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Anselms Satisfaktionslehre und ihre theologische Kritik

Titel: Anselms Satisfaktionslehre und ihre theologische Kritik

Seminararbeit , 2021 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Aylin Sayin (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Proseminararbeit beschäftigt sich mit dem Werk „Cur Deus homo“, welches Anselm von Canterbury (1033–1109) wahrscheinlich in der Zeit von 1093 bis zur Vollendung im Sommer 1098 geschrieben hat. Seine Ausführungen und die damit verbundene Satisfaktionslehre sollen dargestellt, die Kritik in der Sekundärliteratur analysiert und folgend eine eigene Stellung bezogen werden. Jene Satisfaktionslehre versucht das theologische Problem zu erklären, warum Gott Mensch werden musste und inwiefern dies mit der Genugtuung der Sünden der Menschen zutun hat. Die These, dass Anselms Satisfaktionslehre zwar in Bezug auf seinen soziologischen Hintergrund wertzuschätzen sei, da er sich von den vorherigen Versöhnungslehren loslöste, jedoch mit dem sich verändernden geistlichen und gesellschaftlichen Kontext mehrere theologische Kritikpunkte auftreten, soll untersucht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Thema

1.1. Einordnung in die Tradition

1.2. Definitionen

2. Quelle: Anselms Satisfaktionslehre – „Cur Deus homo“

2.1. Historische Einordnung

2.2. Gliederung

2.3. Argumentationsverlauf

2.3.1. Kap. 1–3: Anthropologie / Über die Beschaffenheit des Menschen

2.3.2. Kap. 4–5: Vollendung der Menschenschöpfung und Gottes Gnade

2.3.3. Kap. 6–13: Christologie / Über die Beschaffenheit des Gottmenschen

2.3.4. Kap. 14–16: Soteriologie

2.3.5. Kap. 17–20: Unterscheidung Wille und Notwendigkeit und deren Konsequenzen

2.3.6. Kap. 21–22: Abschließende Bemerkungen

3. Sekundärliteratur

3.1. Gerechtigkeit vs. Barmherzigkeit / Notwendigkeit vs. Freiheit

3.2. Aut poena aut satisfactio

3.3. Christi Person und Werk

4. Kritik

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit kontextualisiert und analysiert Anselms von Canterburys Werk „Cur Deus homo“ unter besonderer Berücksichtigung der darin enthaltenen Satisfaktionslehre. Dabei steht die Untersuchung der theologischen Argumentation gegen den Hintergrund zeitgenössischer sowie späterer Kritiken im Zentrum, um die Spannungen zwischen göttlicher Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und der Notwendigkeit der Menschwerdung kritisch zu reflektieren.

  • Historische Einordnung und methodische Grundlage des Werkes (sola ratione)
  • Die systematische Darlegung der Satisfaktionslehre in Anselms Argumentation
  • Die Analyse der anthropologischen und christologischen Prämissen
  • Auseinandersetzung mit der Kritik an Anselms Gottesbild und dem Satisfaktionsbegriff

Auszug aus dem Buch

1. Thema

Diese Proseminararbeit beschäftigt sich mit dem Werk „Cur Deus homo“, welches Anselm von Canterbury (1033–1109) wahrscheinlich in der Zeit von 1093 bis zur Vollendung im Sommer 1098 geschrieben hat. Seine Ausführungen und die damit verbundene Satisfaktionslehre sollen dargestellt, die Kritik in der Sekundärliteratur analysiert und folgend eine eigene Stellung bezogen werden. Jene Satisfaktionslehre versucht das theologische Problem zu erklären, warum Gott Mensch werden musste und inwiefern dies mit der Genugtuung der Sünden der Menschen zutun hat. Die These, dass Anselms Satisfaktionslehre zwar in Bezug auf seinen soziologischen Hintergrund wertzuschätzen sei, da er sich von den vorherigen Versöhnungslehren loslöste, jedoch mit dem sich verändernden geistlichen und gesellschaftlichen Kontext mehrere theologische Kritikpunkte auftreten, soll untersucht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Thema: Einführung in das Werk Anselms von Canterbury und Formulierung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Satisfaktionslehre.

1.1. Einordnung in die Tradition: Verortung des Werkes in der Scholastik unter Einbeziehung philosophischer und kirchenväterlicher Traditionen.

1.2. Definitionen: Begriffliche Klärung der für die Arbeit zentralen Ausdrücke Sünde, Auferstehung und Satisfaktion.

2. Quelle: Anselms Satisfaktionslehre – „Cur Deus homo“: Darstellung und Analyse des primären Quellentextes hinsichtlich seiner theologischen Argumentationsstruktur.

2.1. Historische Einordnung: Untersuchung des lebensweltlichen und kirchenpolitischen Kontextes zur Entstehungszeit des Werkes.

