[...] Teil I der Studienarbeit „Kommunikation und Führung in China – Rekrutierung und Vorbereitung von Mitarbeitern für den Auslandseinsatz“ soll dem Leser einen Einblick in den Themenkreis Rekrutierung und Vorbereitung von Mitarbeitern für den Auslandseinsatz geben.
Ziel dieser Arbeit ist es, Möglichkeiten einer sorgfältigen und qualitativen Rekrutierung und Vorbereitung von Mitarbeitern auf einen Auslandseinsatz darzustellen. Zu Beginn erhält der Leser einen kurzen Abriss zu den Begriffen Internationales Personalmanagement und Auslandsentsendung. Im weiteren Verlauf soll die Rekrutierung von Mitarbeitern für den Auslandseinsatz vom benötigten Personalbedarf bis hin zu den Problemen und Folgen von Fehlbesetzungen näher beleuchtet werden. Zudem erfolgt eine detaillierte Betrachtung verschiedener Maßnahmen, die zu einer sorgfältigen Vorbereitung von Expatriates führen. Im letzten Schritt rundet ein Fazit die Thematik der Rekrutierung und Vorbereitung von Entsendungskandidaten ab.
Inhaltsverzeichnis
Teil I: Rekrutierung und Vorbereitung von Mitarbeitern für den Auslandseinsatz
1. Einleitung
2. Begriffsabgrenzung
2.1 Internationales Personalmanagement
2.2 Auslandsentsendung
3. Personalsuche und -auswahl für einen Auslandseinsatz
3.1 Determinanten der Personalsuche und -auswahl
3.2 Das Anforderungsprofil
3.3 Interne und externe Bewerber
3.4 Die Bewerberansprache
3.5 Ablauf der Personalauswahl
3.6 Instrumente der Personalauswahl
3.6.1 Analyse der Bewerbungsunterlagen
3.6.2 Gespräche mit Vorgesetzten
3.6.3 Fragebögen
3.6.4 Interview
3.6.5 Interkulturelles Assessment-Center
3.7 Probleme und Folgen von Fehlbesetzungen
4. Vorbereitung von Mitarbeitern auf den Auslandseinsatz
4.1 Interkulturelle Personalentwicklung
4.2 Diagnose interkultureller Kompetenz
4.3 Interkulturelles Lernen
4.3.1 Interkulturelles Training
4.3.1 Interkulturelles Coaching
4.3.1 Look-and-See-Trips
4.4 Sprachliche Vorbereitung
4.5 Die Rolle der Familie während der Vorbereitung
4.6 Probleme und Gefahren unzureichender Vorbereitung
5. Fazit
Teil 2: Kommunikation und Führung in China
1. Das Reich der Mitte – Faszination China
2. Die geschichtliche Entwicklung Chinas
3. Bevölkerungsstruktur
3.1 Die verschiedenen Bevölkerungsgruppen in China
3.2 Die Sprache und ihre Facetten
4. Gesellschaft
4.1 Stadt – Land Migration
4.2 Die Stellung von Frauen, Kindern und der Familie in China
4.3 Die Chinesische Küche als Zeichen der Zuneigung
4.3.1 Der Stellenwert des Essens
4.3.2 Tischmanieren
5. Politik und Rechtssystem in China
5.1 Das Ein-Parteiensystem
5.2 Die Rückkehr der Religionen
5.3 Das Rechtsystem und seine Schwächen
6. Die neue Wirtschaftsmacht China
6.1 Aktuelle Wirtschaftslage
6.2 Die wichtigsten Ballungszentren der chinesischen Wirtschaft
7. Kommunikation und Führung in China
7.1 Kommunikation
7.1.1 Verbale Kommunikation
7.1.2 Non-Verbale Kommunikation
7.1.3 Umgangsformen im Geschäftsleben
7.1.4 Das „Guanxi“ – Die Bedeutung von Beziehungen in China
7.2. Führung
7.2.1 Führungsstil in China
7.2.2 Das symbolische Gesicht
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Studienarbeit untersucht die zentralen Herausforderungen bei der Rekrutierung und Vorbereitung von Mitarbeitern für Auslandseinsätze mit Fokus auf den Zielmarkt China. Dabei soll aufgezeigt werden, wie Unternehmen durch systematisches Personalmanagement die Risiken eines Einsatzabbruchs minimieren und den Erfolg internationaler Entsendungen durch interkulturelle Kompetenzentwicklung sichern können.
- Strategien zur Personalsuche und -auswahl bei Auslandseinsätzen.
- Methoden zur Diagnose und Entwicklung interkultureller Kompetenzen.
- Bedeutung der Einbindung von Familienmitgliedern in den Vorbereitungsprozess.
- Kulturelle Spezifika von Kommunikation und Führung in China.
- Umgang mit „Guanxi“ und der Bedeutung des „Gesichts“ im chinesischen Geschäftsleben.
