Luxuszüge in Lateinamerika. Eine andere Form des Tourismus


Hausarbeit, 2009
8 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis.

1.Einführung.

2.Hiram Bingham..

3.Great Brazil Express

4.Andean Explorer

5.Vistadome.

6.Backpacker

7.El Tren a las Nubes.

8.Fazit

Literaturverzeichnis.

Internetquellen.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Route Hiram Bingham.

http://www.luxurytrainclub.com/wp-content/uploads/2012/09/Map-Hiram-Bingham.gif

1.Einführung

Beschäftigt man sich mit den verschiedenen Formen des Tourismus in Lateinamerika begegnen einem in der Regel Reiseformen wie „Studienreise“, „Backpacker-Tour“, „klassischer Pauschalurlaub“ oder „Städtereise“. Wenig Beachtung findet in Reisekatalogen, TV-Berichten oder Printmedien bisher das Thema „Bahn-Tourismus“ in Lateinamerika.

Ein Grund hierfür ist sicherlich, dass es wenig bekannt ist, dass es diese Art der luxuriösen Fortbewegung in Panoramazügen über spektakuläre Strecken überhaupt gibt und anderer-seits werden die lateinamerikanischen Züge auch kaum über die „klassischen“ Reiseveranstalter, wie zum Beispiel TUI, angeboten.

Diese Studienarbeit möchte aufzeigen, was es in Lateinamerika für Luxuszüge gibt, welche Strecken sie befahren, wo diese Reiseform buchbar ist und was besonders zu beachten ist.

„Mit der Erfindung der Dampflok und dem Ausbau des Eisenbahnnetzes in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann der moderne Massentourismus… . Die Bahn blieb dann bis Mitte des 20. Jahrhunderts das Hauptverkehrsmittel für den Reiseverkehr.“[1]

„Bei touristisch motivierten Reisezügen steht die Erholung während der meist mehrere Tage andauernden Fahrt in Luxus-, Panorama oder Abenteuerzügen im Vordergrund der Tour.“[2]

Weltweit haben sich mit der Zeit einige hochwertige Luxuszüge etabliert. Im südlichen Afrika ist man stolz auf seinen „Rovos Rail“, in Schottland fährt der „Royal Scotsman“ durch das Land, die schweizerische Bergwelt bestaunen Touristen zum Beispiel mit dem Glacier Express und zwei Klassiker, die auch in der Literatur oft genannt werden, sind der legendäre Orient-Express und die Transsibirische Eisenbahn.

Was aber bieten nun die lateinamerikanischen Länder für Möglichkeiten sich mit der Eisenbahn fortzubewegen?

2.Hiram Bingham

Lateinamerika versucht seit einigen Jahren an den touristischen Erfolg dieser oben genannten klassischen Urlaubszüge anzuknüpfen und so wurde im Jahr 2003 der Hiram Bingham in Betrieb genommen.

Der Zug, der nach dem Entdecker von Machu Picchu benannt wurde und zu PeruRail gehört, ist außen in Dunkelblau mit Goldverzierungen gehalten und erinnert an die Pullmann-Züge der 1920er Jahren. Er bietet den Gästen neben Verpflegung, Ausflugs- und Unterhaltungs-programm auf der dreieinhalbstündigen Fahrt eine abwechslungsreiche und spektakuläre Landschaft. Hier wechseln sich Felder, Dörfer und der Blick auf die Anden ab.

„Die dreieinhalbstündige Fahrt von Cusco nach Machu Picchu gilt als eine der schönsten Eisenbahnstrecken der Welt. Nach einem spektakulären Zick-Zack Anstieg durch die Außenbezirke Cuscos führt der Weg zunächst hinunter zu der fruchtbaren Ebene des Plateaus von Anta, bevor sich die Strecke dramatisch verengt und durch tief eingeschnittene Schluchten entlang des Pomatakles Flusses zum Urubamba-Fluss führt.“[3]

Der Hiram Bingham bietet seinen Passagieren ein Restaurant und eine Bar, sowie einen Panoramawagen, um den genauen Weg und den steilen Anstieg bis zum Endziel, dem Machu Picchu, verfolgen zu können.

„Im Reisepreis sind Mahlzeiten an Bord mit Wein, Unterhaltungsprogramm, Reiseführer, Bustransfers, Eintritt zu den Ruinen und der Nachmittagstee im Machu Picchu Sanctuary Lodge enthalten.“[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Route Hiram Bingham

3.Great Brazil Express

Seit dem Frühjahr 2008 gibt es eine weitere touristische Attraktion in Brasilien – den Great Brazil Express. Die 500 km lange Strecke startet in Ponta Grossa und führt über Castro, Guarapuava, Irati, Tibagi und den Iguassu-Wasserfällen bis nach Cascavel. Dieser neue Luxuszug bietet nur 44 Passagieren Platz (2 Waggons à 22 Plätze), die sich in einem komfortablen Ambiente mit Speisen, Getränken und hochwertiger Innenausstattung langsam durch das südamerikanische Land chauffieren lassen können.[5]

Die verschiedenen Stopps während der Reise ermöglichen es den Gästen zahlreiche Ausflüge, auch in das Hinterland, zu unternehmen. Ein besonderes Highlight ist hierbei sicherlich der Besuch der Iguassu-Wasserfälle, die sich Brasilien und Argentinien „teilen“. Der dazugehörige Nationalpark gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

4.Andean Explorer

Der „Andean Explorer“ startet seine 10-stündige Reise in der historischen Stadt Cuzco und fährt weiter via Lake Titicaca bis nach Puno[6]. Dieser luxuriöse Zug bietet, wie die anderen Luxuszüge Perus auch, einen sehr großen Komfort und einen hohen Servicestandard, der die Reise in die Anden zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lässt.

