen in Wirtschafts- und Dienstleistungsunternehmen im Hinblick auf das Case Management sowie das Qualitätssicherungssystem DIN EN ISO 9000:2000, um Parallelen und Nutzen für den Menschen aufzuzeigen, wobei insbesondere die Situation älterer Arbeitsuchender Berücksichtigung findet.

  • Vergleichende Analyse von Case Management und Qualitätsmanagement-Systemen.
  • Untersuchung der Bedeutung von Qualitätsstandards für den Integrationsprozess in den Arbeitsmarkt.
  • Herausarbeitung der besonderen Lebens- und Arbeitssituation älterer Erwerbstätiger.
  • Erörterung ethischer Standards und der Bedeutung des „Produktbegriffs“ in sozialen Dienstleistungen.
  • Bewertung der Kompatibilität beider Systeme zur Steigerung des Nutzens für den Klienten.

Auszug aus dem Buch

3. Die besondere Situation älterer Arbeitnehmer

„Die Lebenserwartung in Deutschland steigt, mit Perspektiven für die deutlich wachsende Zahl immer älterer Menschen tut sich die Gesellschaft jedoch schwer. `Wir haben dafür keine Vorbilder´, sagt der wissenschaftliche Geschäftsführer des Dortmunder Instituts für Gerontologie, Eckart Schnabel. Er warnt davor, die alternde Gesellschaft auf Kranke und Pflegefälle zu reduzieren.“ (o.V., 2006, S. 2). Dazu hat Gerhard Reutter vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung festgestellt: „Die Betriebe haben den demographischen Faktor bisher kaum berücksichtigt.“ (o.V., 2006, S. 2).

In der Bundesrepublik Deutschland wird die Zahl der Erwerbslosen - sprich Arbeitssuchenden - von der Bundesagentur für Arbeit mit ca. 5 Millionen Menschen angegeben, wobei je nach Rechenart vermutet wird, dass diese Zahl tatsächlich bei ca. 8 Millionen Menschen oder sogar darüber liegt.

„Derzeit arbeiten von den Beschäftigten mit mittlerer Qualifikation im Alter von 55 bis 64 Jahren etwa 40 Prozent“. (o.V.,2006, S. 2). Dem gegenüber stehen gegenwärtig politische Bestrebungen der Bundesregierung das Erwerbsalter stufenweise je nach Geburtsjahr des Erwerbsfähigen auf 67 Jahre anzuheben.

Aus Sicht des Verfassers steht diese politische Vorgabe im Widerspruch zum Verhalten der Personalpolitik vieler Unternehmen in Deutschland. Gerade von Großunternehmen, den so genannten Konzerne mit tausenden Mitarbeitern, wird immer häufiger in der Presse berichtet, dass zur „Gesundung“ des Unternehmens der Stellenabbau der einzig gangbare Weg sei, wirtschaftlich zu arbeiten, um nicht die Produktion ins Ausland verlagern zu müssen. Die von diesen Maßnahmen dann betroffenen Mitarbeiter sind sehr häufig gerade im Alter 50Jahre plus, die über ein enormes Potenzial verschiedener Kompetenzen verfügen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Verfasser erläutert seine berufliche Motivation und die persönliche Betroffenheit, die zur vergleichenden Analyse von Case Management und Qualitätsmanagement führten.

2. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die globalen ökonomischen Herausforderungen sowie die Bedeutung von Arbeit für die soziale Teilhabe und stellt die Relevanz des Case Managements als Fallmanagement dar.

3. Die besondere Situation älterer Arbeitnehmer: Dieses Kapitel beleuchtet den demografischen Wandel sowie die Diskrepanz zwischen politisch geforderter Erwerbsdauer und der realen Personalpolitik von Großunternehmen gegenüber Älteren.

4. Der Qualitätsbegriff: Es wird die Schwierigkeit der Definition von Qualität diskutiert und die DIN ISO-Norm 8402 als Grundlage herangezogen.

5. Qualitätsanspruch: Dieser Abschnitt differenziert die Anforderungen an Case Management und das QM-System DIN EN ISO in den drei Dimensionen Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität.

6. Definition „Produkt“ im CM und QM: Hier wird der Produktbegriff sowohl aus der Sicht der sozialen Dienstleistung als auch aus der wirtschaftlichen Produktionsperspektive interpretiert.

