Das Jahr 2008 war für die deutsche Automobilindustrie nicht von Erfolg gekrönt, was einerseits auf den Einbruch des Exportes deutscher Automobilkonzerne und zum anderen auf den verringerten inländischen Automobilabsatz zurückzuführen ist. Zur Belebung der deutschen Automobilindustrie wurde im Jahr 2009 eine direkte konjunkturpolitische Maßnahme unter dem Namen Umweltprämie eingeführt, welche eine Förderung des Neuwagenkaufes durch die Verschrottung von Altfahrzeugen ermöglichte und somit den Konsum privater Haushalte steigerte. Als weitere positive Wirkung aus dem Konjunkturprogramm versprach sich die Bundesregierung die Verschrottung von umweltschädlichen Pkw.
Ziel der folgenden Hausarbeit ist die Betrachtung wirtschaftlicher Folgen der Umweltprämie auf die deutsche Automobilindustrie und die Veränderung des Bruttoinlandsproduktes. Des Weiteren wird hinterfragt, welche Ziele maßgeblich mit der angewandten Maßnahme der Bundesregierung verfolgt wurden.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 GRUNDLEGENDE DARSTELLUNG
2.1 Einordnung der Umweltprämie in die deutsche Automobilindustrie
2.1.1 Konjunkturentwicklung und Konjunkturprogramme
2.1.2 Automobilindustrie
2.1.3 Durchschnittsalter der Automobile auf deutschen Straßen
2.2 Voraussetzungen, Ziele und Entwicklung der Umweltprämie
3 KONSEQUENZEN DER UMWELTPRÄMIE UND EINFLUSS AUF DIE MARKTENTWICKLUNG DER DEUTSCHEN AUTOMOBILBRANCHE
3.1 Automobilzulassungen 2009: Herstelleranteile und Fahrzeugklassen
3.2 Mitnahme- und Lenkungseffekte durch die Umweltprämie
3.3 Aktuelle Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Automobilindustrie
3.4 PKW-Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland
4 FAZIT DER ÖKONOMISCHEN BETRACHTUNG
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die ökonomischen Folgen der im Jahr 2009 eingeführten staatlichen Umweltprämie auf die deutsche Automobilindustrie und ihre Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt im Kontext der globalen Finanzkrise.
- Analyse der konjunkturpolitischen Rahmenbedingungen und Ziele der Umweltprämie
- Untersuchung der Auswirkungen auf Automobilzulassungen und Herstelleranteile
- Differenzierung zwischen Mitnahme- und Lenkungseffekten bei der Kaufentscheidung
- Bewertung der Konsequenzen für den Arbeitsmarkt und den Gebrauchtwagenmarkt
- Vergleich mit internationalen Prämienkonzepten zur Wirtschaftsförderung
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Konjunkturentwicklung und Konjunkturprogramme
Das Modell der Konjunkturzyklen beschreibt wirtschaftliche Schwankungen und Instabilitäten durch die vier Phasen: Aufschwung, Boom, Rezession und Depression. Die Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs wird von einem Anstieg aus Nachfrage, Produktion und Absatz gekennzeichnet, woraus eine Steigerung des Beschäftigungsgrads und folglich des Bruttoinlandsprodukts resultiert.
In einer Rezession entstehen Nachfragerückgänge, Rücklauf von Absatz und Produktion sowie Wachstumsverlangsamung, worauf einer Depression (Krise) folgt. Aus stabilitätspolitischen Gründen ist es einem Staat möglich, die Staatsausgaben in dieser Zeit zu erhöhen und damit Absatz und Produktion zu steigern sowie Wirtschaftswachstum zu generieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die schwierige wirtschaftliche Lage der Automobilindustrie im Jahr 2008 und stellt die Einführung der Umweltprämie als konjunkturpolitische Gegenmaßnahme zur Stärkung des inländischen Konsums vor.
2 GRUNDLEGENDE DARSTELLUNG: Dieses Kapitel bettet die Umweltprämie in den theoretischen Rahmen konjunkturpolitischer Maßnahmen ein, erläutert die Ziele der Bundesregierung und beleuchtet die Relevanz der Branche sowie das Durchschnittsalter der Fahrzeugflotte.
3 KONSEQUENZEN DER UMWELTPRÄMIE UND EINFLUSS AUF DIE MARKTENTWICKLUNG DER DEUTSCHEN AUTOMOBILBRANCHE: Der Hauptteil analysiert detailliert die Auswirkungen der Maßnahme auf Neuzulassungen, Arbeitsplätze, den Gebrauchtwagenmarkt sowie die Bedeutung internationaler Prämienmodelle.
4 FAZIT DER ÖKONOMISCHEN BETRACHTUNG: Das Fazit bewertet die Umweltprämie als erfolgreich, da sie dem Attentismus entgegenwirkte, Arbeitsplätze sicherte und den Einbruch der Exportzahlen durch Vorbildfunktionen mildern konnte.
Schlüsselwörter
Umweltprämie, Automobilindustrie, Konjunkturpaket, Abwrackprämie, Kaufanreize, Lenkungseffekte, Mitnahmeeffekte, Bruttoinlandsprodukt, Automobilzulassungen, Konjunkturzyklus, Arbeitsmarkt, Gebrauchtwagenmarkt, Export, Wirtschaftskrise, Kaufverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit den ökonomischen Folgen der staatlichen Umweltprämie aus dem Jahr 2009 und deren Einfluss auf die deutsche Automobilbranche.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind konjunkturpolitische Maßnahmen, Automobilnachfrage, Segmentverschiebungen bei Herstellern sowie die Auswirkungen auf den Arbeits- und Gebrauchtwagenmarkt.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die wissenschaftliche Analyse der wirtschaftlichen Folgen der Prämie, insbesondere in Bezug auf die Stärkung des Binnenkonsums und die Stabilisierung der Automobilindustrie.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine ökonomische Status-Quo-Betrachtung vorgenommen, die auf der Analyse von Statistiken, Branchenberichten und volkswirtschaftlichen Studien basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden konkrete Marktveränderungen, die Differenzierung von Kaufanreizen (Mitnahme- vs. Lenkungseffekte) sowie internationale Vergleiche zu ähnlichen Förderprogrammen thematisiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Neben dem Hauptbegriff Umweltprämie sind dies insbesondere Konjunkturpaket, Lenkungseffekte, Automobilzulassungen und der Einfluss auf den Gebrauchtwagenmarkt.
Wie wurde das Phänomen der "Mitnahmeeffekte" in der Studie bewertet?
Die Arbeit identifiziert Mitnahmeeffekte als Kunden, die auch ohne Prämie gekauft hätten, und setzt diese in Relation zu den effektiven Zusatzverkäufen, um den Netto-Erfolg der Prämie zu ermitteln.
Welche Bedeutung haben internationale Prämienkonzepte für den Autor?
Der Autor sieht in der internationalen Kopie des deutschen Modells einen positiven Impuls, der durch die Förderung in wichtigen Exportländern letztlich auch deutschen Herstellern zugutekam.
- Quote paper
- Sebastian Crusius (Author), 2009, Die ökonomischen Konsequenzen der Umweltprämie , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150001