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Erfolgspotentiale in Familienunternehmen

Eine sozialkapitaltheoretische Sichtweise

Title: Erfolgspotentiale in Familienunternehmen

Diploma Thesis , 2009 , 97 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bernadette Berg, geb. Katzer (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Für Familienunternehmen entstehen durch den Besitz und den Einfluss der Familie Besonderheiten im Vergleich zu Nicht-Familienunternehmen. Die Verbindung eines Unternehmens mit der historisch gewachsenen Institution Eigentümerfamilie, mit ihren Zielen, Werten und Umgangsformen, entfaltet besondere Wirkungen innerhalb des Familienunternehmens, welche Erfolgspotentiale positiv wie negativ beeinflussen können. Insbesondere der Einfluss der Familie über die Kontakte mit Angestellten, Managern, anderen Unternehmen und weiteren Dritten sowie deren Art der Beziehung zueinander - somit das soziale Netzwerk und dessen Ausprägungen - haben einen Einfluss auf mögliche Faktoren, die den Erfolg des Familienunternehmens beeinflussen können.
Die Forschung beschäftigt sich seit langem mit der Frage, wie diese besondere Funktionsweise von Familienunternehmen aussieht und welche Folgen sie auf Erfolgspotentiale dieser Unternehmensform hat. Es bleibt jedoch bis auf einzelne neuere Ansätze bei einer singulären Betrachtung einzelner Elemente von Familienunternehmen und einer Konzentration auf einzelne Theorien. Es fehlt somit eine umfassende Zusammenführung, die die besondere Funktionsweise von Familienunternehmen erklärt und deren Beeinflussung von Erfolgspotentialen darstellt.
Ein möglicher Ansatz der Zusammenführung liegt in der auf Familienunternehmen angewendeten Sozialkapitaltheorie. Die Sozialkapitaltheorie entwickelte sich aus der Netzwerkforschung heraus. Sie basiert auf der Annahme, dass Beziehungen zwischen Akteuren Ertragspotential darstellen. Die Sozialkapitaltheorie beschäftigt sich somit explizit mit dem Potential, das Beziehungen darstellen können. Die Besonderheit von Familienunternehmen wird von der Forschung eben in den Beziehungen der Familie, die zu einem Familienunternehmen gehört, gesehen. Durch eine sozialkapitaltheoretische Betrachtung von Familienunternehmen kann somit die Funktionsweise von Familienunternehmen und die Wirkung von Familienbesitz und -einfluss auf Erfolgspotentiale verständlich gemacht werden.

Ziel dieser Arbeit ist es, Familienunternehmen vor dem Hintergrund der Sozialkapitaltheorie zu betrachten, um die Wirkung von Familienbesitz und -einfluss auf mögliche Erfolgspotentiale von Familienunternehmen zu erklären.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Basis zu Familienunternehmen

