Diese Hausarbeit versucht auf die Fachgebiete der Gesundheitsförderung, Gesundheitserziehung Bewegungserziehung und deren Inhalte und didaktischen Prinzipien näher einzugehen.
Anschließend möchte der Autor die Auswirkungen dieser Fachgebiete auf die aktuelle Entwicklung der Gesundheit von Kindern näher beleuchten. Außerdem möchte er auf die Rolle von Gesundheitsmodellen eingehen und diese vorstellen.
Im Thüringer Lehrplan sind die Fortbewegungsarten Gehen, Laufen und Springen bereits in der Primarstufe vorgeschriebener Bestandteil des Sportunterrichts. Der Lernbereich Laufen-Springen-Werfen des Thüringer Lehrplans Sport knüpft an das alltags- und spielmotorische Können der Kinder an und versucht durch gezieltes Üben die koordinativ-konditionellen Fähigkeiten wie z.B. Reaktion oder Kopplung bewusst zu verbessern. Außerdem sollen Bewegungs-, Körper und Materialerfahrungen erweitert und der kompetitive Gedanke gefördert werden. Hierbei wird in zu erlernende Sach-, Methoden- und Sozialkompetenzen unterschieden. Zu vermittelnde Sachkompetenzen sind z.B. das Laufen von einer kurzen Strecke (50m) mit hohem Tempo oder nach kurzem Anlauf und einbeinigem Absprung eine Höhe zu überspringen. Schüler sollen auch Methodenkompetenzen wie das Beobachten von Bewegungsmerkmalen und Bewegungsabläufen erlernen.
Eine zu vermittelnde Sozialkompetenz ist das Üben von Bewegungsabläufen mit einem Partner. Sämtliche Lernbereiche des Thüringer Lehrplans Sport fördern die Gesundheit und bilden die Bewegung der Schüler weiter. Auch der Thüringer Bildungsplan, welcher unabhängig von Lehrplänen ist und in Bildungsbereichen spezifische Zugänge zur tätigen Auseinandersetzung mit der Welt gibt, enthält wesentliche Aspekte zur Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen. Im Bildungsbereich der geistigen und körperlichen Gesundheitsbildung sind die Ansprüche und Anregungen für pädagogisch Tätige in der primaren Bildungsstufe angegeben. Es ist z.B. angeführt, dass Kinder zu Gesprächen zur Gesundheitsvorsorge und Gesundheitspflege angeregt werden sollen oder die Gestaltung von gesundheitsfördernden Alltagssituationen unterstützt werden soll. Diese Lehrarrangements fördern aktiv das Gesundheitsbewusstsein der Kinder bereits im Grundschulalter. Ich versuche in meiner didaktisch-methodischen Übung die Aspekte des Thüringer Lehrplans einfließen zu lassen und den kompetitiven Gedanken aufzugreifen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung mit Bezug auf Thüringer Lehrplan/ Bildungsplan
2. Bewegungserziehung
2.1 Ziele/Inhalte der Bewegungserziehung
2.2. Bedeutung der Bewegungserziehung
2.2. Didaktische Prinzipien der Bewegungserziehung
3. Gesundheitserziehung/Gesundheitsförderung
3.1 Notwendigkeit zur Förderung körperlicher Aktivität- und Gesundheit
3.2. Ziele und Grundsätze der schulischen Gesundheitserziehung
4. Gesundheitsmodelle
4.1 Salutogenese Modell
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz der Gesundheitserziehung und Gesundheitsförderung im schulischen Bildungskontext, wobei insbesondere der Beitrag der Bewegungserziehung für die physische und kognitive Entwicklung von Kindern im Vordergrund steht. Es wird analysiert, wie pädagogische Lehrarrangements präventiv gegen gesundheitliche Risiken wie Bewegungsmangel und Adipositas wirken können.
- Bedeutung der Bewegungserziehung für die kindliche Entwicklung
- Didaktische Prinzipien der Bewegungsgestaltung
- Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Gesundheit
- Schulische Gesundheitserziehung und Salutogenese-Modell
Auszug aus dem Buch
2. Bewegungserziehung
Unter Bewegungserziehung versteht man Unterrichtsstunden, die der Bewegung dienen und von einer Lehrperson geplant und angeleitet werden. Diese Unterrichtsstunden sollten regelmäßig stattfinden. Bewegungserziehung ist auf die ganzheitliche Förderung von Kindern in affektiver, sozialer, kognitiver und körperlicher Sicht fixiert (vgl. Loibingdorfer: 2016). Im Folgenden soll auf die Inhalte, Ziele, Bedeutung und die didaktischen Prinzipien der Bewegungserziehung eingegangen werden.