Auszug aus dem Buch
3.6.5 Interkulturelles Assessment-Center
„Ein interkulturelles Assessment Center ist eine Methode, mittels derer mehrere Teilnehmer von mehreren Beobachtern in […] interkulturellen Spielsituationen über einen längeren Zeitraum hinsichtlich vorher festgelegter Kriterien interkultureller Kompetenz nach festgelegten Regeln und einem festgelegten Ablauf beobachtet und beurteilt werden […].“
Wird ein interkulturelles AC zur Auswahl eines Entsendungskandidaten ins Ausland eingesetzt, spielen neben den stellenspezifischen Anforderungen (fachliche, persönliche und soziale Kompetenz) vor allem interkulturelle Kompetenzen (z. B. Ambiguitätstoleranz, Einfühlungsvermögen, Flexibilität, interkulturelle Sensibilität, Motivation bzgl. Entsendung) und kulturspezifisches Wissen eine große Rolle.
Der Ablauf eines AC erfolgt in drei Schritten. In der Vorbereitungsphase werden z. B. Zielgruppe und Beobachter ausgewählt sowie Übungen anhand des Anforderungsprofils erstellt. Unter den Beobachtern sollte sich in jedem Fall ein Experte des jeweiligen Ziellandes befinden. Im nächsten Schritt erfolgt die konkrete Durchführung. Hierbei werden Beobachter trainiert, Übungen durchgeführt und Beobachtungen ausgewertet. Zum Abschluss wird eine Endauswahl getroffen um die Teilnehmer anschließend davon zu unterrichten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung internationaler Entsendungen in der globalisierten Wirtschaft und thematisiert das Risiko von Fehlbesetzungen sowie den daraus resultierenden Handlungsbedarf für Unternehmen.
2. Begriffsabgrenzung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Internationales Personalmanagement und Auslandsentsendung, um die theoretische Basis für die weitere Untersuchung zu schaffen.
3. Personalsuche und -auswahl für einen Auslandseinsatz: Das Kapitel analysiert den Prozess der Personalauswahl, von den strategischen Determinanten über die Erstellung von Anforderungsprofilen bis hin zu spezifischen Auswahlmethoden wie dem interkulturellen Assessment-Center.
4. Vorbereitung von Mitarbeitern auf den Auslandseinsatz: Hier werden Instrumente zur interkulturellen Personalentwicklung und Vorbereitung vorgestellt, wobei besonders die Bedeutung von interkulturellem Training, Sprachvorbereitung und der Einbeziehung der Familie hervorgehoben wird.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer sorgfältigen Rekrutierung und Vorbereitung zusammen, um die Risiken wirtschaftlicher Verluste durch vorzeitige Abbrüche von Auslandsentsendungen zu vermeiden.
6. Die neue Wirtschaftsmacht China: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die wirtschaftliche Lage in China, adressiert Infrastrukturdefizite und analysiert die regionale wirtschaftliche Ungleichheit sowie staatliche Förderungsmaßnahmen.
7. Kommunikation und Führung in China: Der Hauptteil des zweiten Teils widmet sich den kulturellen Gepflogenheiten, insbesondere der Kommunikation, der Bedeutung von Guanxi und den speziellen Herausforderungen autoritär-fürsorglicher Führung in China.
8. Fazit: Das abschließende Fazit betont die Wichtigkeit von interkultureller Sensibilität und dem Verständnis für das chinesische Wertesystem als Schlüssel zum geschäftlichen Erfolg, ohne die eigene Identität aufzugeben.
Schlüsselwörter
Internationales Personalmanagement, Auslandsentsendung, Rekrutierung, Personalauswahl, interkulturelle Kompetenz, Assessment-Center, interkulturelles Training, China, Kommunikation, Führung, Guanxi, Gesicht wahren, Entsendungsrisiko, interkulturelle Entwicklung, Geschäftsleben
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die professionelle Rekrutierung und Vorbereitung von Mitarbeitern für Auslandseinsätze, unter besonderer Berücksichtigung kultureller Aspekte für den Standort China.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert auf Personalmanagementstrategien, Auswahlverfahren wie Assessment-Center, interkulturelles Lernen und die spezifischen geschäftskulturellen Rahmenbedingungen in China.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch eine qualitätsorientierte Rekrutierung und gezielte Vorbereitung die Erfolgschancen von Auslandsentsendungen maximieren und Fehlbesetzungen minimieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Konzepte des internationalen Personalmanagements und interkultureller Kommunikation zusammenführt und auf Fallbeispiele anwendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen personalwirtschaftlichen Bereich (Rekrutierung/Vorbereitung) und einen kulturwissenschaftlichen Bereich, der die chinesische Gesellschaft, Politik, Kommunikation und Führung erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Auslandsentsendung, Interkulturelle Kompetenz, Personalmanagement, China-Eignung und interkulturelles Training.
Warum spielt die Familie bei einer Entsendung nach China eine so große Rolle?
Eine fehlende Anpassung der mitreisenden Familienangehörigen ist einer der Hauptgründe für den vorzeitigen Abbruch von Entsendungen. Daher ist ihre Einbindung in die Vorbereitung essenziell.
Was bedeutet das Prinzip „Gesicht wahren“ in China?
Es bezeichnet die soziale Notwendigkeit, das Ansehen eines Gesprächspartners in der Öffentlichkeit nicht zu gefährden. Kritik muss daher sehr indirekt geäußert werden, um den sozialen Frieden und die Beziehung nicht zu belasten.
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- Dipl. Betriebswirtin Julia Hennig (Author), 2007, Kommunikation und Führung in China. Rekrutierung und Vorbereitung von Mitarbeitern auf den Auslandseinsatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150071