2.2. Gliederung: Übersicht über den Aufbau des Werkes mit Fokus auf die wesentlichen Thesen.

2.3. Argumentationsverlauf: Detaillierte Nachzeichnung der logischen Argumentationskette Anselms.

2.3.1. Kap. 1–3: Anthropologie / Über die Beschaffenheit des Menschen: Untersuchung der ursprünglichen Ordnung Gottes und der Störung durch die Sünde.

2.3.2. Kap. 4–5: Vollendung der Menschenschöpfung und Gottes Gnade: Erläuterung der Bedeutung der göttlichen Gnade und Treue zur Schöpfungsordnung.

2.3.3. Kap. 6–13: Christologie / Über die Beschaffenheit des Gottmenschen: Notwendigkeit des Gottmenschen als einzig möglichem Träger der Satisfaktion.

2.3.4. Kap. 14–16: Soteriologie: Analyse des Opfertodes als Sühne für die menschliche Sünde.

2.3.5. Kap. 17–20: Unterscheidung Wille und Notwendigkeit und deren Konsequenzen: Erörterung der Souveränität Gottes und der Freiwilligkeit des Erlösungswerkes.

2.3.6. Kap. 21–22: Abschließende Bemerkungen: Zusammenfassende Betrachtung der Aussöhnung und Bekräftigung durch das biblische Zeugnis.

3. Sekundärliteratur: Überblick über die Rezeptions- und Wirkungsgeschichte der Satisfaktionslehre.

3.1. Gerechtigkeit vs. Barmherzigkeit / Notwendigkeit vs. Freiheit: Diskussion der kritischen Positionen zum Gottesbild bei Anselm.

3.2. Aut poena aut satisfactio: Kritische Auseinandersetzung mit dem zentralen Axiom des Werkes.

3.3. Christi Person und Werk: Untersuchung der christologischen Kritik und der persönlichen versus dinglichen Leistungsaspekte.

4. Kritik: Eigene abschließende Stellungnahme zu den Stärken und Schwächen von Anselms Konzept.

Schlüsselwörter

Anselm von Canterbury, Cur Deus homo, Satisfaktionslehre, Soteriologie, Erlösung, Gottmensch, Sündenvergebung, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Scholastik, Versöhnung, Christologie, Sünde, Aut poena aut satisfactio, Sühne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit Anselms von Canterburys Werk „Cur Deus homo“ und untersucht kritisch dessen grundlegende These, dass die Satisfaktionslehre die notwendige Antwort auf die menschliche Sünde darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die historische Kontextualisierung des Textes, die Analyse der scholastischen Beweisführung, das Verständnis von Gerechtigkeit und Barmherzigkeit bei Gott sowie die soteriologische Funktion des Todes Christi.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die theologischen Argumente Anselms für die Notwendigkeit der Menschwerdung Gottes (als Satisfaktionsträger) nachzuzeichnen und diese insbesondere durch die Kritik der Sekundärliteratur auf ihre heutige Plausibilität und logische Konsistenz zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das von Anselm selbst angewandte Prinzip des „sola ratione“ (allein durch Vernunft) analysiert und mit wissenschaftlich-theologischen Methoden der Literaturkritik und historischen Einordnung hinterfragt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Darstellung des Argumentationsverlaufs in „Cur Deus homo“ und einer umfassenden Auseinandersetzung mit der relevanten Sekundärliteratur, die Anselms Lehre sowohl von dogmatischer als auch von kritikgeschichtlicher Seite beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen Satisfaktionslehre, Soteriologie, Aut poena aut satisfactio, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Gottmensch.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Teufels in Anselms Konzept?

Die Autorin hebt positiv hervor, dass sich Anselm von vorherigen „Loskauf-Konzepten“ distanziert, in denen die Sünde als Schuld gegenüber dem Teufel galt, und diese nun als unmittelbare Schuld gegenüber Gott umdefiniert.

Gibt es grundlegende Verständnisschwierigkeiten bei der Übertragung der Satisfaktion?

Ja, die Autorin merkt an, dass für sie nicht deutlich wird, wie genau die Genugtuung Christi konkret auf die sündige Menschheit übertragen wird und wie die Aneignung dieser Gnade durch den Einzelnen im Werk begründet ist.

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Details

Titel
Anselms Satisfaktionslehre und ihre theologische Kritik
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Theologische Fakultät)
Veranstaltung
Grundprobleme der Christologie
Note
1,3
Autor
Aylin Sayin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
26
Katalognummer
V1500758
ISBN (PDF)
9783389063033
ISBN (Buch)
9783389063040
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Anselm von Canterbury Satisfaktionslehre theologische Kritik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Aylin Sayin (Autor:in), 2021, Anselms Satisfaktionslehre und ihre theologische Kritik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1500758
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Leseprobe aus  26  Seiten
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