2.1. Ziele/Inhalte der Bewegungserziehung
Bewegungserziehung verfolgt das Ziel, Kindern zu ermöglichen, sich über Bewegung mit ihrer Umwelt auseinandersetzen zu können (vgl. Loibingdorfer: 2016). Dieses Ziel beinhaltet, dass Kinder lernen sollen, sich in Raum und Zeit zu orientieren, die eigene Kreativität weiterzuentwickeln, die Fähigkeit zu erlangen, Spielregeln anzuerkennen und Bewegungssicherheit, Gewandtheit und Geschicklichkeit zu erlernen (vgl. Internetquelle 1). Weitere Ziele einer bewussten Bewegungserziehung sind die Gesunderhaltung der Kinder und Jugendlichen und somit auch das Vorbeugen von Krankheiten wie z.B. Fettleibigkeit. Kinder sollten dahin erzogen werden, dass sie Freude und Spaß beim Sporttreiben empfinden und somit Bewegung zu etwas Alltäglichem werden (vgl. Internetquelle 2). Es ist auch möglich die Ziele in drei Hauptaspekte zu untergliedern, die gesundheitlichen Aspekte (Ausgleich von Bewegungsmangel), die motorischen Aspekte (Sammeln von Bewegungserfahrungen) und die sozialen Aspekte (soziale Verhaltensweisen fördern) (vgl. Internetquelle 3). Die Inhalte der Bewegungserziehung liegen nah an den Zielen und werden in fünf Erfahrungsbereiche gegliedert. Der Körper-, Selbst-, Sinnes-, Sozial- und Materialerfahrung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung mit Bezug auf Thüringer Lehrplan/ Bildungsplan: Einführung in die Relevanz von Bewegung und Gesundheit im schulischen Kontext unter Berücksichtigung relevanter Bildungspläne.
2. Bewegungserziehung: Definition der Bewegungserziehung und Darlegung ihrer pädagogischen Relevanz als ganzheitliche Förderungsmethode für Kinder.
3. Gesundheitserziehung/Gesundheitsförderung: Erörterung der begrifflichen Unterschiede sowie der dringenden Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen im Schulalltag.
4. Gesundheitsmodelle: Vorstellung theoretischer Ansätze, wobei der Fokus auf der Bedeutung des Salutogenese-Modells für das Verständnis von Gesundheit liegt.
5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Notwendigkeit einer frühzeitigen Gesundheitserziehung durch pädagogische Institutionen zur langfristigen Sicherung der Lebensqualität.
Schlüsselwörter
Gesundheitserziehung, Gesundheitsförderung, Bewegungserziehung, Schulsport, Salutogenese-Modell, Kindliche Entwicklung, Prävention, Motorik, Adipositas, Gesundheitsbewusstsein, Lehrplan, Sportpädagogik, Lebensqualität, körperliche Aktivität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, welchen Stellenwert Gesundheitserziehung und Bewegungsförderung im pädagogischen Kontext einnehmen und wie Schulen dabei unterstützen können, die Gesundheit von Kindern zu stärken.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstellen von Bewegungserziehung, Gesundheitsprävention sowie der Anwendung didaktischer Konzepte zur Förderung eines gesundheitsbewussten Lebensstils.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch gezielte Bewegungserziehung und schulische Gesundheitsförderung physischen Problemen wie Bewegungsmangel und Übergewicht bereits im frühen Kindesalter entgegengewirkt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender Lehrpläne und theoretischer Gesundheitsmodelle, wie etwa dem Modell der Salutogenese.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl die Ziele und Inhalte der Bewegungserziehung inklusive didaktischer Prinzipien erläutert als auch die Notwendigkeit von Gesundheitsförderungsmodellen zur Bewältigung von Stress und gesundheitlichen Risiken diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Gesundheitserziehung, Bewegungsförderung, Salutogenese, motorische Entwicklung und pädagogische Prävention.
Welche Bedeutung kommt dem Salutogenese-Modell zu?
Es dient als theoretisches Fundament zur Erklärung, wie der Mensch trotz belastender Faktoren gesund bleiben kann, und betont das kontinuierliche Zusammenspiel von Psyche und Körper.
Warum ist eine frühzeitige Gesundheitserziehung laut dem Fazit so wichtig?
Da präventive Maßnahmen wie Bewegung und gesundheitliches Wissen früh etabliert werden müssen, um langfristig Bewegungsmangel und damit verbundene chronische körperliche Probleme zu vermeiden.
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- C. Wolansky (Author), 2019, Relevanz der Gesundheitserziehung und -förderung im Bildungskontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1500868