7. Risikofaktoren: Das Kapitel identifiziert spezifische Gefahren, wie etwa mangelnde Ergebnisoffenheit im Case Management oder Kommunikationsstrukturen im QM-System.

8. System – Vergleich im Überblick: Eine tabellarische Gegenüberstellung verdeutlicht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Systeme hinsichtlich Einsatz, Standard, Zielen und Controlling.

9. Literaturaussagen über „Qualität“ im Case Management: Ein Überblick über zentrale Fachpublikationen und die Notwendigkeit einer praxisnahen Konkretisierung des Qualitätsbegriffs.

10. Resümee: Das Fazit stellt fest, dass sowohl Case Management als auch Qualitätsmanagement eine hohe Relevanz für die individuelle Förderung des Menschen besitzen und bei korrekter Umsetzung fruchtbar kooperieren können.

Schlüsselwörter

Case Management, Qualitätsmanagement, Arbeitslosigkeit, Ältere Arbeitnehmer, DIN EN ISO 9000:2000, Strukturqualität, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Personalpolitik, Soziale Teilhabe, Empowerment, Beschäftigungsförderung, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess, Arbeitsbündnis, Dienstleistungsmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der vergleichenden Gegenüberstellung von Case Management und dem Qualitätsmanagement-System nach DIN EN ISO 9000:2000, um Synergien und Nutzen für die Betroffenen zu evaluieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Qualitätsdimensionen im Case Management, die Auswirkungen der Globalisierung auf den Arbeitsmarkt und die spezielle Situation älterer Arbeitnehmer in der heutigen Erwerbswelt.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob und wo Parallelen zwischen den beiden Systemen bestehen und ob ein „Meeting“ dieser Ansätze die Eingliederungsprozesse für Arbeitsuchende optimieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Verfasser nutzt eine komparative Methode, indem er Struktur- und Qualitätsmerkmale beider Systeme gegenüberstellt und durch Literaturanalysen sowie eigene berufliche Erfahrungen als Qualitätsmanagement-Beauftragter fundiert.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die drei Dimensionen der Qualität (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität), definiert den Produktbegriff in beiden Kontexten und erörtert Risikofaktoren sowie ethische Verpflichtungen für Akteure.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Case Management, QM-System DIN EN ISO, Arbeitsbündnis, ältere Arbeitnehmer, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) und Empowerment.

Welche Rolle spielt die Zeitarbeit im Kontext der älteren Arbeitnehmer?

Die Zeitarbeit wird als ein „Umweg“ und teilweise neue Chance beschrieben, über den ältere Erwerbslose ihre Erfahrungen einbringen und wieder in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können.

Wie bewertet der Autor das „Meeting“ von CM und QM?

Der Verfasser sieht das Zusammentreffen als ein durchaus fruchtbares Hindernis beziehungsweise Treffen an, sofern die ethischen Standards des Case Managements mit den funktionalen Ansätzen des QM-Systems kompatibel umgesetzt werden.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Case Management im Vergleich zum Qualitätssicherungsystem DIN EN ISO 9000:2000
Subtitle
Der substanzielle Aspekt der Qualitätssicherung
College
FHM University of Applied Sciences
Course
Berufsbegleitenden weiterbildenden Studium zum Case Manager (FH)
Grade
2,0
Author
Ralph-Michael Badke (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V149958
ISBN (eBook)
9783640609918
ISBN (Book)
9783640610112
Language
German
Tags
Schnittstelle zwischen Case Management und QM-System DIN EN ISO Pionierarbeit Fokus auf ältere Arbeitnehmer Der Mensch im Mittelpunkt KVP gesellschaftlichen Gegebenheiten ausrichten Effektiv und effizient Vertrauensbasis für offene Zusammenarbeit bei der Erstellung des Hilfeplans Evaluation als dokumentierte Zukunftsausrichtung Strukturqualität Prozessqualität Systemqualität Produkt CM Ethik Nutzen beider Systeme für dem Menschen CM und QM Top Management Elite Zielorientiert erfolgreich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ralph-Michael Badke (Author), 2006, Case Management im Vergleich zum Qualitätssicherungsystem DIN EN ISO 9000:2000, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149958
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint