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Wie unterscheidet sich das Case Management in einer psychiatrischen Klinik von herkömmlichen Case Management Methoden und welche potentiellen Optimierungsmöglichkeiten gibt es?

Titel: Wie unterscheidet sich das Case Management in einer psychiatrischen Klinik von herkömmlichen Case Management Methoden und welche potentiellen Optimierungsmöglichkeiten gibt es?

Hausarbeit , 2024 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Pflegemanagement
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit soll herausgearbeitet werden, wie sich das Case Management in einer psychiatrischen Klinik von den herkömmlichen Case Management Methoden unterscheidet und welche potentiellen Optimierungsmöglichkeiten es gibt.

Durch die politischen Reformen im Gesundheitswesen steigt die Anzahl der Entlassungen von betreuungsintensiven und auch pflegebedürftigen Patienten. Laut des statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2022 insgesamt 810978 Menschen stationär in psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken behandelt. Für diese Patienten ist es von besonderer Relevanz, nahtlose Pflege- und Betreuungsmöglichkeiten zu generieren. Häufig funktioniert dieser Prozess nicht Lückenlos, so dass es immer wieder dazu kommt, dass die betroffenen Patienten, auf Grund einer Zustandsverschlechterung, wieder zurück in die Klinik verbracht werden. Im Krankenhaus geben es die Organisationstrukturen vor, dass alle Berufsgruppen zusammenarbeiten und somit auch die Informationsweitergabe geregelt ist. Die Planung der ambulanten Weiterbehandlung wird in den meisten Fällen vom klinischen Sozialdienst übernommen. Im ambulanten Setting werden die Patienten von unterschiedlichen Dienstleistern betreut, wodurch sich eine größere Anzahl von Schnittstellen ergibt. Vor allem die Betreuung von Patienten mit chronischen somatischen oder psychischen Erkrankungen ist eine kontinuierliche und individuelle Versorgungssituation von hoher Relevanz. Dies kann aber ausschließlich durch verstärkte Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen und einer adäquaten Vernetzung der bestehenden Versorgungsbereiche gewährleistet werden. Aus diesem Grund sind die Leistungserbringer und Kostenträger in die Pflicht genommen worden, dies zu optimieren, um zu verhindern, dass die Unterversorgungen in der ambulanten Versorgung weiter zunehmen. Um diese Prozesse zu optimieren und um die Unterversorgung möglichst auf ein Mindestmaß zu reduzieren, werden in vielen Kliniken Case Manager etabliert. Case Manager sind dafür zuständig, im Einzelfall und bedarfsentsprechend die erforderliche Unterstützung, Behandlung, Begleitung, Förderung und Versorgung von Patienten zu organisieren und umzusetzen, auch über die stationäre Behandlung hinaus. Diese Aufgabe wurde seit dem Jahr 1913 weitestgehend vom klinischen Sozialdienst übernommen, so auch in der psychiatrischen Klinik.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen des Case Management

2.1 Definition – Zielsetzung und Aufgaben

2.2 Geschichtliche Entwicklung

3 Case Management in der Psychiatrie

3.1 Besonderheiten in der psychiatrischen Versorgung

3.2 Aufgabe der klinischen Sozialarbeit

4 Ziel der Projektarbeit

5 Methode

6 Ergebnisse

6 Diskussion

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Projektarbeit ist die Untersuchung der Unterschiede zwischen traditioneller klinischer Sozialarbeit und spezialisierten Case-Management-Prozessen innerhalb einer psychiatrischen Klinik. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie der Sozialdienst durch die Integration von Case-Management-Methoden optimiert werden kann, um eine nahtlose und individuell abgestimmte Patientenversorgung – auch für die Zeit nach dem stationären Aufenthalt – zu gewährleisten.

  • Vergleich zwischen klinischer Sozialarbeit und Case Management Ansätzen
  • Optimierungsmöglichkeiten der Entlassungsplanung in der Psychiatrie
  • Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit und Netzwerkarbeit
  • Herausforderungen in der psychiatrischen Versorgung chronisch kranker Menschen
  • Integration patientenorientierter Assessment-Tools und Versorgungsmanagement

Auszug aus dem Buch

Besonderheiten in der psychiatrischen Versorgung

Die psychiatrische Versorgung zeichnet sich durch komplexe und oft chronisch verlaufende Krankheitsverläufe aus, welche eine intensive und vor allem auch langjährige Unterstützung erfordern. Zu den Krankheitsbildern gehören beispielsweise verschiedene Formen der Schizophrenie, Psychosen, bipolare Störungen, Persönlichkeitsstörungen, sowie Suchterkrankungen. Der Fokus liegt hier auf den psychischen Erkrankungen. Jedoch gehört hierzu auch die Beachtung der somatischen Begleiterkrankungen. In jedem Fall ist es von besonderer Relevanz eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung zu den Patienten Angehörigen und eventuell gesetzlichen Betreuern, aufzubauen um im Einvernehmen mit den Betroffenen die benötigte Unterstützung erarbeiten und durchführen zu können. Zudem erfordert die Behandlung eine enge Zusammenarbeit eines multiprofessionellen Teams, einschließlich Pflegekräften, Sozialarbeitern, Ärzten, Psychologen, Ergotherapeuten. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Sicherstellung einer kontinuierlichen Betreuung, auch nach der Entlassung aus der stationären Behandlung, gelegt. Daher ist es umso wichtiger, ein ambulantes Versorgungsnetzwerk für den jeweiligen Patienten zu integrieren. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Krankheitsbilder und den daraus resultierenden Verhaltensweisen, welche sich in der psychiatrischen Versorgung wiederfinden, kann dies die beteiligten Berufsgruppen, gerade im ambulanten Setting, vor eine Herausforderung stellen. Aber nicht nur die verschiedenen Berufsgruppen werden vor eine Herausforderung gestellt, sondern auch gleichzeitig die betroffenen Patienten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Anzahl an Krankenhausaufenthalten psychisch erkrankter Menschen und die daraus resultierende Notwendigkeit einer verbesserten Versorgungsbrücke zwischen stationärer und ambulanter Behandlung.

