Diese Studienarbeit möchte aufzeigen, was es in Lateinamerika für Luxuszüge gibt, welche Strecken sie befahren, wo diese Reiseform buchbar ist und was besonders zu beachten ist.
Beschäftigt man sich mit den verschiedenen Formen des Tourismus in Lateinamerika begegnen einem in der Regel Reiseformen wie „Studienreise“, „Backpacker-Tour“, „klassischer Pauschalurlaub“ oder „Städtereise“. Wenig Beachtung findet in Reisekatalogen, TV-Berichten oder Printmedien bisher das Thema „Bahn-Tourismus“ in Lateinamerika. Was aber bieten nun die lateinamerikanischen Länder für Möglichkeiten sich mit der Eisenbahn fortzubewegen?
Ein Grund hierfür ist sicherlich, dass es wenig bekannt ist, dass es diese Art der luxuriösen Fortbewegung in Panoramazügen über spektakuläre Strecken überhaupt gibt und andererseits werden die lateinamerikanischen Züge auch kaum über die „klassischen“ Reiseveranstalter, wie zum Beispiel TUI, angeboten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Hiram Bingham
3. Great Brazil Express
4. Andean Explorer
5. Vistadome
6. Backpacker
7. El Tren a las Nubes
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Angebot an luxuriösen Eisenbahnreisen in Lateinamerika und analysiert deren Rolle als Nischenprodukt innerhalb des touristischen Marktes, um aufzuzeigen, wie diese Reiseform zur Erschließung touristischer Attraktionen beitragen kann.
- Überblick über bestehende Luxuszugverbindungen in Südamerika.
- Analyse der touristischen Streckenführung und Komfortangebote.
- Evaluierung der Buchbarkeit und Vermarktung dieser speziellen Reiseform.
- Darstellung von Herausforderungen und Potenzialen im Bahn-Tourismus.
Auszug aus dem Buch
2. Hiram Bingham
Lateinamerika versucht seit einigen Jahren an den touristischen Erfolg dieser oben genannten klassischen Urlaubszüge anzuknüpfen und so wurde im Jahr 2003 der Hiram Bingham in Betrieb genommen.
Der Zug, der nach dem Entdecker von Machu Picchu benannt wurde und zu PeruRail gehört, ist außen in Dunkelblau mit Goldverzierungen gehalten und erinnert an die Pullmann-Züge der 1920er Jahren. Er bietet den Gästen neben Verpflegung, Ausflugs- und Unterhaltungsprogramm auf der dreieinhalbstündigen Fahrt eine abwechslungsreiche und spektakuläre Landschaft. Hier wechseln sich Felder, Dörfer und der Blick auf die Anden ab.
„Die dreieinhalbstündige Fahrt von Cusco nach Machu Picchu gilt als eine der schönsten Eisenbahnstrecken der Welt. Nach einem spektakulären Zick-Zack Anstieg durch die Außenbezirke Cuscos führt der Weg zunächst hinunter zu der fruchtbaren Ebene des Plateaus von Anta, bevor sich die Strecke dramatisch verengt und durch tief eingeschnittene Schluchten entlang des Pomatakles Flusses zum Urubamba-Fluss führt.“
Der Hiram Bingham bietet seinen Passagieren ein Restaurant und eine Bar, sowie einen Panoramawagen, um den genauen Weg und den steilen Anstieg bis zum Endziel, dem Machu Picchu, verfolgen zu können.
„Im Reisepreis sind Mahlzeiten an Bord mit Wein, Unterhaltungsprogramm, Reiseführer, Bustransfers, Eintritt zu den Ruinen und der Nachmittagstee im Machu Picchu Sanctuary Lodge enthalten.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Arbeit beleuchtet die bisher geringe Aufmerksamkeit für den Bahn-Tourismus in Lateinamerika und stellt das Ziel auf, existierende Luxuszugangebote und deren Rahmenbedingungen zu identifizieren.
2. Hiram Bingham: Dieses Kapitel stellt den 2003 in Betrieb genommenen Luxuszug in Peru vor, der die Gäste in Anlehnung an historische Pullmann-Züge von Cusco nach Machu Picchu befördert.
3. Great Brazil Express: Hier wird die touristische Attraktion in Brasilien beschrieben, die durch hochwertige Ausstattung und Stopps an den Iguassu-Wasserfällen ein exklusives Reiseerlebnis bietet.
4. Andean Explorer: Der Fokus liegt auf der 10-stündigen Luxusverbindung in Peru zwischen Cuzco und Puno, welche für ihren hohen Servicestandard und landschaftliche Einblicke ausgezeichnet wurde.
5. Vistadome: Dieses Kapitel beschreibt die Panoramazug-Variante als komfortable Reisemöglichkeit mit unbeschränktem Ausblick für Fahrten zum Machu Picchu.
6. Backpacker: Es wird ein alternatives, kostengünstigeres Zugangebot von PeruRail für die junge Zielgruppe mit landestypischer Einrichtung vorgestellt.
7. El Tren a las Nubes: Die spektakuläre, 16-stündige Fahrt durch die argentinischen Anden wird thematisiert, wobei auch soziale Spannungen durch hohe Ticketpreise kritisch beleuchtet werden.
8. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Luxuszüge ein prestigeträchtiges Nischenprodukt darstellen, das touristisches Potenzial besitzt, sofern es verstärkt in Reisepakete integriert wird.
Schlüsselwörter
Luxuszüge, Lateinamerika, Bahntourismus, PeruRail, Hiram Bingham, Great Brazil Express, Andean Explorer, El Tren a las Nubes, Panoramazug, Eisenbahnreisen, Tourismusentwicklung, Reiseform, Machu Picchu, Südamerika, Prestige-Tourismus.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit?
Die Arbeit behandelt die touristische Bedeutung und das Angebot von Luxuszügen in Lateinamerika als eine spezialisierte Form des Reisens.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zu den Schwerpunkten zählen die Identifikation spezifischer Zugverbindungen, die Analyse der gebotenen Reiseerlebnisse sowie die Einordnung dieser Angebote in den aktuellen Tourismusmarkt.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche luxuriösen Bahnalternativen es in Lateinamerika gibt, wo diese buchbar sind und welche Faktoren für Reisende dabei von Bedeutung sind.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine deskriptive Studienarbeit, die auf einer Auswertung von Fachliteratur und aktuellen Internetquellen zu den beschriebenen Zugangeboten basiert.
Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden einzelne Zugprojekte wie der Hiram Bingham, der Great Brazil Express und der „Zug in die Wolken“ im Detail beschrieben und hinsichtlich ihrer Ausstattung und Streckenführung analysiert.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die wichtigsten Begriffe sind Luxuszüge, Bahntourismus, Peru, Argentinien, Brasilien und die Erschließung touristischer Attraktionen per Schiene.
Warum wird beim „Tren a las Nubes“ eine so kritische Perspektive eingenommen?
Die Autorin weist auf soziale Spannungen hin, da die arme lokale Bevölkerung durch hohe Preise ausgeschlossen wird und es zu Konflikten mit Touristen kommt, was einen Kontrast zum touristischen Luxus darstellt.
Welche Rolle spielt der Hiram Bingham für den Tourismus in Peru?
Der Hiram Bingham fungiert als Premium-Produkt, das den klassischen Luxus der 1920er Jahre mit dem Erreichen des kulturell bedeutenden Machu Picchu verbindet und somit prestigeträchtige Reiseerlebnisse schafft.
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- Caroline Folger (Author), 2009, Luxuszüge in Lateinamerika. Eine andere Form des Tourismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150080