Ein Highlight dieser Reise ist die Besichtigung der Stadt Cuzco, einer Stadt, die „von Naturwundern und architektonisch eindrucksvollen Ruinen umgeben“[7] ist und die ehemalige Hauptstadt der Inkas war.

Erst vor kurzem wurden sowohl der „Andean Explorer“, als auch der Hiram Bingham von der Internationalen Gesellschaft für Zugreisen ausgezeichnet und gehören nun zu den weltweit 25 besten Luxuszügen.[8]

Die Auszeichnung, die sowohl der „Andean Explorer“, als auch „Hiram Bingham“ erhalten hat, bestätigt den Trend, dass auch auf dem lateinamerikanischen Kontinent ein großes Potential im Bereich „Zugreisen“ besteht. Durch solche Auszeichnungen und die dazu-gehörige Berichterstattung in verschiedenen Medien werden neue Kunden angesprochen und auf diese „andere“ Form des Reisens durch Teile Südamerikas aufmerksam gemacht.

5.Vistadome

Der „Vistadome“ ist, neben dem Hiram Bingham, die bequemste Möglichkeit, um von Cuzco oder dem Heiligen Tal nach Machu Picchu zu reisen. Die Panoramawagen bieten, wie bei den anderen Luxuszügen, die Möglichkeit einen unbeschränkten Ausblick auf die Landschaft zu erhaschen und zu fotografieren.[9]

6.Backpacker

Der bei der jungen und ökonomisch reisenden Zielgruppe bevorzugte „Backpacker“-Zug von PeruRail bietet eine landestypische Einrichtung, viel Stauraum für Rucksäcke und einen eingeschränkteren Service, der für die angesprochene Zielgruppe jedoch völlig ausreichend ist und das Reisen trotzdem zu einem spannenden Abenteuer werden lässt.

7.El Tren a las Nubes

Der „Zug in die Wolken“ im Nordwesten Argentiniens hat nach dreijähriger Pause im Sommer 2008 wieder den Betrieb aufgenommen. Die spektakuläre, 16-stündige Fahrt durch die Anden bis auf 4.200 Meter Höhe, führt über 29 Brücken und durch 21 Tunnel.

Die Strecke des „Tren a las Nubes“ führt von Salta in Argentinien bis zum „La Polvorilla Viaduct“ und hält unterwegs nur noch in San Antonio de los Cobres an der chilenischen Grenze.[10] Auf der langen Fahrt können die Passagiere eine sehr abwechslungsreiche Landschaft bestaunen, die von Sandsteingebirge, über grüne Täler bis hin zur staubigen Puna reicht.

Der Zug, der aus einer Lokomotive und fünf Waggons besteht, bietet einen eigenen medizinischen Waggon, da es bei den Passagieren oft zur Höhenkrankheit kommt.[11]

Kurz nachdem sich der Zug auf die 434 km lange Fahrt (Hin- und Rückweg) macht, müssen während der Fahrt durch die Vororte metallene Blenden vor die Fenster gezogen werden, da Einheimische ihn mit Steinen bewerfen.[12] Die armen Bewohner der Region sind verärgert, dass dieser Zug, den sie aufgrund zu hoher Preise niemals werden benutzen können, durch ihre Ortschaften fährt und mit „reichen“ Touristen „beladen“ ist, die sich scheinbar nicht für die Lebensumstände der dortigen Bevölkerung interessieren.

[...]


[1] Freyer, W., Tourismus, 2006, S. 189.

[2] Freyer, W., Tourismus, 2006, S. 192.

[3] http://www.artoftravel.de/Lateinamerika/Peru/Luxuszuege/Hiram_Bingham-h483.aspx (03.07.2009).

[4] http://www.perurail.com/web/tper/deutsch-train-perurail.jsp?pageNo=2 (03.07.2009).

[5] Vgl. http://www.luxusblogger.de/2008/02/19/brasiliens-luxuszug-great-brazil-express-741.html. Stand: 03.07.2009.

[6] Vgl. http://www.lateinamerika.org/presseinfos_detail.php?ID=663&bereich=Presse. Stand: 03.07.2009.

[7] http://www.perurail.com/web/tper/deutsch-train-perurail.jsp?pageNo=4. Stand: 03.07.2009.

[8] Vgl. http://www.lateinamerika.org/presseinfos_detail.php?ID=663&bereich=Presse. Stand: 03.07.2009.

[9] Vgl. http://www.perurail.com/web/tper/deutsch-train-perurail.jsp?pageNo=2. Stand: 03.07.2009.

[10] Vgl. http://www.trenalasnubes.com.ar/en_tren_a_las_nubes_home.html. Stand: 12.07.2009.

[11] Vgl. http://www.focus.de/reisen/reisefuehrer/argentinien-der-zug-in-die-wolken-rollt-wieder_aid_322985.html.07.08.08. Stand: 12.07.2009.

[12] Vgl. Schoepp, Sebastian: Letzter Zug nach Nirgendwo. 2009. URL: http://www.sueddeutsche.de/automobil/329/467899/text/. Stand: 03.07.2009.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Luxuszüge in Lateinamerika. Eine andere Form des Tourismus
Hochschule
Karlshochschule International University
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
8
Katalognummer
V150080
ISBN (eBook)
9783668195684
ISBN (Buch)
9783668195691
Dateigröße
387 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
luxuszüge, lateinamerika, eine, form, tourismus
Arbeit zitieren
Caroline Folger (Autor), 2009, Luxuszüge in Lateinamerika. Eine andere Form des Tourismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150080

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