2 Grundlagen des Case Management: Dieses Kapitel definiert Case Management als einen stufenweisen Prozess und erläutert dessen historische Ursprünge sowie zentrale Funktionen wie Advocacy, Broker-Funktion und Gate-Keeping.

3 Case Management in der Psychiatrie: Es werden die speziellen Anforderungen der psychiatrischen Patientenversorgung sowie die klassischen Aufgabenbereiche der klinischen Sozialarbeit im Hinblick auf Versorgungsmanagement dargelegt.

4 Ziel der Projektarbeit: Hier wird das Kernziel definiert, Unterschiede zwischen sozialdienstlicher Tätigkeit und Case Management zu analysieren, um Optimierungspotenziale abzuleiten.

5 Methode: Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturrecherche, die verschiedene Datenbanken nutzte, um das Themenfeld Case Management in der psychiatrischen Klinik zu erschließen.

6 Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass der Sozialdienst bereits viele Aufgaben übernimmt, jedoch durch eine stärkere Individualisierung und den Einsatz moderner Assessment-Tools von Case-Management-Strukturen profitieren könnte.

6 Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Erkenntnis, dass eine engere Netzwerkarbeit und gezielte Weiterbildungen die Effizienz der Betreuung in Krisensituationen signifikant steigern könnten.

7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Integration von Case-Management-Aspekten in die klinische Sozialarbeit eine sinnvolle Maßnahme zur Verbesserung der Patientenversorgung darstellt.

Schlüsselwörter

Case Management, Psychiatrie, Klinische Sozialarbeit, Entlassungsmanagement, Versorgungsnetzwerk, Patientenbetreuung, Gesundheitsreform, psychosoziale Intervention, interdisziplinäre Zusammenarbeit, psychiatrische Versorgung, Wirtschaftlichkeit, Assessment-Tools, Recovery, Patientenrechte, Nachsorge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Projektarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten des Case Managements in psychiatrischen Kliniken, die primär auf den Sozialdienst zurückgreifen, und vergleicht diese Arbeitsweise mit professionellen Case-Management-Modellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das Entlassungsmanagement, die psychosoziale Unterstützung bei psychischen Erkrankungen, die Arbeit in multiprofessionellen Teams sowie die Kooperation mit ambulanten Versorgungsakteuren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Die Arbeit zielt darauf ab, durch einen Vergleich der beiden Versorgungsmodelle Optimierungsmöglichkeiten für den Sozialdienst in psychiatrischen Kliniken aufzuzeigen, um eine nachhaltigere Patientenversorgung nach der Klinik zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin oder der Autor für diese Arbeit?

Zur Beantwortung der Fragestellung wurde eine systematische Literaturrecherche in verschiedenen Fachdatenbanken zu den Themenbereichen Case Management, soziale Arbeit und psychiatrische Versorgung durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Grundlagen des Case Managements, die Besonderheiten psychisch bedingter Krankheitsverläufe und die aktuellen Aufgabenbereiche der klinischen Sozialarbeit im Kontext der Gesundheitsreform.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Case Management in der Psychiatrie, Entlassungsplanung, Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Versorgungsmanagement und Sozialarbeit im Gesundheitswesen charakterisiert.

Warum ist das Entlassungsmanagement in der Psychiatrie so anspruchsvoll?

Aufgrund der Komplexität psychischer Erkrankungen und der Notwendigkeit kontinuierlicher Unterstützung ist die nahtlose Übergabe an ambulante Dienste oft fehleranfällig; zudem erschweren oft Vorurteile und mangelnde Selbstbestimmung der Patienten den Prozess.

Welche konkrete Weiterbildung wird im Fazit als sinnvoll erachtet?

Die Arbeit schlägt vor, den Mitarbeitern des Sozialdienstes gezielte Weiterbildungen zu ermöglichen, um ihnen die spezifischen Werkzeuge und Methoden des Case Managements für ihre tägliche Praxis zugänglich zu machen.

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Details

Titel
Wie unterscheidet sich das Case Management in einer psychiatrischen Klinik von herkömmlichen Case Management Methoden und welche potentiellen Optimierungsmöglichkeiten gibt es?
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Frankfurt früher Fachhochschule  (FOM)
Veranstaltung
Projektmanagement
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
16
Katalognummer
V1500676
ISBN (eBook)
9783389062937
ISBN (Buch)
9783389062944
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesunde Arbeitsbedingungen in der Pflege
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2024, Wie unterscheidet sich das Case Management in einer psychiatrischen Klinik von herkömmlichen Case Management Methoden und welche potentiellen Optimierungsmöglichkeiten gibt es?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1500676
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Leseprobe aus  16  Seiten
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