2.1 Definition von Familienunternehmen

2.2 Kategorisierungsmerkmale

2.3 Besondere Herausforderungen

3 Familienunternehmen unter der sozialkapitaltheoretischen Sichtweise

3.1 Einführung in die Sozialkapitaltheorie

3.2 Netzwerk von Familienunternehmen

3.3 Dimensionen des Sozialkapitals in Familienunternehmen

3.3.1 Strukturelle Dimension in Familienunternehmen

3.3.1.1 Institutionelle Überlappung von Familie und Unternehmen

3.3.1.2 Geschlossenheit des Netzwerkes

3.3.1.3 Strukturlöcher des Netzwerkes

3.3.2 Relationale Dimension in Familienunternehmen

3.3.2.1 Vertrauen

3.3.2.2 Normen

3.3.2.3 Soziale Identität

3.3.2.4 Altruismus

3.3.3 Kognitive Dimension in Familienunternehmen

3.3.3.1 Organisationskultur

3.3.3.2 Sprachcodierungen

3.4 Besondere Entstehungsbedingungen von Sozialkapital in Familienunternehmen

3.5 Zusammenführung

4 Einfluss des Sozialkapitals auf Erfolgspotentiale von Familienunternehmen

4.1 Wirkungen der strukturellen Dimension

4.1.1 Einfluss auf Informationen und Innovationen

4.1.2 Einfluss auf Konflikte

4.2 Wirkungen der relationalen Dimension

4.2.1 Einfluss auf Steuerung und Kontrolle

4.2.2 Einfluss auf Konflikte und Kooperation

4.3 Wirkung der kognitiven Dimension

4.3.1 Einfluss auf Beständigkeit und Effizienz

4.3.2 Einfluss auf Innovativität und Veränderungsprozesse

4.4 Kritische Würdigung

5 Schlussfolgerungen für die Nutzung von Sozialkapital in Familienunternehmen

5.1 Implikationen für einen Internationalisierungsprozess

5.2 Implikationen für einen Effizienzsteigerungsprozess

5.3 Ausblick

Zielsetzung und Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, Familienunternehmen vor dem Hintergrund der Sozialkapitaltheorie zu betrachten, um die Wirkung von Familienbesitz und -einfluss auf mögliche Erfolgspotentiale von Familienunternehmen zu erklären und diese funktionale Besonderheit verständlich zu machen.

  • Anwendung der Sozialkapitaltheorie auf Familienunternehmen
  • Analyse der strukturellen, relationalen und kognitiven Dimension des Sozialkapitals
  • Untersuchung der Entstehungsbedingungen von Sozialkapital in Familienunternehmen
  • Bewertung der Auswirkungen von Sozialkapital auf Erfolgspotentiale wie Innovation und Effizienz
  • Ableitung von Implikationen für Management-Herausforderungen (z.B. Internationalisierung)

Auszug aus dem Buch

3.3.1.2 Geschlossenheit des Netzwerkes

Nach Coleman (1988) wird Sozialkapital insbesondere durch ein geschlossenes Netzwerk ermöglicht. Ein geschlossenes Netzwerk ist durch eine möglichst dichte, kohäsive Netzwerkstruktur mit bewusst redundanten Beziehungen gekennzeichnet (siehe Abbildung 4). In einem geschlossenen, dichten Netzwerk stehen alle Kontakte untereinander in Verbindung. Burt (1992) grenzt davon spärliche Netzwerke ab, indem die Verbindungen nur von einem Akteur ausgehen und keine Interaktion zwischen den anderen Beteiligten stattfindet.

Durch ein geschlossenes Netzwerk wird eine Kooperation zwischen den Akteuren ermöglicht. Akteur A wird sich an soziale Regeln des Netzwerkes halten, da B, C und D sich über eventuelles Fehlverhalten von A austauschen und Sanktionen gegen ihn ausüben können. Es werden sich so in einem geschlossenen Netzwerk schneller effektive Normen und darauf aufbauend Vertrauen entwickeln, als in einem offenen Netzwerk, wo B, C und D nicht in Kontakt stehen.

Ein geschlossenes Netzwerk kann im FU direkt vorliegen, da alle Akteure, unter ihnen auch die beteiligten Familienmitglieder, miteinander in Verbindung stehen. Doch ob eine direkte Verbindung zwischen allen vorliegt, und somit redundante Beziehungen existieren, hängt vermutlich maßgeblich von der Größe des Familienunternehmens und der Gestaltung der Arbeitsprozesse ab. Je kleiner das FU und je mehr Mitarbeiter für die Erreichung eines Arbeitsziels in Verbindung treten müssen, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit für redundante Verbindungen sein.

Weiter können die sozialen Verbindungen der Familie ein geschlossenes Netzwerk darstellen. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass nur einzelne Mitglieder der Familie als Geschäftsführer Teil des FU sind. Das Familiennetzwerk stellt somit internes und externes Sozialkapital für FU dar. Es ist davon auszugehen, dass sich alle Familienmitglieder untereinander kennen und weitgehend redundante Beziehungen bestehen. Eine Familie stellt somit ein idealtypisches Modell eines geschlossenen Netzwerkes dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von Familienunternehmen dar und führt die Sozialkapitaltheorie als theoretischen Rahmen zur Untersuchung der Funktionsweise und Erfolgspotentiale dieser Unternehmensform ein.

2 Theoretische Basis zu Familienunternehmen: Dieses Kapitel definiert Familienunternehmen, entwickelt Kategorisierungsmerkmale und analysiert die spezifischen Herausforderungen, denen diese Unternehmen gegenüberstehen.

3 Familienunternehmen unter der sozialkapitaltheoretischen Sichtweise: Hier wird die Sozialkapitaltheorie mit ihren drei Dimensionen (strukturell, relational, kognitiv) umfassend auf Familienunternehmen übertragen und die besonderen Entstehungsbedingungen für Sozialkapital erläutert.

4 Einfluss des Sozialkapitals auf Erfolgspotentiale von Familienunternehmen: Dieses Kapitel untersucht die Wirkungen der drei Sozialkapital-Dimensionen auf Erfolgspotentiale wie Informationen, Innovationen, Konflikte, Steuerung und Effizienz.

5 Schlussfolgerungen für die Nutzung von Sozialkapital in Familienunternehmen: Abschließend werden Implikationen für spezifische Herausforderungen wie Internationalisierung und Effizienzsteigerung abgeleitet und der Forschungsstand kritisch reflektiert.

Schlüsselwörter

Familienunternehmen, Sozialkapitaltheorie, Sozialkapital, Netzwerkforschung, Erfolgspotentiale, strukturelle Dimension, relationale Dimension, kognitive Dimension, Vertrauen, Normen, soziale Identität, Altruismus, Organisationskultur, Unternehmensführung, Internationalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Familienunternehmen aus der Perspektive der Sozialkapitaltheorie, um deren Funktionsweise und den Einfluss von Familienbesitz auf den Unternehmenserfolg zu erklären.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Definition und Besonderheiten von Familienunternehmen, die Anwendung der Sozialkapitaltheorie (Struktur, Relationen, Kognition) und deren Auswirkungen auf betriebliche Erfolgspotentiale.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen Erfolgspotentiale von Familienunternehmen durch die Linse des Sozialkapitals zu identifizieren und zu erklären, warum diese Unternehmensform einzigartig agiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Herleitung sowie eine systematische Literaturanalyse, ergänzt durch Fallbeispiele und modellhafte Darstellungen von Netzwerkstrukturen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Sozialkapitals im Kontext von Familienunternehmen sowie die detaillierte Analyse der Einflüsse dieses Sozialkapitals auf Faktoren wie Innovation, Konfliktmanagement und Steuerung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialkapital, Familiennetzwerk, Vertrauen, Organisationskultur, Altruismus und unternehmerische Erfolgspotentiale.

Welche Rolle spielt die Familie bei der Entstehung von Sozialkapital?

Die Familie wirkt als "Nährboden" für Sozialkapital, da durch gemeinsame Historie, Interaktionen und stabile Beziehungen starkes Vertrauen und geteilte Identität entstehen, was eine besonders dauerhafte Form von Sozialkapital darstellt.

Warum können starke familiäre Bindungen auch negative Auswirkungen haben?

Starke Bindungen können zu redundanten Informationen (was Innovationen hemmen kann) sowie zu Konfliktpotential bei Rollenunklarheiten oder einseitigem Altruismus führen, was den Unternehmenserfolg beeinträchtigen kann.

Wie wirkt sich die Größe des Unternehmens auf das Sozialkapital aus?

Bei kleinen Unternehmen wirkt die zentrale Position der Familie oft beschleunigend auf Entscheidungen, während bei wachsenden Unternehmen der Bedarf an externem Sozialkapital steigt, um nicht in "Flexibilitätsblockaden" zu geraten.

Wie beeinflusst die Organisationskultur die Effizienz im Familienunternehmen?

Eine durch die Familie geprägte Kultur fördert Beständigkeit und Effizienz durch gemeinsame Orientierungsmuster, kann aber die Anpassungsfähigkeit erschweren, wenn notwendige Veränderungen als nicht konform zur Familientradition empfunden werden.

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Details

Title
Erfolgspotentiale in Familienunternehmen
Subtitle
Eine sozialkapitaltheoretische Sichtweise
College
University of Cologne  (Seminar für Allg. BWL, Unternehmensentwicklung und Organisation)
Grade
1,3
Author
Bernadette Berg, geb. Katzer (Author)
Publication Year
2009
Pages
97
Catalog Number
V150110
ISBN (eBook)
9783640610709
ISBN (Book)
9783640610976
Language
German
Tags
Familienunternehmen Sozialkapital soziale Netzwerke KMU
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernadette Berg, geb. Katzer (Author), 2009, Erfolgspotentiale in Familienunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150110
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